Briefwahl-Presseschau: 6. September 2017

Noch knapp 2 1/2 Wochen bis zur Wahl und ein Ende des Briefwahl-Booms ist nicht in Sicht. Inzwischen findet das Thema immer mehr auch seinen Weg in die Presse.

Hier eine Auswahl an Artikeln, über die ich in den vergangenen Tagen gestolpert bin:

  • yougov.de: Fast ein Drittel der Deutschen will per Briefwahl abstimmen (31.08.2017)
    Eine Zusammenfassung der Studie ist unter https://yougov.de/news/2017/08/31/fast-ein-drittel-der-deutschen-will-briefwahl-abst/ zu finden. Demnach nutze jeder Zweite Briefwähler diese Möglichkeit aus Bequemlichkeit.
  • welt.de: Der letzte Ort des staatsbürgerlichen Ernstes (03.09.2017)
    Umfassender Artikel von Elmar Krekeler zur Geschichte der Wahl. Aus seiner Sicht boomt die Briefwahl und der persönliche Gang zur Urne drohe aus der Mode zu kommen. Er nennt seinen Artikel selbst eine Hommage an die Wahlkabine.
  • hasepost.de: Ex-Verfassungsrichter Papier warnt vor Risiken der Briefwahl (03.09.2017)
    Die Hanse Post bezieht sich auf ein – leider noch nicht online verfügbares – Interview der Welt mit dem früheren Bundesverfassungsrichter Jürgen Papier, darin mache er auf die Gefahren von Manipulationen aufmerksam und mahne an über neue Wege nachzudenken. Als Beispiele nenne er die Verlängerung des Wahltags flexible Wahlmöglichkeiten in zeitlicher aber auch in lokaler Hinsicht.
  • schwarzwaelder-bote.de: Briefwahl wird immer beliebter (01.09.2017)
    Der Schwarzwälder Bote beschäftigt sich mit dem bereits jetzt hohen Briefwähleranteil in der Raumschaft Triberg. Dabei kommt auch die Wahlamtsleiterin zu Wort. Sie betont, dass die frühere Aussage, dass die Briefwahl eher eine Option für ältere Menschen sei, nicht mehr zutreffen würde. Immer mehr junge Menschen würden die Briefwahl nutzen, um sich den Sonntag freizuhalten.
  • nrz.de: Die Briefwahl ist bei Düsseldorfern gefragt wie nie zuvor (30.08.2017)
    Bei 413.016 Wahlberechtigten wurden in Düsseldorf laut NRZ inzwischen über 36.000 Briefwahlunterlagen beantragt. Man rechnet damit, dass in den kommenden Tagen die 50.000er-Marke geknackt wird und es am Ende mehr als 100.000 Briefwähler sein werden.
  • waz.de: Stadt Duisburg tütete alte Merkblätter zur Briefwahl ein (30.08.2017)
    In einer noch unbekannten Anzahl von Fällen hat die Stadt Duisburg bei der Versendung der Wahlbenachrichtigungen Merkblätter eingefügt, die noch von der Landtagswahl im Mai 2017 stammen. Das Merkblatt ist grundsätzlich richtig, enthält aber falsches Datum für die Einsendungsfrist.
  • tagesspiegel.de: 250.000 Berliner haben schon gewählt (31.08.2017)
    Über 250.000 Wähler haben in Berlin bereits ihre Stimme abgegeben. In Steglitz-Zehlendorf wurde laut Tagesspiel schon jetzt über 20 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Die Berliner Zeitung berichtet in einem neueren Artikel vom 04.09.2017 sogar von inzwischen 24 Prozent in Steglitz-Zehlendorf. Dafür seien es in Marzahn-Hellersdorf und in Lichtenberg erst 8,6 Prozent.
  • br.de: Trend geht zur Briefwahl (28.08.2017)
    Der Bayrische Rundfunk befasst sich mit den Vor- und Nachteilen von Briefwahlen. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch das im Artikel enthaltene Zitat von PD Dr. Alexander Thiele von der Universität Göttingen, der auf der „Sonderwissen“ von denjenigen aufmerksam macht, die erst am Wahltag wählen gehen.
  • gruenderszene.de: Easy! Flexibel! On-demand! Wir geben unsere Stimme per Briefwahl ab (18.08.2017)
    Frank Schmiechen von der Gründerszene erläutert warum sie die Initiative sonntaghabichwasbesseresvor.de unterstützen. Zitat: „Ausgerechnet am freien Sonntag sollen wir in eine verstaubte, miefige Schule in der Nachbarschaft gehen, einem müden Wahlhelfer den Pass vorzeigen, um dann Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen. Aber es geht auch anders.“

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