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	<title>Homo Politicus &#187; ARD</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Die KiK-Story</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 13:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[KiK]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits vor l&#228;ngerer Zeit haben wir unter dem Titel "Wer bezahlt unsere Kleidung?" &#252;ber die Ausbeutungsvorw&#252;rfe gegen KiK und die Ver&#246;ffentlichungen der Clean Clothes Campaign  geschrieben. Getan hat sich seitdem jedoch anscheinend relativ wenig. So strahlte die ARD gestern um 21:45 Uhr unter dem Titel "Die KiK-Story" eine umfangreiche Reportage &#252;ber den Textildiscounter KiK aus. <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/08/05/die-kik-story/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits vor l&#228;ngerer Zeit haben wir unter dem Titel <a href="http://www.homopoliticus.de/2008/05/12/wer-bezahlt-unsere-kleidung/" target="_blank">&#8220;Wer bezahlt unsere Kleidung?&#8221;</a> &#252;ber die Ausbeutungsvorw&#252;rfe gegen KiK und die Ver&#246;ffentlichungen der <a href="http://www.sauberekleidung.de/2008/ccc_08-01-30_pu_discounter_lidl-kik.html" target="_blank">Clean Clothes Campaign</a> geschrieben. Getan hat sich seitdem jedoch anscheinend relativ wenig. So strahlte die ARD gestern um 21:45 Uhr unter dem Titel &#8220;Die KiK-Story&#8221; eine umfangreiche Reportage &#252;ber den Textildiscounter KiK aus.</p>
<p>In der <a href="http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,p1yxj1kcpiiryili~cm.asp" target="_blank">Sendungsank&#252;ndigung</a> hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett  Einkleiden f&#252;r unter 30 Euro, von der Socke bis zur M&#252;tze. Mit dieser  aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben  geschafft. Beinahe t&#228;glich er&#246;ffnen neue Filialen. Das Unternehmen k&#246;dert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten:  Jeans f&#252;r 9,99 Euro, Bermudas f&#252;r 3,99 Euro, T-Shirts f&#252;r 1,99 Euro. Doch  wie kommen diese Schleuderpreise zustande – und wer muss daf&#252;r  bezahlen? Eine Reportage aus der Welt von Dumpingl&#246;hnen, Ausbeutung und  fragw&#252;rdigen Gesch&#228;ftsmethoden.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich in der ARD-Mediathek anschauen: <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5063630" target="_blank">ARD-exclusiv: Die Kik-Story</a></p>
<p><em>Screenshot: <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5063630" target="_blank">ARD-Mediathek</a></em></p>
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		<title>&#8220;Ihre Wahl rauscht!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 09:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Sat.1]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl im Web]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum ein Thema hat die Berichterstattung &#252;ber den diesj&#228;hrigen Wahlkampf so dominiert, wie die Diskussion rund um den m&#246;glichen Einfluss des Internets auf die Politik. Auch an den TV-Sendern ist das Thema "Internet" nicht vorbei gegangen. Aus den zahlreichen Berichten wuchsen einige &#228;u&#223;erst spannende und interessante TV-Formate. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/26/ihre-wahl-rauscht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum ein Thema hat die Berichterstattung &#252;ber den diesj&#228;hrigen Wahlkampf so dominiert, wie die Diskussion rund um den m&#246;glichen Einfluss des Internets auf die Politik. Auch an den TV-Sendern ist das Thema &#8220;Internet&#8221; nicht vorbei gegangen. Aus den zahlreichen Berichten wuchsen einige &#228;u&#223;erst spannende und interessante TV-Formate. Zwar &#252;berwiegen weiterhin Skepsis und Furcht vor dem Netz, doch an einigen Stellen hat man sich aus der Deckung getraut und auf Experimente eingelassen.</p>
<h2>Netzrauschen</h2>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/Nr_4_1_.3.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4657" title="Nr_4_1_.3" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/Nr_4_1_.3-300x168.jpg" alt="Nr_4_1_.3" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Netzrauschen ist ein im Juni 2009 gestartetes Projekt der Tagesschau. Regelm&#228;&#223;ig werden Spitzenkandidaten und Kampagnenmitarbeiter der Parteien von Moderator Jan Hendrik Becker interviewt. In den meist f&#252;nfmin&#252;tigen Beitr&#228;gen geht es darum zusammen mit den Interviewten deren Netzaktivit&#228;ten zu betrachten und zu bewerten. Inzwischen waren eine ganze Reihe namhafter Politiker bei Netzrauschen zu Gast: Bspw. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lRTcofo_X-s&amp;feature=player_profilepage">Philipp Mi&#223;felder</a>,  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=B9iSXcuHwfY">Otto Fricke und Hermann Otto Solms</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1YX3AaV8vAI&amp;feature=player_profilepage">Julia Kl&#246;ckner</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9Kt1sOaWVhE&amp;feature=player_profilepage">Kajo Wasserh&#246;vel</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hu1sI9eFGVE">Gregor Gysi</a>, <a href="http://www.tagesschau.de/wahl/netzrauschen/index.html">Claudia Roth</a>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Moderator Jan Hendrik Becker und die Netzrauschen-Redaktion diskutieren in der hei&#223;en Phase des Bundestagswahlkampfs mit Politikern, Bloggern und Kampa-Managern und folgen den Spuren, die die Wahlk&#228;mpfer im Netz hinterlassen.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.tagesschau.de/inland/ardwahlsendungen100.html">tagesschau.de</a>).</p></blockquote>
<p>Auch die Netzrauschen-Redaktion ist im Internet unterwegs, z.B. bei <a href="http://twitter.com/netzrauschen">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/pages/Netzrauschen/126776070637">Facebook</a>.</p>
<h2>Wahl im Web</h2>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlimweb1.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4679" title="wahlimweb" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlimweb1-300x110.jpg" alt="wahlimweb" width="300" height="110" /></a></p>
<p>Die Wahl im Web schl&#228;gt ihr Zelt am Wahlsonntag bereits zum vierten Mal in diesem Jahr auf, womit auch die Sendung den H&#246;hepunkt eines spannenden Wahljahres erreicht. Bereits zur <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Wahl_im_Web_-_mit_Markus_Kavka/673318?inPopup=true">Landtagswahl in Hessen</a> wurde die Wahl im Web gesendet, in der am Wahlabend, parallel zu den bekannten Hauptprogrammen, das Netzgeschehen am Wahlabend betrachtet wird. Zwischen der Landtagswahl in Hessen und der Bundestagwahl kam das TV-Internet-Format noch zur <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Wahl_im_Web_Europa/769852?inPopup=true">Europawahl </a>und zu den <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Wahl_im_Web_kompakt/830314?inPopup=true">Landtagswahlen in #sst</a> zum Einsatz.</p>
<blockquote><p>&#8220;Was treiben die Politiker zur Bundestagswahl im Netz? Wer ergreift die Online-Initiative und flickert oder twittert, was das Zeug h&#228;lt? Wie kommen diese Netzaktivit&#228;ten bei den W&#228;hlern an? Wie diskutiert die Internetgemeinde &#252;ber die Wahlkampfthemen? Diesen und anderen Fragen widmen sich Moderator Markus Kavka und sein Team am Superwahlabend des 27. September in der interaktiven Sendung &#8220;Wahl im Web&#8221; live aus Berlin.&#8221; (Quelle: <a href="http://wahl.zdf.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,7897710,00.html?dr=1">zdf.de</a>)</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Neben einem Chat, in dem bei dieser Sendung Prof. Dr. Harald Schoen, sowie einige Poltiker den Zuschauern Frage und Antwort stehen werden, spielt hier auch <a href="http://twitter.com/wahlimweb">Twitter </a>eine besondere Rolle.</p>
<h2>Erst fragen, dann w&#228;hlen</h2>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/069927121340-render-Y2-00.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="size-medium wp-image-4659 aligncenter" title="0,6992,7121340-render-Y2-,00" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/069927121340-render-Y2-00-300x110.jpg" alt="0,6992,7121340-render-Y2-,00" width="300" height="110" /></a></p>
<p>Mit Erst fragen, dann w&#228;hlen, einer Art Interviewmarathon, hat ZDF am vergangenen Wochenende absolutes Neuland betreten. In jeweils 90 min&#252;tigen Intervallen wurden den Spitzenkandidaten der Parteien Fragen aus dem Internet gestellt. Die Politiker bekamen so die M&#246;glichkeit ihre Positionen einmal in aller Ausf&#252;hrlichkeit darzustellen und den Zuschauern wiederum war es m&#246;glich direkt auf die Aussagen der Politiker zu reagieren.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/20/zukunft-des-politischen-fernsehens/">Zukunft des politischen Fernsehens</a></p>
<h2>Ihre Wahl</h2>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/ihre_wahl.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4681" title="ihre_wahl" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/ihre_wahl-300x146.jpg" alt="ihre_wahl" width="300" height="146" /></a></p>
<p>Doch die Verkn&#252;pfung von Internet und TV beschr&#228;nkt sich nicht nur auf die &#214;ffentlich-rechtlichen. Bereits im letzten Jahr hatte der zur ProSiebenSat.1 Media AG geh&#246;rende Sender N24 ein Sendung ausgestrahlt, in der die Zuschauer unter dem Titel &#8220;Debatte 2.0&#8243; die M&#246;glichkeit hatten Fragen an Politiker zu stellen. Siehe auch: <a href="http://www.homopoliticus.de/2008/08/25/debatte-20/">Debatte 2.0</a>.</p>
<p>Nun hat man das Konzept noch ein wenig ausgebaut und ins Programm von Sat.1, inklusive prominenter Moderation, verfrachtet.</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei &#8220;Ihre Wahl! Die Sat.1-Arena&#8221; nehmen Sabine Christiansen und Stefan Aust Politiker ins Kreuzverh&#246;r und diskutieren direkt mit den W&#228;hlern &#252;ber die wichtigsten Themen der Bundestagswahl.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.sat1.de/news/ihre-wahl-die-sat1-arena/">Sat.1</a>)</p></blockquote>
<p>Auch hier gilt, man m&#246;chte m&#246;glichst viel Input der Zuschauer erreichen, wobei mein beispielsweise auch auf <a href="http://twitter.com/ihrewahl">Twitter</a> setzt.</p>
<p><em>Bilder: <a href="http://twitter.com/netzrauschen">tagesschau.de</a>, <a href="http://wahl.zdf.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,7897710,00.html?dr=1">zdf.de</a>, <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7621239,00.html">zdf.de</a>, <a href="http://www.sat1.de/news/ihre-wahl-die-sat1-arena/">sat1.de</a></em></p>
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		<title>Ein Duell ist nicht mehr einsam</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/09/16/ein-duell-ist-nicht-mehr-einsam/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 14:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[CDU. SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor dem TV-Duell machten sich die Verantwortlichen Gedanken, wie stark das Duell ins Netz strahlen sollte. Macht man einen Live-Stream oder fesselt man die Zuschauer an den Fernseher? Eigentlich sollte… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/16/ein-duell-ist-nicht-mehr-einsam/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor dem TV-Duell machten sich die Verantwortlichen Gedanken, wie stark das Duell ins Netz strahlen sollte. Macht man einen Live-Stream oder fesselt man die Zuschauer an den Fernseher? Eigentlich sollte die Aufteilung anders aussehen, als es dann tats&#228;chlich kam. Gerade einmal knapp 14 Millionen Zuschauer sahen das Aufeinandertreffen von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Sonntag.</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Es war das TV-Ereignis des bisherigen Jahres, doch die Zuschauerzahl lag dennoch unter den Erwartungen: 14,22 Mio. Leute sahen das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier bei ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Phoenix &#8211; das ist die geringste Zuschauerzahl aller bisherigen Duelle. 2002 gab es bei den beiden Duellen jeweils mehr als 15 Mio., 2005 beim Schr&#246;der-Merkel-Duell sogar fast 21 Mio. Seher.&#8221; (Quelle: <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/tv-duell-erreicht-zuschauer-minusrekord_100023222.html">meedia.de</a>)</p></blockquote>
<p>Die vier austragenden TV-Sender hatten sich im Vorfeld alle M&#252;he gegeben, das TV-Duell aus anderen Medien fern zu halten.  So war sowohl den an einer &#220;bertragung interessierten Radiosendern, wie auch den Webseiten der &#252;bertragenden Sendeanstalten eine Live&#252;bertragung parallel zum TV-Programm untersagt worden (siehe dazu: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/849/485277/text/">Sueddeutsche</a>, <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/zwist-ueber-sendeverbot-von-tv-duell/">TAZ</a>,  <a href="http://www.dwdl.de/story/22278/tvduell_sender_untersagen_radiobertragung/">DWDL</a>).  Man wollte die Wirkung des Duells alleine im Fernsehbildschirm bannen, doch diese suchte man am Sonntag Abend in weiten Teilen vergeblich. Die wirkliche Spannung hatte sich ins Internet verzogen. Obwohl damit zu rechnen war, schien das bei den Sendern niemand erwartet zu haben.</p>
<h2>Das Problem mit dem Livestream</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4529" title="planspark" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/planspark.jpg" alt="planspark" width="300" height="153" />Letztlich gab es dann einen unangek&#252;ndigten <a href="http://www.phoenix.de/content/die_sendungen/ereignisse/11#">Livestream bei Phoenix</a>, von dem aber auch noch niemand wei&#223;, warum er nun doch den Weg ins Netz gefunden hatte. Die Nachricht verbreitete sich trotzdem rasend schnell bei Twitter. Der Stream erlaubte es nun zumindest auch duellinteressierten im Ausland am  „Ereigniss“ teilzuhaben. Diese hatten in vielen F&#228;llen offenbar nicht damit gerechnet, dass man in Deutschland wirklich auf die Idee gekommen war, das Duell aus dem Netz und Radio fernzuhalten (bspw. <a href="http://twitter.com/nkeim/status/3957204671">nkeim</a>, <a title="Yussi" hreflang="en" href="http://twitter.com/Yussipick/status/3957103475">Yussipick</a>, <a title="Tim Bonnemann" hreflang="en" href="http://twitter.com/planspark/status/3958905730">planspark).</a> Zwar hatte ZDF-Sprecher Alexander Stock allen Personen ohne TV-Ger&#228;t empfolen, Zattoo zu nutzten &#8211; doch ist dieser Dienst nur innerhalb von Deutschland verf&#252;gbar.</p>
<p>Aber auch ohne offizielles Livestreamangebot lies sich das Netz den Abend eindeutig nicht verderben. Ganz offensichtlich verfolgten  viele das Duell nicht regungslos vor dem Fernsehbildschirm, sondern hatten zumindest noch eine Hand an der PC-Tastatur liegen. Dadurch gingen bereits kurz nach Duellstart die ersten Webseiten in die Knie. Besonders die Liveblogs hatten mit den ungew&#246;hnlich hohen Zugriffszahlen zu k&#228;mpfen. Auch das Livetranskript des Duells, welches wahl.de als Ersatz f&#252;r den fehlenden Stream anbot, war kaum nutzbar durch den unerwarteten Besucheransturm.</p>
<h2>Twitter und Facebook halten Ansturm stand</h2>
<p>Unbestreitbar klare Gewinner des Abends waren daher einmal mehr Twitter und Facebook. Bereits vor dem Duell wurden die ersten Bilder und Videos bei Twitter gepostet. So etwa von Duell-Parties (<a href="http://twitpic.com/hm0i4">Beispiel</a>) oder direkt aus dem Studio in Berlin Adlershof (<a href="http://www.twitvid.com/49D3B">Beispiel</a>).  Bereits den ganzen Tag &#252;ber versuchten die Parteikampagnen &#252;ber Facebook und Twitter ihre Anh&#228;nger zu mobilisieren, sich abends das TV-Duell anzusehen. Das CDU-Unterst&#252;tzerteam &#8220;Team-Deutschland&#8221; hatte beispielsweise schon in den Tagen vor dem Duell zur Eintragung von TV-Duell-Parties <a href="http://www.team2009.de/tv-duell-parties.html">in eine bereitgestellte Googlemap</a> gebeten.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/teamdeutschland.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4528" title="teamdeutschland" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/teamdeutschland-293x300.jpg" alt="teamdeutschland" width="293" height="300" /></a></p>
<p>Twitter gewann am Duell-Abend auch an Gewicht, weil viele MdBs die Chance nutzten &#252;ber ihre Mobiltelefone kurze Statements abzugeben. Anders als es am Wahlabend der Fall sein wird, hatten diese n&#228;mlich Zeit zum twittern. So waren auch von Seiten der Bundestagsabgeordneten etlich am&#252;sante Tweets zu lesen. Und auch die MdBs waren, was die Kritik an den Journalisten angeht, teilweise &#228;u&#223;erst direk:</p>
<blockquote><p>&#8220;#tvduell Bisher bl&#246;de Journalistenfragen&#8221; (<a href="http://twitter.com/UlrichKelber/status/3959307295">Ulrich Kelber</a>).</p></blockquote>
<p>Neben den CDU- und SPD-Abgeordneten war auch die Opposition &#228;u&#223;erst aktiv: z.B. <a href="http://twitter.com/steffilemke">Steffi Lemke</a> (B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen), die <a href="http://twitter.com/48stunden">Fraktion der Linkspartei</a> und <a href="http://twitter.com/ulrikeflach">Ulrike Flach</a> (FDP).</p>
<h2>Mashups und Kommentare</h2>
<p>Doch noch weitaus interessanter als die Twitter-Promis stellten sich am Duellabend die Tweets eines bislang v&#246;llig unbekannten Twitterers dar, der bereits nach wenigen Minuten die ersten Mashups in Form von <a href="http://twitpic.com/hm7zs">mit Gedankenblasen versehenen Screenshots</a> bereitstellte. Dagegen sind YouTube-Mashups bislang immer noch nicht aufgetaucht. Lediglich einige Abgeordneten waren von ihren Mitarbeitern direkt nach der Sendung gefilmt und mit ihren Statements bei YouTube verewigt worden. Beispielsweise  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I_UV1Qq_Yh4">Matthias Groote</a> von der SPD, der auch vor einer Handykamera nicht zur&#252;ckschreckte. Die CDU wiederum versuchte ihre Antwort auf witzige Art zu gestalten, in dem sie das Duell von mit SPD-Promis namensverwandten CDU-Mitgliedern kommentieren lies: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DXSpS0g6YEY">&#8220;Steinmeier zum TV-Duell: &#8220;Merkel war besser&#8221;</a>.</p>
<p>Auch die Post-Debate fand vor allem bei Twitter statt. So folgten die ersten Kommentare aus den Parteizentralen ein weiteres Mal &#252;ber Twitter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Souver&#228;ner Auftritt der Kanzlerin, klare Siegerin des #tvduell #cdu+ #ak&#8221; (<a href="http://twitter.com/teamdeutschland/status/3960988534">Team Deutschland</a><a href="http://twitter.com/teamdeutschland/status/3960988534"></a>)</p>
<p>&#8220;Die Stimmung bei der #spd+ : http://twitpic.com/hml7z Die Stimmung bei der #cdu- : http://twitpic.com/hml5w #tvduell&#8221; (<a href="http://twitter.com/spdde/status/3961028027">SPD</a><a href="http://twitter.com/spdde/status/3961028027"></a>)</p></blockquote>
<p>Eins ist allemal deutlich: Zu fr&#252;heren Zeiten gab es im wesentlichen zwei M&#246;glichkeiten, um ein TV-Duell zu verfolgen. Zum Einen alleine zu Hause vor dem Fernseher oder zum Anderen mit einer Gruppe zusammen, beim public-viewing. Inzwischen werden beide M&#246;glichkeiten immer weiter verschmischt. Durch Computer und internetf&#228;hige Mobiltelfone wurde es in diesem Jahr m&#246;glich, beide M&#246;glichkeiten zu kombinieren und sogar zu erweitern. Vielen reicht es nicht mehr, nur das Duell zu verfolgen und ihre Meinung f&#252;r sich zu behalten. Das hat vor allem die Vielzahl von inhaltsreichen &#196;u&#223;erungen bei Twitter gezeigt. Den TV-Sendern sei deshalb empfohlen f&#252;r die Zunkunft auch einmal auf Formate wie &#8220;<a href="http://current.com/groups/hack-the-debate/">Hack the Debate</a>&#8221; zu schauen (siehe dazu auch: <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/09/17/hack-the-debate-angriff-auf-den-fernsehschirm/">internetundpolitik.wordpress.com</a>).</p>
<h3>Die Zeiten des einsamen Duellabends sind also eindeutig vorbei.</h3>
<p><em>Bilder: Screenshot twitpic, twitter, teamdeutschland</em></p>
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		<title>Live in getrennten Welten</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 09:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das TV-Duell von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde mit einer Flut von Nachrichten, Kommentaren und Beitr&#228;gen im Netz begleitet. Ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Beispiele, Chancen und Gefahren der Netzkorrespondenten. Erstmals beteiligten sich auch Parteien und Politiker an der in Echtzeit gef&#252;hrten Debatte &#252;ber die Debatte. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/14/live-in-getrennten-welten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das TV-Duell von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde mit einer Flut von Nachrichten, Kommentaren und Beitr&#228;gen im Netz begleitet. Ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Beispiele, Chancen und Gefahren der Netzkorrespondenten.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/watchblog.gif"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4507" title="watchblog" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/watchblog-300x300.gif" alt="watchblog" width="300" height="300" /></a><br />
</strong></p>
<p>Erstmals beteiligten sich auch Parteien und Politiker an der in Echtzeit gef&#252;hrten Debatte &#252;ber die Debatte. Wie angek&#252;ndigt nutzte die SPD zahlreiche Kan&#228;le, um die Aussagen ihres Steinmeiers zu st&#252;tzen und die von Merkel in Frage zu stellen. Im <a href="http://www.schwarz-gelb-watchblog.de/">Schwarz-Gelb-Watchblog</a> fanden sich hier kurze, aber aufschlussreiche Einw&#252;rfe zum Duell. Der hauseigene <a href="http://twitter.com/SPDDE">Twitter-Account</a> wurde dagegen nur als Linkmaschine f&#252;r den Watchblog benutzt und verschenkte so Potenzial. Wahlkampfchef <a href="http://twitter.com/Kajo2009">Kajo Wasserh&#246;vel</a> verabschiedete sich ganz aus der Online-Kommentierung, General <a href="http://twitter.com/Hubertus_Heil">Hubertus Heil</a> meldete sich sporadisch. Bei der CDU war das <a href="http://twitter.com/TeamDeutschland">Team Deutschland</a> aktiv, ging aber nicht &#252;ber das Bejubeln von Merkel-Aussagen hinaus. Im offiziellen <a href="http://twitter.com/cdu_News">Twitter-Account der Unio</a>n trudelten ebenfalls nur ausgew&#228;hlte Zitate ein. Seitenhiebe auf den Gegner finden sich kaum.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4509" title="steffilemke" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/steffilemke-300x110.gif" alt="steffilemke" width="300" height="110" /></p>
<p><a href="http://twitter.com/SteffiLemke">Steffi Lemke</a> schoss f&#252;r die Gr&#252;nen ein regelrechtes Twitter-Feuerwerk ab und zeigte die Bissigkeit, die dem Duell der Regierenden fehlte. Auch der <a href="http://twitter.com/DIe_Gruenen">Parteikanal der Gr&#252;nen</a> mischte sich bei Twitter ein. Die <a href="http://www.facebook.com/pages/Hier-ist-DIE-LINKE/">Linke setzte mehr auf Facebook</a> als Kommentarfeld und ver&#246;ffentliche die Beitr&#228;ge <a href="http://twitter.com/48stunden">parallel bei Twitter</a>. Da Facebook aber mehr Zeichen zul&#228;sst, verlor man durch die bei Twitter auf 140 Zeichen abgeschnittene Nachricht schnell die Lust am Mitlesen. Kurzentschlossen kommentierten die Jungen Liberalen dann doch noch bei Twitter mit dem <a href="http://twitter.com/jungeliberale">Verbandsprofil</a> und durch den <a href="http://twitter.com/johannesvogel">Vorsitzenden</a>. Vereinzelt &#228;u&#223;erten sich auch <a href="http://twitter.com/f_schaeffler">Bundestagsabgeordnete der FDP</a>.</p>
<p>Diverse Live-Blogs boten die wohl interessanteste Berichterstattung &#252;ber das TV-Duell. Bei <a href="http://www.hingesehen.net/live-blog-zum-tv-duell-der-kanzlerkandidaten/">hingesehen.net</a> konnte man auch ohne Fernsehger&#228;t nah am Geschehen bleiben und der <a href="http://www.malte-welding.com/2009/09/13/das-liveblog-zum-kanzlerduell-%E2%80%93-merkel-vs-steinmeier/">SPD-nahe Blog von Mathias Richel/Malte Welding</a> zog zahlreiche Kommentatoren an. Der prominenteste <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/">Live-Blog kam vom ZDF</a>, gef&#252;llt direkt aus dem Studio in Berlin und den ZDF-B&#252;ros in Mainz. Angetreten mit 4 Live-Bloggern h&#228;tte man eigentlich w&#228;hrend des Duells einiges mehr erwarten k&#246;nnen. Zum Ende der &#220;bertragung aber liefen die Experten zu Hochtouren auf und gaben fr&#252;h sehr treffende Einordnungen ab.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlde.gif"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4508" title="wahlde" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlde-226x300.gif" alt="wahlde" width="226" height="300" /></a></p>
<p>Tragisch war es schon fast, dass das eigentlich ambitionierteste Projekt des Abends schlicht unter den Anforderungen zusammen brach. Das Team von <a href="http://www.wahl.de/kanzlerduell">wahl.de hatte ein Live-Transcript</a> auf die Beine gestellt und wollte nicht nur die Aussagen der Kandidaten direkt wiedergeben, sondern auch direkt von den Besuchern kommentieren lassen. Eine unfassbare Zahl an Zugriffen zeigte ein gro&#223;es Interesse an dem Angebot, verhinderte aber gleichzeitig dessen Siegeszug. Vielleicht kann die Nachricht etwas tr&#246;sten, dass auch das ZDF, Spiegel Online und Bild.de teilweise Probleme mit dem Datenverkehr hatten. Die halbe Nacht sa&#223; manbei wahl.de in Berlin noch an der Nacharbeit. Damit wird aber das Kanzlerduell-Transcript zu einem Teil der Nachbereitung des Duells und damit nicht weniger interessant. Seit heute morgen ist es komplett online und l&#228;dt zu Kommentaren ein.</p>
<p>Im TV kam von alldem nichts an. Das Internet schien ein Paralleluniversum zu sein. Doch ein Blick in die Kommentare h&#228;tte manche Fehler des Duells <a href="http://carta.info/14783/tv-duell-merkel-steinmeier/">noch korrigieren k&#246;nnen</a>.</p>
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		<title>Vier gegen zwei</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 20:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun folgen nach dem TV-Duell die ersten Auswertungen und eine Frage wird die Runde machen: War es nun ein Duett oder ein Duell? Ich kann mir den Sinn der Frage nicht so recht anschlie&#223;en. Die Gegen&#252;berstellung von Kanzlerin und Vizekanzler kann selbstverst&#228;ndlich keine so drastische Kontrastbildung hervorbringen, wie eine gro&#223;e Opposition. Woher also die Verwenderung &#252;ber die mangelnde Agressivit&#228;t? <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/13/vier-gegen-zwei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nun folgen nach dem TV-Duell die ersten Auswertungen und eine Frage wird die Runde machen: War es nun ein Duett oder ein Duell? Ich kann mir den Sinn der Frage nicht so recht anschlie&#223;en. Die Gegen&#252;berstellung von Kanzlerin und Vizekanzler kann selbstverst&#228;ndlich keine so drastische Kontrastbildung hervorbringen, wie eine gro&#223;e Opposition. Woher also die Verwenderung &#252;ber die mangelnde Agressivit&#228;t?</strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4501" title="merkel_steinmeier" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/merkel_steinmeier-300x169.jpg" alt="merkel_steinmeier" width="300" height="169" /></p>
<p>Vielmehr muss man sich nach diesem Duell fragen, ob nicht eher die vier Moderatoren von Kl&#246;ppel &#252;ber Illner bis hin zu Limbourg und Plasberg die Debatte gebremst haben. Die Moderatoren haben nicht regelnd in die Debatte eingegriffen, sondern abseits aller H&#246;flichkeit Gedanken unterbrochen. So tragen Illner, Kl&#246;ppel, Plasberg und Limbourg mehr zu dem politikverdrossenen Ergebnis des Duells bei, als die beiden Kandidaten. Leider werden die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler das nach dem Duell nicht so realisieren. F&#252;r sie steht der Eindruck fest, dass Steinmeier und Merkel keine konkreten Antworten gegeben haben. Tats&#228;chlich haben sie das aber versucht.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4502" title="moderatoren" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/moderatoren-300x168.jpg" alt="moderatoren" width="300" height="168" /></p>
<p>Doch gegen die vorlauten Moderatoren kamen sie kaum zum Zug. Die Themenkomplexe waren v&#246;llig verschoben dimensioniert und wurden im Galopp abgearbeitet. Wann ging es eigentlich im Duell um die Zukunft unseres Landes? Kaum ein Wort zur Bildung, kaum ein Wort zu B&#252;rgerrechten.</p>
<p>Die Schw&#228;chen der Sendung findet man in anderer Abbildung auch im Internet. Die Debattenbegleitung schw&#228;chelte auf fast allen Plattformen. W&#228;hrend einzig der Medienhype von twitter nicht vor den Besuchermassen zusammenbrach, st&#252;rzten die Angebote von Spiegel Online, Bild.de, der Tagesschau oder dem ZDF ebenso in die Warteschleife wie das Live-Transcript von wahl.de. Doch diese Pannenbeschreibung kann eigentlich nur erfreulich sein, zeugt sie doch von einem ungeahnten Interesse der Internetnutzer an diesem eigentlich klassischen TV-Format. Die W&#228;hler wollen mitreden, wollen sich informieren und austauschen.</p>
<h2>Experimente online und im TV</h2>
<p>Diese Beschreibung der Online-Debatte als Experiment kann gleich wieder zur&#252;ck auf die Fernsehsendung &#252;bertragen werden. Im ewigen Kampf zwischen Parteiproporz und eitlen Sendeanstalten kann kein gewinnbringender H&#246;hepunkt des medialen Wahlkampfs entstehen. Nicht vier Moderatoren m&#252;ssen sich in Zukunft in einen Streit mit den Kandidaten st&#252;rzen, sondern zwei Kandidaten m&#252;ssen miteinander streiten. Es geht um eine Verschiebung der Priorit&#228;ten hin zu einer treffenderen Debatte.</p>
<p>Man wird auch dar&#252;ber reden m&#252;ssen, ob sich Deutschland wirklich nur anderthalb Stunden Zeit nehmen m&#246;chte, um sich ein Bild von den Perspektiven machen zu k&#246;nnen. Stefan Raab kann mit seinem &#8220;Schlag den Raab&#8221; immerhin bis weit &#252;ber Mitternacht die Zuschauer fesseln.</p>
<p><em>Bilder: ZDF</em></p>
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		<title>Live-Blog zum TV-Duell</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 11:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammen mit Christoph Bieber und Christian Marx wird Malte am Sonntagabend live f&#252;r das ZDF das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier im ZDF-Blog begleiten <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/13/live-blog-tv-duell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/home/profil-cbieber.html">Christoph Bieber</a> und <a href="http://twitter.com/herr_marx">Christian Marx</a> wird Malte am Sonntagabend live f&#252;r das ZDF das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier im ZDF-Blog begleiten:</p>
<p><a href="http://blog.zdf.de/tvduell/"><img class="alignnone size-full wp-image-4490" title="logo-wahlblog" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/header1.jpg" alt="logo-wahlblog" width="542" height="201" /></a></p>
<p><em>Bild: ZDF</em></p>
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		<title>Die Sekundanten des Duells</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/09/11/die-sekundanten-des-duells/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 15:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schaute man sich gestern auf den Internetseiten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 um – man w&#228;re nicht auf die Idee gekommen, dass am Sonntag schon das wichtigste Wahlkampfereignis, das direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im TV-Duell auf jenen vier Sendern gezeigt wird. Aber auch bei den Parteien war keine Vorank&#252;ndigung zu finden, kein Hinweis auf eine entweder euphorische oder kritische Begleitung des Duells. Dieses etwas diffuse Bild lichtet sich mittlerweile und so kann man eine erste Prognose f&#252;r die Debattenbegleitung stellen. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/11/die-sekundanten-des-duells/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schaute man sich gestern auf den Internetseiten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 um &#8211; man w&#228;re nicht auf die Idee gekommen, dass am Sonntag schon das wichtigste Wahlkampfereignis, das direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im TV-Duell auf jenen vier Sendern gezeigt wird. Aber auch bei den Parteien war keine Vorank&#252;ndigung zu finden, kein Hinweis auf eine entweder euphorische oder kritische Begleitung des Duells. Dieses etwas diffuse Bild lichtet sich mittlerweile und so kann man eine erste Prognose f&#252;r die Debattenbegleitung stellen.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4479" title="5074-tv-duell-profilbild1" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/5074-tv-duell-profilbild1.jpg" alt="5074-tv-duell-profilbild1" width="200" height="220" />Erstaunlicherweise steigen in diesem Jahr nicht nur unabh&#228;ngige Kommentatoren, sondern auch die Parteien selbst ins hektische Live-Gesch&#228;ft ein. Die SPD <a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/9/aktiv-fernsehen">k&#252;ndigt gro&#223; auf ihrer Internetseite</a> an, das Duell gleich auf drei Kan&#228;len zu begleiten. Im noch recht jungen <a href="http://www.schwarz-gelb-watchblog.de/">Schwarz-Gelb-Watchblog</a> wird sich an Merkels Aussagen abgearbeitet werden, w&#228;hrend <a href="http://www.facebook.com/home.php#/SPD">Facebook</a> und <a href="http://twitter.com/spdde">Twitter</a> die wirklich direkte Rezeption &#252;bernehmen sollen. Die Sozialdemokraten statten ihre Anh&#228;nger sogar mit einem neuen <a href="http://www.wahlkampf09.de/mediabox/add/5074">Profilbild</a> aus, mit dem in sozialen Netzwerken auf das Duell hingewiesen werden soll. Nette Idee.</p>
<h2>Parteien mischen sich im Netz ein</h2>
<p>Auch die CDU wird sich in die Diskussion einmischen. Andreas Jungherr vom Team Deutschland nennt Twitter und die &#8220;entsprechenden Foren&#8221; als christdemokratische Werkzeuge. Haupts&#228;chlich d&#252;rfte wohl das <a href="http://twitter.com/TeamDeutschland">Team Deutschland</a> den Ton angeben, m&#246;glicherweise schaltet sich auch die <a href="http://twitter.com/cdu_News">Online-Redaktion</a> ein. F&#252;r die Gr&#252;nen wird Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrerin <a href="http://twitter.com/SteffiLemke/">Steffi Lemke direkt aus dem Umfeld des Studios twittern</a>. In einer Mail aus der Unterst&#252;tzerseite linksaktiv.de wies Die Linke ihre Unterst&#252;tzer darauf hin, dass sie via Live-Ticker,  <a href="http://twitter.com/48stunden">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/pages/DIE-LINKE/24312015081">Facebook</a> die Behauptungen von Steinmeier und Merkel pr&#252;fen wollen. Einzig die FDP scheint sich aus der direkten Debatte heraushalten zu wollen, was angesichts der lauten T&#246;ne von Guido Westerwelle in den letzten Tagen etwas verwunderlich wirkt.</p>
<h2>Redaktionelles Rundumpaket</h2>
<p>Aus der weniger parteiischen Berichterstattung lassen sich nur einige Beispiele hervor heben. Co-Autor Malte wird gemeinsam mit Dr. Christoph Bieber und Christian Marx vom ZMI Gie&#223;en ein <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/">Live-Blog f&#252;r das ZDF </a>schreiben. Dort gibt es bereits eine sehr interessante <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/2009/09/alan-schroeder-live-blogs-vera.html">Einf&#252;hrung</a> zu lesen. Ein weiteres Highlight ist das <a href="http://www.wahl.de/kanzlerduell">Live-Transcript von wahl.de</a>, wo in beeindruckender Kleinarbeit jede Aussage der beiden Kandidaten live mitgeschrieben wird und direkt kommentiert werden kann. Spiegel Online wagt ein f&#252;r hiesige Verh&#228;ltnisse beachtenswertes Experiment und l&#228;sst in einer Kooperation mit <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,648018,00.html">Facebook die Nutzer auf der eigenen Seite kommentieren</a>.</p>
<p>Die gro&#223;e Bandbreite von Kommentierungen im Internet k&#246;nnen den schlechten Eindruck aber nicht wett machen, den die Sender selbst verursacht haben. Aus Angst um die eigene Quote wird es weder eine Radio&#252;bertragung noch einen Online-Stream geben. Eine gute Begr&#252;ndung, warum man eine so gro&#223;e Zahl von W&#228;hlerinnen und W&#228;hlern vom TV-Duell ausschlie&#223;en will, kann man auch nicht liefern.</p>
<h2>Was passiert nach der Debatte?</h2>
<p>Diese fehlende Live-&#220;bertragung im Internet k&#246;nnte sich als Hindernis f&#252;r die sogenannte Post-Debate erweisen, also f&#252;r die Nachbereitung des TV-Duells. W&#228;hrend es den Journalisten aus Print und Fernsehen relativ leicht fallen wird, ihre Anmerkungen zur Geltung zu bringen, fehlt den Internetnutzern voerst eine Aufzeichnung. Sobald aber ein Mitschnitt des Duells es bis auf YouTube schafft, werden auch hier m&#246;glicherweise interessante Verarbeitungsformen auftauchen. Alan Schroeder beschreibt als amerikanischer Experte f&#252;r TV-Duelle, was zur Pr&#228;sidentschaftswahl 2008 passierte:</p>
<blockquote><p>In the American debates of 2008, video-sharing websites like YouTube became another very important tool in post-debate reactions, because they allowed people to go back and watch debate highlights.  The original debate was therefore compressed into a few selected clips, which took on a life of their own.</p></blockquote>
<p>John McCains eigenes Team sezierte das Auftreten von Barack Obama und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ec3aC8ZJZTc">bearbeitete den Videomitschnitt</a> auf sehr pointierte Art und Weise. Ob auch die Parteien sich trauen werden, so offensiv mit dem noch fast sakral behandelten Medium Fernsehen umzugehen, muss man offen lassen. Die deutsche Nutzerschaft jedenfalls hat ihre Zuneigung zum &#8220;Remixen&#8221; von politischen Videos im Internet <a href="http://carta.info/14069/siehabendiewahl09-spd-wahlkamp/">schon</a> <a href="http://carta.info/14237/wir-holen-die-kanzlerschaft-do-it-yourself-wahlkampfvideos-ii/">bewiesen</a>.</p>
<p><em>Bild: ZDF</em></p>
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		<title>Vor dem Duell</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 12:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ersten TV-Duelle zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schr&#246;der zogen 2002 bereits jeweils um die 15 Millionen Zuschauer an. Drei Jaher sp&#228;ter war es wieder Gerhard Schr&#246;der, der sich nun mit Angela Merkel messen musste. 21 Millionen Zuschauer bedeuteten damals einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Auch in diesem Wahljahr wird es ein TV-Duell geben; wieder wirdes auf Wunsch von Angela Merkel nur zu einer Auflage kommen. Am kommenden Sonntag, dem 13. September, werden sich Merkel und Frank-Walter Steinmeier 90 Minuten direkt gegen&#252;ber stehen und den Fragen von gleich vier Moderatoren stellen. Ein kleiner Blick auf die Berichterstattung vor dem Duell. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/09/10/vor-dem-duell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ersten TV-Duelle zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schr&#246;der zogen 2002 bereits jeweils um die 15 Millionen Zuschauer an. Drei Jaher sp&#228;ter war es wieder Gerhard Schr&#246;der, der sich nun mit Angela Merkel messen musste. 21 Millionen Zuschauer bedeuteten damals einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Auch in diesem Wahljahr wird es ein TV-Duell geben; wieder wird es auf Wunsch von Angela Merkel nur zu einer Auflage kommen. Am kommenden Sonntag, dem 13. September, werden sich Merkel und Frank-Walter Steinmeier 90 Minuten direkt gegen&#252;ber stehen und den Fragen von gleich vier Moderatoren stellen. Eine kleine Auswahl von interessanten Perspektiven vor dem Duell.</strong></p>
<p><strong><img class="alignnone size-medium wp-image-4426" title="tvduell" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/tvduell-300x110.jpg" alt="tvduell" width="300" height="110" /><br />
</strong></p>
<p>Thorsten Faas <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/07/der-premiere-erster-teil-schroder-gegen-stoiber_1820">analysiert </a>im &#8220;Wahlen nach Zahlen&#8221;-Blog auf Zeit Online, wie die Zuschauer TV-Duelle wahrnehmen. Am Beispiel des Duells Stoiber-Schr&#246;der zeigt er auf, wie <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/08/schroder-gegen-stoiber-teil-ii_1840">fein das Gesp&#252;r der Zuschauer</a> f&#252;r die Aussagen der Politiker wirklich ist.</p>
<blockquote><p>Doch auch die Echtzeitmessungen des zweiten Duells zeigen Chancen und Gefahren solcher Ereignisse – Duelle sind “High Risk Television”. Gerhard Schr&#246;der konnte in der ersten H&#228;lfte der Debatte, die folgende Grafik zeigt es, mit seiner Absage an eine Zusammenarbeit mit der PDS punkten, vor allem aber, wie schon <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/08/%3Ca%20href=">im ersten Duell</a>, mit seiner Ablehnung des Irak-Kriegs. Dass TV-Debatten tats&#228;chlich “Miniatur-Wahlk&#228;mpfe” sind, zeigt sich auch darin, denn dieses Thema dominierte den Wahlkampf 2002 bekanntlich insgesamt.</p></blockquote>
<p>F&#252;r Faas ist ganz klar, dass nur die kleinste Unachtsamkeit eines Kandidaten zu einem spannenden Abend f&#252;hren k&#246;nnte. &#8220;Dem bisherigen Grundtenor, der die Erwartungen im Vorfeld der Debatte pr&#228;gt, n&#228;mlich dass es eher langweilig werden wird, ist daher nur bedingt zuzustimmen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit gen&#252;gt und es ist mehr Spannung da, als es einem der beiden Kontrahenten vielleicht lieb ist.&#8221;</p>
<h2>Hinter den Kulissen von 2002</h2>
<p>Michael Spreng kann als Berater von Edmund Stoiber einen <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=1976">sehr genauen Einblick in die TV-Duelle geben</a>:</p>
<blockquote><p>Mein Interesse war, die Duelle so formalisiert und regelementiert wie m&#246;glich durchzuf&#252;hren, um dem situativ st&#228;rkeren Politiker, Gerhard Schr&#246;der, wenig Freiraum zu geben. Wir hatten uns dazu ausf&#252;hrlich mit den amerikanischen TV-Duellen besch&#228;ftigt und eine Mitarbeiterin von mir hatte in den USA mit den dort Verantwortlichen gesprochen. Das Ziel war, salopp gesagt, Stoiber ein st&#252;tzendes Korsett zu verpassen, Schr&#246;der dagegen eine ihn einengende Zwangsjacke. Dies gelang in den Verhandlungen mit der SPD und den TV-Sendern auch &#8211; mit dem Ergebnis, dass Stoiber im ersten Duell als Sieger wahrgenommen wurde, weil er besser war, als von den Medien erwartet. Das zweite Duell verlor Stoiber, unter anderem auch deshalb, weil Schr&#246;der aus dem ersten Duell gelernt hatte und die Zwangsjacke sprengte.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls im &#8220;Wahlen nach Zahlen&#8221;-Blog <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/09/nur-die-liebe-zahlt%E2%80%A6-hohepunkte-der-tv-debatte-2005_1881">weist Juergen Maier darauf hin</a>, dass die Wahrnehmung der Debatten nicht immer direkt erfolgt. Die Berichterstattung &#252;ber die TV-Duelle beeinflusst ganz klar die &#246;ffentliche Meinung dazu: &#8220;Damit kommt ein vierter Akteur ins Spiel, der neben den beiden Kandidaten und den Fernsehzuschauern &#252;ber die Effekte von TV-Debatten entscheidet: die Massenmedien, die &#252;ber Debatten breit berichten – und zwar h&#246;chst selektiv und stark wertend. Sie sind in der Lage, pers&#246;nliche Beobachtungen zurechtzur&#252;cken; sie sind auch in der Lage, Einsch&#228;tzungen, die vorher nicht existiert haben, zu generieren&#8221;</p>
<h2>Drei Szenarien f&#252;r das Duell</h2>
<p>Andreas Grie&#223; hat in einer interessanten &#220;bersicht drei <a href="http://griess.wordpress.com/2009/09/08/vorschau-aufs-kanzler-tv-duell/">m&#246;gliche Szenarien f&#252;r das TV-Duell ausgemacht</a>:</p>
<blockquote><p><strong>1. Beide reden, sagen aber nichts</strong>. Merkel werde versuchen, sich nicht angreifbar zu machen und die m&#246;glichst neutralen Moderatoren und ein fahriger Steinemeier werden es nicht schaffen, sie &#8220;auf konkrete Aussagen festzunageln&#8221;. <strong>Ergebnis:</strong> Die Zeitungen w&#252;rden titeln „TV-Duell ohne klaren Sieger“, jeder w&#252;rde je nach parteipolitischer Brille den einen oder die andere vorne sehen &#8211; in der Wahlentscheidung spielte das Duell f&#252;r kaum einen eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit gibt Grie&#223; mit &#8220;traurigen 65%&#8221; an.<strong> </strong></p>
<p><strong>2. Steinmeier zwingt Merkel in die Enge oder diese verhaspelt sich</strong>. Wenn Steinmeier es dagegen schaffe, die bisher inhaltlich zur&#252;ckhaltende Kanzlerin zu konkreten Aussagen zu zwingen, k&#246;nnte das ihr Image ver&#228;ndern. <strong>Ergebnis: </strong>&#220;berschriften wie „Steinmeier bringt Merkel in Erkl&#228;rungsnot“ w&#252;rden genauso wie die Frage „Wahlausgang wieder offen?“ die Runde machen. An den Stammtischen k&#246;nnte der Satz „Die konnte ja wirklich keine Antwort geben“ h&#228;ufig fallen. Viele w&#252;rden ihre Wahlentscheidung noch einmal &#252;berdenken. Die SPD und andere Parteien d&#252;rften gewinnen, die CDU k&#246;nnte noch kr&#228;ftig verlieren. Der Wahlkampf w&#252;rde in den letzten zwei Wochen noch eine Wende nehmen, denn auf einmal w&#228;re die CDU gezwungen offensiv mit Inhalten zu werben. F&#252;r Grie&#223; ein unrealistischer Fall, er nennt 20% Wahrscheinlichkeit.</p>
<p><strong>3. Merkel blamiert Steinmeier</strong>.  Steinmeier m&#252;sse angreifen, dabei k&#246;nne er sich auch verrennen. &#8220;Kritisiert oder attackiert er nur, kann er schnell unsympathisch oder verzweifelt wirken. Wenn Merkel dabei ruhig bleibt und die &#220;bersicht beh&#228;lt, kann sie dann den Spie&#223; sogar umdrehen und ihrerseits Steinmeier attackieren.&#8221; <strong>Ergebnis: </strong>Es w&#252;rde hei&#223;en, Steinmeier h&#228;tte sich die Z&#228;hne ausgebissen. Zwei Wochen vor der Wahl w&#252;rde das TV-Duell schon als letztes Aufb&#228;umen der SPD und Steinmeiers verstanden werden. Eine Kanzlerschaft Steinmeiers w&#252;rde kaum noch einer f&#252;r m&#246;glich halten, das Werben um Stimmen w&#252;rde f&#252;r die SPD damit fast unm&#246;glich. F&#252;r den zweiten spektakul&#228;ren Fall nennt Grie&#223; eine Wahrscheinlichkeit von 15%.</p></blockquote>
<h2>Rhetorikanalyse von Merkel und Steinmeier</h2>
<p>Als Erg&#228;nzung zu diesen Varianten kann man die Analyse von Ulrich Sollmann betrachten, der sich mit dem Auftreten, der Rhetorik von Merkel und Steinmeier befasst: &#8220;Die W&#228;hler werden sich w&#228;hrend des TV-Duells selbst ihr Bild davon machen, welcher Verhaltensstil sie eher ansprechen wird. Merkel kann dabei besser punkten, wenn sie bei Konfrontation mehr auf ihre eigene Kraft und Energie vertraut. Steinmeier kann st&#228;rker &#252;berzeugen, wenn er statt zu viel zu &#252;berlegen auch mal einen &#220;berraschungsangriff wagt.&#8221;</p>
<p>Einen <a href="http://wahl.zdf.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,7874844,00.html">umfassenden Einstieg in die Geschichte der TV-Duelle bietet das ZDF</a> &#8211; erg&#228;nzt durch fachkundige Analysen von Dr. Christoph Bieber. Er meint:</p>
<blockquote><p>&#8220;Tendenziell mehr zu verlieren hat die Kanzlerin. Die Debatte ist in den letzten Tagen darauf hinaus gelaufen, dass sie sich dem Wahlkampf mehr oder weniger verweigert&#8221;, meint Christoph Bieber. Die &#246;ffentliche Nachfrage nach dem Duell sei aber inzwischen derart gro&#223;, dass eine Weigerung teilzunehmen &#8220;genau wie in den USA als Kneifen ausgelegt w&#252;rde, das konnte sich auch Frau Merkel nicht erlauben. Das kann man als Bruch, als Wiedereintreten in die Wahlkampfsph&#228;re interpretieren.&#8221; Das TV-Duell wird nach seiner Einsch&#228;tzung noch etwas l&#228;nger das dominante Ereignis im Wahlkampf sein: &#8220;Man erh&#228;lt einen kurzen, knappen Einstieg in das Wahlkampfgeschehen. Diejenigen, die sich umfassend in allen Medien informieren, werden nichts Neues erfahren, es sei denn, es kommt zu einem Patzer.&#8221;</p></blockquote>
<p>Interessanterweise findet sich auf den Interneseiten der beteiligten TV-Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 bisher kein prominent platzierter Hinweis auf das TV-Duell in 3 Tagen. Wenige Tage vorm Duell scheint es den Sendern nicht daran gelegen zu sein, gro&#223; auf dieses aufmerksam zu machen. Wir werden vor dem Duell noch genauer auf die medialen Begleiterscheinungen eingehen.</p>
<p><em>Bild: RTL</em></p>
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		<title>election broadcast 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl 2008]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer vor bereits einer Woche das ZDF anschaltete konnte f&#252;r einen kurzen Augenblick das Gef&#252;hl haben, auf einem amerikanischen Fernsehsender gelandet zu sein.
Denn w&#228;hrend die meisten Zuschauer eine Wahlsendung,&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer vor bereits einer Woche das ZDF anschaltete konnte f&#252;r einen kurzen Augenblick das Gef&#252;hl haben, auf einem amerikanischen Fernsehsender gelandet zu sein.</p>
<p>Denn w&#228;hrend die meisten Zuschauer eine Wahlsendung, wie sie es von Landtags- bzw. Bundestagswahlen im deutschen Fernsehen gewohnt sind, erwarteten, erblickte man ein riesiges Wahlstudio, samt Gro&#223;bildschirm (der auch so manchen US-Sender Konkurrenz machen konnte) und ein Publikum, dass eher an das ZDF-Sportstudio erinnerte als an eine Wahlsendung. Nur die Fussballtrikots der Zuschauerinnen und Zuschauer stellten sich schnell als Obama T-Shirts herraus.</p>
<p>Doch so weit hergeholt, wie es im ersten moment erscheint, ist der Vergleich mit dem Sportstudio gar nicht gewesen.</p>
<p>Spontan hatte das ZDF die Gunst der Stunde genutzt und die US-Wahl zum Event des Jahres auserkohren. Und h&#228;tte man als Zuschauer nicht gewusst, dass in den USA gew&#228;hlt wird, w&#228;re man in den ersten Minuten m&#246;glicherweise von einer Wiederholung des Fussball-WM-Studios ausgegangen. Denn bis auf die Tatsache, dass die Veranstaltung nicht im SonyCenter sondern (wahrscheinlich auf Grund des Wetters) im ehemaligen Berliner Fernmeldeamt stattfand, lie&#223;en sich so einige Paralellen finden.</p>
<p>So nutzten die ZDF Moderatoren etwa den aus ZDF-Fussball&#252;bertragungen bekannten Touchscreen um spontan auf aktuelle Reaktionen, Videoclips oder Wahlergebnisse in den verschiedenen Bundesstaaten reagieren zu k&#246;nnen. Daneben wurden eine ganze Reihe von Experten aufgeboten, die das ganze Geschehen von ihrer Seite aus analysierten.<br />
Und selbst der &#8220;Wahlstandanzeiger&#8221; am Bildschirmrand, der darstellte wie viele Wahlm&#228;nner die beiden Kandidaten derzeit auf sich vereinigten, errinnerte in gwisser Weise an Sport&#252;bertragungen.<br />
Selbst das Publikum lie&#223; letztlich keinen Zweifel daran aufkommen, das es sich nicht um eine gew&#246;hnliche Wahlsendung handelte. So wurde jedes f&#252;r Obama positive Ergebnis fast ebenso frenetisch gefeiert, wie ein Auftritt von Robbie Williams oder Madonna in der Sendung &#8220;Wetten Das&#8230;?&#8221;.<br />
Die Einzigen die jetzt noch gefehlt h&#228;tten w&#228;ren Johannes B. Kerner und Thomas Gottschalk als &#8220;Gastgeber&#8221; der Sendung gewesen&#8230;</p>
<p>Doch das genau dieses &#8220;Sportstudio-Format&#8221; beim Zuschauer scheinbar ankommt, zeigen die Zuschauerquoten. So konnte das ZDF die Mitkonkurrenten RTL, ARD und SAT1 deutlich abh&#228;ngen.<br />
Das ZDF kam mit seiner Sendung ab 23.55 Uhr auf einen Schnitt von 780.000 Zuschauer und damit einen Marktanteil von 15 Prozent. RTL wiederum sendete ab 00.30 Uhr und konnte mit 580.000 Zuschauern einen Marktanteil von 13,3 Prozent erreichen. Die ARD schaffte es, laut <a href="http://www.digitalfernsehen.de/news/news_643153.html" target="_self">digitalfernsehen.de</a>, jedoch nur auf 11,2 Prozent. Insgesamt h&#228;tten bis 3 Uhr rund 2,7 Millionen B&#252;rger mindestens eine der Sendungen zur US-Wahl verfolgt.</p>
<p>Das Erste landete im Quotenwettrennen in der Wahlnacht also gar nur auf den Dritten Platz, hinter ZDF und RTL. Schuldig gemacht wird daf&#252;r die Wahl des &#8220;alten&#8221; Wahlstudioformats. W&#228;hrend das ZDF n&#228;mlich aus Berlin sendete (was der Zuschauer nur durch sehr genaues Beobachten feststellen konnte) sendete die ARD aus einem kleinen Studio in Washington.<br />
Dem SPIGEL zufolge h&#228;tten sich die ARD-Verantworlichen diesen Fehler jedoch bereits eingestanden. So sei die Emotionalit&#228;t der Wahlnacht in ihrem Format nicht vermittelt worden. Desweiteren habe man sich schon die Frage gestellt, ob es sich k&#252;nftig noch lohne, vor Ort zu sein, wenn der Zuschau dies nicht bemerke.</p>
<p>Zusammenfassend wird deutlich, dass die Wahlberichterstattung &#252;ber die US-Wahl in diesem Jahr ein neues Ausma&#223; angenommen hat.<br />
In gewisser Weise k&#246;nnte sie gar als Generalprobe f&#252;r die Bundestagswahl im kommenden Jahr gesehen werden. Auch wenn klar ist, dass eine solche Euphorie f&#252;r Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier nicht zu erwarten sein wird, werden sicher einige Elemente &#252;bernommen werden.</p>
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		<title>Wer nicht fragt bleibt dumm</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 10:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[SWR]]></category>
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		<category><![CDATA[Tim fragt Tom]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der Recherche nach Informationen zur Stammzelldebatte bin ich auf einen wirklich interessantes Internetangebot gesto&#223;en. Den SWR3 Podcast: Tim                    fragt Tom.

&#8220;T&#228;glich berichtet Tom Buhrow in den ARD-Tagesthemen, was in&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Recherche nach Informationen zur Stammzelldebatte bin ich auf einen wirklich interessantes Internetangebot gesto&#223;en. Den SWR3 Podcast: <span class="title_big">Tim                    fragt Tom</span>.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="alignnone size-full wp-image-131 aligncenter" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/06/timtom_150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<blockquote><p>&#8220;T&#228;glich berichtet Tom Buhrow in den ARD-Tagesthemen, was in der Welt passiert ist und erl&#228;utert wichtige Zusammenh&#228;nge. Doch manchmal ist die Welt einfach zu kompliziert – nicht nur f&#252;r Kinder. F&#252;r die SWR3-Serie „Tim fragt Tom“ erkl&#228;rt deshalb Tom Buhrow dem kleinen Tim schwierige Begriffe aus dem Nachrichtenbereich.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein wirklich sehr interessantes und auch f&#252;r Erwachsene informatives Angebot.<br />
Beispielsweise:<a href="http://www.swr3.de/mpg/themen/tim-fragt-tom/205474.6444m.mp3"><br />
Tim fragt Tom: Was ist eine Bananenrepublik?</a><a href="http://www.swr3.de/mpg/themen/tim-fragt-tom/184379.6444s.mp3"><br />
Tim fragt Tom: Warum gibt es in den USA Vorwahlen?<br />
Tim fragt Tom: Was ist eine Rezession?</a></p>
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