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	<title>Homo Politicus &#187; Christine Haderthauer</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Ein Forum ist kein Duell</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 23:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Haderthauer]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Der hessische Sprint-Wahlkampf konzentriert sich auf  die zwei Wochen vor dem Wahltag. In diesem Zeitraum fallen auch die wenigen gr&#246;&#223;eren Medienereignisse der Kampagne. Nachdem es im November einige Scharm&#252;tzel um die Durchf&#252;hrung von TV-Debatten gab... <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/01/15/ein-forum-ist-kein-duell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong><strong>Gastbeitrag von Dr. Christoph Bieber zu den TV-Debatten im Hessenwahlkampf</strong></strong></h3>
<p><strong><strong><img class="alignnone size-full wp-image-3151" title="forum" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/forum.jpg" alt="forum" width="300" height="111" /><br />
</strong></strong></p>
<p class="teaser"><strong>Der hessische Sprint-Wahlkampf konzentriert sich auf  die zwei Wochen vor dem Wahltag. In diesem Zeitraum fallen auch die wenigen gr&#246;&#223;eren Medienereignisse der Kampagne. Nachdem es im November einige Scharm&#252;tzel um die Durchf&#252;hrung von <a href="http://carta.info/2553/wahlkampf-20-in-hessen-keine-spur/" target="_blank">TV-Debatten</a> gab , muss der Hessische Rundfunk als analoges Leitmedium mit einem Rumpfprogramm zufrieden sein: Zum prestige- und reichweitentr&#228;chtigen „Duell der Spitzenkandidaten“ kommt es in diesem Januar nicht.</strong></p>
<p>Noch vor Jahresfrist hatte die Konfrontation von Andrea Ypsilanti und Roland Koch dem Regionalsender ausgezeichnete Quoten beschert. Zwar m&#252;ht sich der HR um ein m&#246;glichst breit gestreutes Programm auf <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/ltw2009/index.jsp?rubrik=40724" target="_blank">verschiedenen Kan&#228;len</a>, doch mit dem sorgsam im Parteispektrum austarierten Line-Up d&#252;rften dieses Mal keine B&#228;ume ausgerissen werden. Die Abwesenheit einer „gro&#223;en TV-Debatte“ erm&#246;glichte stattdessen publizistische Nebenschaupl&#228;tze bei der Konkurrenz von Print und H&#246;rfunk: so sorgten bereits die von der <a href="http://www.faz.net/s/Rub606F7D1C907A4A7F9C506AE24D76B150/Doc%7EE0D35DF5A364F4A4EA481F0E7D256E8F9%7EATpl%7EEcommon%7ESspezial.html" target="_blank">FAZ unter Ausschluss der Linkspartei</a> organisierten Diskussionsrunden f&#252;r Furore, und am Dienstag durfte <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1659110_Al-Wazir-ohne-Angst.html" target="_blank">Focus-Chef Helmut Markwort eine Radio-Elefantenrunde f&#252;r den Privatsender FFH moderieren</a>.</p>
<p><strong>Allparteienrunde mit nur zwei Spitzenkandidaten</strong></p>
<p>Die Folgen des Scheiterns einer Debatten-Vereinbarung mit den Spitzenkandidaten wurde den HR-Verantwortlichen auch beim B&#252;rgerforum am vergangenen Donnerstag deutlich vor Augen gef&#252;hrt. In der Allparteienrunde waren mit Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel (SPD) und Tarek Al-Wazir (Die Gr&#252;ne) lediglich zwei Spitzenkandidaten pr&#228;sent, f&#252;r die CDU ging Generalsekret&#228;r Michael Boddenberg an den Start, die Linke schickte mit Janina Wissler die zweitplatzierte der Landesliste, die FDP mit Nicola Beer die Nr. 4.<span id="more-3147"></span></p>
<p>Die Einschaltquoten der Sendung erreichten in der Spitze gerade mal etwas mehr als 120.000 Zuschauer – der Vergleich mit den Zahlen aus dem Vorjahr (ca. 1,5 Millionen deutschlandweit, in Hessen ca. 400.000) f&#228;llt d&#252;ster aus. Auch die Zuschauerdemografie spricht B&#228;nde – nahezu drei Viertel des Publikums geh&#246;rt der Altersgruppe „ab 50 Jahre“ an, Zahlen f&#252;r Zuschauer unter 30 Jahren wurden gar nicht erst gemessen. Die vermutlich j&#252;ngeren Besucher der HR-Website bekamen nur eine Fotogalerie und einen <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/ltw2009/index.jsp?rubrik=40252&amp;key=standard_document_36130958" target="_blank">knappen &#220;berblicksartikel zu Gesicht</a>, als Zusatz gab es noch eine zweimin&#252;tige Zusammenfassung von HR1. So richtig gefallen hat es der Online-Redaktion wohl nicht, im sehr informativen <a href="http://www.twitter.com/hronlinewahl" target="_blank">Twitter-Feed zur Wahl</a> blieben Hinweise und Kommentare zur Sendung eher einsilbig.</p>
<p>Ein Erfolg war die Sendung daher zun&#228;chst einmal f&#252;r Roland Koch – seine kategorische Absage an ein prominentes Duell mit dem SPD-Kontrahenten sollte vor allem die Steigerung des Bekanntheitsgrades von „TSG“ verhindern. In die F&#252;nfer-Runde vom 8. Januar musste Sch&#228;fer-G&#252;mbel nat&#252;rlich trotzdem, lediglich der ebenfalls auf ein Duell mit Koch spekulierende Al-Wazir hatte den Weg aus der ersten Wahlkampfreihe ins TV-Studio gefunden. Die verbleibenden drei G&#228;ste bildeten ein „Frankfurter Gipfeltreffen“: Boddenberg vertritt den Wahlkreis Frankfurt/Main IV, Wissler Frankfurt/Main VI und Beer Frankfurt/Main III.</p>
<p>Als regionales Bindeglied mag dies ja noch funktionieren, allerdings muss man sich fragen, ob die Wahlkreise (und ihre KandidatInnen) eine derart prominente Platzierung verdient haben – oder andersherum: was haben Nord-, Ost- und S&#252;dhessen von diesem &#220;bergewicht des Rhein-Main-Gebietes? Und selbst wenn hier ein Generalsekret&#228;r und zwei stellvertretende Fraktionsvorsitzende das Wort gef&#252;hrt haben – es waren eben nicht die Spitzenkandidaten Roland Koch, J&#246;rg-Uwe Hahn und Willy van Ooyen. Hier zeigt sich eine gewisse Geringsch&#228;tzung des Formates – schlie&#223;lich sollen sich doch die B&#252;rger eine Meinung zu den Leitlinien der Landespolitik bilden, serviert wird ihnen jedoch nur die Position aus der zweiten Reihe.</p>
<p>Dem Wahlkampfkalk&#252;l wurde die – ansonsten immer hei&#223; begehrte – Medienpr&#228;senz geopfert, aus Sicht von CDU, FDP und Linkspartei war das sogar nachvollziehbar: das Fehlen des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Ministerpr&#228;sidenten senkt den Aufmerksamkeitswert der Sendung, der nicht eben kamera-affine FDP-Chef minimiert seine Bildschirmzeit und der Chef der krisengesch&#252;ttelten Linken entzieht sich unbequemen Fragen zum Zustand seiner Partei.</p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/stehrunde.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3150" title="stehrunde" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/stehrunde-300x171.jpg" alt="stehrunde" width="300" height="171" /></a><br />
</strong></p>
<p>Auf der Strecke bleiben allerdings: ein zur Belanglosigkeit verurteiltes Stehpultgespr&#228;ch und die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler. Immerhin – als Quittung gab es eine schwache Quote. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Situation in dieser Woche verbessert: am Donnerstag steht die Runde der Spitzenkandidaten auf dem Programm – dann werden zumindest alle Frontfiguren des Wahlkampfs gemeinsam auf dem Bildschirm erscheinen.</p>
<p>Eine produktive Auseinandersetzung ist aber auch dann nicht zu erwarten: die gro&#223;en Runden sind gut geeignet, um sich im Diskussions-Durcheinander misslichen Fragen zu entziehen, eine direkte Auseinandersetzung der Kandidaten untereinander wird ausbleiben oder sich auf wenige Moment beschr&#228;nken. Der Moderation bleibt die undankbare (und vermutlich unl&#246;sbare) Aufgabe, ein wenig zu schlichten und zu sortieren – die direkte und kompakte Adressierung wichtiger Wahlkampfthemen mit der M&#246;glichkeit zur Gegen&#252;berstellung parteipolitischer (und pers&#246;nlicher) Standpunkte ist in einer solchen Gespr&#228;chssituation nicht m&#246;glich.</p>
<p>Voraussichtlich werden nicht wenige hessische Zuschauer mit der Fernbedienung abstimmen – und den HR sp&#228;testens nach der Tagesschau verlassen. Die Neuauflage der Hessenwahl unterbricht damit die Tradition der TV-Debatten zwischen Spitzenkandidaten auf Landesebene. Verschenkt wird damit das Potenzial zur verdichteten und reichweitenstarken Pr&#228;sentation von Personal und Positionen, es bleibt zu hoffen, dass die zust&#228;ndigen Sender im Saarland, Sachsen und Th&#252;ringen im Sommer mit besseren Argumenten in die Verhandlungen gehen als der HR. Die laufende Berichterstattung in Hessen zeigt dabei dem SR und dem MDR eindr&#252;cklich die Vorteile von Debattenformaten mit nur zwei TeilnehmerInnen auf.</p>
<p><em>Dr. Christoph Bieber ist wissenschaftlicher Assistent an der JLU Gie&#223;en und besch&#228;ftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Zu seinen Ver&#246;ffentlichungen z&#228;hlen unter anderem Publikationen zum Thema Online-Wahlkampf, die Zukunft der Mediendemokratie und Interaktivit&#228;t. Dr. Bieber betreibt das Blog <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/" target="_blank">Internet und Politik</a>. Dieser Beitrag erschien zuerst bei <a href="http://carta.info/4109/hessen-tv-duelle/">CARTA</a> und <a href="http://politik-digital.de/TV-Duell-Landtagswahl-Hessen-2009">politik-digital.de</a>.</em></p>
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		<title>&#8220;YES WE are ObamaCANs&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 19:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Haderthauer]]></category>
		<category><![CDATA[In Bayern sind die Schwarzen immer noch wir]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Röttgen]]></category>
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		<category><![CDATA[Susan Eisenhower]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Washington Post]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8220;Obamamania&#8221; nimmt immer neue Ausma&#223;e an.
Schon vor einiger Zeit verk&#252;ndete selbst die Eisenhower-Enkelin und engagierte Republikanerin (!) Susan Eisenhower, ihre Sympathien f&#252;r den demokratischen Pr&#228;sidentschaftsbewerber Barack Obama. (<a&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Obamamania&#8221; nimmt immer neue Ausma&#223;e an.<br />
Schon vor einiger Zeit verk&#252;ndete selbst die Eisenhower-Enkelin und engagierte Republikanerin (!) Susan Eisenhower, ihre Sympathien f&#252;r den demokratischen Pr&#228;sidentschaftsbewerber Barack Obama. (<a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/02/01/AR2008020102621.html" target="_blank">Susan Eisenhower: Why I&#8217;m backing Obama, erschienen in der Washington Post</a>).</p>
<p>Der Spiegel greift ihre Stellungnahme in dieser Woche auf und Berichtet gar von einer Bewegung innerhalb der republikanischen Partei: die &#8220;<a href="http://www.newsweek.com/id/107476" target="_blank">Obamacans</a>&#8220;.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="alignnone size-full wp-image-111 aligncenter" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/05/obama.jpg" alt="" width="250" height="250" /></p>
<p>Und selbst die deutschen Konservativen &#252;berschlagen sich fast vor Begeisterung, wenn Journalisten in Interviews auf Obama zu sprechen kommen.<br />
J&#252;ngst beispielsweise der Parlamentarische Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der CDU/CSU Fraktion Norbert R&#246;ttgen im Gespr&#228;ch mit dem Spiegel. Er h&#228;lt Obama gar f&#252;r den Boten einer neuen politischen Kultur, die auch f&#252;r Deutschland beispielhaft sein k&#246;nne.<br />
Und auch so manche und so mancher, die noch vor kurzer Zeit (aber mittlerweile schon vergessen) der Politik von George W. Bush sehr positiv gegen&#252;ber gestanden haben, zeigen auf einmal Interesse an einem &#8220;neuen&#8221; Amerika.</p>
<p>Einzig und alleine die bayrische CSU geht einmal mehr Sonderwege&#8230;<br />
Das Barack Obama T-Shirt des SPD-Fraktionschefs im bayrischen Landtag kommentierte <span class="artikelBildunterschrift">Christine Haderthauer</span> (Generalssekret&#228;rin der CSU), laut &#8220;Parlament&#8221; und &#8220;S&#252;ddeutschen-Zeitung&#8221; humorvoll:</p>
<blockquote><p>&#8220;In Bayern sind die Schwarzen immer noch wir&#8221;.</p></blockquote>
<p>Trotz all&#8217; dem konnte man noch zwei interessante und meiner Meinung nach richtige Aspekte aus dem Interview mit Norbert R&#246;ttgen im Spiegel mitnehmen:<br />
<em> 1. Auf die Frage, wer der deutsche Barack Obama werde, antwortete er dass kein deutscher Barack Obama gefunden werden k&#246;nne. Man solle ihn in Deutschland nicht einmal suchen. Denn in Deutschland k&#246;nne keine Einzelperson einen Prozess ausl&#246;sen wie Obama in Amerika.</em></p>
<p>=&gt; Was nat&#252;rlich auch ganz klar mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_Deutschlands" target="_blank">deutschen Parteiensystem</a> im Vergleich zur amerikanischen Pr&#228;sidialrepublik zu tun haben k&#246;nnte&#8230;</p>
<p><em>2. Desweiteren wurde R&#246;ttgen befragt, ob es nicht sein k&#246;nne, dass Obama bald verflucht werde, da er bereits jetzt die Europ&#228;er zu mehr Engagement f&#252;r Eins&#228;tze in Krisengebieten aufgefordert habe.  Und zu erwarten sei, dass Obama die deutschen Politiker zu weiteren milit&#228;rischen Beteiligungen auffordern w&#252;rde.<br />
R&#246;ttgen antwortete darauf, dass Obama vermutlich noch vehementer ein deutsches Engagement forde, als das bei McCain der Fall w&#228;re. Was darin liege, dass Obama bislang mit deutscher und europ&#228;ischer Sicherheitspolitik weit weniger vertraut sei.</em></p>
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