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	<title>Homo Politicus &#187; Bildung</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>In Gie&#223;en sind &#8220;wir&#8221; noch 1.0</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 09:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni Gießen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor nicht mal zwei Wochen hatte der Gie&#223;ener Politikwissenschaftler Christoph Bieber noch hier im Blog auf die Vernetzung und &#214;ffentlichkeitsarbeit der Hochschulproteste aus &#214;sterreich hingewiesen. Seit anderthalb Tagen ist nun auch seine (und meine) Universit&#228;t in Gie&#223;en besetzt. Nun, die ganze Universit&#228;t findet sich noch nicht unter der Herrschafft von Sands&#228;cken und Transparenten wieder, doch immerhin unser Stammhaus der Geisteswissenschaften kann nur noch durch ein Fenster betreten werden. Die ersten Ans&#228;tze zur digitalen Kommunikation sahen doch recht viel versprechend aus. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/11/17/in-giessen-sind-wir-noch-1-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor nicht mal zwei Wochen hatte der Gie&#223;ener Politikwissenschaftler Christoph Bieber noch hier im Blog auf die <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/11/05/wir-2-0/">Vernetzung und &#214;ffentlichkeitsarbeit der Hochschulproteste aus &#214;sterreich hingewiesen</a>. Seit anderthalb Tagen ist nun auch seine (und meine) Universit&#228;t in Gie&#223;en besetzt. Nun, die ganze Universit&#228;t findet sich noch nicht unter der Herrschafft von Sands&#228;cken und Transparenten wieder, doch immerhin unser Stammhaus der Geisteswissenschaften kann nur noch durch ein Fenster betreten werden.</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/twitter-beage.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4921" title="twitter beage" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/twitter-beage-300x147.jpg" alt="twitter beage" width="300" height="147" /></a></p>
<p>Die ersten Ans&#228;tze zur digitalen Kommunikation sahen doch recht viel versprechend aus. Ein eiligst auf Basis des Blogsystems WordPress hochgezogener <a href="http://protest-giessen.de/">Internet-Auftritt</a> versprach schnelle Aktualisierungen und sogar ein Twitter-Profil <a href="http://twitter.com/giessenstreikt">@giessenstreikt</a> wurde angelegt. Doch im Gegensatz zu den Kommilitonen aus Marbug (<a href="http://twitter.com/marburgstreikt">@marburgstreikt</a>) betreibt man die twitterei unter den Gie&#223;ener Studenten nur &#228;u&#223;erst halbherzig, verpasst den Sinn und die Chance des Mediums dabei v&#246;llig. Nur grobe zweimal am Tag wird der Account aktualisiert und die dann zu findenden Informationen sind nur ein blasser Abglanz dessen, was man mit Twitter in solch kurzer Zeit bewegen kann. Mein Blog-Kollege Malte weist beispielsweise noch darauf hin, dass im offiziellen Account kein einziges Twitpic zu finden sei. Die inhaltsvollsten Auseinandersetzungen mit den Gie&#223;ener Protesten kamen dann auch von anderen, studentischen Twitter-Profilen (<a href="http://twitter.com/beage83">@BeAge83</a> &amp; <a href="http://twitter.com/amartholion">@Amartholion</a>).</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/stream.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4928" title="stream" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/stream-300x164.jpg" alt="stream" width="300" height="164" /></a></p>
<p>Der n&#228;chste erfreuliche Schritt aus Gie&#223;en war die Ank&#252;ndigung, man wolle die studentische <a href="http://www.ustream.tv/McJacklburgh">Vollversammlung live mit Bild und Ton ins Netz streamen</a>. Das klappte auch erstaunlich gut, von der ersten Vollversammlung vor ein paar Tagen gibt es sogar eine Aufzeichung beim Streaming-Dienst. Auch wenn man das bei allen weiteren Versuchen vergas &#8211; die Videos waren wohl die direkteste Verbindung ins Streikzentrum. Erneut schw&#228;chelt man aber, wenn es um die Begleitung der Videos ging. F&#252;r alle, die nicht gestern von 16 bis 18 Uhr live vor dem Computer sitzen konnten, bleibt nicht die geringste Information &#252;brig. Keine Twitter-Nachrichten, keine Zusammenfassung oder Aufzeichnung der &#220;bertragung.</p>
<p>Nicht mal auf der Internetseite findet sich etwas Neues. Die letzte Meldung stammt noch von der morgendlichen Besetzung. In der <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/53be1bc0612dd1d1">eigenen studiVZ-Gruppe</a> erkl&#228;rt einer der Organisatoren auch, warum das so ist: Man hat schlicht die Zug&#228;nge zur Internetseite vergessen.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4923" title="bildungsstreik" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-300x172.jpg" alt="bildungsstreik" width="300" height="172" /></a></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/studivz.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4922" title="studivz" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/11/studivz-300x113.jpg" alt="studivz" width="300" height="113" /></a></p>
<h2>So wenig 2.0 protestiert man in Gie&#223;en.</h2>
<p><em>Bild: twitpic <a href="http://twitpic.com/ps9wq">Amartholion</a></em></p>
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		<title>Bildung gegen Extremismus</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 17:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. September ist &#8220;Der Baader Meinhof Komplex&#8221; von Bernd Eichinger in deutschen Kinos angelaufen. Ein guter Zeitpunkt, mehr als 30 Jahre nach dem deutschen Herbst. Aber wieviel k&#246;nnen Jugendliche&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. September ist &#8220;Der Baader Meinhof Komplex&#8221; von Bernd Eichinger in deutschen Kinos angelaufen. Ein guter Zeitpunkt, mehr als 30 Jahre nach dem deutschen Herbst. Aber wieviel k&#246;nnen Jugendliche eigentlich noch mit den Begriffen RAF und Stammheim, wieviel mit den Namen Schleyer und Buback anfangen? Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Schulbildung, so lange ist sie auch immerhin noch nicht her. Ich wei&#223; also noch sehr genau, dass wir nie ernsthaft &#252;ber diese f&#252;r Deutschland so pr&#228;gende Zeit gesprochen haben. Im Geschichtsunterricht haben wir es etwa bis zum Korea-Krieg geschafft und nichtmal eingehender &#252;ber DDR und SED-Diktatur gesprochen. Man beachte, dass ich hier von einem Gynmasium und Geschichte-Leistungskurs rede. Und dann wundern sich doch tats&#228;chlich die Deutschen &#252;ber alarmierende DDR-Kenntnisse unter <a href="http://web.fu-berlin.de/fsed/ap_2007.html">Berliner Sch&#252;lern</a>:</p>
<blockquote><p>So fragten die Wissenschaftler auch nach der Todesstrafe. Die Sch&#252;ler sollten zuordnen, in welchem der beiden Teilstaaten Menschen von Staats wegen get&#246;tet wurden. Die Mehrheit der Befragten wusste nicht, dass die DDR unter anderem Mord, NS-Kriegsverbrechen, Hochverrat und Spionage als todesw&#252;rdig betrachtete. Nur 17 Prozent im Ost- und 26 Prozent im Westteil der Stadt gaben mit &#8220;DDR&#8221; die richtige Antwort an. Der Befragung zufolge wollten einige Ost-Berliner Sch&#252;ler selbst nach der Erl&#228;uterung der Wissenschaftler nicht glauben, dass es in der DDR die Todesstrafe gab.</p>
<p>Diffus ist auch das Wissen &#252;ber die Politiker beider Staaten. Viele Staatsm&#228;nner werden von den Sch&#252;lern falsch zugeordnet: Lediglich ein Viertel der Befragten kennt Ludwig Erhard als bundesdeutschen Politiker. Fast jeder dritte Sch&#252;ler h&#228;lt Konrad Adenauer, den ersten deutschen Bundeskanzler, f&#252;r einen Politiker der DDR. [<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,516459,00.html">SpON</a>]</p></blockquote>
<p>Die FDP hat jetzt einen <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/103/1610312.pdf">Antrag</a> im Bundestag gestellt, der die Notwendigkeit von Bildung gegen Extremismus betont:</p>
<blockquote><p>Die vertiefte Behandlung der Themen &#8220;NS-Terrorherrschaft&#8221; und &#8220;SED-Diktatur&#8221; im Rahmen der politischen Bildung in und au&#223;erhalb der Schule ist zur effektiven Bek&#228;mpfung des rechts- und linksextremen Gedankengutes unerl&#228;sslich.</p>
<p>Diejenigen Menschen, die Perspektiven auf eine Erh&#246;hung ihres Lebensstandards nicht erkennen und f&#252;r diesen Umstand die Demokratie verantwortlich machen, m&#252;ssen verstehen, dass totalit&#228;re Systeme keine Alternative darstellen. Alleinige Geschichtsvermittlung reicht daher nicht aus. Daneben m&#252;ssen auch F&#228;cher wie Politik oder Sozialkunde Jugendlichen die Elemente des demokratischen Systems und ihre einmalige Bedeutung f&#252;r Grundfreiheiten, die freie Selbstbestimmung und Willensbildung sowie -bet&#228;tigung vermitteln.</p>
<p>In letzter Zeit wurde vermehrt dar&#252;ber berichtet ,dass gerade  Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nur &#252;ber rudiment&#228;re Kenntnisse in diesen Themenbereichen verf&#252;gten. Gleichzeitig sind sie aber diejenigen, auf die rechts- und linksextreme Propaganda aufgrund des Alters die st&#228;rkste Wirkung hat. Aufkl&#228;rende Bildung ist daher dringend notwendig. Lehrpl&#228;ne, -materialien und -methoden m&#252;ssen auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert und entsprechend angepasst werden. Die zusammenarbeit mit Fachleuten, insbesondere mit den Mitarbeitern von Gedenkst&#228;tten und Historikern, ist dabei unerl&#228;sslich.</p></blockquote>
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		<title>Lernen, wie es sein sollte</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2008/08/23/lernen-wie-es-sein-sollte/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 15:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politicus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[In Sidney m&#252;sste man zur Schule gehen. Und vom anderen Geschlecht sein. Dann k&#228;me man in die ganz <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,573445,00.html">wunderbare Verg&#252;nstigung</a>, endlich so lernen zu d&#252;rfen, wie man m&#246;chte:
An&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Sidney m&#252;sste man zur Schule gehen. Und vom anderen Geschlecht sein. Dann k&#228;me man in die ganz <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,573445,00.html">wunderbare Verg&#252;nstigung</a>, endlich so lernen zu d&#252;rfen, wie man m&#246;chte:</p>
<blockquote><p>An einer M&#228;dchenschule in Sydney  <a href="http://www.stuff.co.nz/4663141a28.html" target="_blank">geht der Traum eines jeden Sch&#252;lers in Erf&#252;llung</a>: W&#228;hrend einer Klausur ist es den Neuntkl&#228;sslern eines Englischkurses ab sofort ausdr&#252;cklich erlaubt, digitale Hilfsmittel wie ein Handy oder einen Computer mit Internetzugang zu nutzen. Das Pilotprojekt soll bei Erfolg zum Jahresende auf alle F&#228;cher ausgedehnt werden. Die einzige Regel beim legalen Spicken: Alle Quellen, die die Sch&#252;ler w&#228;hrend der 40-min&#252;tigen Klausur aufrufen, m&#252;ssen angegeben werden.</p></blockquote>
<p>Einzig die Begr&#252;ndung finde ich etwas schwach:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir m&#252;ssen unsere traditionelle Einstellung zum Schummeln &#252;berdenken&#8221;, meint Deirdre Coleman, die an der Schule als eine Art Mittelstufenleiter fungiert. Die Sch&#252;ler h&#228;tten in der Klausur bestimmte Informationen im Kopf parat, bestimmte Details w&#252;rden jedoch immer vergessen &#8211; und wenn die Sch&#252;ler Zugriff auf weitergehende Informationen h&#228;tten, k&#246;nnten sie das Thema besser verstehen. &#8220;Im Arbeitsalltag werden sie auch nicht enorme Informationsmengen in ihrem Kopf herumtragen m&#252;ssen&#8221;, argumentiert die Lehrerin.</p></blockquote>
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