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	<title>Homo Politicus &#187; CDU</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Jul 2010 14:37:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Interview II: CDU-NRW</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 15:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Welche Rolle spielen die klassichen Parteiwebsites in den derzeit laufenden Onlinekampagnen der Parteien in Nordrhein-Westfalen? Auf welche Kommunikationsplattformen setzen die Parteien im Wahlkampf und warum? Diese und noch mehr Fragen werden wir in den kommenden zwei Wochen den Personen hinter den Onlinekampagnen stellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Welche Rolle spielen die klassichen Parteiwebsites in den derzeit laufenden Onlinekampagnen der Parteien in Nordrhein-Westfalen? Auf welche Kommunikationsplattformen setzen die Parteien im Wahlkampf und warum? Diese und noch mehr Fragen werden wir in den kommenden zwei Wochen den Personen hinter den Onlinekampagnen stellen.</strong></p>
<p>Heute sind wir zu Gast bei Andreas Jungherr, der zur Zeit die Onlinekampagne &#8220;<a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/">NRW f&#252;r R&#252;ttgers</a>&#8221; der CDU-NRW ber&#228;t.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="330" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-k80X27k9gM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="330" src="http://www.youtube.com/v/-k80X27k9gM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Internetseiten zur Landtagswahl: Runde 2</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 18:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei Wochen vor der Landtagswahl ist nun jede der Parteien voll im Wahlkampf angekommen und wir k&#246;nnen einen zweiten Blick auf die Internetseiten von Landesverb&#228;nden und Spitzenkandidaten werfen. Im Februar hatten wir erstaunlich moderne Internetseiten bei SPD und CDU angetroffen, aber noch eher schwache Auftritte der Spitzenkandidaten. Was hat sich bis heute getan?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Wochen vor der Landtagswahl ist nun jede der Parteien voll im Wahlkampf angekommen und wir k&#246;nnen einen zweiten Blick auf die Internetseiten von Landesverb&#228;nden und Spitzenkandidaten werfen. Im Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/">hatten wir erstaunlich moderne Internetseiten bei SPD und CDU angetroffen</a>, aber noch eher schwache Auftritte der Spitzenkandidaten. Was hat sich bis heute getan?</strong></p>
<h2>Wenig Bewegung bei den Internetauftritten<strong><br />
</strong></h2>
<p>Auf den gro&#223;en Portalseiten der <a href="http://www.cdu-nrw.de/">CDU Nordrhein-Westfalen</a> und der <a href="http://www.nrwspd.de/html/-1/welcome/index.html">NRWSPD</a> hat sich nicht viel ver&#228;ndert. Lediglich in den gro&#223;en Bilderb&#252;hnen finden sich nun immer mehr Hinweise auf die Landtagswahl. Bei der CDU scheint man J&#252;rgen R&#252;ttgers nun als sympathischen Familienmenschen positionieren zu wollen und l&#228;sst ihn daher h&#228;ufiger gemeinsam mit seiner Frau auftreten. Die SPD setzt offensichtlich einige Hoffnung in das TV-Duell am morgigen Montag und fordert ihre Unterst&#252;tzer auf, das TV-Duell gemeinsam auf TV-Parties im ganzen Land anzusehen. Dass sich nicht viel ge&#228;ndert hat auf den Seiten ist aber dank der guten Ausgangslage im Februar nicht wirklich tragisch. Zwar k&#246;nnte man bei der CDU den Weg zu Grundinfos wie den Kandidatenlisten oder dem Programm noch etwas leichter machen, aber der gute Eindruck bleibt bestehen.</p>
<p>Wenig getan hat sich auch auf manchen anderen Seiten. <a href="http://www.juergen-ruettgers.de/">J&#252;rgen R&#252;ttgers</a> feiert immer noch seine Dialogbereitschaft und hat den Seitentitel &#8220;Meine Seite ist Ihre Seite&#8221; immerhin um seinen Namen erg&#228;nzt. Die Auftritte der <a href="http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article_bb.php/_c-522/i.html">FDP</a> und ihrem Spitzenkandidaten <a href="http://www.andreas-pinkwart.de/">Andreas Pinkwart</a> &#228;hneln sich immer noch sehr, auch wenn auf den liberalen Seiten nun Querverweise zur Themenseite Landtagswahl NRW und ein Countdown zum Wahltag eingebaut sind. Auch bei der <a href="http://die-linke-nrw.de/">LINKEN</a> lockt weiterhin der Baukasten-Charme, ebenfalls um zahlreiche Links in der Seitenspalte erg&#228;nzt. Einen Internetauftritt ihrer Spitzenfrau B&#228;rbel Beuermann sucht man immer noch vergebens. Aber es kann ja auch nicht jede Politikerin so engagiert online sein wie <a href="http://www.sylvia-loehrmann.de/">Sylvia L&#246;hrmann</a>.</p>
<h2>Gr&#252;ne wollen den Wechsel in NRW</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/gruenenrw1.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5668" title="gruenenrw" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/gruenenrw1-106x300.jpg" alt="" width="106" height="300" /></a>Zwei Internetseiten jedoch wurden seit unserem letzten Artikel zum Thema im Februar general&#252;berholt. Wie schon damals angedeutet haben die <a href="http://www.gruene-nrw.de/">Gr&#252;nen in NRW</a> ihren Auftritt einem Relaunch unterzogen und pr&#228;sentieren sich als die junge, gestaltungshungrige Oppositionspartei. Zentrales Element der Seite ist ein gigantischer Countdown &#8220;bis zum Wechsel in NRW&#8221;. Darunter pr&#228;sentiert sich die Seite handwerklich solide gemacht und erm&#246;glicht jederzeit den schnellen Einstige in Themen, Wahlinfos oder Wahlkampfaktionen. Auch die Gr&#252;nen greifen das TV-Duell auf und wollen live zur Austrahlung ein Transkript anfertigen &#8211; garniert mit gr&#252;nen Kommentaren.</p>
<h2>Hannelore Kraft erz&#228;hlt ihre Geschichte</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5666" title="hannelorekraft" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft-230x300.jpg" alt="" width="230" height="300" /></a>Ebenfalls neu gestaltet wurde der Auftritt der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft. Im Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/">hatten wir &#252;ber die alte Seite geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p>Gegen die so innovative Optik der nrwspd.de wirkt es schon wie ein  R&#252;ckfall in ein anderes Jahrzehnt, was den Besucher von  hannelore-kraft.de erwartet. Auch wenn der Besucher pers&#246;nlich von der  SPD-Vorsitzenden angesprochen wird, wird er sich hier kaum gut  aufgehoben f&#252;hlen. Die Seite wird dominiert von Pressemitteilungen und  lieblos aufbereiteten Steckbriefen. Wenn man es nicht w&#252;sste, k&#228;me man  nicht einmal auf die Idee, dass Hannelore Kraft gerne  Ministerpr&#228;sidentin von Nordrhein-Westfalen werden m&#246;chte.</p></blockquote>
<p>Ganz im Stil der Seite der NRWSPD zeigt sich jetzt auch hannelore-kraft.de modern und freundlich gestaltet. Warum man Frau Kraft gleich zweimal auf der Startseite mit dem gleichen Foto ins Layout eingebunden hat, wird zwar das Geheimnis der Grafiker bleiben, aber das kann wenig am positiven Gesamteindruck &#228;ndern. Die praktische Bildb&#252;hne dominiert die Startseite und wird durch Meldungen, Termine und ein paar Bildverweise erg&#228;nzt.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft_kennenlernen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5667" title="hannelorekraft_kennenlernen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft_kennenlernen-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a>Das wirkliche Highlight der Seite aber ist fast schon etwas schwer zu erkennen. Neben der Titelgrafik findet sich ein nicht einfach als Button zu erkennendes Bild von Hannelore Kraft in jungen Jahren, das &#252;berschrieben ist mit &#8220;Mein Name ist Hannelore Kraft. Mein Leben ist eine Geschichte aus NRW&#8221; und zum &#8220;Kennenlernen&#8230;&#8221; auffordert. Dahinter verbirgt sich eine <a href="http://www.hannelore-kraft.de/img24/themenwelten/nrwspd.swf?direkt=1&amp;bgcolor=#ffffff&amp;">wahnsinnig aufw&#228;ndig und liebevoll gemachte Diashow</a>, in der Hannelore Kraft ihre Lebensgeschichte erz&#228;hlt. Mit detailverliebten Folien voller charmanter Fotos inklusive modischem Flashback stellt sich die Spitzenkandidatin dem interessierten Besucher vor. Besonders &#252;berzeugend ist, dass ihre Lebensgeschichte offensichtlich sehr gut zu ihrem politischen Programm zu passen scheint.</p>
<p>Mit dieser Diashow k&#246;nnte ein wenig dynamisch oder interaktives Element tats&#228;chlich die Innovation des Online-Wahlkampfes 2010 sein. Dem Nutzer eine Geschichte erz&#228;hlen, ihn so f&#252;r die Anliegen und Person eines Kandidaten zu begeistern ist eine viel zu gute Idee, als dass sie eher versteckt auf der Seite platziert sein sollte. Ob bei einer zuk&#252;nftigen Adaption durch andere Politiker und Politikerinnen dann ausgerechnet das wenig offene Flash als Basis daf&#252;r herhalten muss (man denke nur an die ausgeschlossenen iPad-Nutzer ;-) ), wird sich wohl noch zeigen.</p>
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		<title>Unterst&#252;tzerkampagnen und Parteien: Das Kraftvoll in NRW</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 15:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu landesweiter Aufmerksamkeit kommen Direktkandidaten nur selten in Wahlk&#228;mpfen wie derzeit in Nordrhein-Westfalen. Sie treten als &#246;rtliche Gesichter ihrer Partei auf und arbeiten scheinbar nur in zweiter Linie f&#252;r sich selbst. Im 'Webrestaurant Kraftvoll' wird nun das Scheinwerferlicht auf die K&#228;mpfer aus der zweiten Reihe gerichtet. In jeder Episode stellt der virtuelle Restaurantchef Stephan Braun einen oder mehrere Direktkandidaten aus der NRW-SPD vor. Das Engagement daf&#252;r stammt aber nicht aus der Parteizentrale der SPD, sondern wird von Braun mit einigen Freiwilligen selbst gestellt. Ein &#220;berblick &#252;ber Unterst&#252;tzerkampagnen in Deutschland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nur selten bekommen Direktkandidaten in Wahlk&#228;mpfen &#246;ffentliche Aufmerksamkeit, die &#252;ber den eigenen Wahlkreis hinaus geht. Sie treten als &#246;rtliche Gesichter ihrer Partei auf und arbeiten scheinbar nur in zweiter Linie f&#252;r sich selbst. Im &#8216;Webrestaurant Kraftvoll&#8217; wird nun das Scheinwerferlicht auf die K&#228;mpfer aus der zweiten Reihe gerichtet. In jeder Episode stellt der virtuelle Restaurantchef Stephan Braun einen oder mehrere Direktkandidaten aus der NRW-SPD vor. Die Arbeit hinter den Kulissen macht sich aber nicht die SPD, sondern Stephan Braun mit einigen Freiwilligen selbst. Ein &#220;berblick &#252;ber Unterst&#252;tzerkampagnen in Deutschland.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h2>schroeder98.de<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/schroeder98.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5620" title="schroeder98" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/schroeder98-300x170.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a>Unterst&#252;tzerkampagnen im Internet sind nicht erst seit Barack Obama zu finden, wie man als junger Mensch heute schon fast vermuten k&#246;nnte. Schon im Bundestagswahlkampf 1998 fanden sich drei Sympathisanten von Gerhard Schr&#246;der zusammen und bauten mit schroeder98.de eine &#8220;nicht-autorisierte Schr&#246;der-Homepage&#8221;.  Die <a href="http://www.koelner.de/">K&#246;lner Illustrierte</a> berichtete im August &#8217;98:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Der Wunsch, etwas &#252;ber die Person Gerhard Schr&#246;der zu erfahren, w&#228;chst mit jedem Tag, den die Wahl im September n&#228;herr&#252;ckt&#8221;, erkl&#228;rt Oliver Zeisberger. Aus diesem Grund hat der Diplomkaufmann und selbst&#228;ndige Multimedia-Berater zusammen mit den Studenten Tim Bonnemann und Florian Koller die Initiative schroeder98.de gegr&#252;ndet. Das Ergebnis der Arbeit der drei K&#246;lner kann im Internet unter www.schroeder98.de abgerufen werden. &#8220;Das Bild, das wir von Schr&#246;der aus den Kategorien Person, Crew, Politik und Unterst&#252;tzer zusammensetzen&#8221;, so Zeisberger, &#8220;ist jetzt schon vielf&#228;ltiger als alles, was im Internet derzeit gesammelt verf&#252;gbar ist.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>F&#252;r die politische Wissenschaft war die Trennung von offiziellen Parteistrukturen schon damals von Interesse. Dr. Christoph Bieber schreibt dazu in seinem 1999 erschienen Buch  “Politische Projekte im Internet”:</p>
<blockquote><p><em>“Eine kommerzielle ‘digitale Agentur’ aus K&#246;ln  sicherte sich die Namensrechte und entwickelte das Angebot ohne direkten  Kontakt zur SPD-Wahlkampfzentrale. Dieses Modell folgt dem Muster der  amerikanischen ‘Political Action Comittees’, die als externe  Unterst&#252;tzergruppen in nahezu allen personenbezogenen Wahlkampagnen  fungieren. Da&#223; [sic!] dies in Deutschland erstmals in prominenter Stelle  via Internet geschieht, liegt in den vergleichsweise geringen Kosten  f&#252;r die Entwicklung und Unterhaltung einer solchen Web-Site und dem  damit verbundenen Werbeeffekt. Aus einer analytischen Perspektive ist  hier aber vor allem das Aufbrechen der klassischen Akteursverteilung  innerhalb einer Wahlkampagne von Bedeutung” (Bieber 1999: 143).</em></p></blockquote>
<p>F&#252;r die Parteien waren die Unterst&#252;tzerkampagnen also ein zweischneidiges Schwert. W&#228;hrend sie sicherlich begeistert waren, dass Begeisterung f&#252;r ihre Kandidaten in eigenes Engagement umschlug, verloren sie doch die Kontrolle &#252;ber einzelne Elemente ihres Wahlkampfes. Springen wir einige Jahre vorw&#228;rts und werfen einen Blick auf das Webcamp09, das sich f&#252;r die Wiederwahl des hessischen Ministerpr&#228;sidenten Roland Koch (CDU) stark machte.</p>
<h2>Webcamp09</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/webcamp09.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5621" title="webcamp09" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/webcamp09-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Als nach der gescheiterten Regierungsbildung von Andrea Ypsilanti im Herbst 2008 klar wurde, dass es sehr bald zu Neuwahlen kommen w&#252;rde, kam auch im Umfeld der hessischen CDU die Idee einer Unterst&#252;tzerkampagne auf. Im Gegensatz zu bisherigen Prototypen von Unterst&#252;tzerkampagnen aber kam der Impuls nicht unmittelbar von Au&#223;erhalb, sondern ging von Mitgliedern der Jungen Union aus. Innerhalb weniger Wochen wurde das <a href="http://www.webcamp09.de/">Webcamp09</a> auf die Beine gestellt &#8211; mit tatkr&#228;ftiger Unterst&#252;tzung der Landes-CDU. In unserem <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/reports/die-cdu-hessen-setzt-beim-direkten-dialog-auf-das-internet/">Bericht der Kampagnenpraxis zum Webcamp</a> zeigten wir, wie nahe das Webcamp auch im Kampagnenalltag an die CDU angebunden war:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Das Webcamp steigerte seine Bekanntheit durch gezielte und  medienwirksame Provokationen wie einem <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.youtube.com');" href="http://www.youtube.com/watch?v=9kQX30gFL9U">Webvideo</a>.  Vor allem aber war die Internetkampagne Teil der Gesamtstrategie und  erhielt darin einen klar definierten Platz. Die CDU bewarb das Webcamp  auf allen eigenen Kan&#228;len und baute es in ihre Kommunikation ein.  Andererseits berichtete die Webcamp-Website &#252;ber die Aktivit&#228;ten der  CDU, insbesondere diejenigen im Internet, und machte sie zu einem Teil  des Austauschs und der Auseinandersetzung auf der Plattform.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das erfolgreiche Konzept des Webcamps findet sich auch im Landtagswahlkampf 2010 in Nordrhein-Westfalen wieder. Ein Blick auf <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/">NRW f&#252;r R&#252;ttgers</a> zeigt die &#196;hnlichkeiten auf. Wieder bloggen, twittern und schreiben Mitglieder der Jungen Union &#252;ber  den Wahlkampf und statt Roland Koch nun &#252;ber J&#252;rgen R&#252;ttgers.</p>
<h2>Kraftvoll &#8211; Das Webrestaurant</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/kraftvoll.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5624" title="kraftvoll" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/kraftvoll-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a>Mit dem <a href="http://www.kraftvoll-online.de/">Kraftvoll</a> zeigt sich in NRW nun eine dritte Ausbaustufe der Unterst&#252;tzerkampagnen. Nach der v&#246;llig eigenst&#228;ndig agierenden Kampagnenseite schroeder98.de und dem stark an die Partei gebundenen webcamp09 bildet das Kraftvoll wieder eine gr&#246;&#223;ere Eigenst&#228;ndigkeit &#8211; wird aber von der NRW-SPD mit Freude aufgegriffen. Die Videos von Stephan Braun und seinem Team finden sich im offiziellen Youtube-Kanal der SPD Nordrhein-Westfalen und werden im <a href="http://blog.nrwspd.de/category/unterstutzer/">parteieigenen Blog</a> und &#252;ber <a href="http://twitter.com/nrwspd/status/11096279610">Twitter</a> prominent weiterempfohlen. In regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden werden im Kraftvoll in meist sechs bis sieben Minuten  langen Videos die SPD-Direktkandidaten vorgestellt. Man hat sich f&#252;r die Interviews das fiktive Setting eines  Restaurants ausgedacht, in dem die Kandidaten von einem Kellner  interviewt werden.</p>
<p>Stephan Braun, der den Kellner spielt und dessen Agentur die Videos produziert, hat schon im Kommunalwahlkampf mit diesem Konzept eine Unterst&#252;tzerkampagne f&#252;r den Wuppertaler Oberb&#252;rgermeisterkandidaten von der SPD umgesetzt. &#8220;<a href="http://wirsindbell.de/">Wir sind Bell</a>&#8221; hie&#223; die Kampagne 2009 und suchte mit kreativen Ideen nach Unterst&#252;tzern f&#252;r Dietmar Bell. Im Vorfeld der Landtagswahl 2010 wurde Braun nun von der NRWSPD gefragt, ob er sich eine &#228;nhliche Arbeit auch f&#252;r die Landtagswahl vorstellen k&#246;nne. Drei konkrete Ideen wurden verfolgt: vom Supermarktverk&#228;ufer, &#252;ber einen  rasenden Reporter bis hin zum letztlich ausgew&#228;hlten Restaurantbesitzer.  Die Ideen seien zwar gemeinsam mit der SPD er&#246;rtert worden, doch seit  dem genie&#223;e er v&#246;llige Freiheit, was seine Unterst&#252;tzerkampagene angeht.</p>
<blockquote><p><em>„Das ist schon enorm, nur wenige Parteien machen so etwas und sind so  mutig, auf einen Teil ihres Einflusses zu verzichten.“</em></p></blockquote>
<p>Die SPD wolle zwar nat&#252;rlich wissen, was &#8220;mit ihren Namen passiert&#8221;, aber das ist f&#252;r Braun nur verst&#228;ndlich. In allem anderen sei man aber v&#246;llig frei. Die NRWSPD gibt damit den Unterst&#252;tzerkampagnen wieder mehr Freiheit und realisiert, dass so wertvolle Arbeit f&#252;r ihren anvisierten Wahlerfolg auch au&#223;erhalb der eigenen Kapazit&#228;ten geschehen kann. Unterst&#252;tzerkampagnen werden nicht mehr ignoriert oder ins eigene Team eingebunden, sondern als Erg&#228;nzung verstanden.</p>
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		<title>Die Hessenpartei und ihre Ostereier</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 09:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einem Paukenschlag wollte die hessische CDU zum Vorreiter in der hiesigen politischen Internetbespielung werden. <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/1/start/index.html">Eine neue Seite</a> wurde pr&#228;sentiert, die wirklich gestalterisch ein gewaltiger Sprung nach vorne ist.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Paukenschlag wollte die hessische CDU zum Vorreiter in der hiesigen politischen Internetbespielung werden. <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/1/start/index.html">Eine neue Seite</a> wurde pr&#228;sentiert, die wirklich gestalterisch ein gewaltiger Sprung nach vorne ist. Eine gro&#223;e Bilderb&#252;hne pr&#228;gt die neue Startseite und die dort platzierten Motive werden wohl nicht immer so albern aussehen wie zu Ostern. Auch weiter pr&#228;sentiert sich die Seite aufger&#228;umt, die Textw&#252;sten der vergangenen Jahre scheinen nun auch bei der Hessen-CDU out zu sein. Die Seiten f&#252;r Programme und K&#246;pfe wurden wie wild zusammengestrichen und verkleinert und sind daher richtig gut zu lesen.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cdu_lv.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5538" title="cdu_lv" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cdu_lv-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cduhessen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5539" title="cduhessen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cduhessen-300x236.jpg" alt="" width="300" height="236" /></a></p>
<p>Bei der Gestaltung selbst f&#228;llt sicherlich die Frische auf, alles wirkt  lebendiger und entstaubter, mindestens 20 Jahre j&#252;nger. Die neue  Internetseite scheint sozusagen das &#8220;Peter Beuth&#8221;-Projekt zu sein. Aber  bei einer so gro&#223;en Verj&#252;ngung bleibt manchesmal die Identit&#228;t mit auf  der Strecke &#8211; da muss das Design von Plakaten, Faltbl&#228;ttern und  Dutzenden anderer Ver&#246;ffentlichungen der hessischen CDU erstmal  nachziehen. Sonst bleibt es nur bei den Ank&#252;ndigungen, <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/2/aktuelles/136/interview_mit_peter_beuth_die_cdu_hessen_wird_vorreiter_im_internet/index.html">&#8220;Vorreiter  in Sachen Politik und Netz zu werden&#8221;</a> (Beuth). Dazu geh&#246;rt &#252;brigens auch ein neuer Werkzeugkasten namens &#8220;<a href="http://www.eine-partei-ein-netzwerk.de/">Eine Partei ein Netzwerk</a>&#8220;, dessen inhaltlich luftleerer Name ebenso wenig &#252;ber seine Funktion aufkl&#228;ren kann wie sein Internetauftritt. Homepage-Baukasten sind doch wohl nicht der Gipfel neuer Politikwerkzeuge im Internet?</p>
<p>Den gro&#223;artigen Auftritt jedenfalls ruinierte sich die hessische CDU gleich selbst &#8211; mit dem &#246;sterlichen &#8220;Schwulengate&#8221;. Pitt von Bebenburg <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=2511134&amp;">berichtet in der FR</a>:</p>
<blockquote>
<div id="absatz1">Ein Osterhase begr&#252;&#223;t die Nutzer der neuen  CDU-Homepage und lehnt l&#228;ssig an einem Osterei. Generalsekret&#228;r Peter  Beuth sagte zum Start des Projekts: &#8220;Wir haben uns ganz unbescheiden  vorgenommen, Vorreiter in Sachen Politik im Netz zu werden.&#8221; Doch mit  ihrem neuen Internet-Auftritt legte sich die Partei erst einmal selbst  ein Ei ins Nest.</div>
<p>Die organisierten Lesben und Schwulen in der CDU &#228;rgerten sich &#252;ber die  neue Homepage. Ihr Verband, die LSU (&#8220;Lesben und Schwule in der Union&#8221;),  war zun&#228;chst nicht mehr aufgef&#252;hrt. Am Dienstag wurde das nachgeholt.</p></blockquote>
<p>Doch damit nicht genug, der Opposition war auch ein Weiteres ein Dorn im Auge. Kai Klose <a href="http://twitter.com/Kai_Klose/status/11694353733">schrieb auf  Twitter</a>:</p>
<blockquote><p>Bei Hessens Union  herrschen Staatspartei-All&#252;ren wie weiland in der DDR: <a rel="nofollow" href="http://www.hessen-partei.de/" target="_blank">www.hessen-partei.de</a> <a title="#hlt" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23hlt">#hlt</a> <a title="#cdu" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23cdu">#cdu</a></p></blockquote>
<p>Und in der Tat scheint die babylonische Domain-Verwirrung immer noch ein politisches Alleinstellunsgmerkmal zu sein. W&#228;hrend die SPD im vergangenen Bundestagswahlkampf mit ann&#228;hernd 20 Domains f&#252;r alle m&#246;glichen und unm&#246;glichen Anl&#228;ssen protzen wollte, schafft die hessische CDU ganz ohne Not eine weitere Domain. Ob man in Zukunft die bayerisch anmutende Hybris, sich als einzige Partei des ganzen Landes zu sehen, gar f&#252;r Werbekampagnen benutzen m&#246;chte, oder ob man nur die Serverlandschaft nicht mit einem gro&#223;en Ruck umstellen wollte &#8211; er h&#228;tte gl&#252;cklicher laufen k&#246;nnen, der Relaunch von cdu-hessen.de.</p>
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		<title>Zwischenstand zur Landtagswahl: Die CDU Onlinekampagne</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/04/04/zwischenstand-zur-landtagswahl-die-cdu-onlinekampagne/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 13:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Jungherr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[NRW für Rüttgers]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinekampagne]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend des Politcamp 2010 in Berlin pr&#228;sentierte ich am 21. M&#228;rz den aktuellen Zwischenstand der CDU Onlinekampagne zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010. Dies ist eine ausformulierte und leicht erweiterte Version meiner Pr&#228;sentation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Andreas Jungherr<br />
</em></p>
<p>W&#228;hrend des <a href="http://politcamp.org/">Politcamp 2010</a> in  Berlin pr&#228;sentierte ich am 21. M&#228;rz den aktuellen Zwischenstand der CDU  Onlinekampagne zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010.  Dies ist eine ausformulierte und leicht erweiterte Version meiner  Pr&#228;sentation.</p>
<p><strong><a title="Die CDU Onlinekampagne f&#252;r die Landtagswahl 2010 in  Nordrhein-Westfalen: Ein Zwischenstand" href="http://www.slideshare.net/Andreas_Jungherr/die-cdu-onlinekampagne-fr-die-landtagswahl-2010-in-nordrheinwestfalen-ein-zwischenstand-3543409">Die CDU Onlinekampagne f&#252;r die  Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen: Ein Zwischenstand</a></strong></p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=politcamp-100324171306-phpapp01&amp;stripped_title=die-cdu-onlinekampagne-fr-die-landtagswahl-2010-in-nordrheinwestfalen-ein-zwischenstand-3543409" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=politcamp-100324171306-phpapp01&amp;stripped_title=die-cdu-onlinekampagne-fr-die-landtagswahl-2010-in-nordrheinwestfalen-ein-zwischenstand-3543409" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Nach den guten Erfahrungen mit Onlineunterst&#252;tzerteams im  Hessenwahlkampf wird auch in NRW der Gro&#223;teil der Onlineaktivit&#228;ten von  einem freiwilligen Unterst&#252;tzerteam organisiert. Die Lektionen des  hessischen <a href="http://www.webcamp09.de/">webcamp09</a> sind die  Basis f&#252;r das NRW Onlineunterst&#252;tzerteam <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/">NRW f&#252;r R&#252;ttgers</a>. Ausf&#252;hrlichere Informationen zum webcamp09 finden sich in dieser <a href="http://www.youtube.com/watch?v=b1XSPnVG8QM">Pr&#228;sentation</a> die  Alexander Kurz [<a href="http://twitter.com/alexander_kurz">@alexander_kurz</a>]  w&#228;hrend des Politcamp 2009 hielt und in einem <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/reports/die-cdu-hessen-setzt-beim-direkten-dialog-auf-das-internet/">Report  der Kampagnenpraxis</a>.</p>
<h2>NRW f&#252;r R&#252;ttgers ist Mittelpunkt</h2>
<p>Die Internetseite <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/">NRW f&#252;r  R&#252;ttgers</a> bildet das R&#252;ckgrat der Onlinekampagne. Hier werden unsere  verschiedenen Kommunikationskan&#228;le geb&#252;ndelt. Hier bloggen freiwillige Unterst&#252;tzer zum Beispiel von <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/blog/34-nrw-fuer-ruettgers/86-live-blog-vom-31-cdu-landesparteitag.html">Veranstaltungen</a>, oder stellen <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/blog/36-sonstiges/79-schulaktion-gegen-schulschliessungen-durch-die-rot-rote-einheitsschule.html">kampagnenbegleitende  Materialien</a> zur Verf&#252;gung. Zus&#228;tzlich binden wir auf dieser Webseite <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/blog/34-nrw-fuer-ruettgers/83-juergen-ruettgers-zum-landesparteitag-der-cdu-nrw.html">Videos</a> ein, die im Laufe der Kampagne erstellt wurden. Eine Sammlung aller von uns f&#252;r die Kampagne erstellten Videos finden  sich im <a href="http://www.youtube.com/user/NRWfuerRuettgers">YouTube  Kanal von NRW f&#252;r R&#252;ttgers</a>. Die dort gesammelten Videos sind fast ausschlie&#223;lich von Freiwilligen  produziert. Eine Ausnahme stellt die Vorstellung des Freiwilligen-Teams  dar.</p>
<p>Bisher lassen sich die Videos &#252;berwiegend drei Themengruppen  zuordnen. Die f&#252;r deutsche Onlinekampagnen wahrscheinlich am  innovativsten Videos sind regelm&#228;&#223;ige direkte Videobotschaften des  Generalsekret&#228;rs der CDU Nordrhein-Westfalens Andreas Krautscheid. In diesen Videobotschaften <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RKQmpGerG34&amp;feature=player_embedded">stellte er sich seinen Unterst&#252;tzern vor</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fx0Ru3xsbsI&amp;feature=player_embedded">reagierte spontan auf tagesaktuelle Entwicklungen</a>, oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mK2kzYdXVd0&amp;feature=player_embedded">rief zu thematischen Aktionen auf</a>.</p>
<p>Ein anderes viel genutztes Format ist die Vox Populi. In diesen von  Freiwilligen konzipierten, gedrehten und geschnittenen Videos werden  Menschen aus Nordrhein-Westfalen auf der Stra&#223;e zu ihrer Meinung zu  tagesaktuellen Themen gefragt.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="330" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6Eqkuxn87RQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="330" src="http://www.youtube.com/v/6Eqkuxn87RQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Zus&#228;tzlich begleiten wir mit Videos <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5A-WFbgvxc8&amp;feature=player_embedded">klassische politische  Veranstaltungen</a>. &#220;ber diesen von dem Unters&#252;tzerteam NRW f&#252;r R&#252;ttgers  genutzten YouTube Kanal gibt es einen <a href="http://www.youtube.com/user/CDUNRWpodcast">YouTube Kanal der CDU  Nordrhein-Westfalen</a> auf dem von CDU NRW-TV produzierte Videos  pr&#228;sentiert werden.</p>
<h2>Facebook und Twitter gegen VZ-Netzwerke</h2>
<p>Wurde noch in der Kampagne zur Bundestagswahl 2009 von der CDU gro&#223;e  Aufmerksamkeit auf die Erstellung und den Betrieb der <a href="http://www.team2009.de/">teAM 2009</a> Online-Community gelegt, so  werden viele dieser Funktionen in der Onlinekampagne zur Landtagswahl  2010 in Nordrhein-Westfalen durch die Nutzung von Facebook sicher  gestellt. Zentrum unserer Aktivit&#228;ten auf Facebook ist das von uns betriebene <a href="http://www.facebook.com/JuergenRuettgers">Facebook Fanprofil f&#252;r  J&#252;rgen R&#252;ttgers</a>, das mit der Unterst&#252;tzerseite NRW f&#252;r R&#252;ttgers  verkn&#252;ft ist. Zus&#228;tzlich hierzu ist die <a href="http://www.facebook.com/CDUnrw">CDU  Nordrhein Westfalen</a> auch mit einem weiteren Fanprofil auf Facebook  vertreten.</p>
<p>Ein weiterer Unterschied zur Bundeskampagne liegt in unserer Nutzung  der VZ-Netzwerke. W&#228;hrend die Bundeskampagne noch grosse Energie auf  Aktionen um das Edelprofil der Bundeskanzlerin Angela Merkel verwendete,  so betreiben wir zwar ein <a href="http://www.meinvz.net/juergen-ruettgers">Edelprofil f&#252;r J&#252;rgen  R&#252;ttgers</a>, fokussieren unsere Aktivit&#228;ten jedoch auf Facebook.</p>
<p>Zus&#228;tzlich hierzu nutzt die Kampagne auch Twitter mit dem Account <a href="http://twitter.com/nrwruettgers">@NRWRuettgers</a>: Auf diesem Account twittern die Unterst&#252;tzer Ulrich Gelsen #ug [<a href="http://twitter.com/gelsen">@gelsen</a>], David J. Ludwigs #dl [<a href="http://twitter.com/cronenbuerger">@cronenbuerger</a>] und Florian  Braun #fb [<a href="http://twitter.com/flobraun">@flobraun</a>]. Um der  Unpers&#246;nlichkeit eines Teamfeeds zu entgehen nutzen wir eindeutig  zugewiesene Hashtags, so dass zu jeder Zeit nachvollziehbar ist welcher  der Autoren gerade twittert. &#220;ber den Twitter Account @NRWRuettgers twittert das Unterst&#252;tzteam  von <a href="http://twitter.com/NRWRuettgers/status/10773153969">Veranstaltungen</a>, von der t&#228;glichen Arbeit und <a href="http://twitter.com/NRWRuettgers/status/10986532807">antwortet auf  Anfragen</a>.</p>
<h2>Interaktion ist auf jedem Kanal wichtig</h2>
<p>Generell ist uns die Interaktion um unsere Beitr&#228;ge gleich auf  welchem Kanal sehr wichtig. Auch wenn manchem die Zeit von dem posten  eines Kommentars und seiner Freischaltung etwas zu lange dauert wir  freuen uns &#252;ber Kommentare und Aktivit&#228;t um unsere Beitr&#228;ge. Zeigt dies  doch, dass wir mit unserem Angebot auf Interesse stossen und Debatten  ausl&#246;sen.</p>
<p>Die oben beschriebenen Elemente der Onlinekampagne sind f&#252;r uns zur  Zeit die wichtigsten Bausteine, auf die wir den Gro&#223;teil unserer  Aufmerksamkeit konzentrieren. Zus&#228;tzlich zu diesen Onlineangeboten  findet die Kampagne aber auch auf anderen Onlinekan&#228;len statt: <a href="http://www.flickr.com/photos/nrwfuerruettgers/">Flickr</a>, <a href="http://www.cdu-nrw.de/">CDU Nordrhein-Westfalen</a>, <a href="http://www.juergen-ruettgers.de/">J&#252;rgen R&#252;ttgers</a> und <a href="http://blog.cdu-nordrhein-westfalen.de/">CDU NRW/Blog</a>.</p>
<p>F&#252;r eine Diskussion weiterer Aspekte der Onlinekampagnen zur  Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen haben Oliver Zeisberger f&#252;r die  SPD und ich f&#252;r die CDU im Westen ein <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/NRW-Online-Wahlkampf-im-Offline-Herbst-der-Politik-id2767516.html">Interview</a> gegeben. Dieses Interview ist eine gute Erg&#228;nzung zu dieser  Beschreibung unserer Kampagnenelementen.</p>
<p>&#8212;&#8211;<em><br />
Andreas Jungherr ber&#228;t die </em><em>Onlinekampagne der CDU Nordrhein-Westfalen.</em><em> Dieser Beitrag erschien zuerst <a href="http://andreasjungherr.net/2010/03/24/die-cdu-onlinekampagne-fur-die-landtagswahl-2010-in-nordrhein-westfalen-ein-zwischenstand/">im Blog des Autors</a> und <a href="http://blog.cdu-nordrhein-westfalen.de/index.php/2010/03/die-cdu-onlinekampagne-fur-die-landtagswahl-2010-in-nordrhein-westfalen-ein-zwischenstand/">dem Blog der CDU NRW</a>. Wir danken f&#252;r die freundliche Erlaubnis zur Drittver&#246;ffentlichung.</em></p>
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		<title>J&#252;rgen R&#252;ttgers und die Sponsoringdebatte</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/02/24/juergen-ruettgers-und-die-sponsoringdebatte/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 08:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Hendrik Wüst]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Emp&#246;rung war riesig, als der Spiegel am Wochenende einen Artikel ver&#246;ffentlichte, nach der nordrhein-westf&#228;lische Ministerpr&#228;sident J&#252;rgen R&#252;ttgers Gespr&#228;chsminuten mit Unternehmen verkauft haben soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Emp&#246;rung war riesig, als der Spiegel am Wochenende einen Artikel ver&#246;ffentlichte, nach der nordrhein-westf&#228;lische Ministerpr&#228;sident <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679130,00.html">J&#252;rgen R&#252;ttgers Gespr&#228;chsminuten mit Unternehmen verkauft haben soll</a>.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<blockquote><p><em>&#8220;F&#252;r 20.000 Euro k&#246;nnen Kunden demnach ein sogenanntes Partnerpaket f&#252;r den Parteitag kaufen, das neben einem rund 15 Quadratmeter gro&#223;en Stand auch &#8220;Einzelgespr&#228;che mit dem Ministerpr&#228;sidenten und den Minister/innen&#8221; verspricht. F&#252;r 14.000 Euro bietet die Partei eine Ausstellungsfl&#228;che von zehn bis 15 Quadratmetern an. Eine vertrauliche Unterredung ist f&#252;r diesen Betrag allerdings nicht mehr drin, sondern nur noch ein &#8220;Fototermin und Rundgang mit dem Ministerpr&#228;sidenten und den Minister/innen&#8221;.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>In der <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/themen/Sponsoring-Affaere-kostet-Ruettgers-Wahlkampf-Manager-den-Job;art2825,3200183">Saarbr&#252;cker Zeitung</a> bezeichnete selbst sein Parteifreund und Bundestagspr&#228;sident Norbert Lammert das Sponsorenschreiben als &#8220;politisch selten d&#228;mlich.&#8221;</p>
<p>Bereits einen Tag sp&#228;ter entschuldigte J&#252;rgen R&#252;ttgers f&#252;r das Parteitagssponsoring (<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679346,00.html">auch hier berichtete der Spiegel</a>). Doch damit war der Fall noch nicht beendet, sondern erreichte erst am Montagmorgen mit dem <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~ED52C78EE568044448D8022F0EA9CB881~ATpl~Ecommon~Scontent.html">R&#252;cktritt des CDU-NRW Generalsekret&#228;r Hendrik W&#252;st</a> seinen H&#246;hepunkt.</p>
<p>Wie zu erwarten wird dessen R&#252;cktritt im Internet sehr unterschiedlich aufgenommen.</p>
<p>Vor allem die Internetangebote der klassischen Tageszeitungen &#252;berschlagen sich einmal mehr vor &#220;berschriftenkreativit&#228;t: &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E742FA8B1F92F4078A52A933CA70D3E96~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Das Ende des jungen W.</a>&#8220;,  &#8220;<a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/sponsorenbrief-der-cdu-in-nrw-rent-a-ruettgers-1545552.html">Rent a R&#252;ttgers!</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&amp;dig=2010%2F02%2F23%2Fa0137&amp;cHash=bf5ff0d695">W&#252;st in der W&#252;ste</a>&#8220;.</p>
<p>Die ZEIT berichtet derweil vom &#8220;<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/wuest-ruecktritt-nrw">Absturz einer Nachwuchshoffnung</a>&#8220;.</p>
<p>Besonders in den gerade angelaufenen Wahlkampfblogs der politischen Gegner wurde der Fall gen&#252;&#223;lich zerissen. So <a href="http://blog.nrwspd.de/2010/02/22/exklusiv-der-wdr-berichtete-bereits-2004-ueber-sponsorenpakete-der-cdu-in-nrw/">macht die SPD darauf aufmerksam</a>, dass der WDR, in Zusammenhang mit R&#252;ttgers, bereits 2004 &#252;ber einen &#228;hnlichen Fall berichtet hat:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es ist nicht das erste Mal, dass &#252;ber die CDU in NRW und CDU-Ministerpr&#228;sident J&#252;rgen R&#252;ttgers in Zusammenhang mit fragw&#252;rdigen Praktiken im Sponsoring berichtet wird. Bereits 2004 (!!!) berichteten das WDR-Fernsehpolitikmagazin „Westpol“ &#252;ber “H&#228;ndesch&#252;tteln und Smalltalk mit J&#252;rgen R&#252;ttgers“ und das WDR5-Radiomagazin Westblick &#252;ber „Eine neue Hintert&#252;r bei der Parteienfinanzierung“.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Die Gr&#252;nen sprechen derweil &#8211; in Anspielung auf fr&#252;here mehr oder weniger gro&#223;e Skandale, in die W&#252;st verwickelt war &#8211; von der &#8220;<a href="http://blog.nrwspd.de/2010/02/22/exklusiv-der-wdr-berichtete-bereits-2004-ueber-sponsorenpakete-der-cdu-in-nrw/">Chronik der VerW&#220;STung</a>&#8220;.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die rechte Hand von J&#252;rgen R&#252;ttgers hat in den letzten Monaten einiges verbockt. Die Liste seiner Verfehlungen ist beachtlich lang (und bestimmt nicht vollst&#228;ndig): Es begann mit der  Video&#252;berwachung von Wahlkampfveranstaltungen der Opposition, dann wurde seine Krankenversicherungsaff&#228;re im letzten Dezember bekannt und jetzt noch der Verkauf von Audienzen beim NRW-Ministerpr&#228;sidenten auf dem CDU Parteitag in M&#252;nster. Zus&#228;tzlich leistete sich W&#252;st (im nicht politischen Leben ist er Jurist) sich auch noch Rechtstreitigkeiten durch unzul&#228;ssigen Entlassungen in der CDU-Zentrale. Sein heutiger R&#252;cktritt war l&#228;ngst &#252;berf&#228;llig!&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Auch der WDR berichtet auf seiner Website &#252;ber die &#8220;<a href="http://www.wdr.de/themen/politik/parteien/cdu/sponsorentermine/pannen_ueberblick.jhtml?rubrikenstyle=politik">Pannen-Serie des Hendrik W&#252;st</a>&#8220;. Jedoch berichtet der WDR auf seiner Website auch dar&#252;ber, dass es schon l&#228;ngst keine Ausnahme mehr darstelle, wenn Firmen kostenintensive Standpl&#228;tze auf Parteitagen mieten (&#8220;<a href="http://www.wdr.de/themen/politik/parteien/cdu/sponsorentermine/100222b.jhtml?rubrikenstyle=politik">Wie Unternehmen Parteitage (mit-)finanzieren</a>&#8220;).</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Etwa ein Zehntel der Kosten eines Parteitages werde durch die Werbest&#228;nde finanziert, sch&#228;tzt Ralph Sterck, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer der NRW-FDP. Je nach L&#228;nge und Tagungsort w&#252;rde ein Parteitreffen 50.000 bis 150.000 Euro kosten. Dirk Borhart, Pressesprecher der NRW-SPD, sch&#228;tzt die Kosten f&#252;r eine Zusammenkunft seiner Partei auf 200.000 bis 300.000 Euro. Die Gr&#252;nen hat ihr zur&#252;ckliegender Parteitag 60.000 Euro gekostet.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Und auch bei Gr&#252;nen und SPD ist kaum ein Parteitag zu finden, auf dem man nicht bereits im Eingangsbereich von zahlreichen Firmenst&#228;nden empfangen wird. &#220;ber Sponsoren auf Parteitagen der Gr&#252;nen wurde etwa <a href="http://www.coffeeandtv.de/2008/11/15/unter-grunen-sponsoren-und-aussteller/">schon an anderer Stelle gebloggt</a>.</p>
<p>Auch das Handelsblatt berichet auf seiner Website (mit einer interessanten &#220;berschrift) von der &#252;blichen Praxis, Parteitage durch Firmensponsoren mitzufinanzieren: &#8220;<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/parteienfinanzierung-klamme-parteien-nerven-die-wirtschaft;2534419">Klamme Parteien nerven die Wirtschaft</a>&#8220;.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Ob Wahlkampf, Parteitag oder Direktspende: Die Unternehmen k&#246;nnen sich kaum noch retten vor den Bettelbriefen der Politik. Wenige nutzen das, viele f&#252;hlen sich erpresst. F&#252;r die Parteien aber ist es der neue K&#246;nigsweg der Eigenfinanzierung.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Ein wenig Ordnung in die Diskussion bringt <a href="http://blog.zeit.de/politik-nach-zahlen/2010/02/22/money-makes-the-world-go-round-oder-ruttgers-und-der-gekaufte-zugang-zur-macht_2250">Andrea Roemmele vom Politik nach Zahlen-Blog der ZEIT</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Halten wir also fest: Verwerflich ist nicht die Spende. Verwerflich ist die Gegenleistung, die von der CDU in NRW angeboten wurde, n&#228;mlich der Gespr&#228;chstermin in kleiner Runde. Diese Praxis hebelt demokratische Gleichheitsgrunds&#228;tze aus – auch in diesem Blog wurde bereits darauf hingewiesen, dass Spenden von juristischen Personen einen Beigeschmack haben. Gepaart mit der M&#246;glichkeit, in einem Gespr&#228;ch direkten oder indirekten Einfluss auf Regierungshandeln nehmen zu k&#246;nnen, ist dieses System hochgradig bedenklich.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>An anderer Stelle wird wir der Vorgang weitergehend sogar als <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kaeuflichkeitsvorwuerfe-ruettgers-trennt-sich-von-cdu-generalsekretaer-wuest;2534083">Versto&#223; gegen das Parteienrecht</a> gesehen.</p>
<p>Wie in der Blogosph&#228;re meldeten sich auch bei Twitter vor allem Politiker von SPD und Gr&#252;nen zu Wort.</p>
<p><a href="http://twitter.com/SteffiLemke/status/9480608699">Steffi Lemke</a> (Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Gr&#252;nen):</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Zehn Wochen vor einer Wahl den Wahlkampfleiter raus schmei&#223;en zu m&#252;ssen zeugt von inneren Zerfallserscheinungen. <a title="#NRW" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23NRW">#NRW</a>#CDU&#8221;</em></p></blockquote>
<p><a href="http://twitter.com/UlrichKelber/status/9477243148">UlrichKelber </a>(MdB aus Bonn):</p>
<blockquote><p><em>&#8220;R&#252;ttgers hat W&#252;st vermutlich gar nicht entlassen, sondern ihn verkauft :-)&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Die CDU meldete sich derweil nur mit einem einzigen und &#252;beraus kurzen &#8211; daf&#252;r f&#252;r die SPD umso schmerzhafteren &#8211; Beitrag <a href="http://blog.cdu-nordrhein-westfalen.de/index.php/2010/02/artikel-aus-der-bildzeitung/">in ihrem Wahlkampfblog</a> zu Wort.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Artikel aus der Bildzeitung zum Thema <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/22/werbebrief-affaere-auch-spd-in-nrw/bot-politiker-treffen-an.html" target="_blank">“Auch die SPD bot Politiker-Treffen an”</a>.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Bildquelle: Screenshot <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679346,00.html">Spiegel ONLINE</a>.</p>
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		<title>Warmlaufen f&#252;r die Landtagswahl NRW</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 10:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch sind es ein paar Monate bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Am 9. Mai werden die B&#252;rger zu den Wahlurnen ziehen und den amtierenden Ministerpr&#228;sidenten J&#252;rgen R&#252;ttgers um seine Wiederwahl zittern lassen (so jedenfalls die <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm">letzten Umfrageergebnisse</a>). Wir wollen auch auf diese Landtagswahl wieder ein Auge werfen und uns dabei wie im letzten Jahr auf die Online-Aktivit&#228;ten der Parteien konzentrieren. Dabei wollen wir uns in 3 Etappen die Internetseiten der Landesparteien und ihrer Spitzenkandidaten ansehen. In dieser ersten Stufe zeigen wir den Stand vor dem eigentlichen Wahlkampf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch sind es ein paar Monate bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Am 9. Mai werden die B&#252;rger zu den Wahlurnen ziehen und den amtierenden Ministerpr&#228;sidenten J&#252;rgen R&#252;ttgers um seine Wiederwahl zittern lassen (so jedenfalls die <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm">letzten Umfrageergebnisse</a>). Wir wollen auch auf diese Landtagswahl wieder ein Auge werfen und uns dabei wie im letzten Jahr auf die Online-Aktivit&#228;ten der Parteien konzentrieren. Dabei wollen wir uns in 3 Etappen die Internetseiten der Landesparteien und ihrer Spitzenkandidaten ansehen. In dieser ersten Stufe zeigen wir den Stand vor dem eigentlichen Wahlkampf.</strong></p>
<h2>CDU</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_cdu.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5157" title="landtagswahl_nrw_2010_cdu" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_cdu-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_ruettgers.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5163" title="landtagswahl_nrw_2010_ruettgers" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_ruettgers-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Die Internetseiten der Partei des Ministerpr&#228;sidenten sehen modern aus. Gerade auf der Seite des Landesverbands wird dem B&#252;rger der Weg zu den gew&#252;nschten Informationen sehr leicht gemacht. Eine gro&#223;e B&#252;hne pr&#228;sentiert die aktuellen Informationen, w&#228;hrend &#252;ber eine Hand voll h&#252;bsch gemachter Grafiken der Zugang zu handfesteren Infos aufgezeigt wird. Dazu geh&#246;rt nat&#252;rlich ein Link zur Internetseite des Ministerpr&#228;sidenten J&#252;rgen R&#252;ttgers ebenso wie die M&#246;glichkeit zu Spenden oder Parteimitglied zu werden. Hier zeigt sich jedoch schon, dass wir auf der Suche nach den ersten Wahlkampfspuren zu fr&#252;h sind. Es findet sich kein Verweis auf eine besondere Kampagne, die Kandidaten zur Landtagswahl oder das Wahlprogramm. Der modulare Aufbau der Seite wird es aber leicht machen, das in den n&#228;chsten Wochen zu &#228;ndern.</p>
<p>Der Ministerpr&#228;sident kommt dagegen mit seiner Webpr&#228;senz nicht ganz so gut an. Zwar ist die Gestaltung auch frisch und &#252;bersichtlich, aber man hat dabei etwas die Nutzbarkeit vergessen. Ganz wichtig scheint den Machern der Seite gewesen zu sein, J&#252;rgen R&#252;ttgers als offen und dialogorientiert darzustellen. Man wird fast zur Kontaktaufnahme gen&#246;tigt, so oft &#228;u&#223;ert der Ministerpr&#228;sident den Wunsch, mit dem Leser in Kontakt zu treten. Das geht soweit, dass sogar der Seitentitel im Browser nicht etwa &#8220;J&#252;rgen R&#252;ttgers, Ministerpr&#228;sident von Nordrhein-Westfalen&#8221; lautet &#8211; sondern reichlich banal &#8220;Meine Seite ist Ihre Seite&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.cdu-nrw.de/">CDU Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="http://www.juergen-ruettgers.de/">Ministerpr&#228;sident J&#252;rgen R&#252;ttgers</a></p>
<h2>SPD</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_spd.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5158" title="landtagswahl_nrw_2010_spd" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_spd-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kraft.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5164" title="landtagswahl_nrw_2010_kraft" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kraft-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Die NRWSPD, wie sich der gr&#246;&#223;te sozialdemokratische Landesverband selbstbewusst nennt, hat einen unwahrscheinlich gut gemachten Internetauftritt. Die Gestaltung k&#246;nnte aber schon fast etwas zu progressiv f&#252;r die alte SPD sein. Dennoch, bei der Konzeption der Seite stand ganz offensichtlich die Leserfreundlichkeit im Vordergrund. Auf einer gro&#223;en B&#252;hne werden vier aktuelle Meldungen durch geschaltet, in denen ein Politikfeld, die Landesvorsitzende Hannelore Kraft, der Blog der NRWSPD und das Wahlprogramm pr&#228;sentiert werden. So bietet man dem Leser vier unterschiedliche Einstiegspunkte, um sich zu informieren. Darunter erscheinen die bei jeder Partei obligatorischen Pressemitteilungen, die wohl noch kein zuf&#228;lliger Besucher der Website je gelesen haben d&#252;rfte. Die rechte Seitenleiste pr&#228;sentiert, &#228;hnlich wie bei der CDU, einige Grafiken mit Verweisen auf weitere Infos. Leider doppeln sich die Zug&#228;nge aus der Seitenleiste etwas mit denen aus der oberen B&#252;hne. Damit aber ist in jedem Fall sichergestellt, dass der Besucher auch wei&#223;, wohin er sich wenden will.</p>
<p>Gegen die so innovative Optik der nrwspd.de wirkt es schon wie ein R&#252;ckfall in ein anderes Jahrzehnt, was den Besucher von hannelore-kraft.de erwartet. Auch wenn der Besucher pers&#246;nlich von der SPD-Vorsitzenden angesprochen wird, wird er sich hier kaum gut aufgehoben f&#252;hlen. Die Seite wird dominiert von Pressemitteilungen und lieblos aufbereiteten Steckbriefen. Wenn man es nicht w&#252;sste, k&#228;me man nicht einmal auf die Idee, dass Hannelore Kraft gerne Ministerpr&#228;sidentin von Nordrhein-Westfalen werden m&#246;chte.</p>
<p><a href="http://www.nrwspd.de/">SPD Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="http://www.hannelore-kraft.de/">Spitzenkandidatin Hannelore Kraft</a></p>
<h2>Gr&#252;ne</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_gruene.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5159" title="landtagswahl_nrw_2010_gruene" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_gruene-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_loehrmann.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5165" title="landtagswahl_nrw_2010_loehrmann" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_loehrmann-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Die B&#252;ndnisgr&#252;nen in Nordrhein-Westfalen pr&#228;sentieren sich auf ihrer Internetseite mit einer seltsamen Mischung von modernen Designelementen und einer veraltet wirkenden Grundgestaltung. Es ist wohl keine allzu gewagte Prognose, wenn man einen baldigen Relaunch vorhersagt. Inhaltlich dagegen sind die NRW-Gr&#252;nen recht ansprechend aufgestellt. Die aktuellen Infos auf der Startseite prasseln nicht automatisiert und mehrmals am Tag rein, sondern scheinen von Hand ausgew&#228;hlte Empfehlungen aus dem gesamten Fundus zu sein. Wie bei CDU und SPD wird auch von den Gr&#252;nen die Seitenleiste f&#252;r schnelle Grafiklinks benutzt, die hier haupts&#228;chlich in Richtung Soziale Netzwerke weisen &#8211; aber auch dar&#252;ber aufkl&#228;ren, dass die Internetseite CO2-neutral betrieben wird. Besonders bei den Gr&#252;nen ein netter, augenzwinkernder Hinweis. Auch im Zuge des Relaunchs d&#252;rfte eine st&#228;rkere Themenfokussierung Einzug halten. Bisher bildet die Seite noch eher den termingehetzten Oppositionsalltag wieder und zeigt noch zu wenig auf, was man selbst besser machen m&#246;chte.</p>
<p>Offensichtlich in der To-Do-Liste des Grafikers einen Platz weiter oben war die Internetseite der Spitzenkandidatin Sylvia L&#246;hrmann, die sich schon im neuen Design pr&#228;sentiert. Die Website legt ganz klar das Augenmerk darauf, die Spitzengr&#252;ne als sympathisch und modern vorzustellen. Die &#252;blichen Sozialen Netzwerke werden hier nicht nur mit einfachen Links verkn&#252;pft, sondern f&#252;ttern den Inhalt der Seite teilweise mit indem L&#246;hrmanns Linkempfehlungen aus Facebook eingebunden werden. Auch einen Blog betreibt L&#246;hrmann auf ihrer Internseite. Doch irgendwie vermag man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass alles noch etwas zu blass bleibt. Wie der hellgr&#252;ne Hintergrund der Seite wirkt auch die Spitzenkandidatin in den unz&#228;hligen Links und Blogabs&#228;tzen wenig markant. Bei aller Kritik aber dennoch eine gut gemachte und benutzerfreundliche Internetseite.</p>
<p><a href="http://www.gruene-nrw.de/">B&#252;ndnis &#8217;90/Die Gr&#252;nen NRW</a></p>
<p><a href="http://sylvia-loehrmann.de/">Spitzenkandidatin Sylvia L&#246;hrmann</a></p>
<h2>FDP</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_fdp.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5160" title="landtagswahl_nrw_2010_fdp" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_fdp-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_pinkwart.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5166" title="landtagswahl_nrw_2010_pinkwart" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_pinkwart-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Den besten Eindruck von den Internetseiten der Landes-FDP und ihrem Spitzenkandidaten bieten die beiden oben stehenden Screenshots, die nahezu identisch aussehen. Bei der FDP aus Nordrhein-Westfalen wirken die Websites etwas liebloser als bei der politischen Konkurrenz, scheinen aus einem gro&#223;en Baukasten innerhalb von kurzer Zeit zusammen geklickt zu sein. Da wundert es auch nicht weiter, dass der gr&#246;&#223;te Teil der Startseite des Landesverbands aus Pressemitteilungen besteht, die mal mehr und mal weniger mit der bevorstehenden Landtagswahl zu tun haben. In der Seitenleiste wird es dagegen richtig modern, wenn die FDP den Entwurf ihres Wahlprogramms zur Diskussion freigibt. Eine Grafik weiter unten gelangt man zu den <a href="http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article.php/_c-600/_nr-13334/i.html">Sonderseiten f&#252;r die Landtagswahl</a>, bei denen man v&#246;llig &#252;berrascht sein muss. Sehr gut aufgegliedert stellt die FDP hier ihr Wahlprogramm, die Kandidaten und ihre wichtigsten Themenfelder vor. Es fehlt also scheinbar nur noch der Mut, diese so einfach angebotenen Informationen auf die Startseite zu &#252;bernehmen.</p>
<p>Nicht ganz so kurz ist der Weg f&#252;r die Internseite des Spitzenkandidaten Andreas Pinkwart. Der Eindruck der beliebig zusammengestellten Module will hier nicht wirklich weichen. Interessiert mag man den Link &#8220;B&#252;rgerdialog&#8221; anklicken und wird sich dann aber &#252;ber ein hingeworfenes Formular zum Hochladen eigener Videos mit Fragen an den FDP-Chef &#228;rgern. Keine pers&#246;nliche Aufforderung zum Dialog ist nur bedingt h&#246;flich und signalisiert wenig Interesse. Ein ern&#252;chternde Eindruck, den der &#8220;Innovationsminister&#8221; von Nordrhein-Westfalen im Internet hinterl&#228;sst.</p>
<p><a href="http://www.fdp-nrw.de/">FDP Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="http://www.andreas-pinkwart.de/">Innovationsminister Andreas Pinkwart</a></p>
<h2>Linke</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_linke.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5161" title="landtagswahl_nrw_2010_linke" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_linke-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_beuermann.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5167" title="landtagswahl_nrw_2010_beuermann" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_beuermann-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Landauf landab sieht fast jede Internetseite der Linken gleich aus. Ob Landesverband oder Ortsverband, alle setzen auf das bew&#228;hrte Content-Management-System der Bundespartei samt mitgeliefertem Design. Aber nun muss das nicht zwangsl&#228;ufig negativ sein. Im Gegenteil, die Gestaltung wirkt aufger&#228;umt und einladend; bietet den Gliederungen noch genug M&#246;glichkeiten zur Anpassung an die eigenen Bed&#252;rfnisse. W&#252;rde man sich beider NRW-Linken noch etwas von der Vorliebe f&#252;r Newsmeldungen als dominierenden Inhalt entfernen, k&#246;nnte man sogar von ersten Wahlkampfspuren sprechen. Scrollt man ein bischen nach unten findet man leicht den Weg zur Kandidatenliste und dem Wahlprogramm, das f&#252;r <a href="http://www.derwesten.de/waz/meinung/kommentar/Streit-in-der-Linkspartei-kommt-zur-Unzeit-id2350889.html">so viel Diskussion</a> sorgte.</p>
<p>Von einer klar benannten Spitzenkandidatur halten die Linken in NRW offenbar nicht viel. B&#228;rbel Beuermann f&#252;hrt die Landesliste an, doch findet man weder eine eigene Internetseite noch wird sie auf der Website des Landesverbands besonders hervor gehoben. Naja, vielleicht m&#246;chte man sich auch einfach <a href="http://www.facebook.com/people/Barbel-Beuermann/1469198539">auf Facebook</a> mit ihr anfreunden.</p>
<p><a href="http://www.dielinke-nrw.de/">Die Linke NRW</a></p>
<h2>Piratenpartei</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_piraten.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5162" title="landtagswahl_nrw_2010_piraten" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_piraten-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kern.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5168" title="landtagswahl_nrw_2010_kern" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kern-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Als klarer Au&#223;enseiter geht die Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen ins Rennen. Doch die hohe Medienaufmerksamkeit zur Bundestagswahl und die schon fast klischeehafte Internetaffinit&#228;t erlauben uns dennoch einen kurzen Blick. Stilecht wird die Parteiseite von einem Wiki betrieben, also von einer Wissensverwaltungs-Software, an der jeder Pirat mitarbeiten kann. Ob nun wirklich jeder Mitstreiter auch die Rechte hat, die Seite des Landesverbands zu bearbeiten?</p>
<p>Die neuen, unverkrampften Strukturen der Piratenpartei f&#246;rdern mitunter auch die ein oder andere Stilbl&#252;te hervor. Der Spitzenkandidat der Piraten (Kapit&#228;n?) hei&#223;t Nico Kern und pr&#228;sentiert sich im Netz nur mit seinem Wiki-Profil. Dabei tr&#228;gt er sowohl hier als auch dr&#252;ben bei <a href="https://twitter.com/TeilerDoehrden">twitter</a> den Spitznamen &#8220;Teiler Doehrden&#8221; und spielt damit auf den mehr chaotisch als politisch gepr&#228;gten Kultfilm &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club">Fight Club</a>&#8221; an. Das wirft eigentlich nur noch die Frage auf, nach welchem Kinohelden sich die anderen Spitzenkandidaten benennen w&#252;rden. Ihr Einsatz, Herr R&#252;ttgers.</p>
<p><a href="https://wiki.piratenpartei.de/Landesverband_Nordrhein-Westfalen">Piratenpartei Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Teiler_D%C3%B6hrden">Spitzenkandidat Nico Kern</a></p>
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		<title>Provinzposse um Behindertenrechte</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Behindertenparkplätze]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Gew&#246;hnlich ist dieses Blog nicht wirklich lokal, aber diese Geschichte ist einfach zu unterhaltsam, um nicht ver&#246;ffentlich zu werden. Alles beginnt mit einem Zeitungsartikel vor etwa zwei Wochen. Dirk Wingender berichtet in der hiesigen "DILL-POST" &#252;ber eine Stadtr&#228;tin, die auf dem Behindertenparkplatz des Rathaus parkte. Viel interessanter als der eigentliche Versto&#223; gegen die Stra&#223;enverkehrsordnung selbst aber ist die Reaktion der drei beteiligten Parteien. Vorhang auf f&#252;r den ersten Akt:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gew&#246;hnlich ist dieses Blog nicht wirklich lokal, aber diese Geschichte ist einfach zu unterhaltsam, um nicht ver&#246;ffentlich zu werden. Alles beginnt mit einem Zeitungsartikel vor etwa zwei Wochen. Dirk Wingender berichtet in der hiesigen &#8220;DILL-POST&#8221; &#252;ber eine Stadtr&#228;tin, die auf dem Behindertenparkplatz des Rathaus parkte. Viel interessanter als der eigentliche Versto&#223; gegen die Stra&#223;enverkehrsordnung selbst aber ist die Reaktion der drei beteiligten Parteien. Vorhang auf f&#252;r den ersten Akt:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/zweiterdezember.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5038" title="zweiterdezember" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/zweiterdezember-300x225.jpg" alt="zweiterdezember" width="300" height="225" /></a><br />
</strong></p>
<h2>Erster Akt: Konfrontation</h2>
<p>Auf das Vergehen angesprochen, versucht sich Elisabeth Fuhrl&#228;nder, Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Dillenburg, zu rechtfertigen. Die Art und Weise ist so unglaublich, dass ich sie nur w&#246;rtlich zitieren kann:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; hat sie sich mit ihrem Auto auf den Parkplatz gestellt. Mehrmals, wie sie gestern auf Anfrage dieser Zeitung einger&#228;umt hat. &#8220;Wenn die Garage des Rathauses voll war&#8221;, erkl&#228;rt sie. Der Parkplatz sei doch eigentlich ein st&#228;dtischer und geh&#246;re sozusagen zum Rathaus, erkl&#228;rt sich die Vize-B&#252;rgermeisterin. [...] &#8220;Das st&#246;rt doch keinen Menschen. Dort hat noch nie ein Behinderter gestanden.&#8221; [...] Sie habe den Behindertenparkplatz nur dann benutzt, wenn sie &#8220;dringend im Rathaus etwas zu erledigen hatte.&#8221; [...] Sie bedauere, dass sie den Parkplatz genutzt habe, erkl&#228;rte Elisabeth Fuhrl&#228;nder in einem zweiten Telefonat mit unserer Redaktion. &#8220;Ich h&#228;tte nicht gedacht, dass es jemanden st&#246;rt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich werde einmal versuchen, die verschiedenen Argumente der Frau Fuhrl&#228;nder zu sortieren. Sie habe <strong>1.</strong> nur dort geparkt, wenn die Garage voll gewesen sei, denn <strong>2.</strong> sei der Parkplatz ja nur halb&#246;ffentlich und <strong>3.</strong> st&#246;re das doch niemanden. <strong>4.</strong> habe dort noch nie ein Behinderter gestanden und <strong>5.</strong> habe sie den Parkplatz nur in dringenden F&#228;llen belegt. <strong>6.</strong> bedauert sie vor allem den ihr entstandenen &#196;rger denn <strong>7.</strong> h&#228;tte sie nicht gedacht, dass jemand daran Ansto&#223; nehmen k&#246;nnte. Damit endet nicht nur die Argumentationskette der stellvertretenden B&#252;rgermeisterin, sondern auch der Artikel. Der Vorhang f&#228;llt, es folgt der zweite Akt:</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/dritterdezember.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5039" title="dritterdezember" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/dritterdezember-300x158.jpg" alt="dritterdezember" width="300" height="158" /></a></p>
<h2>Zweiter Akt: Emp&#246;rter Protest</h2>
<p>Gemeinsam mit Redakteur Wingender bilanziert einen Tag sp&#228;ter der Leiter der Lokalredaktion, Martin Heller, die Reaktionen auf den Ausrutscher der Stadtr&#228;tin.</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8221;Was Frau Fuhrl&#228;nder sagt, stimmt einfach nicht&#8221;, sagt auch eine weitere Leserin [...]. Ihr Sohn sitzt ebenfalls im Rollstuhl. [...] Ihre Erfahrung: Sowohl die Pl&#228;tze am Rathaus als auch der Behindertenparkplatz in der unteren Marbachstra&#223;e nahe der &#8216;Erbse&#8217; seien regelm&#228;&#223;ig von Autos besetzt, deren Fahrer keine Parkerlaubnis haben. &#8220;Ich habe den Eindruck, dass in Dillenburg eine Lobby f&#252;r Behinderte fehlt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sie berichtet von verschmutzten Behindertenparkpl&#228;tzen, die voller Hundekot seien. Das bedeute f&#252;r einen Rollstuhlfahrer, dass er den Schmutz an den H&#228;nden hat, sobald er an die R&#228;der seines Rollis greife. Die Vorsitzende des Beirats f&#252;r Senioren- und Behindertenfragen stellt klar: Es gebe nicht zu wenig Parkpl&#228;tze f&#252;r Behinderte, sie seien schlicht zu oft von Falschparkern besetzt. Falschparkern wie der Elisabeth Fuhrl&#228;nder. Abtritt der Protestanten, Vorhang auf f&#252;r den dritten Akt:</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/siebzehnterdezember.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5040" title="siebzehnterdezember" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/siebzehnterdezember-300x196.jpg" alt="siebzehnterdezember" width="300" height="196" /></a></p>
<h2>Dritter Akt: Die Verschw&#246;rungstheorie</h2>
<p>Das alles scheint f&#252;r die &#246;rtliche CDU zu viel des investigativen Lokaljournalismus zu sein, zu viel Beschwerde von betroffenen B&#252;rgern. Der CDU-Ortsverband Frohnhausen, ein Ortsteil von Dillenburg, solidarisiert sich mit der Stadtr&#228;tin. Die DILL-POST berichtet heute &#252;ber einen Kommentar, den <a href="http://cdu-dillenburg.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=371&amp;Itemid=4">Patrick Schreier auf den Internetseiten des Stadtverbands Dillenburg ver&#246;ffentlichte</a>. Darin ist die Rede von einer &#8220;Hetzjagd&#8221; und &#8220;Kampagne&#8221; gegen Fuhrl&#228;nder. Nat&#252;rlich sei es nicht sch&#246;n, wenn Behindertenparkpl&#228;tze unzul&#228;ssig belegt w&#252;rden. Aber der Parkplatz am Rathaus sei ja fast &#252;berfl&#252;ssig, nachdem es doch das B&#252;rgerb&#252;ro im S&#252;den der Stadt gebe. Und weiter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Diese Kampagne, ich kann es nicht anders nennen, &#228;rgert mich pers&#246;nlich sehr.Selbstverst&#228;ndlich hat Frau Fuhrl&#228;nder eine Ordnungswidrigkeit begangen und selbstverst&#228;ndlich hat Sie daf&#252;r ein Bu&#223;geld bekommen. [...] Allerdings m&#246;chte ich hier &#246;ffentlich, und ich denke ich spreche da im Namen des gesamten CDU-Ortsverbandes Frohnhausen, meine uneingeschr&#228;nkte Solidarit&#228;t mit Frau Fuhrl&#228;nder aussprechen. Wir brauchen sie, sind au&#223;erordentlich dankbar f&#252;r ihr Engagement und wir stehen gerade in dieser schweren Zeit zu ihr.</p>
<p>Es mag nat&#252;rlich sein, dass die Initiatoren dieser „Hetzjagd“ tats&#228;chlich noch nie falsch geparkt haben, niemals „geblitzt“ wurden und auch garantiert immer angeschnallt sind. F&#252;r viel wahrscheinlicher halte ich es jedoch, dass hier die N&#246;te von behinderten Mitmenschen zu parteipolitischen Zwecken instrumentalisiert werden.</p>
<p>Und damit sind f&#252;r mich die Grenzen des guten Geschmackes weit &#252;berschritten.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Die <a href="http://www.mittelhessen.de/">DILL-POST</a> hat uns freundlicherweise die drei Artikel zur Verf&#252;gung gestellt. Das Copyright f&#252;r Texte und Bilder der entsprechenden Daten liegt bei der DILL-POST. Titelbild: Photocase <a title="Benutzerprofil von ohneski anzeigen." href="http://www.photocase.com/de/user.asp?u=316350">ohneski</a>, Montage</em></p>
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		<title>Angst vor dem Minarett</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 13:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Plasberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Volksabstimmung]]></category>
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Was mit der Abstimmung in der  Schweiz losgetreten  wurde ist eine Diskussion, die nicht jedem schmeckt, die aber offenbar umso n&#246;tiger gef&#252;hrt werden muss. In den vergangenen Tagen habe ich…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was mit der Abstimmung in der  Schweiz losgetreten  wurde ist eine Diskussion, die nicht jedem schmeckt, die aber offenbar umso n&#246;tiger gef&#252;hrt werden muss. In den vergangenen Tagen habe ich ganz pers&#246;nlich mit meinen Familienmitgliedern so ausf&#252;hrlich und erhitzt &#252;ber ein Thema diskutiert, das sie schon lange besch&#228;ftigt und das ich aus eigener &#220;berzeugung als zu wenig relevant angesehen habe.</strong></p>
<p>Beim abendlichen Anschauen von Frank Plasbergs Diskussion &#252;ber das Minarett-Verbot in der Schweiz war erstaunliches zu beobachten. Es war erneut der trotzige Wolfgang Bosbach, der die &#196;ngste in der Gesellschaft am deutlichsten symbolisieren konnte. Bosbach ist ja beileibe kein unerfahrener Politiker, der auch schon zahlreiche positive Begegnungen mit Moslems hatte und auch von diesen berichtet. Doch die Angst und Verunsicherung, die schon fast aus seinen Augen hervorleuchtete, war nicht zu &#252;bersehen. Worum aber geht es dieser gro&#223;en Mehrheit in unserer, aber auch der Schweizer Gesellschaft?</p>
<h2>Minarette sind nicht das Problem</h2>
<p>Es kann nur schwerlich der Bau von Minaretten an sich sein. Unabh&#228;ngig von der Frage, ob es etwas in der Verfassung eines Landes zu regeln gilt, das eigentlich mehr die st&#228;dtischen Bauordnungen betrifft, muss es doch um weit mehr gehen. Die Schweizer haben mit ihrem Protestwahlgang mehr eine Meinungs&#228;u&#223;erung abgegeben, als das tats&#228;chlich ein praktikables Gesetz hervor gegangen w&#228;re. Man muss sich nur verdeutlichen, dass nach der nun beschlossenen Regelung die repr&#228;sentativste, sch&#246;nste und gr&#246;&#223;te Moschee gebaut werden darf – nur auf einen Turm an ihrer Seite muss sie verzichten.</p>
<p>In Deutschland ist der Bau von Minaretten weit weniger umstritten, als die kurzfristigen Befragungen der sensationsgierigen Fernsehprogramme das vermuten lassen. Kaum jemand wir das oben beschriebene Szenario eines repr&#228;sentativen Moscheebaus gut hei&#223;en, solange auf das Minarett verzichtet wird. Eine wahrscheinlichere Stufe w&#228;re da schon gleich der ganze Moscheebau an sich. Ein Blick ins Detail zeigt aber, wie aberwitzig auch diese Vorstellung anmuten muss. Denn es ist beileibe nicht so, dass es keine Moscheen in Deutschland g&#228;be. Sie sind vielmehr nicht als solche sichtbar. Problematisch wird hier nur die Manifestation in Form von orientalisch anmutender Architektur. Ein Lagerhaus in deutschem Einheitswei&#223; get&#252;ncht darf so viel Gebetsteppiche beherbergen, wie man sich das nur vorstellen kann.</p>
<h2>Verdr&#228;ngte S&#228;kularisierung</h2>
<p>Doch ich bin der Meinung, dass selbst eine solche Skepsis vor Moscheebauten nur ein Symptom ist und nicht die eigentliche Malaise. Michel Friedmann sprach gestern bei Plasberg von der Angst einer s&#228;kularisierten Gesellschaft vor dem Sakralen. Weil immer weniger Deutsche in eine Kirche oder Religionsgemeinschaft gehen, m&#252;ssten die sehr diszipliniert wirkenden Moslems bedrohlich wirken. Doch diese Analyse trifft nicht ann&#228;hernd das Problem. Vielmehr scheint die deutsche Gesellschaft nicht begriffen zu haben, dass und wie stark sie mittlerweile s&#228;kularisiert ist. Man begreift sich immer noch als christlich und kann nur so &#252;berhaupt einen Dualismus der Religionen, eine Konfrontation von Christentum und Islam in Deutschland annehmen.</p>
<p>W&#252;rde man dagegen begreifen, welch geringe Rolle die Religion im Alltagsleben der meisten Menschen spielt; w&#252;rde man sich verdeutlichen, wie viele Atheisten und Agnostiker es in unserem Land gibt: Man w&#228;re dennoch nicht am Kern des Problems angekommen. Was aber kann der Kern noch sein?</p>
<h2>Teil einer Kultur</h2>
<p>Der viel berufene Unterschied der Kulturen jedenfalls wohl kaum. Die deutsche Jugend zeigt das eindr&#252;cklich. Wer wei&#223; schon noch, welche Musik aus welchem Kulturraum kommt. Selbst in unserer provinziellen, kleinst&#228;dtischen Gegen sieht man auf den Jugendseiten der Tagesschau die Lieblingsmusik der Jugendlichen und Teenager, die auf Bushido ebenso abfahren wie auf Fler. Die beiden Rapper setzen bewusst auf die gleiche Musik. Doch w&#228;hrend Bushido eigentlich Moslem ist, betont Fler sein Deutschsein. Daran st&#246;ren wird sich niemand. Fakt ist doch, dass jeder in Deutschland lebende B&#252;rger, egal welcher Staatsangeh&#246;rigkeit, zwangsl&#228;ufig Teil einer gemeinsam entstehenden und sich immer wieder wandelnden Kultur ist.</p>
<p>In den Gespr&#228;chen mit meinen Eltern und Gro&#223;eltern kommt man irgendwann zu dem immer gleichen Punkt, den ich f&#252;r den entscheidenden halte. Das Bild von Moslems ist bei ihnen nicht durch pers&#246;nliche Erfahrungen gepr&#228;gt, sie kennen h&#246;chstens den t&#252;rkischen Reifenh&#228;ndler am Ortseingang. Mit einem Moslem, der seinen Glauben auslebt, sind sie noch nie in Kontakt geschweige denn in eine Diskussion gekommen. Nein, ihr Bild ist gepr&#228;gt von einer medialen Berichterstattung, die von Ehrenmorden und Genitalverst&#252;mmelung, von Zwangsverheiratungen und Kopftuchstreitigkeiten an Schulen bestimmt ist.</p>
<h2>Angst ums Recht</h2>
<p>Seltsam genug, dass es nicht kulturelle, religi&#246;se oder pers&#246;nliche Vorbehalte sind, sondern rechtliche. Denn ausgerechnet unser Rechtssystem ist das mit den geringsten Anpassungsschwierigkeiten. Nahezu alle Bereiche, die mit einem fundamental ausgelebten Islam Probleme aufwerfen k&#246;nnten, sind zweifelsfrei geregelt. Verfassungsfeindliche Tendenzen werden beobachtet und geahndet. Ehrenmorde und Frauenbeschneidung sind kein juristisches Streitthema, sondern klar bestimmt. Und Fragen nach Kopft&#252;chern und Schwimmunterrichtsbefreiung sind auf dem Weg dahin.</p>
<p>Was uns also fehlt, ist eine bewusste Zur&#252;ckstellung der rechtlichen Diskrepanzen und eine Betonung des gemeinsamen Lebens. Wir sind uns n&#228;her, als wir denken und es wird Zeit, dass wir einander begegnen.</p>
<p><em>Bild: flickr <strong><a href="http://www.flickr.com/photos/8944137@N07/"><strong>Grauer Mausling</strong></a></strong></em></p>
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		<title>Guttenbergs Krieg</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 11:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg hat es in den vergangenen Monaten zu einer erstaunlichen Beliebtheit in der Bev&#246;lkerung gebracht. Auch im Politbarometer kurz nach der Wahl steht er mit 2,3 Punkten als beliebtester Spitzenpolitiker ganz vorne, gleich vor Merkel. Diese Beliebtheit hat er nicht zuletzt seiner viel zitierten Standhaftigkeit in Sachen Opel zu verdanken. Dabei wird gern &#252;bersehen, dass er eigentich als Wirtschaftsminister kaum noch Arbeit zu erledigen hatte so kurz vor der Bundestagswahl und das vor allem seine Expertise zu R&#252;sselsheimer Finanzfragen ungeh&#246;rt verhallen w&#252;rde. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karl-Theodor zu Guttenberg hat es in den vergangenen Monaten zu einer erstaunlichen Beliebtheit in der Bev&#246;lkerung gebracht. Auch im <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/875864?inPopup=true">Politbarometer kurz nach der Wahl</a> steht er mit 2,3 Punkten als beliebtester Spitzenpolitiker ganz vorne, gleich vor Merkel. Diese Beliebtheit hat er nicht zuletzt seiner viel zitierten Standhaftigkeit in Sachen Opel zu verdanken. Dabei wird gern &#252;bersehen, dass er eigentich als Wirtschaftsminister kaum noch Arbeit zu erledigen hatte so kurz vor der Bundestagswahl und das vor allem seine Expertise zu R&#252;sselsheimer Finanzfragen ungeh&#246;rt verhallen w&#252;rde. </strong></p>
<h2>Insolvenz-Forderung ohne Nebenwirkungen</h2>
<p>Genau das war Guttenberg aber klar. Seine Aussage, man m&#252;sse bei Opel auch an eine <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627791,00.html">geordnete Insolvenz</a> denken, war darauf kalkuliert, nicht ber&#252;cksichtigt zu werden. Es war gewisserma&#223;en ein PR-Gag, dass Guttenberg den Ordnungspolitiker im Stangenanzug mimte.</p>
<p>Und weil der Trick so gut aufging, versucht er ihn als Bundesminister der Verteidigung gleich nochmal. Die Tage w&#228;hrend der Koalitionsverhandlungen mag er schon dar&#252;ber nachgedacht haben, wie er dem von Franz-Josef Jung so bedeutungslos gemachten Amt zu neuem Glanz verhelfen k&#246;nne. Immerhin befindet sich die Bundeswehr nicht gerade in einer einfachen Situation. Das Arbeitsprofil zeigt schon lange, dass die Bundeswehr den Weg von Verteidigungsarmee zu einer professionellen Krisenarmee beschreitet. Nun kommt auch eine erste Reform der Wehrpflicht und suggeriert ein baldiges Ende der Zwangsrekrutierung.</p>
<h2>Jung und Guttenberg trennt das K-Wort</h2>
<p>Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist in der Bev&#246;lkerung nicht beliebt. Michael Spreng <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2345">sieht Guttenbergs Handlungsspielraum</a> daher auch sehr beengt:</p>
<blockquote><p>Als Verteidigungsminister kann zu Guttenberg schnell seine bisher erworbene Beliebtheit verlieren. Er hat  nur eine Chance, ein popul&#228;rer Verteidigungsminister zu werden, allerdings nur eine einzige: er muss die deutschen Soldaten aus Afghanistan zur&#252;ckholen oder zumindest einen realistischen, zeitlich &#252;berschaubaren Plan f&#252;r ihre R&#252;ckkehr entwickeln. Dann h&#228;tte er seine Meisterpr&#252;fung bestanden.</p></blockquote>
<p>Doch der clevere Bayer scheint einen Ausweg gefunden zu haben, wie er seine Beliebtheit sichern und sogar steigern kann, ohne gleich verbindlich werden zu m&#252;ssen. Der Focus schreibt:</p>
<blockquote><p>Gleich mit seinem ersten Interview hat sich Guttenberg darauf eingestellt. „Ich selbst verstehe jeden Soldaten, der sagt: In Afghanistan ist Krieg, egal, ob ich nun von ausl&#228;ndischen Streitkr&#228;ften oder von Taliban-Terroristen angegriffen, verwundet oder get&#246;tet werde“, sagte der CSU-Politiker der „Bild-Zeitung“. Der Eindruck, den der Verteidigungsminister damit vermitteln wollte, ist klar: Wo sein Vorg&#228;nger Franz Josef Jung das „K-Wort“ sorgf&#228;ltig vermied und auf juristische Probleme mit dem V&#246;lkerrecht verwies, redet Guttenberg Klartext.</p></blockquote>
<h2>Beliebt werden ohne Substanz</h2>
<p>Die einfachste Art, sich zu Afghanistan zu positionieren ohne wirklich Position zu beziehen hat Guttenberg deutlich gezeigt: Lasst uns erstmal von Krieg reden. Die Bundesregierung weigerte sich ja bisher konsequent, den Einsatz in Afghanistan als Krieg zu bezeichnen &#8211; was zwar v&#246;lkerrechtlich korrekt sein d&#252;rfte, aber weit am Empfinden  der B&#252;rger vorbei geht.</p>
<p>Als lachender Dritte steht mal wieder Guttenberg da, der im &#8220;Leitmedium BILD&#8221; den Deutschen aus der Seele spricht, ohne Handeln zu m&#252;ssen.</p>
<p><em>Bild: flickr <a href="http://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/"><strong>Michael Panse MdL</strong></a></em></p>
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