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	<title>Homo Politicus &#187; Angela Merkel</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Kurz notiert: Internetoffensive der Bundesregierung</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung startet mit neuen Internetseiten ins Jahr 2012. Die passende Internetseite <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Startseite/startseite_node.html">www.bundesregierung.de</a> wurde komplett &#252;berholt und pr&#228;sentiert sich so frisch und modern, wie man das lange nicht gesehen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung startet mit neuen Internetseiten ins Jahr 2012. Die passende Internetseite <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Startseite/startseite_node.html">www.bundesregierung.de</a> wurde komplett &#252;berholt und pr&#228;sentiert sich so frisch und modern, wie man das lange nicht gesehen hat. Sogar Zug&#228;nge in <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/GebaerdenSprache/gebaerden_node.html">Geb&#228;rdensprache</a> und <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/LeichteSprache/leichteSprache_node.html">leichter Sprache</a> werden angeboten. Zur Einsch&#228;tzung verweisen wir einfach auf den gesch&#228;tzten Kollegen und <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/08/14/wahlplakate-2009/">Gastautoren</a> <a href="http://www.designtagebuch.de/bundesregierung-modifiziert-corporate-design-und-relauncht-webauftritt/">Achim Schaffrinna im Designtagebuch</a>:</p>
<blockquote><p>Das kontrastreiche, mit sinnvollen Abst&#228;nden und Schriftgr&#246;&#223;en versehene Screendesign, in dem wohldosiert Bilder zum Einsatz kommen und die Anbindung an soziale Netzwerke nicht, wie so oft, auf Kosten des harmonischen Gesamteindrucks erfolgt, kann man nur als intelligent bezeichnen. Mir jedenfalls gef&#228;llt das Interface ausgesprochen gut, vor allem auch dank einer attraktiven Typographie, die sp&#252;rbar f&#252;r Akzente sorgt, ohne sich dabei in der Vordergrund zu spielen. Offen gesagt steht ihr das bei einem solchen Webangebot, das derart heterogene Nutzergruppen kennt auch gar nicht zu. Pressevertreter wie Sch&#252;ler, Politiker wie Politikinteressierter, Senioren wie Menschen mit H&#246;r- und Sehschw&#228;chen – jeder muss gleicherma&#223;en angesprochen werden.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2012/02/Bundesregierung-Startseite_1328178877139.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="aligncenter size-large wp-image-6762" title="Bundesregierung | Startseite_1328178877139" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2012/02/Bundesregierung-Startseite_1328178877139-766x1024.jpg" alt="" width="680" height="909" /></a>Au&#223;erdem setzt die Kanzlerin jetzt nicht nur auf Pr&#228;sentation im Internet, sondern will einen Dialog &#252;ber die Zukunft der Republik f&#252;hren – mit Beteiligung der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger im Internet als <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/00-Homepage/homepage_node.html">&#8220;Dialog &#252;ber Deutschland&#8221;</a>. Dazu <a href="https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/10-Dialog/dialog_node.html">hei&#223;t es</a>:</p>
<blockquote><p>Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsvorschl&#228;ge. Und zwar am besten solche, die die Bundespolitik mit Anregungen und Ideen konfrontieren – und der Kanzlerin die M&#246;glichkeit er&#246;ffnen, diese weiterzuverfolgen: Sei es in der Gesetzgebung oder mit anderen Initiativen.</p>
<p>Damit der B&#252;rgerdialog nicht nur auf der Onlineplattform stattfindet, wird die Bundeskanzlerin mit B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern direkt diskutieren. Dies wird bei drei B&#252;rgergespr&#228;chen Ende Februar und im M&#228;rz 2012 stattfinden.</p>
<p>Ziel des Zukunftsdialogs ist es, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion &#252;ber die nahe Zukunft unseres Landes anzuregen und konkrete Handlungsvorschl&#228;ge und Denkanst&#246;&#223;e f&#252;r die politische Arbeit zu gewinnen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2012/02/Zukunftsdialog-Startseite_1328178983554.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="aligncenter size-large wp-image-6761" title="Zukunftsdialog - Startseite_1328178983554" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2012/02/Zukunftsdialog-Startseite_1328178983554-414x1024.jpg" alt="" width="414" height="1024" /></a>In den ersten 24 Stunden sind &#252;ber 800 Vorschl&#228;ge abgegeben worden, die nun diskutiert und bewertet werden k&#246;nnen. W&#228;hrend die Zahl der Vorschl&#228;ge schon beachtlich ist und sicher noch weit gr&#246;&#223;er werden wird, h&#228;lt sich die Nutzerschaft bei den Kommentaren und Bewertungen noch zur&#252;ck.</p>
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		<title>Erst fragen, dann w&#228;hlen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 08:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Zusammen mit @Herr_Marx und @fabianpingel wird Malte am Samstag und Sonntag bei "Erst fragen, dann w&#228;hlen" zu sehen sein. Bei der Sendung handelt es sich um eine Kooperation von ZDF, MeinVZ und der ZEIT. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/19/erst-fragen-dann-waehlen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit <a href="http://twitter.com/herr_marx">@Herr_Marx</a> und <a href="http://twitter.com/fabianpingel">@fabianpingel</a> wird Malte am Samstag und Sonntag bei &#8220;Erst fragen, dann w&#228;hlen&#8221; zu sehen sein. Bei der Sendung handelt es sich um eine Kooperation von ZDF, MeinVZ und der ZEIT.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4564" title="efdw" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/efdw-300x110.jpg" alt="efdw" width="300" height="110" /></p>
<p>Bereits seit etlichen Wochen hat MeinVZ unter seinen Nutzern Fragen gesammelt, die w&#228;hrend eines zweit&#228;gigen Interviewmarathons den Spitzenkandidaten der Parteien pr&#228;sentiert werden sollen.</p>
<p>Eingeladen wurden Angela Merkel (CDU), Frank-Walter Steinmeier (SPD), Guido Westerwelle (FDP), J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne), Gregor Gysi (Linkspartei) und Peter Ramsauer (CSU).<br />
Im Verlauf der Sendung werden jedem Politiker 90 Minuten gegeben, um sich den Fragen aus dem Netz zu stellen. Moderiert wird die Sendung von Dunja Hayali und Steffen Seibert.</p>
<p>F&#252;r Verwirrung im Netz hatte Angela Merkel gesorgt, die wochenlang keine R&#252;ckmeldung auf die Anfrage zur Sendung gegeben hatte, um am Donnerstag dann letztlich abzusagen. Inzwischen waren tausende Fragen aus dem Netz an die Bundeskanzlerin eingegangen. MeinVZ reagierte prompt und fordert nun seine User auf, gegen die Absage zu protestieren und eine Beschwerdeliste zu unterst&#252;tzen (siehe: <a href="http://politik-digital.de/studivz-merkel-userfragen">politik-digital.de</a>)</p>
<p>Beginnen wird der Interviewmarathon am Samstag um 12:30 Uhr mit Guido Westerwelle und Peter Ramsauer. Ramsauer, wird auf Grund von Verpflichtungen in Bayern nicht nach Berlin komme k&#246;nnen, weshalb er live vom Chiemsee geschaltet wird.</p>
<p>Zu sehen sein wird die Sendung Samstag und Sonntag live im ZDFinfokanal und auf zdf.de. Daneben wird es am Sonntagabend im ZDF eine Zusammenfassung aller Interviews geben.</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/wahlimweb">http://www.twitter.com/wahlimweb</a></p>
<p><a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7621239,00.html">http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7621239,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.meinvz.net/wahlshow">http://www.meinvz.net/wahlshow</a></p>
<p><a href="http://www.zeit.de/online/2009/38/leseraktion-wahlen">http://www.zeit.de/online/2009/38/leseraktion-wahlen</a></p>
<p><em>Bild: <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7621239,00.html">zdf.de</a></em></p>
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		<title>Ein Duell ist nicht mehr einsam</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 14:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor dem TV-Duell machten sich die Verantwortlichen Gedanken, wie stark das Duell ins Netz strahlen sollte. Macht man einen Live-Stream oder fesselt man die Zuschauer an den Fernseher? Eigentlich sollte… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/16/ein-duell-ist-nicht-mehr-einsam/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor dem TV-Duell machten sich die Verantwortlichen Gedanken, wie stark das Duell ins Netz strahlen sollte. Macht man einen Live-Stream oder fesselt man die Zuschauer an den Fernseher? Eigentlich sollte die Aufteilung anders aussehen, als es dann tats&#228;chlich kam. Gerade einmal knapp 14 Millionen Zuschauer sahen das Aufeinandertreffen von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Sonntag.</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Es war das TV-Ereignis des bisherigen Jahres, doch die Zuschauerzahl lag dennoch unter den Erwartungen: 14,22 Mio. Leute sahen das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier bei ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Phoenix &#8211; das ist die geringste Zuschauerzahl aller bisherigen Duelle. 2002 gab es bei den beiden Duellen jeweils mehr als 15 Mio., 2005 beim Schr&#246;der-Merkel-Duell sogar fast 21 Mio. Seher.&#8221; (Quelle: <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/tv-duell-erreicht-zuschauer-minusrekord_100023222.html">meedia.de</a>)</p></blockquote>
<p>Die vier austragenden TV-Sender hatten sich im Vorfeld alle M&#252;he gegeben, das TV-Duell aus anderen Medien fern zu halten.  So war sowohl den an einer &#220;bertragung interessierten Radiosendern, wie auch den Webseiten der &#252;bertragenden Sendeanstalten eine Live&#252;bertragung parallel zum TV-Programm untersagt worden (siehe dazu: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/849/485277/text/">Sueddeutsche</a>, <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/zwist-ueber-sendeverbot-von-tv-duell/">TAZ</a>,  <a href="http://www.dwdl.de/story/22278/tvduell_sender_untersagen_radiobertragung/">DWDL</a>).  Man wollte die Wirkung des Duells alleine im Fernsehbildschirm bannen, doch diese suchte man am Sonntag Abend in weiten Teilen vergeblich. Die wirkliche Spannung hatte sich ins Internet verzogen. Obwohl damit zu rechnen war, schien das bei den Sendern niemand erwartet zu haben.</p>
<h2>Das Problem mit dem Livestream</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4529" title="planspark" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/planspark.jpg" alt="planspark" width="300" height="153" />Letztlich gab es dann einen unangek&#252;ndigten <a href="http://www.phoenix.de/content/die_sendungen/ereignisse/11#">Livestream bei Phoenix</a>, von dem aber auch noch niemand wei&#223;, warum er nun doch den Weg ins Netz gefunden hatte. Die Nachricht verbreitete sich trotzdem rasend schnell bei Twitter. Der Stream erlaubte es nun zumindest auch duellinteressierten im Ausland am  „Ereigniss“ teilzuhaben. Diese hatten in vielen F&#228;llen offenbar nicht damit gerechnet, dass man in Deutschland wirklich auf die Idee gekommen war, das Duell aus dem Netz und Radio fernzuhalten (bspw. <a href="http://twitter.com/nkeim/status/3957204671">nkeim</a>, <a title="Yussi" hreflang="en" href="http://twitter.com/Yussipick/status/3957103475">Yussipick</a>, <a title="Tim Bonnemann" hreflang="en" href="http://twitter.com/planspark/status/3958905730">planspark).</a> Zwar hatte ZDF-Sprecher Alexander Stock allen Personen ohne TV-Ger&#228;t empfolen, Zattoo zu nutzten &#8211; doch ist dieser Dienst nur innerhalb von Deutschland verf&#252;gbar.</p>
<p>Aber auch ohne offizielles Livestreamangebot lies sich das Netz den Abend eindeutig nicht verderben. Ganz offensichtlich verfolgten  viele das Duell nicht regungslos vor dem Fernsehbildschirm, sondern hatten zumindest noch eine Hand an der PC-Tastatur liegen. Dadurch gingen bereits kurz nach Duellstart die ersten Webseiten in die Knie. Besonders die Liveblogs hatten mit den ungew&#246;hnlich hohen Zugriffszahlen zu k&#228;mpfen. Auch das Livetranskript des Duells, welches wahl.de als Ersatz f&#252;r den fehlenden Stream anbot, war kaum nutzbar durch den unerwarteten Besucheransturm.</p>
<h2>Twitter und Facebook halten Ansturm stand</h2>
<p>Unbestreitbar klare Gewinner des Abends waren daher einmal mehr Twitter und Facebook. Bereits vor dem Duell wurden die ersten Bilder und Videos bei Twitter gepostet. So etwa von Duell-Parties (<a href="http://twitpic.com/hm0i4">Beispiel</a>) oder direkt aus dem Studio in Berlin Adlershof (<a href="http://www.twitvid.com/49D3B">Beispiel</a>).  Bereits den ganzen Tag &#252;ber versuchten die Parteikampagnen &#252;ber Facebook und Twitter ihre Anh&#228;nger zu mobilisieren, sich abends das TV-Duell anzusehen. Das CDU-Unterst&#252;tzerteam &#8220;Team-Deutschland&#8221; hatte beispielsweise schon in den Tagen vor dem Duell zur Eintragung von TV-Duell-Parties <a href="http://www.team2009.de/tv-duell-parties.html">in eine bereitgestellte Googlemap</a> gebeten.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/teamdeutschland.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4528" title="teamdeutschland" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/teamdeutschland-293x300.jpg" alt="teamdeutschland" width="293" height="300" /></a></p>
<p>Twitter gewann am Duell-Abend auch an Gewicht, weil viele MdBs die Chance nutzten &#252;ber ihre Mobiltelefone kurze Statements abzugeben. Anders als es am Wahlabend der Fall sein wird, hatten diese n&#228;mlich Zeit zum twittern. So waren auch von Seiten der Bundestagsabgeordneten etlich am&#252;sante Tweets zu lesen. Und auch die MdBs waren, was die Kritik an den Journalisten angeht, teilweise &#228;u&#223;erst direk:</p>
<blockquote><p>&#8220;#tvduell Bisher bl&#246;de Journalistenfragen&#8221; (<a href="http://twitter.com/UlrichKelber/status/3959307295">Ulrich Kelber</a>).</p></blockquote>
<p>Neben den CDU- und SPD-Abgeordneten war auch die Opposition &#228;u&#223;erst aktiv: z.B. <a href="http://twitter.com/steffilemke">Steffi Lemke</a> (B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen), die <a href="http://twitter.com/48stunden">Fraktion der Linkspartei</a> und <a href="http://twitter.com/ulrikeflach">Ulrike Flach</a> (FDP).</p>
<h2>Mashups und Kommentare</h2>
<p>Doch noch weitaus interessanter als die Twitter-Promis stellten sich am Duellabend die Tweets eines bislang v&#246;llig unbekannten Twitterers dar, der bereits nach wenigen Minuten die ersten Mashups in Form von <a href="http://twitpic.com/hm7zs">mit Gedankenblasen versehenen Screenshots</a> bereitstellte. Dagegen sind YouTube-Mashups bislang immer noch nicht aufgetaucht. Lediglich einige Abgeordneten waren von ihren Mitarbeitern direkt nach der Sendung gefilmt und mit ihren Statements bei YouTube verewigt worden. Beispielsweise  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I_UV1Qq_Yh4">Matthias Groote</a> von der SPD, der auch vor einer Handykamera nicht zur&#252;ckschreckte. Die CDU wiederum versuchte ihre Antwort auf witzige Art zu gestalten, in dem sie das Duell von mit SPD-Promis namensverwandten CDU-Mitgliedern kommentieren lies: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DXSpS0g6YEY">&#8220;Steinmeier zum TV-Duell: &#8220;Merkel war besser&#8221;</a>.</p>
<p>Auch die Post-Debate fand vor allem bei Twitter statt. So folgten die ersten Kommentare aus den Parteizentralen ein weiteres Mal &#252;ber Twitter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Souver&#228;ner Auftritt der Kanzlerin, klare Siegerin des #tvduell #cdu+ #ak&#8221; (<a href="http://twitter.com/teamdeutschland/status/3960988534">Team Deutschland</a><a href="http://twitter.com/teamdeutschland/status/3960988534"></a>)</p>
<p>&#8220;Die Stimmung bei der #spd+ : http://twitpic.com/hml7z Die Stimmung bei der #cdu- : http://twitpic.com/hml5w #tvduell&#8221; (<a href="http://twitter.com/spdde/status/3961028027">SPD</a><a href="http://twitter.com/spdde/status/3961028027"></a>)</p></blockquote>
<p>Eins ist allemal deutlich: Zu fr&#252;heren Zeiten gab es im wesentlichen zwei M&#246;glichkeiten, um ein TV-Duell zu verfolgen. Zum Einen alleine zu Hause vor dem Fernseher oder zum Anderen mit einer Gruppe zusammen, beim public-viewing. Inzwischen werden beide M&#246;glichkeiten immer weiter verschmischt. Durch Computer und internetf&#228;hige Mobiltelfone wurde es in diesem Jahr m&#246;glich, beide M&#246;glichkeiten zu kombinieren und sogar zu erweitern. Vielen reicht es nicht mehr, nur das Duell zu verfolgen und ihre Meinung f&#252;r sich zu behalten. Das hat vor allem die Vielzahl von inhaltsreichen &#196;u&#223;erungen bei Twitter gezeigt. Den TV-Sendern sei deshalb empfohlen f&#252;r die Zunkunft auch einmal auf Formate wie &#8220;<a href="http://current.com/groups/hack-the-debate/">Hack the Debate</a>&#8221; zu schauen (siehe dazu auch: <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/09/17/hack-the-debate-angriff-auf-den-fernsehschirm/">internetundpolitik.wordpress.com</a>).</p>
<h3>Die Zeiten des einsamen Duellabends sind also eindeutig vorbei.</h3>
<p><em>Bilder: Screenshot twitpic, twitter, teamdeutschland</em></p>
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		<title>Live in getrennten Welten</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 09:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das TV-Duell von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde mit einer Flut von Nachrichten, Kommentaren und Beitr&#228;gen im Netz begleitet. Ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Beispiele, Chancen und Gefahren der Netzkorrespondenten. Erstmals beteiligten sich auch Parteien und Politiker an der in Echtzeit gef&#252;hrten Debatte &#252;ber die Debatte. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/14/live-in-getrennten-welten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das TV-Duell von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde mit einer Flut von Nachrichten, Kommentaren und Beitr&#228;gen im Netz begleitet. Ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Beispiele, Chancen und Gefahren der Netzkorrespondenten.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/watchblog.gif"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4507" title="watchblog" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/watchblog-300x300.gif" alt="watchblog" width="300" height="300" /></a><br />
</strong></p>
<p>Erstmals beteiligten sich auch Parteien und Politiker an der in Echtzeit gef&#252;hrten Debatte &#252;ber die Debatte. Wie angek&#252;ndigt nutzte die SPD zahlreiche Kan&#228;le, um die Aussagen ihres Steinmeiers zu st&#252;tzen und die von Merkel in Frage zu stellen. Im <a href="http://www.schwarz-gelb-watchblog.de/">Schwarz-Gelb-Watchblog</a> fanden sich hier kurze, aber aufschlussreiche Einw&#252;rfe zum Duell. Der hauseigene <a href="http://twitter.com/SPDDE">Twitter-Account</a> wurde dagegen nur als Linkmaschine f&#252;r den Watchblog benutzt und verschenkte so Potenzial. Wahlkampfchef <a href="http://twitter.com/Kajo2009">Kajo Wasserh&#246;vel</a> verabschiedete sich ganz aus der Online-Kommentierung, General <a href="http://twitter.com/Hubertus_Heil">Hubertus Heil</a> meldete sich sporadisch. Bei der CDU war das <a href="http://twitter.com/TeamDeutschland">Team Deutschland</a> aktiv, ging aber nicht &#252;ber das Bejubeln von Merkel-Aussagen hinaus. Im offiziellen <a href="http://twitter.com/cdu_News">Twitter-Account der Unio</a>n trudelten ebenfalls nur ausgew&#228;hlte Zitate ein. Seitenhiebe auf den Gegner finden sich kaum.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4509" title="steffilemke" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/steffilemke-300x110.gif" alt="steffilemke" width="300" height="110" /></p>
<p><a href="http://twitter.com/SteffiLemke">Steffi Lemke</a> schoss f&#252;r die Gr&#252;nen ein regelrechtes Twitter-Feuerwerk ab und zeigte die Bissigkeit, die dem Duell der Regierenden fehlte. Auch der <a href="http://twitter.com/DIe_Gruenen">Parteikanal der Gr&#252;nen</a> mischte sich bei Twitter ein. Die <a href="http://www.facebook.com/pages/Hier-ist-DIE-LINKE/">Linke setzte mehr auf Facebook</a> als Kommentarfeld und ver&#246;ffentliche die Beitr&#228;ge <a href="http://twitter.com/48stunden">parallel bei Twitter</a>. Da Facebook aber mehr Zeichen zul&#228;sst, verlor man durch die bei Twitter auf 140 Zeichen abgeschnittene Nachricht schnell die Lust am Mitlesen. Kurzentschlossen kommentierten die Jungen Liberalen dann doch noch bei Twitter mit dem <a href="http://twitter.com/jungeliberale">Verbandsprofil</a> und durch den <a href="http://twitter.com/johannesvogel">Vorsitzenden</a>. Vereinzelt &#228;u&#223;erten sich auch <a href="http://twitter.com/f_schaeffler">Bundestagsabgeordnete der FDP</a>.</p>
<p>Diverse Live-Blogs boten die wohl interessanteste Berichterstattung &#252;ber das TV-Duell. Bei <a href="http://www.hingesehen.net/live-blog-zum-tv-duell-der-kanzlerkandidaten/">hingesehen.net</a> konnte man auch ohne Fernsehger&#228;t nah am Geschehen bleiben und der <a href="http://www.malte-welding.com/2009/09/13/das-liveblog-zum-kanzlerduell-%E2%80%93-merkel-vs-steinmeier/">SPD-nahe Blog von Mathias Richel/Malte Welding</a> zog zahlreiche Kommentatoren an. Der prominenteste <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/">Live-Blog kam vom ZDF</a>, gef&#252;llt direkt aus dem Studio in Berlin und den ZDF-B&#252;ros in Mainz. Angetreten mit 4 Live-Bloggern h&#228;tte man eigentlich w&#228;hrend des Duells einiges mehr erwarten k&#246;nnen. Zum Ende der &#220;bertragung aber liefen die Experten zu Hochtouren auf und gaben fr&#252;h sehr treffende Einordnungen ab.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlde.gif"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4508" title="wahlde" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlde-226x300.gif" alt="wahlde" width="226" height="300" /></a></p>
<p>Tragisch war es schon fast, dass das eigentlich ambitionierteste Projekt des Abends schlicht unter den Anforderungen zusammen brach. Das Team von <a href="http://www.wahl.de/kanzlerduell">wahl.de hatte ein Live-Transcript</a> auf die Beine gestellt und wollte nicht nur die Aussagen der Kandidaten direkt wiedergeben, sondern auch direkt von den Besuchern kommentieren lassen. Eine unfassbare Zahl an Zugriffen zeigte ein gro&#223;es Interesse an dem Angebot, verhinderte aber gleichzeitig dessen Siegeszug. Vielleicht kann die Nachricht etwas tr&#246;sten, dass auch das ZDF, Spiegel Online und Bild.de teilweise Probleme mit dem Datenverkehr hatten. Die halbe Nacht sa&#223; manbei wahl.de in Berlin noch an der Nacharbeit. Damit wird aber das Kanzlerduell-Transcript zu einem Teil der Nachbereitung des Duells und damit nicht weniger interessant. Seit heute morgen ist es komplett online und l&#228;dt zu Kommentaren ein.</p>
<p>Im TV kam von alldem nichts an. Das Internet schien ein Paralleluniversum zu sein. Doch ein Blick in die Kommentare h&#228;tte manche Fehler des Duells <a href="http://carta.info/14783/tv-duell-merkel-steinmeier/">noch korrigieren k&#246;nnen</a>.</p>
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		<title>Vier gegen zwei</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 20:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun folgen nach dem TV-Duell die ersten Auswertungen und eine Frage wird die Runde machen: War es nun ein Duett oder ein Duell? Ich kann mir den Sinn der Frage nicht so recht anschlie&#223;en. Die Gegen&#252;berstellung von Kanzlerin und Vizekanzler kann selbstverst&#228;ndlich keine so drastische Kontrastbildung hervorbringen, wie eine gro&#223;e Opposition. Woher also die Verwenderung &#252;ber die mangelnde Agressivit&#228;t? <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/13/vier-gegen-zwei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nun folgen nach dem TV-Duell die ersten Auswertungen und eine Frage wird die Runde machen: War es nun ein Duett oder ein Duell? Ich kann mir den Sinn der Frage nicht so recht anschlie&#223;en. Die Gegen&#252;berstellung von Kanzlerin und Vizekanzler kann selbstverst&#228;ndlich keine so drastische Kontrastbildung hervorbringen, wie eine gro&#223;e Opposition. Woher also die Verwenderung &#252;ber die mangelnde Agressivit&#228;t?</strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4501" title="merkel_steinmeier" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/merkel_steinmeier-300x169.jpg" alt="merkel_steinmeier" width="300" height="169" /></p>
<p>Vielmehr muss man sich nach diesem Duell fragen, ob nicht eher die vier Moderatoren von Kl&#246;ppel &#252;ber Illner bis hin zu Limbourg und Plasberg die Debatte gebremst haben. Die Moderatoren haben nicht regelnd in die Debatte eingegriffen, sondern abseits aller H&#246;flichkeit Gedanken unterbrochen. So tragen Illner, Kl&#246;ppel, Plasberg und Limbourg mehr zu dem politikverdrossenen Ergebnis des Duells bei, als die beiden Kandidaten. Leider werden die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler das nach dem Duell nicht so realisieren. F&#252;r sie steht der Eindruck fest, dass Steinmeier und Merkel keine konkreten Antworten gegeben haben. Tats&#228;chlich haben sie das aber versucht.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4502" title="moderatoren" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/moderatoren-300x168.jpg" alt="moderatoren" width="300" height="168" /></p>
<p>Doch gegen die vorlauten Moderatoren kamen sie kaum zum Zug. Die Themenkomplexe waren v&#246;llig verschoben dimensioniert und wurden im Galopp abgearbeitet. Wann ging es eigentlich im Duell um die Zukunft unseres Landes? Kaum ein Wort zur Bildung, kaum ein Wort zu B&#252;rgerrechten.</p>
<p>Die Schw&#228;chen der Sendung findet man in anderer Abbildung auch im Internet. Die Debattenbegleitung schw&#228;chelte auf fast allen Plattformen. W&#228;hrend einzig der Medienhype von twitter nicht vor den Besuchermassen zusammenbrach, st&#252;rzten die Angebote von Spiegel Online, Bild.de, der Tagesschau oder dem ZDF ebenso in die Warteschleife wie das Live-Transcript von wahl.de. Doch diese Pannenbeschreibung kann eigentlich nur erfreulich sein, zeugt sie doch von einem ungeahnten Interesse der Internetnutzer an diesem eigentlich klassischen TV-Format. Die W&#228;hler wollen mitreden, wollen sich informieren und austauschen.</p>
<h2>Experimente online und im TV</h2>
<p>Diese Beschreibung der Online-Debatte als Experiment kann gleich wieder zur&#252;ck auf die Fernsehsendung &#252;bertragen werden. Im ewigen Kampf zwischen Parteiproporz und eitlen Sendeanstalten kann kein gewinnbringender H&#246;hepunkt des medialen Wahlkampfs entstehen. Nicht vier Moderatoren m&#252;ssen sich in Zukunft in einen Streit mit den Kandidaten st&#252;rzen, sondern zwei Kandidaten m&#252;ssen miteinander streiten. Es geht um eine Verschiebung der Priorit&#228;ten hin zu einer treffenderen Debatte.</p>
<p>Man wird auch dar&#252;ber reden m&#252;ssen, ob sich Deutschland wirklich nur anderthalb Stunden Zeit nehmen m&#246;chte, um sich ein Bild von den Perspektiven machen zu k&#246;nnen. Stefan Raab kann mit seinem &#8220;Schlag den Raab&#8221; immerhin bis weit &#252;ber Mitternacht die Zuschauer fesseln.</p>
<p><em>Bilder: ZDF</em></p>
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		<title>Die Sekundanten des Duells</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 15:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schaute man sich gestern auf den Internetseiten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 um – man w&#228;re nicht auf die Idee gekommen, dass am Sonntag schon das wichtigste Wahlkampfereignis, das direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im TV-Duell auf jenen vier Sendern gezeigt wird. Aber auch bei den Parteien war keine Vorank&#252;ndigung zu finden, kein Hinweis auf eine entweder euphorische oder kritische Begleitung des Duells. Dieses etwas diffuse Bild lichtet sich mittlerweile und so kann man eine erste Prognose f&#252;r die Debattenbegleitung stellen. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/11/die-sekundanten-des-duells/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schaute man sich gestern auf den Internetseiten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 um &#8211; man w&#228;re nicht auf die Idee gekommen, dass am Sonntag schon das wichtigste Wahlkampfereignis, das direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im TV-Duell auf jenen vier Sendern gezeigt wird. Aber auch bei den Parteien war keine Vorank&#252;ndigung zu finden, kein Hinweis auf eine entweder euphorische oder kritische Begleitung des Duells. Dieses etwas diffuse Bild lichtet sich mittlerweile und so kann man eine erste Prognose f&#252;r die Debattenbegleitung stellen.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4479" title="5074-tv-duell-profilbild1" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/5074-tv-duell-profilbild1.jpg" alt="5074-tv-duell-profilbild1" width="200" height="220" />Erstaunlicherweise steigen in diesem Jahr nicht nur unabh&#228;ngige Kommentatoren, sondern auch die Parteien selbst ins hektische Live-Gesch&#228;ft ein. Die SPD <a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/9/aktiv-fernsehen">k&#252;ndigt gro&#223; auf ihrer Internetseite</a> an, das Duell gleich auf drei Kan&#228;len zu begleiten. Im noch recht jungen <a href="http://www.schwarz-gelb-watchblog.de/">Schwarz-Gelb-Watchblog</a> wird sich an Merkels Aussagen abgearbeitet werden, w&#228;hrend <a href="http://www.facebook.com/home.php#/SPD">Facebook</a> und <a href="http://twitter.com/spdde">Twitter</a> die wirklich direkte Rezeption &#252;bernehmen sollen. Die Sozialdemokraten statten ihre Anh&#228;nger sogar mit einem neuen <a href="http://www.wahlkampf09.de/mediabox/add/5074">Profilbild</a> aus, mit dem in sozialen Netzwerken auf das Duell hingewiesen werden soll. Nette Idee.</p>
<h2>Parteien mischen sich im Netz ein</h2>
<p>Auch die CDU wird sich in die Diskussion einmischen. Andreas Jungherr vom Team Deutschland nennt Twitter und die &#8220;entsprechenden Foren&#8221; als christdemokratische Werkzeuge. Haupts&#228;chlich d&#252;rfte wohl das <a href="http://twitter.com/TeamDeutschland">Team Deutschland</a> den Ton angeben, m&#246;glicherweise schaltet sich auch die <a href="http://twitter.com/cdu_News">Online-Redaktion</a> ein. F&#252;r die Gr&#252;nen wird Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrerin <a href="http://twitter.com/SteffiLemke/">Steffi Lemke direkt aus dem Umfeld des Studios twittern</a>. In einer Mail aus der Unterst&#252;tzerseite linksaktiv.de wies Die Linke ihre Unterst&#252;tzer darauf hin, dass sie via Live-Ticker,  <a href="http://twitter.com/48stunden">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/pages/DIE-LINKE/24312015081">Facebook</a> die Behauptungen von Steinmeier und Merkel pr&#252;fen wollen. Einzig die FDP scheint sich aus der direkten Debatte heraushalten zu wollen, was angesichts der lauten T&#246;ne von Guido Westerwelle in den letzten Tagen etwas verwunderlich wirkt.</p>
<h2>Redaktionelles Rundumpaket</h2>
<p>Aus der weniger parteiischen Berichterstattung lassen sich nur einige Beispiele hervor heben. Co-Autor Malte wird gemeinsam mit Dr. Christoph Bieber und Christian Marx vom ZMI Gie&#223;en ein <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/">Live-Blog f&#252;r das ZDF </a>schreiben. Dort gibt es bereits eine sehr interessante <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/2009/09/alan-schroeder-live-blogs-vera.html">Einf&#252;hrung</a> zu lesen. Ein weiteres Highlight ist das <a href="http://www.wahl.de/kanzlerduell">Live-Transcript von wahl.de</a>, wo in beeindruckender Kleinarbeit jede Aussage der beiden Kandidaten live mitgeschrieben wird und direkt kommentiert werden kann. Spiegel Online wagt ein f&#252;r hiesige Verh&#228;ltnisse beachtenswertes Experiment und l&#228;sst in einer Kooperation mit <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,648018,00.html">Facebook die Nutzer auf der eigenen Seite kommentieren</a>.</p>
<p>Die gro&#223;e Bandbreite von Kommentierungen im Internet k&#246;nnen den schlechten Eindruck aber nicht wett machen, den die Sender selbst verursacht haben. Aus Angst um die eigene Quote wird es weder eine Radio&#252;bertragung noch einen Online-Stream geben. Eine gute Begr&#252;ndung, warum man eine so gro&#223;e Zahl von W&#228;hlerinnen und W&#228;hlern vom TV-Duell ausschlie&#223;en will, kann man auch nicht liefern.</p>
<h2>Was passiert nach der Debatte?</h2>
<p>Diese fehlende Live-&#220;bertragung im Internet k&#246;nnte sich als Hindernis f&#252;r die sogenannte Post-Debate erweisen, also f&#252;r die Nachbereitung des TV-Duells. W&#228;hrend es den Journalisten aus Print und Fernsehen relativ leicht fallen wird, ihre Anmerkungen zur Geltung zu bringen, fehlt den Internetnutzern voerst eine Aufzeichnung. Sobald aber ein Mitschnitt des Duells es bis auf YouTube schafft, werden auch hier m&#246;glicherweise interessante Verarbeitungsformen auftauchen. Alan Schroeder beschreibt als amerikanischer Experte f&#252;r TV-Duelle, was zur Pr&#228;sidentschaftswahl 2008 passierte:</p>
<blockquote><p>In the American debates of 2008, video-sharing websites like YouTube became another very important tool in post-debate reactions, because they allowed people to go back and watch debate highlights.  The original debate was therefore compressed into a few selected clips, which took on a life of their own.</p></blockquote>
<p>John McCains eigenes Team sezierte das Auftreten von Barack Obama und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ec3aC8ZJZTc">bearbeitete den Videomitschnitt</a> auf sehr pointierte Art und Weise. Ob auch die Parteien sich trauen werden, so offensiv mit dem noch fast sakral behandelten Medium Fernsehen umzugehen, muss man offen lassen. Die deutsche Nutzerschaft jedenfalls hat ihre Zuneigung zum &#8220;Remixen&#8221; von politischen Videos im Internet <a href="http://carta.info/14069/siehabendiewahl09-spd-wahlkamp/">schon</a> <a href="http://carta.info/14237/wir-holen-die-kanzlerschaft-do-it-yourself-wahlkampfvideos-ii/">bewiesen</a>.</p>
<p><em>Bild: ZDF</em></p>
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		<title>Vor dem Duell</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 12:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ersten TV-Duelle zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schr&#246;der zogen 2002 bereits jeweils um die 15 Millionen Zuschauer an. Drei Jaher sp&#228;ter war es wieder Gerhard Schr&#246;der, der sich nun mit Angela Merkel messen musste. 21 Millionen Zuschauer bedeuteten damals einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Auch in diesem Wahljahr wird es ein TV-Duell geben; wieder wirdes auf Wunsch von Angela Merkel nur zu einer Auflage kommen. Am kommenden Sonntag, dem 13. September, werden sich Merkel und Frank-Walter Steinmeier 90 Minuten direkt gegen&#252;ber stehen und den Fragen von gleich vier Moderatoren stellen. Ein kleiner Blick auf die Berichterstattung vor dem Duell. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/10/vor-dem-duell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ersten TV-Duelle zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schr&#246;der zogen 2002 bereits jeweils um die 15 Millionen Zuschauer an. Drei Jaher sp&#228;ter war es wieder Gerhard Schr&#246;der, der sich nun mit Angela Merkel messen musste. 21 Millionen Zuschauer bedeuteten damals einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Auch in diesem Wahljahr wird es ein TV-Duell geben; wieder wird es auf Wunsch von Angela Merkel nur zu einer Auflage kommen. Am kommenden Sonntag, dem 13. September, werden sich Merkel und Frank-Walter Steinmeier 90 Minuten direkt gegen&#252;ber stehen und den Fragen von gleich vier Moderatoren stellen. Eine kleine Auswahl von interessanten Perspektiven vor dem Duell.</strong></p>
<p><strong><img class="alignnone size-medium wp-image-4426" title="tvduell" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/tvduell-300x110.jpg" alt="tvduell" width="300" height="110" /><br />
</strong></p>
<p>Thorsten Faas <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/07/der-premiere-erster-teil-schroder-gegen-stoiber_1820">analysiert </a>im &#8220;Wahlen nach Zahlen&#8221;-Blog auf Zeit Online, wie die Zuschauer TV-Duelle wahrnehmen. Am Beispiel des Duells Stoiber-Schr&#246;der zeigt er auf, wie <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/08/schroder-gegen-stoiber-teil-ii_1840">fein das Gesp&#252;r der Zuschauer</a> f&#252;r die Aussagen der Politiker wirklich ist.</p>
<blockquote><p>Doch auch die Echtzeitmessungen des zweiten Duells zeigen Chancen und Gefahren solcher Ereignisse – Duelle sind “High Risk Television”. Gerhard Schr&#246;der konnte in der ersten H&#228;lfte der Debatte, die folgende Grafik zeigt es, mit seiner Absage an eine Zusammenarbeit mit der PDS punkten, vor allem aber, wie schon <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/08/%3Ca%20href=">im ersten Duell</a>, mit seiner Ablehnung des Irak-Kriegs. Dass TV-Debatten tats&#228;chlich “Miniatur-Wahlk&#228;mpfe” sind, zeigt sich auch darin, denn dieses Thema dominierte den Wahlkampf 2002 bekanntlich insgesamt.</p></blockquote>
<p>F&#252;r Faas ist ganz klar, dass nur die kleinste Unachtsamkeit eines Kandidaten zu einem spannenden Abend f&#252;hren k&#246;nnte. &#8220;Dem bisherigen Grundtenor, der die Erwartungen im Vorfeld der Debatte pr&#228;gt, n&#228;mlich dass es eher langweilig werden wird, ist daher nur bedingt zuzustimmen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit gen&#252;gt und es ist mehr Spannung da, als es einem der beiden Kontrahenten vielleicht lieb ist.&#8221;</p>
<h2>Hinter den Kulissen von 2002</h2>
<p>Michael Spreng kann als Berater von Edmund Stoiber einen <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=1976">sehr genauen Einblick in die TV-Duelle geben</a>:</p>
<blockquote><p>Mein Interesse war, die Duelle so formalisiert und regelementiert wie m&#246;glich durchzuf&#252;hren, um dem situativ st&#228;rkeren Politiker, Gerhard Schr&#246;der, wenig Freiraum zu geben. Wir hatten uns dazu ausf&#252;hrlich mit den amerikanischen TV-Duellen besch&#228;ftigt und eine Mitarbeiterin von mir hatte in den USA mit den dort Verantwortlichen gesprochen. Das Ziel war, salopp gesagt, Stoiber ein st&#252;tzendes Korsett zu verpassen, Schr&#246;der dagegen eine ihn einengende Zwangsjacke. Dies gelang in den Verhandlungen mit der SPD und den TV-Sendern auch &#8211; mit dem Ergebnis, dass Stoiber im ersten Duell als Sieger wahrgenommen wurde, weil er besser war, als von den Medien erwartet. Das zweite Duell verlor Stoiber, unter anderem auch deshalb, weil Schr&#246;der aus dem ersten Duell gelernt hatte und die Zwangsjacke sprengte.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls im &#8220;Wahlen nach Zahlen&#8221;-Blog <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/09/nur-die-liebe-zahlt%E2%80%A6-hohepunkte-der-tv-debatte-2005_1881">weist Juergen Maier darauf hin</a>, dass die Wahrnehmung der Debatten nicht immer direkt erfolgt. Die Berichterstattung &#252;ber die TV-Duelle beeinflusst ganz klar die &#246;ffentliche Meinung dazu: &#8220;Damit kommt ein vierter Akteur ins Spiel, der neben den beiden Kandidaten und den Fernsehzuschauern &#252;ber die Effekte von TV-Debatten entscheidet: die Massenmedien, die &#252;ber Debatten breit berichten – und zwar h&#246;chst selektiv und stark wertend. Sie sind in der Lage, pers&#246;nliche Beobachtungen zurechtzur&#252;cken; sie sind auch in der Lage, Einsch&#228;tzungen, die vorher nicht existiert haben, zu generieren&#8221;</p>
<h2>Drei Szenarien f&#252;r das Duell</h2>
<p>Andreas Grie&#223; hat in einer interessanten &#220;bersicht drei <a href="http://griess.wordpress.com/2009/09/08/vorschau-aufs-kanzler-tv-duell/">m&#246;gliche Szenarien f&#252;r das TV-Duell ausgemacht</a>:</p>
<blockquote><p><strong>1. Beide reden, sagen aber nichts</strong>. Merkel werde versuchen, sich nicht angreifbar zu machen und die m&#246;glichst neutralen Moderatoren und ein fahriger Steinemeier werden es nicht schaffen, sie &#8220;auf konkrete Aussagen festzunageln&#8221;. <strong>Ergebnis:</strong> Die Zeitungen w&#252;rden titeln „TV-Duell ohne klaren Sieger“, jeder w&#252;rde je nach parteipolitischer Brille den einen oder die andere vorne sehen &#8211; in der Wahlentscheidung spielte das Duell f&#252;r kaum einen eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit gibt Grie&#223; mit &#8220;traurigen 65%&#8221; an.<strong> </strong></p>
<p><strong>2. Steinmeier zwingt Merkel in die Enge oder diese verhaspelt sich</strong>. Wenn Steinmeier es dagegen schaffe, die bisher inhaltlich zur&#252;ckhaltende Kanzlerin zu konkreten Aussagen zu zwingen, k&#246;nnte das ihr Image ver&#228;ndern. <strong>Ergebnis: </strong>&#220;berschriften wie „Steinmeier bringt Merkel in Erkl&#228;rungsnot“ w&#252;rden genauso wie die Frage „Wahlausgang wieder offen?“ die Runde machen. An den Stammtischen k&#246;nnte der Satz „Die konnte ja wirklich keine Antwort geben“ h&#228;ufig fallen. Viele w&#252;rden ihre Wahlentscheidung noch einmal &#252;berdenken. Die SPD und andere Parteien d&#252;rften gewinnen, die CDU k&#246;nnte noch kr&#228;ftig verlieren. Der Wahlkampf w&#252;rde in den letzten zwei Wochen noch eine Wende nehmen, denn auf einmal w&#228;re die CDU gezwungen offensiv mit Inhalten zu werben. F&#252;r Grie&#223; ein unrealistischer Fall, er nennt 20% Wahrscheinlichkeit.</p>
<p><strong>3. Merkel blamiert Steinmeier</strong>.  Steinmeier m&#252;sse angreifen, dabei k&#246;nne er sich auch verrennen. &#8220;Kritisiert oder attackiert er nur, kann er schnell unsympathisch oder verzweifelt wirken. Wenn Merkel dabei ruhig bleibt und die &#220;bersicht beh&#228;lt, kann sie dann den Spie&#223; sogar umdrehen und ihrerseits Steinmeier attackieren.&#8221; <strong>Ergebnis: </strong>Es w&#252;rde hei&#223;en, Steinmeier h&#228;tte sich die Z&#228;hne ausgebissen. Zwei Wochen vor der Wahl w&#252;rde das TV-Duell schon als letztes Aufb&#228;umen der SPD und Steinmeiers verstanden werden. Eine Kanzlerschaft Steinmeiers w&#252;rde kaum noch einer f&#252;r m&#246;glich halten, das Werben um Stimmen w&#252;rde f&#252;r die SPD damit fast unm&#246;glich. F&#252;r den zweiten spektakul&#228;ren Fall nennt Grie&#223; eine Wahrscheinlichkeit von 15%.</p></blockquote>
<h2>Rhetorikanalyse von Merkel und Steinmeier</h2>
<p>Als Erg&#228;nzung zu diesen Varianten kann man die Analyse von Ulrich Sollmann betrachten, der sich mit dem Auftreten, der Rhetorik von Merkel und Steinmeier befasst: &#8220;Die W&#228;hler werden sich w&#228;hrend des TV-Duells selbst ihr Bild davon machen, welcher Verhaltensstil sie eher ansprechen wird. Merkel kann dabei besser punkten, wenn sie bei Konfrontation mehr auf ihre eigene Kraft und Energie vertraut. Steinmeier kann st&#228;rker &#252;berzeugen, wenn er statt zu viel zu &#252;berlegen auch mal einen &#220;berraschungsangriff wagt.&#8221;</p>
<p>Einen <a href="http://wahl.zdf.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,7874844,00.html">umfassenden Einstieg in die Geschichte der TV-Duelle bietet das ZDF</a> &#8211; erg&#228;nzt durch fachkundige Analysen von Dr. Christoph Bieber. Er meint:</p>
<blockquote><p>&#8220;Tendenziell mehr zu verlieren hat die Kanzlerin. Die Debatte ist in den letzten Tagen darauf hinaus gelaufen, dass sie sich dem Wahlkampf mehr oder weniger verweigert&#8221;, meint Christoph Bieber. Die &#246;ffentliche Nachfrage nach dem Duell sei aber inzwischen derart gro&#223;, dass eine Weigerung teilzunehmen &#8220;genau wie in den USA als Kneifen ausgelegt w&#252;rde, das konnte sich auch Frau Merkel nicht erlauben. Das kann man als Bruch, als Wiedereintreten in die Wahlkampfsph&#228;re interpretieren.&#8221; Das TV-Duell wird nach seiner Einsch&#228;tzung noch etwas l&#228;nger das dominante Ereignis im Wahlkampf sein: &#8220;Man erh&#228;lt einen kurzen, knappen Einstieg in das Wahlkampfgeschehen. Diejenigen, die sich umfassend in allen Medien informieren, werden nichts Neues erfahren, es sei denn, es kommt zu einem Patzer.&#8221;</p></blockquote>
<p>Interessanterweise findet sich auf den Interneseiten der beteiligten TV-Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 bisher kein prominent platzierter Hinweis auf das TV-Duell in 3 Tagen. Wenige Tage vorm Duell scheint es den Sendern nicht daran gelegen zu sein, gro&#223; auf dieses aufmerksam zu machen. Wir werden vor dem Duell noch genauer auf die medialen Begleiterscheinungen eingehen.</p>
<p><em>Bild: RTL</em></p>
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		<title>Glos und die Kanzlerin</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 20:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzlerin]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Glos]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsminister]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Glos war wohl in seinem Amt nie wirklich zu Hause, konnte sich nicht mit der Arbeitsweise im Kabinett von Angela Merkel anfreunden. Seine jetzige Selbstdemontage aber wird auch durch dieses Vorwissen nicht mehr verst&#228;ndlich. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/02/10/glos-und-die-kanzlerin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Michael Glos war wohl in seinem Amt nie wirklich zu Hause, konnte sich nicht mit der Arbeitsweise im Kabinett von Angela Merkel anfreunden. Seine jetzige Selbstdemontage aber wird auch durch dieses Vorwissen nicht mehr verst&#228;ndlich.</strong></p>
<p>Seine Handlungsweise zeugt von einem zumindest fragw&#252;rdigen Verst&#228;ndnis von Kabinettsordnung und mangelndem Respekt vor der Kanzlerin. Sein R&#252;cktrittsangebot stellte Glos n&#228;mlich nicht, wie es die Ordnung verlangt h&#228;tte, an Angela Merkel, sondern sandte den Brief gleich nach M&#252;nchen in die CSU-Parteizentrale. Warum aber kann die kleine bayrische Partei &#252;ber ganze Minister&#228;mter verf&#252;gen? Geh&#246;rt dies nicht eigentlich zu den Befugnissen des Bundeskanzleramts? Offensichtlich war Michael Glos sich dieser Tatsache nicht bewusst, oder aber – und das ist wahrscheinlicher – konnte die unterschwellig vermittelte Botschaft seiner so ausgedr&#252;ckten Missachtung nicht absch&#228;tzen.</p>
<p>Dabei hat sich Angela Merkel in den vergangenen Monaten der CSU gegen&#252;ber durchaus loyal verhalten und hat im Vorfeld der f&#252;r die Bayern denkbar knappen Europawahl Bereitschaft gezeigt, die Christsozialen beim Kampf um den Einzug ins Europarlament zu unterst&#252;tzen. Zuletzt lies sie doch gar verlauten, sie k&#246;nne sich nach der Bundestagswahl selbstverst&#228;ndlich auch Steuersenkungen vorstellen und gab somit einer mit gewohnter Penetranz vertretenen CSU-Forderung statt.</p>
<p>Im Interesse Horst Seehofers d&#252;rfte die Br&#252;skierung der Kanzlerin wohl auch kaum gelegen haben. Nat&#252;rlich, er versucht mit harten Forderungen das Profil der CSU gegen&#252;ber der gro&#223;koalition&#228;ren Schwesterpartei zu sch&#228;rfen und spielt damit nebenbei noch den eigentlichen Programmatiker der CDU, die den noch relativ weit entfernten Wahlkampf im Sinne einer funktionierenden Zusammenarbeit mit der SPD noch nicht aufnehmen kann. Seine bundesdeutschen konservativen Freunde aber wirklich zu bedr&#228;ngen oder ihnen gar respektlos gegen&#252;ber zu treten, das w&#252;rde Seehofer nur schaden.</p>
<p>Es ist kein Geheimnis, dass die CSU als regierungsbeteiligte Fraktion Anspruch auf ein Ministerium hat und die zu besetzenden Posten auch weitgehend autonom vergibt. Alle anderen Parteien gehen nat&#252;rlich ebenso vor; Merkel wird wohl kaum der SPD-Parteif&#252;hrung Olaf Scholz als M&#252;ntefering-Nachfolger nahe gelegt haben. Die Tatsache also, dass Fraktionen ihre Ministerien selbst besetzen, ist ein v&#246;llig normaler Vorgang. Die Berufung und Abberufung der Minister allerdings ist und bleibt Kompetenz der Kanzlerin. Warum nun schrieb Michael Glos die scheinbar falsche Adresse auf das Couvert?</p>
<p>Zum einen ist Michael Glos wohl tats&#228;chlich einfach amtsm&#252;de und m&#246;chte angesichts der nahenden Bundestagswahl seiner Partei die M&#246;glichkeit geben, einen schlagkr&#228;ftigen Kandidaten f&#252;r das Amt des Wirtschaftsministers aufzubauen. Ob dieses Man&#246;ver so &#252;berhaupt Sinn macht und ob Karl-Theodor von Guttenberg daf&#252;r der richtige Kandidat ist, darf jedenfalls bezweifelt werden.</p>
<p>Dazu scheint Michael Glos aber auch in seiner dreij&#228;hrigen Amtszeit als Minister sein zuvor so bewundertes politisches Feingef&#252;hl verloren zu haben. Die Situation, in die er Merkel und Seehofer warf, ist f&#252;r beide mehr als unangenehm. Seehofer wurde von dem Angebot, &#252;ber das Wirtschaftsministerium disponieren zu k&#246;nnen, vollkommen &#252;berrascht und gab als erste Reaktion seine Unterst&#252;tzung Glos’ bisheriger Arbeit zu verstehen. Dennoch m&#252;sse er erst einmal in die Staatskanzlei und das Schreiben &#252;berhaupt lesen. Die Zeitungen und Nachrichtenagenturen meldeten zuerst eine Ablehnung des Gesuchs, einen Tag sp&#228;ter aber die Nominierung Guttenbergs. Von Macht und R&#252;ckhalt in seiner Partei zeugt die &#220;berraschtheit Seehofers nicht.</p>
<p>Angela Merkel d&#252;rfte sich in den vergangenen Tagen daher zu Recht &#252;ber ihren bayrischen Koalitionspartner gewundert und ge&#228;rgert haben. Handlungsspielraum allerdings hatte auch sie nicht, konnte ja schlecht das nicht an sie gerichtet R&#252;cktrittsgesuch annehmen.</p>
<p>Besonders vor der Perspektive der anstehenden Wahlen sind das Besorgnis erregende Tendenzen in der Union, die die &#214;ffentlichkeit mit wachsender Spannung verfolgen wird. Angela Merkel tut vielleicht gut daran, die CSU auch mal wieder in die Schranken zu verweisen und sich nicht auch noch in diesem Konflikt ein weiteres Mal entscheidungsarm zu pr&#228;sentieren.</p>
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		<title>Ein (un-)gleiches Duell !?!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 19:08:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Lekt&#252;re der j&#252;ngsten &#196;u&#223;erungen des bayrischen Ministerpr&#228;sidenten G&#252;nther Beckstein in der Leipziger Volkszeitung f&#252;hlt man sich doch ein wenig an &#228;hnliche &#196;u&#223;erungen von anderer Seite zu Beginn des&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Lekt&#252;re der j&#252;ngsten &#196;u&#223;erungen des bayrischen Ministerpr&#228;sidenten G&#252;nther Beckstein in der Leipziger Volkszeitung f&#252;hlt man sich doch ein wenig an &#228;hnliche &#196;u&#223;erungen von anderer Seite zu Beginn des Jahres erinnert.<br />
Damals k&#228;mpfte Bundeskanzlerin Merkel gegen die Stimmen, die ihr wenig Handlungsbereitschaft in Zusammenhang mit kritischen Themen vorwarfen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel stellte in diesem Zusammenhang die <a href="http://www.homopoliticus.de/2008/04/24/unser-aller-kanzlerin/" target="_blank">&#8220;Austernkanzlerin&#8221;</a> der S&#252;ddeutschen Zeitung dar, mit der auch ich mich schon vor einiger Zeit besch&#228;ftigt habe. Damals hie&#223; es Merkel w&#252;rde sich immer wieder auf das Herauspicken der positiven Themen des politischen Tagesgeschehens konzentrieren; die „Perlen“ ihrer Arbeit pr&#228;sentieren.<br />
In diesem Zusammenhang wurde ihr vorgeworfen auf der anderen Seite bei kritischen Fragen in den meisten F&#228;llen eher unauff&#228;llige Zur&#252;ckhaltung zu beweisen. Um bei der Veranschaulichung zu bleiben: Sie verschlie&#223;e sich bei brennenden Fragen fest wie eine Auster.</p>
<p>Und nun sieht sich der frisch gek&#252;rte Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier mit ganz &#228;hnlichen Vorw&#252;rfen konfrontiert.</p>
<p>Besonders stach hierbei, wie gesagt, eine Stellungnahme von Beckstein heraus:</p>
<blockquote><p>„Da wo es innenpolitisch brennt, ist Herr Steinmeier leider abgetaucht. Man hat den Eindruck er sucht sich noch den entferntesten Winkel der Welt aus, nur damit ihm die klare Positionierung in der Innen- und Parteipolitik erspart bleibt.“ [<a href="http://www.lvz-online.de/aktuell/content/72432.html" target="_blank">via</a>]</p></blockquote>
<p>Nicht ohne Grund spricht die S&#252;ddeutsche Zeitung deshalb heute von der „Koalition der &#196;hnlichen“. Denn egal ob der Wahlkampf gestern nun inoffiziell er&#246;ffnet wurde oder nicht, es zeigt sich deutlich, dass sowohl Merkel als auch Steinmeier in den folgenden Monaten alles daf&#252;r tun m&#252;ssen und auch werden ihre Unterschiede st&#228;rker nach au&#223;en darzustellen.</p>
<p>Gleichzeitig stehen beide jedoch vor der Gefahr mit einer zu fr&#252;hzeitigen offenen Konfrontation der (noch) existierenden Koalition zu schaden bzw. vor allem den kleinen Parteien in die H&#228;nde zu spielen.</p>
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		<title>Steinmeier Kanzlerkandidat?</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 18:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgendes ist seit gerade eben bei Spiegel-Online zu lesen:
&#8220;Es ist beschlossen: Frank-Walter Steinmeier wird nach SPIEGEL-Informationen Kanzlerkandidat der SPD. Der Au&#223;enminister informiert nun die Parteispitze &#252;ber die Entscheidung &#8211;&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgendes ist seit gerade eben bei Spiegel-Online zu lesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist beschlossen: Frank-Walter Steinmeier wird nach SPIEGEL-Informationen Kanzlerkandidat der SPD. Der Au&#223;enminister informiert nun die Parteispitze &#252;ber die Entscheidung &#8211; er hatte sich in der vergangenen Woche intensiv mit Parteichef Beck &#252;ber die Frage beraten.&#8221; [<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,576754,00.html" target="_blank">via</a>]</p></blockquote>
<p>Tagesschau-Online stellt das Ganze derzeit noch in Frage. Mal schauen, ob man sich bereits jetzt schon auf ein Duell Merkel-Steinmeier einstellen kann&#8230;</p>
<p><strong>Update </strong>(07.09.2008): Seit heute nun auch ganz offiziell von Seiten der <a href="http://www.spd.de/menu/1756314/" target="_blank">SPD</a>. Das kann man auf jeden Fall Karriere nennen. Vor allem wenn man bedenkt, dass Frank-Walter Steinmeier vor der letzten Bundestagswahl vielen noch kein Begriff war. Denn viele Jahre war er immer &#8220;nur&#8221; der Strippenzieher im Hintergrund. Eine interessante Zusammenfassung und Kommentierung der heutigen Entwicklungen liefert die <a href="http://www.hubschraubermuetze.de/2008/09/07/das-messias-duo/" target="_blank">hubschraubermuetze</a>.</p>
]]></content:encoded>
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