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	<title>Homo Politicus &#187; Facebook</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Jul 2010 14:37:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>NRW-Jusos wecken W&#228;hlerInnen mit Facebook (und frischem Kaffee)</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 14:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Obrok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>

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		<description><![CDATA[von Christian Obrok
Wir Jusos haben f&#252;r den Schlussspurt der Landtagswahl die Facebook-App „<a href="http://www.facebook.com/Mitentscheiden?v=app_114977611861497">Mitentscheiden</a>“ entwickelt. Wer will, kann dort seine Adresse hinterlassen und sich von uns am Wahlsonntag mit&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christian Obrok</em></p>
<p>Wir Jusos haben f&#252;r den Schlussspurt der Landtagswahl die Facebook-App „<a href="http://www.facebook.com/Mitentscheiden?v=app_114977611861497">Mitentscheiden</a>“ entwickelt. Wer will, kann dort seine Adresse hinterlassen und sich von uns am Wahlsonntag mit hei&#223;em Kaffee wecken lassen. Hunderte von Menschen in ganz NRW haben sich schon angemeldet.</p>
<p>Die Idee dahinter ist Folgende: Jede und jeder von uns hat Freundinnen und Freunde, die es im Prinzip  wichtig finden, w&#228;hlen zu gehen. Der Wahltag kommt dann f&#252;r viele aber doch so &#252;berraschend wie der Wintereinbruch f&#252;r die Deutsche Bahn. Und pl&#246;tzlich haben unsere besten Freunde just an dem Tag der Entscheidung keine Lust aufzustehen, weil das letzte Bier am Abend schlecht war oder sie finden Politik doch zu spie&#223;ig oder zu korrupt, um mitzumachen. Die Jusos als Organisation k&#246;nnen daran unmittelbar nicht viel &#228;ndern. Aber unsere Mitglieder – wir als Menschen – k&#246;nnen es.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/05/Mitentscheiden-Screen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5705" title="Mitentscheiden Screen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/05/Mitentscheiden-Screen-300x233.jpg" alt="" width="300" height="233" /></a></p>
<p>Daher haben wir unseren gesamten Online-Wahlkampf darauf ausgerichtet, unsere Mitglieder zu motivieren, sich zu ihrem politischen Engagement zu bekennen und mit ihren Bekannten &#252;ber Politik zu reden. Sie bewegen die Menschen in ihrem pers&#246;nlichen Umfeld dazu, w&#228;hlen zu gehen und sich gemeinsam f&#252;r einen Wandel in NRW stark zu machen.</p>
<p>Wir nennen dies intern: „Online organizing for offline action“.</p>
<p>Wir erreichen unsere Mitglieder und Sympathisanten am besten und schnellsten &#252;ber das Internet. Vor allem &#252;ber E-Mail und <a href="http://www.facebook.com/nrwjusos">Facebook</a>. Wir langweilen sie nicht mit langen Newslettern oder „Schaut-wir-sind-toll-Massenmails“, sondern konaktieren sie dann, wenn sie in ihrem Umfeld oder im Rahmen einer Aktion etwas Konkretes tun k&#246;nnen f&#252;r die Kampagne.</p>
<p>Die Mails verschicken wir m&#246;glichst personalisiert aufgrund der politischen Interessen, des Wohnorts und der Handlungsbereitschaft unserer Mitglieder. Auf unserer <a href="http://www.nrwjusos.de">Webseite</a>, in unserem <a href="http://blog.nrwjusos.de">Blog</a> und wiederum auf <a href="http://www.facebook.com/nrwjusos">Facebook</a> bilden wir das ab, was vor Ort passiert. Au&#223;erdem bieten wir den Raum allen an, die berichten wollen, was bei ihnen vor der Haust&#252;r abgeht. So schaffen wir ein Gemeinschaftsgef&#252;hl, das die Leute zu mehr motiviert.</p>
<p>Das war auch der Gedanke hinter unserer Facebook-App „Mitentscheiden“: Unsere Mitglieder haben sie in den letzten Tagen in ihrem Freundeskreis verbreitet. Sie klicken den „Gef&#228;llt-mir-Button“ und machen mit bei der eingebauten Aktion „HeldIn der Demokratie“. Bislang hat unsere App knapp 2.000 Anh&#228;ngerinnen und Anh&#228;nger gefunden. Diese h&#228;tten wir mit klassischem Wahlkampf nicht auf die Wichtigkeit des W&#228;hlens aufmerksam machen k&#246;nnen.</p>
<p><em>Christian Obrok ist Jugendbildungsreferent bei den NRW Jusos</em></p>
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		<title>Erster Blick auf das Netzwerk-Barometer</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 15:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category>
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		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Woche ist es nur noch hin bis zum Wahltermin in Nordrhein-Westfalen. Und tats&#228;chlich hat der Wahlkampf noch gewaltig Fahrt aufgenommen. Innerhalb einer Woche trafen zuerst die beiden Spitzenkandidaten Kraft und R&#252;ttgers im TV-Duell aufeinander und mussten sich danach in einer F&#252;nferrunde in der Wahlarena behaupten. Die CDU taumelt in Nordrhein-Westfalen in einer kaum zu glaubenden Art aus einer Aff&#228;re in die n&#228;chste und die SPD-Chefin provoziert immer deutlichere Erinnerungen an eine Frau aus Hessen. Wie haben sich die letzten Wochen auf die Unterst&#252;tzerzahlen in den sozialen Netzwerken ausgewirkt und welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Woche ist es nur noch hin bis zum Wahltermin in Nordrhein-Westfalen. Und tats&#228;chlich hat der Wahlkampf noch gewaltig Fahrt aufgenommen. Innerhalb einer Woche trafen zuerst die beiden Spitzenkandidaten Kraft und R&#252;ttgers im TV-Duell aufeinander und mussten sich danach in einer F&#252;nferrunde in der Wahlarena behaupten. Die CDU taumelt in Nordrhein-Westfalen in einer kaum zu glaubenden Art aus einer Aff&#228;re in die n&#228;chste und die SPD-Chefin provoziert immer deutlichere <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32532/1.html">Erinnerungen an eine Frau aus Hessen</a>. Wie haben sich die letzten Wochen auf die Unterst&#252;tzerzahlen in den sozialen Netzwerken ausgewirkt und welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen?</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/05/netzwerkbarometer_gro&#223;.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5680" title="netzwerkbarometer" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/05/netzwerkbarometer_gro&#223;-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die Ausgangslage vom 22. Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/netzwerk-barometer-nordrhein-westfalen/">fassten wir unter der &#220;berschrift &#8220;R&#252;ttgers und Facebook an der Spitze&#8221; zusammen</a>. Diese Diagnose kann man auch kurz vor dem Wahlkampfabschluss so stehen lassen. Es ist klar, dass sich die Kampagnen von CDU, SPD und Gr&#252;nen auf Facebook konzentiert haben und mit dieser Entscheidung richtig lagen. Die gro&#223;en Interaktionsm&#246;glichkeiten heben Facebook aus der Gruppe der sozialen Netzwerke in Deutschland hervor. Facebook wird, vor allem in der politischen Nutzung, die Mitbewerber von der VZ-Gruppe und den eher lokal basierten wer-kennt-wen.de und anderen klar verdr&#228;ngen.</p>
<p>Beim Duell der Spitzenkandidaten zeigt sich in den Sozialen Netzwerken etwas weniger Bewegung als in den Umfragen der Meinungsforscher, doch in der Tendenz stimmen sie &#252;berein: Hannelore Kraft holt deutlich gegen&#252;ber J&#252;rgen R&#252;ttgers auf. W&#228;hrend das <a href="http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8068208,00.html">ZDF-Politbarometer bereits ein erfolgreiches &#220;berholen Krafts vermeldet</a>, fehlt in den Sozialen Netzwerken aber noch ein wenig dazu. Ohnehin wird das Rennen nur auf Facebook ausgetragen, da Hannelore Kraft auf der meinVZ-Plattform kaum Unterst&#252;tzer sammeln konnte.</p>
<p>Interessant ist auch, dass die gr&#252;ne Spitzenfrau Sylvia L&#246;hrmann ihre gute Startposition nicht hat nutzen k&#246;nnen. Am Ausgangspunkt mit 1222 Unterst&#252;tzern bei Facebook gestartet, kann sie jetzt kurz vor dem Wahltermin nur 1544 Unterst&#252;tzer vorweisen. Ja, tats&#228;chlich verliert sie seit einem Monat wieder Freunde &#8211; wenn auch in geringem Ma&#223;e. Blickt man auf den hohen Ausgangswert f&#252;r L&#246;hrmann, scheint sich abzuzeichnen, dass die Gr&#252;nen im Netz bereits so stark verwurzelt sind, dass sie nur noch ein vergleichsweise geringes Mobilisierungspotenzial haben.</p>
<p>Als letzte Bemerkung sei noch auf die konsequente Abstinenz des FDP-Spitzenkandidaten Andreas Pinkwart hingewiesen. Auch kurz vor der Wahl ist man bei der FDP nicht der Versuchung erlegen, noch hastig ein Facebook-Profil zu er&#246;ffnen. Immerhin  konnte man damit einen seltsamen Eindruck vermeiden, wie er beim Besuch des Profils der <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=1469198539&amp;ref=search&amp;sid=1446735269.1259722709..1">linken Spitzenkandidatin B&#228;rbel Beuermann</a> entsteht. Bei den Liberalen scheint das Motto gewesen zu sein: Lieber gar kein Profil als ein so schlecht gepflegtes.</p>
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		<title>Netzwerk-Barometer Nordrhein-Westfalen</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon seit dem 8. Februar sammeln wir flei&#223;ig Daten, heute aber startet das Netzwerk-Barometer erst richtig. In den vergangenen zwei Wochen haben wir erste Eindr&#252;cke gewinnen k&#246;nnen, wie die Sozialen Netzwerke im Landtagswahlkampf 2010 um den D&#252;sseldorfer Landtag eingesetzt werden und welcher Kandidat auf besonders viele Unterst&#252;tzer sto&#223;en kann. Als Einstieg wollen wir kurz darstellen, in welcher Situation wir uns wiederfinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon seit dem 8. Februar sammeln wir flei&#223;ig Daten, heute aber startet das Netzwerk-Barometer erst richtig. In den vergangenen zwei Wochen haben wir erste Eindr&#252;cke gewinnen k&#246;nnen, wie die Sozialen Netzwerke im Landtagswahlkampf 2010 um den D&#252;sseldorfer Landtag eingesetzt werden und welcher Kandidat auf besonders viele Unterst&#252;tzer sto&#223;en kann. Als Einstieg wollen wir kurz darstellen, in welcher Situation wir uns wiederfinden.</strong></p>
<p>Nach dem Bundestagswahlkampf 2009 haben sich Soziale Netzwerke als Online-Verl&#228;ngerung von B&#252;rgerkontakten eine solide Basis in der politischen Landschaft gesichert. W&#228;hrend noch im Fr&#252;hjahr beim hessischen Landtagswahlkampf ein gewisses Fremdeln der Politik mit den neuen Werkzeugen zu sp&#252;ren war, werben heute die Kandidaten in Nordrhein-Westfalen ungewohnt offensiv schon auf den Startseiten ihrer Internetauftritte damit, auch in den wichtigen Sozialen Netzwerken mit einem Profil vertreten zu sein. </p>
<p><a rel="lightbox" href="https://spreadsheets.google.com/a/stylecollision.de/oimg?key=0Ap0shXtCLMiidFkyR1VtYTU4OXU1S3pabnYwd3k0eEE&#038;oid=2&#038;v=1266768644814"><img src="https://spreadsheets.google.com/a/stylecollision.de/oimg?key=0Ap0shXtCLMiidFkyR1VtYTU4OXU1S3pabnYwd3k0eEE&#038;oid=3&#038;v=1266768579036" /></a><br />
<a href="http://spreadsheets.google.com/pub?key=tY2GUma589u5KzZnv0wy4xA&#038;output=html">Datenbasis</a></p>
<h2>R&#252;ttgers und Facebook an der Spitze</h2>
<p>J&#252;rgen R&#252;ttgers als amtierender CDU-Ministerpr&#228;sident steht deutlich an der Spitze der Netzwerker. Die meisten Unterst&#252;tzer sammelt er auf Facebook, doch auch sein Profil bei meinVZ hat eine ganze Reihe Fans und sichert ihn zum Auftakt des Rennens die Favoritenrolle. Seine Herausforderin Hannelore Kraft setzt ebenfalls auf das amerikanisch-st&#228;mmige Netzwerk Facebook, bleibt aber auf Distanz zu beiden R&#252;ttgers-Profilen. Bemerkenswert ist, wie dicht auf die SPD-Kandidatin schon Sylvia L&#246;hrmann von den Gr&#252;nen folgt. Das dr&#252;fte ein interessantes Rennen &#252;ber die n&#228;chsten 10 Wochen werden. Schon jetzt spekuliert man flei&#223;ig &#252;ber die wichtige Rolle der Gr&#252;nen bei der Regierungsbildung im Fr&#252;hsommer. Vielleicht reicht es ja auch in den Sozialen Netzwerken f&#252;r einen Verfolgerplatz hinter R&#252;ttgers &#8211; und vor Kraft.</p>
<p>Abgeschlagen finden sich am Ende die Profile von Hannelore Kraft bei meinVZ, das damit insgesamt deutlich an Bedeutung einb&#252;&#223;t, und von B&#228;rbel Beuermann bei Facebook. So beil&#228;ufig, wie die Linken-Spitzenkandidatin ihr Profil dort einsetzt und auch insgesamt kein gro&#223;es Aufheben um ihre Person macht, scheint hier wenig Dynamik in Sicht.</p>
<p>Ab dem 8. Februar werden wir also weiterhin Daten sammeln und w&#246;chentlich unsere Auswertung aktualisieren. Ein stets aktueller &#220;berblick findet sich auf der eigenen Seit des <a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer-nrw/">Netzwerk-Barometers f&#252;r Nordrhein-Westfalen</a>. </p>
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		<title>Social Network Life</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/11/17/social-network-life/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 07:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits in zwei Artikeln haben wir uns in j&#252;ngster Zeit mit der Thematik der Sozialen Netzwerke auseinander gesetzt: "Zweiklassensystem im Internet" &#038; "Facebook als Bolognaplattfom". Zun&#228;chst haben wir dabei den Blick besonders auf die Situation in der Studierendenschaft gelenkt. Doch der „new culture clash on the internet”, wie Mercedes Bunz ihn nennt macht nicht vor der Welt au&#223;erhalb der Universit&#228;tshallen halt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits in zwei Artikeln haben wir uns in j&#252;ngster Zeit mit der Thematik der sozialen Netzwerke auseinander gesetzt: &#8220;<a href="http://www.homopoliticus.de/2009/07/26/zweiklassensystem-im-internet/">Zweiklassensystem im Internet</a>&#8221; &amp; &#8220;<a href="http://www.homopoliticus.de/2009/10/29/facebook-als-bolognaplattfom/">Facebook als Bolognaplattfom</a>&#8220;. Zun&#228;chst haben wir dabei den Blick besonders auf die Situation in der Studierendenschaft gelenkt. Doch der „new culture clash on the internet”, wie <a href="http://www.mercedes-bunz.de/archives/948">Mercedes Bunz</a> ihn nennt macht nicht vor der Welt au&#223;erhalb der Universit&#228;tshallen halt.</p>
<h3>Lokale Unterschiede</h3>
<p>In Deutschland wird dies insbesondere anhand der lokalen Unterschiede von sozialen Netzwerken deutlich. Beispiele hierf&#252;r sind die beiden Netzwerken <a href="http://www.lokalisten.de">Lokalisten</a> und <a href="http://www.wer-kennt-wen.de/">Wer-kennt-wen</a>. W&#228;hrend die Lokalisten sich vor allem in S&#252;ddeutschland etablieren konnten, hat Wer-kennt-wen insbesondere in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen Mitglieder gefunden. Das hei&#223;t auf der einen Seite wird die Aufhebung der r&#228;umlichen Distanz durch das Internet gefeiert, auf der anderen Seite trifft man auf den genannten Plattformen insbesondere Personen, mit denen man auch mehr oder weniger regelm&#228;&#223;ig in realweltlichem Kontakt steht. In diesem Zusammenhang kann man beispielsweise bereits durch einen Umzug schnell vor dem Problem stehen auf Grund der Mitgliedschaft in einem extrem regional begrenzten Netzwerk nicht an der Diskussionen seiner Umgebung teilnehmen zu k&#246;nnen.</p>
<h3>Spezialnetzwerke</h3>
<p>Neben diesen regionalen Netzwerken sind jedoch noch weitaus mehr Spezialnetzwerke entstanden. Jedes Hobby oder Interessensgebiet hat sich einen eigenen Raum im Internet erobert. Das reicht von <a href="http://www.mycat.de/">mycat.de</a>, &#252;ber <a href="http://meinsport.de/">meinsport.de</a>, <a href="http://www.evangelisch.de/">evangelisch.de</a> bis <a href="http://www.grafiker.de/">grafiker.de</a>. Innerhalb dieser engumgrenzten Mikrokosmen kommunizieren Personen mit gleichen Interessensgebieten und Intensionen miteinander. Doch verhindern die harten Grenzen der Netzwerke eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppierungen.<br />
Ein weiteres dieser Spezialnetzwerke ist <a href="http://www.xing.de">Xing</a>. Das Karierenetzwerk verbindet nach eigenen Angaben Gesch&#228;ftsleute und Berufst&#228;tige miteinander. Studenten die sich bereits zuvor mit der StudiVZ- oder Facebook-Entscheidung konfrontiert sahen, m&#252;ssen nun mit einer weiteren Entscheidung umgehen: „Xing: ja oder nein“.  Sp&#228;testens das erste Praktikum zeigt den meisten Studenten, dass sie ihre gesammelten Kontakte &#252;ber StudiVZ oder Facebook nicht verwerten k&#246;nnen, sondern die Berufswelt sich auf einer anderen Plattform versammelt hat. Neben den vielen Economy-Class-Netzwerken ist eine Art Business-Class entstanden. Der einfache Student ist hin und her gerissen zwischen einer beruflichen Pr&#228;sentation via Xing und einer eher privaten Pr&#228;sentation via Facebook oder StudiVZ. &#220;ber Xing kann er nur schwer Kontakt zu seinem universit&#228;ren Umfeld halten und ger&#228;t so in ein Entscheidungsdilemma welcher Plattform er mehr Aufmerksamkeit schenkt. Dieses Dilemma kann als eine Art „Spa&#223;- oder Karriere-Dilemma&#8221; ausgemacht werden. Ebenso wie im realen Leben wird es notwendig sich unterschiedlich zu pr&#228;sentieren: Die Anzugfraktion steht der T-Shirtfraktion entgegen.</p>
<h3>Social Network Sites als von einander getrennte R&#228;ume</h3>
<p>W&#228;hrend Weblogs die Entstehung einer Blogosph&#228;re, also stark miteinander vernetzte Angebote, erm&#246;glichten, stellen Social Network Sites komplett von einander getrennte R&#228;ume dar. Sobald man seine Konzentration auf eine Plattform lenkt, k&#246;nnen einen auf einer anderen Plattform relevante Informationen verloren gehen. In ihren Grundstrukturen sind die Plattformen alle gleich. Sie verfolgen das Ziel, Menschen miteinander zu verbinden und die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Doch unterscheiden sie sich stark in ihren Nutzergruppen.</p>
<h3>Generationennetzwerke</h3>
<p>Man k&#246;nnte meinen, dass inzwischen nicht nur jede Interessensgruppe sondern auch jede Generation ihre eigene Plattform nutzt. Dem Sch&#252;ler (<a href="http://www.schuelervz.de">SchuelerVZ</a>) ist es nicht m&#246;glich, mit seiner studierenden Schwester (Facebook), seinen Eltern (Xing oder Werkenntwen) oder den Gro&#223;eltern (<a href="http://www.feierabend.de">feierabend.de</a>) zu kommunizieren. Das ist auch von daher interessant, dass besonders immer mehr Jugendliche keine eigene Email-Adresse, aber ein SN-Profil, besitzen. Die Mailfunktion von Social Network Sites hat diesen Dienst teilweise ersetzt, jedoch wird der Mailverkehr radikal eingeschr&#228;nkt.</p>
<p>Es zeigt sich also immer mehr, dass man mit dem Alter aus Netzwerken herauswachsen kann. Ein Netzwerk ersetzt das n&#228;chste. Das hei&#223;t im R&#252;ckschluss, die Digital Natives  werden im Laufe ihres Lebens etliche Social Network Sites genutzt haben. Schwierig ist dieses Problem insbesondere f&#252;r die politische Kommunikation, da die Parteikampagnen immer vor der Frage stehen, welche Plattform f&#252;r sie am relevantesten ist. Mit jeder Entstehung eines neuen sozialen Netzwerkes wird die Differenz zwischen den von einander abgetrennten Gruppierungen deutlich. H&#228;ufig sind desweiteren die digitalen Netzwerke doch mit R&#252;ckkopplungen in die Offlinewelt verbunden. Beispielsweise f&#228;llt es einem jungen Menschen, der nicht studiert schwer auf einer Studentenplattform ein Kontaktnetzwerke aufzubauen, wenn er realweltlich keine Studenten kennt. D.h. f&#252;r die Netzwerkbildung sind in den meisten F&#228;llen Personen notwendig die einen den Einstieg in ein Netzwerk erm&#246;glichen.</p>
<p><em>Bildnachweis: <a href="http://www.flickr.com/photos/schwenke/2249636330/sizes/l/">flickr.com (A.Schwenke)</a></em></p>
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		<title>Facebook als Bolognaplattfom</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 12:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[dana boyd]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits vor einiger Zeit haben wir uns an dieser Stelle mit der von dana boyd konstatierten Zweiklassengesellschaft im Internet auseinander gesetzt. boyd ist der Meinung, dass (f&#252;r die USA gesehen) eine Konkurrenz zwischen den beiden Plattformen Facebook und MySpace entstanden sei, die sich inzwischen bis zu einem Zweiklassensystem stilisiert h&#228;tte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits vor einiger Zeit haben wir uns an dieser Stelle mit der von dana boyd konstatierten Zweiklassengesellschaft im Internet auseinander gesetzt (<a href="http://www.homopoliticus.de/2009/07/26/zweiklassensystem-im-internet/">&#8220;Zweiklassensystem im Internet</a>&#8220;). boyd ist der Meinung, dass (f&#252;r die USA gesehen) eine Konkurrenz zwischen den beiden Plattformen Facebook und MySpace entstanden sei, die sich inzwischen bis zu einem Zweiklassensystem stilisiert h&#228;tte.</p>
<p>Inzwischen wurde diese Idee beispielsweise von Mercedes Bunz weiterentwickelt, die von einer Konkurrenz zwischen Twitter und den Facebook-Statusmeldungen ausgeht (<a href="http://www.mercedes-bunz.de/archives/948">&#8220;The war of private news has just begun: facebook vs. twitter&#8221;</a>). Auch deshalb lohnt sich nun ein genauerer Blick auf die Situation in Deutschland.</p>
<h3>StudiVZ vs. Facebook</h3>
<p>Betrachtet man die beiden unter jungen Erwachsenen besonders beliebten sozialen Netzwerke StudiVZ und Facebook kann man zu &#228;hnlichen Ergebnissen wie boyd kommen. So spaltet sich die deutsche Studierendenschaft mehr denn je in StudiVZ- und Facebook-Anh&#228;nger. Bislang gibt es nur wenige, die mehrere Plattformen gleichzeitig nutzen. Besitzen sie doch mehrere Profile nebeneinander, werden diese h&#228;ufig nicht in gleicher Weise genutzt. 2006 noch war StudiVZ eine Art Geheimtipp unter den Studierenden. Rasch konnte die Plattform eine immer gr&#246;&#223;ere Aufmerksamkeit und Nutzerzahl erreichen. Doch w&#228;hrend StudiVZ zun&#228;chst vor allem ein Netzwerk der netzaffineren Studierenden darstellte kamen neben der weiteren Studierendenschaft nach und nach auch immer mehr Menschen au&#223;erhalb der H&#246;rs&#228;le hinzu. Dies f&#252;hrte letztlich auch zu der Gr&#252;ndung von SchuelerVZ und MeinVZ. Doch zeitgleich konnte Facebook in Deutschland an Einfluss gewinnen. Anders als in den meisten L&#228;ndern weltweit geh&#246;rt Facebook, durch die fr&#252;he und starke Konkurrenz von StudiVZ, in Deutschland nicht zu dem reichweitenst&#228;rksten Netzwerken. Da Facebook jedoch das Ziel hat, auch in Deutschland eine Vormachtstellung aufzubauen, ist ein Kampf um die Studierendenschaft entbrannt.</p>
<h3>Facebook als Bolognaplattform</h3>
<p>Facebook konnte vor allem bei international ausgerichteten Studenten punkten, die beispielsweise nach einem Auslandsaufenthalt &#252;ber die Plattform mit weltweiten Freunden in Kontakt bleiben k&#246;nnen. Hier stellt es sich als Vorteil dar, dass Facebook die Beliebtheitsskala in den meisten L&#228;ndern anf&#252;hrt und dadurch das weltweit gr&#246;&#223;te Netzwerk darstellt. StudiVZ wiederum vereint zwar in Deutschland die meisten Profile auf sich ist jedoch nicht international ausgerichtet. Dadurch tritt Facebook immer mehr als Netzwerk der weltweit orientierten Studierenden auf. StudiVZ dagegen hat sich mehr als lokal begrenztes Netzwerk positioniert. Man kann dabei zwar nicht wie boyd zwischen „ghetto“ und „honor-kids“ unterscheiden, sondern eher zwischen Facebook als Bologna-Netzwerk und StudiVZ als Netzwerk der <span style="text-decoration: line-through;">alten Schule</span> alten Studienordnung. Nicht nur die Studenten haben sich den Ver&#228;nderungen angepasst und ihr Studium internationaler ausgerichtet, sondern auch deren digitalen Netzwerke, denen sie sich bedienen um miteinander zu kommunizieren. Die Studierendenschaft in den deutschen H&#246;rs&#228;len setzt sich also nicht nur realweltlich aus den verschiedensten Gesellschaftsgruppen zusammen sondern erscheint auch digital als dispers.</p>
<h3>„cultural wall“</h3>
<p>Doch Facebook und StudiVZ weisen keine Schnittstellen auf, die es erm&#246;glichen beide Plattformen miteinander zu verbinden. Deshalb sind die Nutzergruppen r&#228;umlich voneinander getrennt. Die von boyd ausgemachte „cultural wall“ verhindert eine gemeinsame Kommunikation.</p>
<p><em>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/paolomargari/623280425/sizes/l/">flickr.com (Paolo Màrgari)</a></em></p>
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		<title>Zweiklassensystem im Internet</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 19:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[danah boyd]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesellschaft mit allen ihren Eigenarten wird im Internet digitalisiert und fortgef&#252;hrt. So sieht es zumindest dana boyd [sic!]. Die Kommunikationswissenschaftlerin sprach Ende Juni im Rahmen ihrer Keynote beim diesj&#228;hrigen Personal Democracy Forum in New York von einem Zweiklassensystem (&#8220;second class citizenship&#8221;), welches im Internet immer st&#228;rker zu beobachten sei. Unter dem Titel „<a href="http://www.danah.org/papers/talks/PDF2009.html">The Not-So-Hidden Politics of Class Online</a>“ besch&#228;ftigte sich boyd mit der Frage, welche Rolle Social Network Sites f&#252;r &#246;ffentliche Kommunikation spielen. Sind die Plattformen in der Lage Br&#252;cken zwischen den verschiedenen Teilen der Netzbev&#246;lkerung zu errichten oder rei&#223;en sie die Gr&#228;ben eher noch weiter auf? Boyd verglich dazu die beiden in den USA reichweitenst&#228;rksten sozialen Netzwerke <a href="http://www.myspace.com/">MySpace</a> und <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>. In Befragungen von mehreren hundert Jugendlichen stellte sich heraus dass die sozialen Umgebungen des Internet st&#228;rker mit realweltlichen Gesellschaftsbereichen vergleichbar sind, als bisher gedacht. So ist MySpace f&#252;r viele der Befragten mit einem “ghetto” vergleichbar, w&#228;hrend Facebook wiederum eher die „honors-kids“ miteinander verbinde.</p>
<blockquote><p><em>boyd: &#8220;MySpace has become the &#8220;ghetto&#8221; of the digital landscape.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Die von boyd interviewten Jugendlichen fassen die Situation folgenderma&#223;en zusammen:</p>
<blockquote><p><em>Kat (14, Mass.): &#8220;I&#8217;m not really into racism, but I think that MySpace now is more like ghetto or whatever, and Facebook is all&#8230; not all the people that have Facebook are mature, but its supposed to be like oh we&#8217;re more mature. … MySpace is just old&#8221;.</em></p>
<p><em>Anastasia (17, New York): &#8220;My school is divided into the &#8216;honors kids,&#8217; (I think that is self-explanatory), the &#8216;good not-so-honors kids,&#8217; &#8216;wangstas,&#8217; (they pretend to be tough and black but when you live in a suburb in Westchester you can&#8217;t claim much hood), the &#8216;latinos/hispanics,&#8217; (they tend to band together even though they could fit into any other groups) and the &#8216;emo kids&#8217; (whose lives are allllllways filled with woe). We were all in MySpace with our own little social networks but when Facebook opened its doors to high schoolers, guess who moved and guess who stayed behind… The first two groups were the first to go and then the &#8216;wangstas&#8217; split with half of them on Facebook and the rest on MySpace&#8230; I shifted with the rest of my school to Facebook and it became the place where the &#8216;honors kids&#8217; got together and discussed how they were procrastinating over their next AP English essay&#8221;.</em></p></blockquote>
<p>Vor diesem Hintergrund kann nicht von einer allgemeinen miteinander verbundenen Netz&#246;ffentlichkeit gesprochen werden. Die sozialen Netzwerke stellen r&#228;umlich voneinander getrennte Plattformen dar, die es den einzelnen Nutzern nicht erm&#246;glichen miteinander zu kommunizieren. Im Internet sind also verschiedene Treffpunkte entstanden. Damit platzt auch seifenblasen&#228;hnlich die von deutschen Politikern gerne zitierte „Netzcommunity“ als Allgemeinheit der Nutzer im Internet. Nach boyd gibt es keine „universal public online”.</p>
<blockquote><p><em>“ There is no universal public online. What we see as user &#8220;choice&#8221; in social media often has to do with structural forces like homophily in people&#8217;s social networks. Social stratification in this country is not cleanly linked to race or education or socio-economic factors, although all are certainly present. More than anything, social stratification is a social networks issue. People connect to people who think like them and they think like the people with whom they are connected. The digital publics that unfold highlight and reinforce structural divisions.”</em></p></blockquote>
<p>Anders als Emails sind soziale Netzwerke wie MySpace und Facebook r&#228;umlich getrennt voneinander und k&#246;nnen nicht miteinander verbunden werden.</p>
<blockquote><p><em>“Social network sites complicate this even further. Social network sites are not like email where it doesn&#8217;t matter if you&#8217;re on Hotmail or Yahoo. When you choose MySpace or Facebook, you can&#8217;t send messages to people on the other site. You can&#8217;t Friend people on the other site. There&#8217;s a cultural wall between users. And if there&#8217;s no way for people to communicate across the divide, you can never expect them to do so.”</em></p></blockquote>
<p>In ihrer Untersuchung besch&#228;ftigte sich boyd jedoch nur mit der US-amerikanischen Situtation weshalb die Frage nahe liegt, ob eine &#228;hnlicher Vergleich auch in Deutschland mit den inzwischen etablierten sozialen Netzwerken m&#246;glich ist? Kann man zu &#228;hnlichen Ergebnissen kommen, wenn man die beiden unter jungen Erwachsenen besonders beliebten sozialen Netzwerke StudiVZ und Facebook betrachet? Spaltet sich die die  deutsche Studierendenschaft also in StudiVZ- und Facebook-Anh&#228;nger? Ebenso zentral bleibt in Deutschland die Frage nach regionalen Unterschieden (bspw. Lokalisten vs. Wer kennt wen).<br />
<br /> 
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qGL09x76MGQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/qGL09x76MGQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Zum Abschluss des Netzwerk-Barometers</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 09:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk-Barometer]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wer kennt wen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sechs Wochen nach der Landtagswahl in Hessen haben wir die Aktualisierung des <a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer/">Netzwerk-Barometers</a> eingestellt. Wir hoffen in den letzten Wochen einen interessanten und aufschlussreichen &#220;berblick &#252;ber die Performance der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sechs Wochen nach der Landtagswahl in Hessen haben wir die Aktualisierung des <a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer/">Netzwerk-Barometers</a> eingestellt. Wir hoffen in den letzten Wochen einen interessanten und aufschlussreichen &#220;berblick &#252;ber die Performance der hessischen Spitzenkandidaten in den bekannten Social Networks gegeben zu haben.<br />
Es wird deutlich, dass nach dem Wahltag am 18. Januar 2009 starke Entwicklungen zu verzeichnen waren. Nun scheint es jedoch ruhiger um die Profile der hessischen Spitzenkandidaten geworden zu sein. Trotzdem lohnt sich ein abschlie&#223;ender Blick:</p>
<h2>Interview mit Dr. Christoph Bieber zum Abschluss des hessischen Netzwerk-Barometers</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3478" title="dr-christoph-bieber" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/03/dr-christoph-bieber.jpg" alt="dr-christoph-bieber" width="130" height="170" /><em><strong></strong></em></p>
<p><strong>Welchen Nutzen hatten und haben die Unterst&#252;tzer f&#252;r die Kandidaten?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber:</strong></em> Das ist schwer zu sagen &#8211; wie man aus den Kampagnenumfeldern h&#246;rt, war eine Vielzahl der Unterst&#252;tzer nicht in Hessen wahlberechtigt. Die Zahl der W&#228;hlerstimmen d&#252;rfte sich so also nicht unbedingt erh&#246;ht haben. Ein wesentlicher Nutzen sind aber nat&#252;rlich die Kontaktdaten der &#8220;Freunde&#8221; bzw. &#8220;Follower&#8221;: in der n&#228;chsten Zeit werden sicherlich einige Anfragen und Aussendungen an die Unterst&#252;tzer versendet werden. F&#252;r die Europa- und die Bundestagswahl kann so allm&#228;hlich ein gr&#246;&#223;erer Datenbestand aufgebaut werden.<span id="more-3476"></span></p></blockquote>
<p><strong>L&#228;sst sich anhand der Daten vermuten, dass die Social Network Sites im kommenden Bundestagswahlkampf eine gr&#246;&#223;ere Rolle einnehmen werden?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber: </strong></em>Vielleicht nicht so sehr aufgrund der Daten, aber aufgrund ihrer aktuellen Popularit&#228;t spielen Social Network Sites sicher eine gro&#223;e Rolle bei der Planung der Kampagnen zur Bundestagswahl. Erste Beispiele liefern die neuen Websites von SPD und CDU, die jeweils stark in Richtung Online-Communities zielen &#8211; zumindest nach deren eigener Aussage. Die FDP und die Gr&#252;nen d&#252;rften nachziehen, bei der Linkspartei bin ich aufgrund der bisher doch sehr verhaltenen Online-Nutzung eher skeptisch.</p></blockquote>
<p><strong>Welche Rolle spielen </strong><strong>Social Network Sites</strong><strong> derzeit allgemein f&#252;r die deutsche Politik?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber: </strong></em>In praktischer Hinsicht noch keine allzu gro&#223;e &#8211; auch wenn die Parteien sich in die Community-Richtung bewegen, dominieren bei SPD und CDU doch deutlich die Video-Inhalte. Dennoch liegen in den SNS gro&#223;e Chancen zu einer Revitalisierung der Organisationsarbeit &#8211; intern mit den eigenen Mitgliedern wie auch extern mit neuen Unterst&#252;tzern, die sich nicht &#252;ber ein Parteibuch binden wollen. In dieser Konstellation k&#246;nnte aber auch eine Konkurrenzsituation entstehen &#8211; denn es ist noch unklar, wie der Informationsfluss zu und zwischen den unterschiedlichen Gruppen geregelt werden kann.</p></blockquote>
<p><strong>Wodurch l&#228;sst sich erkl&#228;ren, dass Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel trotz seiner Wahlniederlage im Zeitraum nach der Wahl ein starkes Wachstum seiner Follower/Unterst&#252;tzer-Zahlen verzeichnen konnte?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber:</strong></em> Durch &#8211; halbwegs &#8211; konsequentes Bespielen der neuen Kommunikationskan&#228;le, die eine kontinuierliche Aktivit&#228;t honorieren. Und schlie&#223;lich entstehen bei ein paar tausend Unterst&#252;tzern auch Netzwerkeffekte &#8211; das Verbindungsnetz erweitert sich durch die digitale Mundpropaganda nahezu selbstt&#228;tig.</p></blockquote>
<p><strong>Kann man insgesamt beurteilen, welchen Vorteil die Aktivit&#228;t in sozialen Netzwerken f&#252;r die Kandidaten hatte?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber: </strong></em>Neben dem Nachrichtenwert f&#252;r alte Medien lernen die Kandidaten vor allem den Umgang mit einer neuen Medienumgebung, die anderen Regeln folgt, als die alten Medien &#8211; das gilt sogar noch f&#252;r die &#8220;klassischen&#8221; Typen der Online-Kommunikation wie Websites oder einfache Mail-Kommunikation. Ein benefit ist sicher auch die Adressierung einer tendenziell j&#252;ngeren, vor allem aber kommunikationsfreudigen Klientel &#8211; wer in SNS unterwegs ist, vermittelt die Botschaften h&#228;ufig weiter und tr&#228;gt so zu einer Reichweitensteigerung bei. Allerdings kann sich das auch ins Gegenteil wenden &#8211; wenn ein Kandidat die Gepflogenheiten der Netzwerkkommunikation nicht kennt und sich dort Fehler leistet, bleibt das nat&#252;rlich nicht geheim. Social Network Sites k&#246;nnen positiv wie negativ verst&#228;rkend wirken und bieten damit Chance und Risiko zugleich.</p></blockquote>
<p><em><br />
Dr. Christoph Bieber ist wissenschaftlicher Assistent an der JLU Gie&#223;en und besch&#228;ftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Zu seinen Ver&#246;ffentlichungen z&#228;hlen unter anderem Publikationen zum Thema Online-Wahlkampf, die Zukunft der Mediendemokratie und Interaktivit&#228;t. Dr. Bieber betreibt das Blog <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/" target="_blank">Internet und Politik</a>.</em></p>
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