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	<title>Homo Politicus &#187; Andrea Ypsilanti</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 10:52:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ypsilantis solidarische Moderne</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 08:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Institut Solidarische Moderne]]></category>
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		<category><![CDATA[Think-Tank]]></category>

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		<description><![CDATA[Andrea Ypsilanti, Sven Giegold, Katja Kipping, Franz Alt, Michael Brie, Arvid Bell, Franziska Drohsel und Sebastian Krumbiegel – allesamt sind sie Mitglieder des neu gegr&#252;ndeten Instituts Solidarische Moderne. Politiker aus dem linken Spektrum, aus SPD, Linker und Gr&#252;nen gemeinsam mit Publizisten und Wissenschaftlern als Vork&#228;mpfer einer sozialeren Politik? Eine Umschau durch Presse und Blogs. <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/02/ypsilantis-solidarische-moderne/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Andrea Ypsilanti, Sven Giegold, Katja Kipping, Franz Alt, Michael Brie, Arvid Bell, Franziska Drohsel und Sebastian Krumbiegel &#8211; allesamt sind sie Mitglieder des neu gegr&#252;ndeten <a href="http://www.solidarische-moderne.de/">Instituts Solidarische Moderne</a>. Politiker aus dem linken Spektrum, aus SPD, Linker und Gr&#252;nen gemeinsam mit Publizisten und Wissenschaftlern als Vork&#228;mpfer einer sozialeren Politik? Eine Umschau durch Presse und Blogs.</strong><br />
<a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/02/solidarischemoderne.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5238" title="solidarischemoderne" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/02/solidarischemoderne-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" /></a></p>
<h2>Das Ypsilanti-Institut oder wie nah ist Rot-Rot-Gr&#252;n?</h2>
<p>&#8220;Viel Presse hier&#8221; <a href="http://twitter.com/sven_giegold/status/8508724299">schreibt Sven Giegold</a> und meint damit das Institut Solidarische Moderne, eine rot-rot-gr&#252;ne Denkfabrik, die am Wochenende aus der Taufe gehoben wurde. Nicht ganz unbekannte Politiker aus SPD, Gr&#252;nen und der Linkspartei wollen gemeinsam mit Wissenschaftlern und Idealisten Konzepte f&#252;r eine &#8220;solidarische&#8221; Politik entwerfen. Die Presse greift die Gr&#252;ndung als gro&#223;e Neuigkeit auf und sieht, wohl nicht ganz zu unrecht, Andrea Ypslianti, die ehemalige hessische SPD-Vorsitzende aus Hessen, als treibende Kraft hinter der Idee. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,675219,00.html">Florian Gathmann zieht auf SpiegelOnline Parallelen zu Ypsilantis Landtagswahlkampf von 2008</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Allerdings klingt manches an dem neuen Think-Tank schon sehr nach  Ypsilanti. &#8220;Soziale Moderne&#8221; lautete das Motto ihres Landtagswahlkampfs  2008. Da ist es zur &#8220;Solidarischen Moderne&#8221; nicht mehr weit. Kein  Wunder, dass auch Hermann Scheer unter den Gr&#252;ndungsmitgliedern ist. Der  SPD-Bundestagsabgeordnete war Ypsilantis designierter Superminister f&#252;r  Wirtschaft und Umwelt und gilt als Kopf hinter ihrem damaligen  politischen Programm.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei WELT ONLINE ist man wie zu erwarten etwas irritiert &#252;ber so wenig Ber&#252;hrungs&#228;ngste mit der Linkspartei und <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6078067/Ypsilantis-Versuchslabor-fuer-Rot-Rot-Gruen.html">sieht eine rot-rot-gr&#252;ne Koalition als Ziel des Instituts</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine Ex-Spitzenkandidatin der SPD, eine Linkenpolitikerin, ein S&#228;nger  und ein Ex-Staatssekret&#228;r geh&#246;ren zur Besetzung der neuen Denkfabrik  &#8220;Institut Solidarische Moderne&#8221;. Das Projekt unter der F&#252;hrung von  Andrea Ypsilanti arbeitet offiziell gegen Schwarz-Gelb, inoffiziell aber  schon an Rot-Rot-Gr&#252;n.&#8221;</p></blockquote>
<h2>Fremdeln im eigenen Lager</h2>
<p>Ungleich offener empf&#228;ngt die taz den Think Tank und <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&amp;dig=2010%2F01%2F30%2Fa0178&amp;cHash=c789334689">besch&#228;ftigt sich eingehender mit der Vision</a> einer Zusammenarbeit &#252;ber Parteigrenzen hinweg. Die sei allemal n&#246;tig und m&#246;glich, aber die Parteien m&#252;ssten in ihrer ganzen Breite einbezogen werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Allerdings:  Rot-Rot-Gr&#252;n muss sich  f&#252;r alle drei auch politisch rechnen &#8211; und das  tut es im Moment nicht. Vor allem die SPD zaudert, weil in ihrer  Anh&#228;ngerschaft nur eine Minderheit mit einer linken Koalition  sympathisiert. Selbst wenn Gabriel und Nahles so eine Regierung 2013  wollen, ist schleierhaft, wie sie dies ihrer konservativen Klientel  beibringen. So lange kein Netzwerker, kein Seeheimer, kein  Traditionsgewerkschafter bei den neuen Zirkeln mit am Tisch sitzt, wird  deren Wirkung &#252;berschaubar bleiben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die FAZ sieht etwas sp&#246;ttelnd auf das Projekt und <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E0EC99B9A663F405AA32DBE797554C59C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">l&#228;sst Kritiker aus den Reihen der Gr&#252;nen auftreten</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Skeptisch hat der Realo-Fl&#252;gel der Gr&#252;nen auf die  Ypsilanti-Initiative reagiert. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde  bezeichnete gegen&#252;ber der Frankfurter Allgemeine Zeitung  (Dienstagausgabe) die Gr&#252;ndung des, wie er es formulierte,  „Ypsilanti-Instituts f&#252;r angewandte Kuba-Wissenschaften“ als Fehler. Bonde  sagte der F.A.Z.: „Die Initiative geht in die schwarz-gelbe Falle und  versucht, ein &#252;berkommenes Lagerdenken zu reaktivieren.“ Die alte  Lagerlehre mit einem „linken Block“ und zu „Projekten“ aufgeladenen  B&#252;ndnissen „stabilisiert nur Merkel/Westerwelle, statt ihre  schnellstm&#246;gliche Abl&#246;sung voranzubringen“.&#8221;</p></blockquote>
<h2>Wenig Resonanz in Blogs</h2>
<p>In Blogs findet man dagegen bisher kaum &#196;u&#223;erungen zum Institut Solidarische Moderne. Die ausf&#252;hrlichsten Beitr&#228;ge haben bezeichnenderweise zwei Gr&#252;ndungsmitglieder des Instituts geschrieben, die sich dann auch mit der internen Diskussion &#252;ber den Namen besch&#228;ftigen. Till Westermayer ist nur wenige Stunden nach Vorstellung des Think-Tanks Mitglied geworden, <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/01/30/das-institut-solidarische-moderne-eine-namenskritik/">hat sich aber vorher einige Gedanken gemacht und diese geblogt</a>. Warum zum Beispiel der Name so stark an die &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; erinnere oder er zu sozialdemokratisch sei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Mir ist der Name zu sozialdemokratisch. Aber gut – wenn zwei der drei Gr&#252;ndungsstr&#246;mungen sozialdemokratisch sind, muss das vielleicht so sein. Nat&#252;rlich ist »solidarisch« auch ein gr&#252;ner Begriff, und ein – inzwischen weitgehend anerkanntes – gr&#252;nes Thema. Trotzdem: gerade wenn dieser Think-tank sich um dieses Aufgabenfeld k&#252;mmern will [...], dann frage ich mich schon, ob »solidarisch« das richtige Adjektiv ist. Ich w&#252;rde ja sagen, dass eigentlich »gr&#252;n« hier viel besser passt, oder zumindest »sozial-&#246;kologisch«. Vielleicht w&#228;re auch eine ganz neue Wortsch&#246;pfung notwendig. Oder eben beides – »Institut f&#252;r eine solidarische und &#246;kologische Moderne«.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie eine Antwort darauf liest sich die Wortmeldung von <a href="http://babenhauserhei.de/archives/560">Maik Babenhauserheide. Mit Verweis auf Westermayer schreibt er</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zur Namenskontroverse kann ich nur sagen, dass Solidarit&#228;t f&#252;r mich  weder ein sozialdemokratischer Begriff ist noch an Progressivit&#228;t  vermissen l&#228;sst. Sicherlich h&#228;tte man dem Institut auch einen Namen  geben k&#246;nnen, der ganz unmissverst&#228;ndlich klarstellt, dass es sich  hierbei nicht um einen altlinken Folkloreverein handelt, der den zum  Teil gescheiterten linken Konzepten des Industriezeitalters nachh&#228;ngt  und auch das Thema &#214;kologie als linkes Projekt anspricht. Allerdings w&#228;re das wohl zu einem Namensunget&#252;m geworden , um das man  lange h&#228;tte ringen m&#252;ssen. Solidarische Moderne beschreibt meiner  Meinung nach sehr gut die gemeinsame Wertebasis der beteiligten  Personen. Auch ich bin in die Politik gegangen, weil ich an einer  solidarischen Gesellschaft mitarbeiten m&#246;chte. Und das als Gr&#252;ner!&#8221;</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Nils Simon berichtet &#252;brigens bei der Klimakrise, dass die namhaften Gr&#252;ndungsmitglieder gar nicht pers&#246;nlich anwesend waren</span> (Korrektur siehe Kommentar. <a href="http://klimakrise.de/2010/02/01/solidarische-moderne/">Sein Beitrag</a> ist trotzdem lesenswert).</p>
<p><em>Bild: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:DE_Ypsilanti_by_Steschke_02.jpg"class="img" rel="lightbox">wikimedia &#8211; Sven Teschke</a> unter <a href="/impressum/gnu-lizenz-fuer-freie-dokumentation/">GFDL</a>.</em></p>
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		<title>Ein schlechtes Jahr f&#252;r die SPD</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 14:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
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		<description><![CDATA[2008 war nun wirklich nicht das Jahr der Sozialdemokraten. Dabei war man so zuversichtlich in das Wahljahr gestartet. Schlie&#223;lich begann Roland Koch sich gerade durch die Debatte um straff&#228;llige Jugendliche&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>2008 war nun wirklich nicht das Jahr der Sozialdemokraten. Dabei war man so zuversichtlich in das Wahljahr gestartet. Schlie&#223;lich begann Roland Koch sich gerade durch die Debatte um straff&#228;llige Jugendliche selbst zu demontieren und die SPD-Spitzenkandidatin erlebte einen nicht erwarteten Sympathieaufschwung. 50 Prozent aller Hessen w&#252;nschten sich Anfang des Jahres Andrea Ypsilanti als neue Ministerpr&#228;sidentin, nur 33 Prozent h&#228;tten lieber Roland Koch wieder im Amt gesehen. Doch der erste D&#228;mpfer lie&#223; nicht lange auf sich warten.</h3>
<p class="bodytext">Wolfgang Clement, der ehemalige Superminister der &#196;ra Schr&#246;der, stellte in einem Gastbeitrag f&#252;r die Welt am Sonntag Andrea Ypsilanti auf Grund ihrer Klima- und Energiepolitik als nicht w&#228;hlbar dar und spielte damit Roland Koch einen indirekte Steilvorlage. Clement selbst geh&#246;rt seit 2006 dem Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG an. Die hessische SPD-Basis forderte daraufhin emp&#246;rt den Parteiausschluss Clements.</p>
<p>Trotz all dem schaffte es die hessische SPD Roland Koch und seiner CDU einen starken Stimmenverlust zu zuf&#252;gen und so lag die SPD am Ende fast gleich auf mit der CDU. Der Einzug der Linken in den Landtag und das f&#252;r die anderen Parteien schmerzhafte Erwachen in einem F&#252;nfparteiensystem f&#252;hrte jedoch dazu, dass kein einfaches B&#252;ndnis der Farbcoloration schwarz-gelb oder rot-gr&#252;n zustanden kam.</p>
<h3><strong>Wahlniederlage in Niedersachsen</strong></h3>
<p>Taggleich erlebten die Sozialdemokraten einer bitteren Wahlniederlage in Niedersachsen. Der amtierende Ministerpr&#228;sident Christian Wulff erreichte 42,5 Prozent und konnte, trotz des Einzuges der Linken, zusammen mit der FDP die Mehrheit stellen. Die SPD konnte nur 30,3 Prozent der W&#228;hlerstimmen auf sich vereinigen. In dem nieders&#228;chsischen Wahlkampf schaffte es die SPD kaum, an prominenter Stelle aufzufallen. Viele W&#228;hler kannten den SPD-Spitzenkandiaten Wolfgang J&#252;ttner auch im Wahlkampf einfach nicht.</p>
<h3><strong>Regierungsbildung in Hessen?</strong></h3>
<p>In Hessen gestaltete sich die Regierungsbildung derweil als besonders schwierig. Andrea Ypsilanti hatte im Wahlkampf &#8211; und zu ihrem sp&#228;teren Bedauern, noch in der Elefantenrunde am Wahlabend &#8211; beteuert, eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei jeglicher Art kategorisch abzulehnen. Doch als sich zeigte, dass keine andere M&#246;glichkeit mehr offen stehen w&#252;rde, musste Ypsilanti sich entscheiden zwischen den beiden M&#246;glichkeiten. Neuwahl oder doch das Wagnis einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei.</p>
<p>Am Ende hoffte man in einer rot-gr&#252;ne Minderheitsregierung unter Duldung und Unterst&#252;tzung der Linkspartei die L&#246;sung gefunden zu haben. Diesen Plan machten relativ schnell die eigenen Abgeordneten und in diesem Zusammenhang damals vor allem die Darmst&#228;dter Abgeordnete Dagmar Metzger zu Nichte.</p>
<h3><strong>Verlust des Koalitionspartners in Hamburg</strong></h3>
<p>Doch auch anderswo in Deutschland sah es nicht besser f&#252;r die Sozialdemokraten aus. Denn in Hamburg zeichnete sich nach der B&#252;rgerschaftswahl und der Wahlniederlage der SPD der Verlust des potentiellen Koaltionspartners und das erste schwarz-gr&#252;ne B&#252;ndnis auf Landesebene ab. Und w&#228;hrend man auf Seiten der Hamburger SPD noch erz&#252;rnt hoffte, dass ein solches B&#252;ndnis auf Grund mehrerer inhaltlicher Knackpunkte noch w&#228;hrend den Koalitionsverhandlungen scheitert, kam die Zusammenarbeit schneller zustande als die meisten Beobachter erwartet hatten. F&#252;r die SPD schmerzhaft kam dabei hinzu, dass auch in anderen Bundesl&#228;ndern die Rufe nach dem Ende eines automatisierten B&#252;ndnisses zwischen Gr&#252;nen und SPD bei den Mitgliedern der Gr&#252;nen lauter wurden und Jamaika und Schwarz-Gr&#252;n nicht mehr &#252;berall f&#252;r v&#246;llig utopisch gehalten wurden.</p>
<h3><strong>R&#252;cktritt von Kurt Beck</strong></h3>
<p>Kurt Beck, damaliger SPD-Bundesvorsitzender, machte in all dieser Zeit eine eher ungl&#252;ckliche Figur und schaffte es auch nicht eine Ordnung in die Debatte um die politische Situation in Hessen zu bringen. Ypsilanti wertete dies als Persilticket f&#252;r das von ihr geplante rot-rot-gr&#252;ne B&#252;ndnis.<br />
Nach massivem &#246;ffentlichem und innerparteilichem Protest, aber vor allem auch unter Einfluss der Medien trat Kurt Beck dann am 7. September 2008 von seinem Amt als Parteivorsitzender der SPD zur&#252;ck. Seinen Posten &#252;bernahm der ehemalige Parteivorsitzende Franz M&#252;ntefering, der mit seinem Comeback f&#252;r viele der einzige SPD-Lichtblick in diesem Jahr darstellte.</p>
<h3><strong>„Wortbruchdebatte“ in Hessen</strong></h3>
<p>Nach dem ersten Scheitern der Wiesbadener Regierungsbildung startete Andrea Ypsilanti nach der Sommerpause einen erneuten Anlauf f&#252;r eine rot-gr&#252;ne Minderheitsregierung. Im Rahmen einer Reihe von Regionalversammlungen wurde die Basis auf das B&#252;ndnis eingestimmt und nahm wieder langsam an Fahrt auf.</p>
<p>Diese Zeit wurde vor allem von der so genannten „Wortbruchdebatte“ dominiert. Die, zum Schrecken der Bundespartei, auch vor den hessischen Landesgrenzen nicht halt machte. So hielten im Deutschlandtrend der ARD im November 2008 59 Prozent der W&#228;hler die Aussage „SPD und Linkspartei arbeiten nach der Bundestagswahl“ f&#252;r nicht glaubw&#252;rdig. Damit erreichte der Schaden nicht mehr nur die hessische SPD sondern war auch bundesweit angekommen.</p>
<h3><strong>Zweiter Versuch der Regierungsbildung in Hessen</strong></h3>
<p>Die hessische SPD ging trotzdem weiter ihren Weg und schaffte es, einen Koalitionsvertrag mit den Gr&#252;nen auf die Beine zu stellen. An diesem Papier war sehr deutlich zu erkennen, in welcher Position sich die SPD befand. In den Bereichen Schul- und Umweltpolitik waren teilweise fast wortw&#246;rtliche Ausz&#252;ge aus dem Landtagswahlprogramm der Gr&#252;nen wieder zu finden, die SPD also viele Zugest&#228;ndnisse machte. Doch noch immer war die eigene Fraktion uneinig. In den Medien wurde teilweise gar von der abstrusen Idee berichtet, dass SPD-Abgeordnete den Wahlakt zur Ministerpr&#228;sidentenwahl Anfang November mit den Digitalkameras ihrer Mobiltelefone in der Wahlkabine dokumentieren sollen, um somit Druck auf m&#246;gliche Abweichler auszu&#252;ben. Doch soweit lie&#223;en es die vier in die &#214;ffentlichkeit getretenen „Abweichler“ erst gar nicht kommen. Trotz der eindeutigen Entscheidungen auf den Parteitagen von SPD (95 Prozent Zustimmung) und Gr&#252;nen (98 Prozent Zustimmung), entdeckten diese am Tag vor der Wahl ihr Gewissen.</p>
<h3><strong>Ende des &#8220;Experiments Ypsilanti“</strong></h3>
<p>Damit war das „Experiment Ypsilanti“ gescheitert und die Regierungsbildung an ihrem endg&#252;ltigen Ende. Nach dem sich die anderen Parteien relativ schnell auf Neuwahlen geeinigt hatten, musste auch die SPD sich dem Druck beugen. Die Abgeordneten sahen sich gezwungen, den Landtag am 18. November 2008 aufzul&#246;sen. Andrea Ypsilanti gab frustriert auf, als Nachfolger wurde der bis dahin weitgehend unbekannte Abgeordnete Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel aus Gie&#223;en benannt.</p>
<h3><strong>Wolfgang Clement tritt aus der SPD aus</strong></h3>
<p>Die  n&#228;chste negative Schlagzeile lies nicht lange auf sich warten. Der Fall Wolfgang Clement wurde erneut aufgegriffen. Die SPD-F&#252;hrung hatte in Berlin am 24. November 2008 das Verfahren mit einer R&#252;ge durch das Parteischiedsgericht abgeschlossen und sah damit von einem Parteiausschluss ab. Clement unterdessen reichte die R&#252;ge aus, um der SPD endg&#252;ltig den R&#252;cken zu kehren und &#246;ffentlichkeitswirksam am Folgetag aus der Partei auszutreten. Als einen Grund f&#252;r den Austritt nannte er auch eine mangelnde Abgrenzung der SPD zur Linkspartei.</p>
<h3><strong>Die aktuelle Situation</strong></h3>
<p>Auch die letzten Sonntagsumfragen der gro&#223;en Meinungforschungsinstitute lassen wenig Hoffnung zu. So steht die SPD derzeit in allen Umfragen zwischen 23 Prozent und 26 Prozent. Keine gute Ausgangslage f&#252;r das Superwahljahr 2009 mit Bundes-, Europa- und mehreren Landtagswahlen. Den Auftakt macht die hessische Landtagswahl am 18. Januar 2009, die Wahl scheint f&#252;r die SPD bereits jetzt gelaufen.</p>
<p>Es zeigt sich also, dass sich die Sozialdemokraten derzeit auf allen Ebenen in einem selbstzerst&#246;rerischen Richtungsstreit befinden. Deshalb wird vieles von der kommenden Landtagswahl in Hessen abh&#228;ngen, die zeigen wird, ob eine Handlungsf&#228;hígkeit der SPD &#252;berhaupt noch vorstellbar ist. Mehr denn je zeigt sich, dass die SPD es schaffen muss, ihre verschiedenen Fl&#252;gel zu vereinen. Nur so kann sie es verhindern, im kommenden Jahr bei den anstehenden Wahlen in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.</p>
<blockquote><p>Dieser Artikel erschien zuerst bei <a href="http://www.idea.de/index.php?id=355&amp;tx_ttnews[tt_news]=71086&amp;tx_ttnews[backPid]=&amp;cHash=5a77809875#">idea.de</a></p></blockquote>
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		<title>Der super tuesday, der keiner wurde&#8230;</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2008/11/04/der-super-tuesday-der-keiner-wurde/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 17:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit welcher &#220;berschrift soll man einen solchen Beitrag er&#246;ffnen?
&#8220;Das Ende der Sozialdemokratie in Hessen&#8221; oder &#8220;Die R&#252;ckkehr des Roland Kochs&#8221;?
Na ja, vielleich alles doch ein wenig zu rei&#223;erisch&#8230;&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2558" title="spdhessenklein" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/11/spdhessenklein.jpg" alt="" width="390" height="200" />Mit welcher &#220;berschrift soll man einen solchen Beitrag er&#246;ffnen?</p>
<h3>&#8220;Das Ende der Sozialdemokratie in Hessen&#8221; oder &#8220;Die R&#252;ckkehr des Roland Kochs&#8221;?</h3>
<p>Na ja, vielleich alles doch ein wenig zu rei&#223;erisch&#8230;</p>
<p>Schlie&#223;lich war es von Anfang an deutlich, dass es sehr eng werden w&#252;rde mit der Wahl  von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpr&#228;sidentin. Nachdem die Darmst&#228;dter Abgeordnete bereits im M&#228;rz diesen Jahres die Koaltionsverhandlungen zwischen SPD und Gr&#252;nen unterbrochen hatte, nahm man nun nach der Sommerpause und einigen SPD-Regionalkonferenzen sp&#228;ter, die Verhandlungen zwischen SPD und Gr&#252;nen wieder auf. Es wurde verhandelt und gestritten und am Ende kam ein 99seitiger Koaltionsvertrag dabei heraus.</p>
<p>Und gestern nun, 24 Stunden vor der Ministerpr&#228;sidentinnen-Wahl im hessischen Landtag, das aus durch die Ank&#252;ndigung von drei Abgeordneten (plus Dagmar Metzger), die bei der Wahl nicht f&#252;r Ypsilanti stimmen wollten.</p>
<h3>Man k&#246;nnte sich fragen, was ist das los in der hessischen Politik?</h3>
<p>Bereits in der letzten Woche hatte die CDU-Fraktion die sehr abenteuerliche Idee diskutiert, eine Wahl Ypsilantis zu boykottieren und beim Aufruf zur Wahl einfach sitzen zu bleiben. Laut FAZ sollte dadurch sichergestellt werden, dass kein CDU-Parlamentarier f&#252;r Ypsilanti stimmt, um Roland Koch eine auszuwischen. Die CDU h&#228;tte dies sogar durchziehen k&#246;nnen, da eine Nichtbeteiligung die Wahl nicht ung&#252;ltig gemacht h&#228;tte. Die hessische Verfassung verlangt n&#228;mlich lediglich, dass der Landtag den Regierungschef mit mehr als der H&#228;lfte der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder w&#228;hlt.</p>
<p>Der parlamentarische Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der SPD-Landtagsfraktion, Reinhard Kahl, kommentierte die &#220;berlegungen der CDU als &#8220;skandal&#246;s&#8221;. Sie w&#252;rden offenkundig darauf zielen &#8220;(&#8230;) den frei gew&#228;hlten Abgeordneten durch Fraktionsbeschluss ihr Wahlrecht zu entziehen&#8221;. F&#252;r ihn w&#228;re dies ein unertr&#228;glicher Angriff auf die Rechte der Abgeordneten und er halte es f&#252;r einen Versto&#223; gegen die demokratischen Spielregeln.</p>
<p>Und nun ist also genau diese &#8220;Freiheit&#8221; der Abgeordneten der SPD zum Verh&#228;ngnis geworden.</p>
<p>Das brisante an dem ganzen ist jedoch, dass die abdr&#252;nnigen Abgeordneten bis zum letzten Moment mit der Verk&#252;ndung ihrer Entscheidung gewartet haben. Franz M&#252;nterfering kommentierte das Verhalten der Abgeordneten v&#246;lig richtig:</p>
<blockquote><p>Wenn man wirklich Gewissensn&#246;te hat, dann wei&#223; man das eher als 24 Stunden vorher.</p></blockquote>
<p>Hier kann man, wenn man es ganz weit treibt, taktisches Kalk&#252;l sehen. Denn durch diese sp&#228;te Erkl&#228;rung hat die SPD nun vor allem ihren potentiellen Koaltionspartner gegen sich gebracht. Denn nicht nur die SPD hatte am Wochenende stundenlang &#252;ber den Koaltionsvertrag debattiert. Auch die Gr&#252;nen, die absichtlich den SPD-Parteitag abgewartet hatten, tagten am Sonntag in Frankfurt um den Koaltionsvertrag zu diskutieren. Und nun nach dem alle Weichen gestellt wurden, dieser R&#252;ckschlag. Dies wird nicht nur die SPD-Hessen bis auf weiteres Regierunsunf&#228;hig machen, sondern auch dazu f&#252;hren, dass die Gr&#252;nen sich erst einmal stark von ihr distanzieren werden.</p>
<p>Auf der anderen Seite konnte man die Kritik einiger SPD-Mitglieder verstehen, die mit dem Koaltionsvertrag unzufrieden waren. Schlie&#223;lich hatte man seine beiden Wahlkampfthemen (Umwelt und Bildung) bei der Ressortverteilung sang- und klanglos verloren und musste noch weitere Eingest&#228;ndnisse machen um die Gr&#252;nen auf seine Seite zu ziehen.</p>
<p>In der Presse wird eine weitere Schuld des Scheiterns in der Einbeziehung Hermann Scheers in die hessische Regierung gesehen. Scheer sollte das Amt des Wirtschaftsministers bekommen, dass sich urspr&#252;nglich J&#252;rgen Walter erhofft hatte. Dies habe einigen SPD-Insidern zu folge Walter zu einer &#8220;tickenden Zeitbombe&#8221; gemacht.</p>
<h3>Nun bleibt abzuwarten, wie es in Hessen weitergeht.</h3>
<p>Klar ist in jedem Fall, Roland Koch geht gest&#228;rkt aus diesem &#8220;Vorfall&#8221; hervor, w&#228;hrend sowohl Ypsilanti als auch Walter f&#252;r die SPD-Hessen nicht mehr tragf&#228;hig sein werden. Die SPD muss schnellstm&#246;glich jemand zu finden versuchen, der das Ruder wieder in die Hand nimmt und es schafft die Risse (falls es sich nicht viel eher um riesige Spalten handelt) innerhalb des Landesverbands wieder zu gl&#228;tten. Doch wer dies sein k&#246;nnte, dar&#252;ber r&#228;tseln derweil auch die Sozialdemokraten noch.</p>
<p>So wie es derweil aussieht stehen nun alle Zeichen auf Neuwahl. Da CDU und FDP aus alleiniger Kraft den Landtag nicht aufl&#246;sen k&#246;nnen, bleibt deshalb abzuwarten, wie die Gr&#252;nen sich am Wochenende positionieren werden.</p>
<p>Klar ist ganz eindeutig, die SPD wird f&#252;r l&#228;ngere Zeit in der Versenkung verschwinden. Und auch Tarek Al-Wazir war gestern in einer ersten Stellungnahme davon &#252;berzeugt, dass die SPD in Hessen damit f&#252;r lange Zeit regierungsunf&#228;hig ist. Unklar ist nat&#252;rlich momentan noch f&#252;r wie lange. Im Internet werden schon Zahlen zwischen f&#252;nf und 15 Jahren diskutiert. Wie nachtragend die W&#228;hler sein werden wird sich zeigen, doch in einem sind sich fast alle Kommentatoren einig: Die SPD wird bei Neuwahlen in Hessen rund um die 20%-Marke zu finden sein. Abzuwarten bleiben daneben auch die Auswirkungen auf die Bundesebene.</p>
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		<title>So gehts aber nicht, Andrea</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 10:53:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a title="So gehts aber nicht, Andrea" href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti1.jpg"class="img" rel="lightbox"></a><a title="So gehts aber nicht, Andrea" href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti2.jpg"class="img" rel="lightbox"></a><a title="So gehts aber nicht, Andrea" href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti3.jpg"class="img" rel="lightbox"></a>Denkt jedenfalls unsere Zeitung und nimmt diese Emp&#246;rung zum Anlass f&#252;r eine gelinde formuliert als agressiv zu bezeichnende Berichterstattung &#252;ber k&#252;rzlich gemachte <a&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="So gehts aber nicht, Andrea" href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti1.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="imageframe" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti1-200x200.jpg" alt="So gehts aber nicht, Andrea" width="262" height="300" /></a><a title="So gehts aber nicht, Andrea" href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti2.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="imageframe" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti2-200x200.jpg" alt="So gehts aber nicht, Andrea" width="300" height="187" /></a><a title="So gehts aber nicht, Andrea" href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti3.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="imageframe" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/03/dillpostypsilanti3-200x200.jpg" alt="So gehts aber nicht, Andrea" width="198" height="300" /></a>Denkt jedenfalls unsere Zeitung und nimmt diese Emp&#246;rung zum Anlass f&#252;r eine gelinde formuliert als agressiv zu bezeichnende Berichterstattung &#252;ber k&#252;rzlich gemachte <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,539340,00.html">Aussagen</a> der hessischen SPD-Spitzenkandidatin &#252;ber Koalitionsaussagen und Wahlversprechen. Oder &#8220;w&#252;rden Sie von Andrea Ypsilanti einen Gebrauchtwagen kaufen?&#8221; wie der Leiter der Nachrichtenredaktion Michael Klein im &#8220;<a href="http://mittelhessen.de/main.php?ses_viewmode=37&amp;dir=143&amp;content_id=332113&amp;PHPSESSID=b00c0368d09389149de9b80d010f024e">Standpunkt</a>&#8221; fragt.</p>
<p>Dabei steht die Zeitung mit ihrer Reaktion durchaus nicht alleine, wie der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,539418,00.html">Spiegel-Bericht</a> &#252;ber die neuesten Umfragen zeigt.</p>
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		<title>Koch vs. Ypsilanti</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 18:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Jahren h&#228;tte eine solche TV-Sendung in Deutschland noch sehr seltsam angemutet, w&#228;re vielleicht als amerikanisches Ph&#228;nomen abgetan. Sicherlich, nicht alles, was im amerikanischen Kampf um die W&#228;hlergunst zum&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/01/duell_hessenwahl_2008-004.jpg" alt="Koch vs. Ypsilanti" class="imageframe" height="225" width="300" /><img src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/01/duell_hessenwahl_2008-043.jpg" alt="Koch vs. Ypsilanti" class="imageframe" height="225" width="300" />Vor wenigen Jahren h&#228;tte eine solche TV-Sendung in Deutschland noch sehr seltsam angemutet, w&#228;re vielleicht als amerikanisches Ph&#228;nomen abgetan. Sicherlich, nicht alles, was im amerikanischen Kampf um die W&#228;hlergunst zum Standard geh&#246;rt, sollte &#252;bertragen werden.</p>
<p>Doch gerade bei der diesj&#228;hrigen Landtagswahl in Hessen bietet sich ein solches Duell f&#246;rmlich an. Eine F&#252;lle von Wahlkampfthemen stehen zwei starken Pers&#246;nlichkeiten zur Verf&#252;gung, um sich der W&#228;hlergunst k&#228;mpferisch anzubiedern.</p>
<p>Eine Gruppe Gie&#223;ener Studenten um Dozent Dr. Christoph Bieber war heute Mittag im HR bei der Aufzeichung dieser Sendung dabei, ich hatte die Chance dabei zu sein. Ein kleines Fazit von mir:</p>
<blockquote><p>Koch ungewohnt sachlich</p></blockquote>
<blockquote><p>Ypsilanti in weiten Teilen f&#228;hig, ihm Paroli zu bieten</p></blockquote>
<blockquote><p>Koch mit L&#252;cken in der Bildungspolitik und beim Flughafenausbau. Auch bei der Energiepolitik fand ich seine Antwort eher unbefriedigend</p></blockquote>
<blockquote><p>Ypsilanti mit meiner Meinung starken L&#252;cken vor allem bei der Finanzierbarkeit ihrer Ma&#223;nahmen. Sie verwies auf eine schon vergangene Pressekonferenz &#8211; aber das kann ich doch nicht im Ernst bei einem TV-Duell voraussetzen.</p></blockquote>
<blockquote><p>90 Minuten reichen gerade zum Klarmachen der Positionen aus</p></blockquote>
<blockquote><p>Inhaltliche Relevanz kann nicht so schnell &#252;berpr&#252;ft werden</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Blick hinter die Kulissen des TV-Duells und der Presseberichterstattung war fast faszinierender als das Duell selbst</p></blockquote>
<blockquote><p>Die anschlie&#223;enden Gespr&#228;che mit CDU-Generalsekret&#228;r Michael Boddenberg und HR-Chefredakteur Alois Theisen waren ein echter Gewinn</p></blockquote>
<p>Einige Infos zum Ablauf finden sich im <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/01/20/koch-vs-ypsilanti-tv-duell-live/">Weblog meines Dozenten</a>, der es sich nicht nehmen lie&#223;, per Presse-WLAN direkt aus dem Studio 2 des HR zu bloggen. Auch interessant: Infos beim Veranstalter, dem <a href="http://www.hr-online.de/website/condlink_gate.jsp?rubrik=32776&amp;key=standard_document_33708218">HR</a>.</p>
<p>Nachtrag: Mit Dank an Christian Marx noch zwei Bilder vom Tage.</p>
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