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	<title>Homo Politicus &#187; Frank-Walter Steinmeier</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Zukunft des politischen Fernsehens</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 18:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Woche vor dem Wahltag scheint der TV-Wahlkampf beendet, jedenfalls aus der Sicht von Peter Frey, dem Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios. Etwas kurios wirkt es nun, dass ausgerechnet eine ZDF-Produktion im…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Woche vor dem Wahltag scheint der TV-Wahlkampf beendet, jedenfalls aus der Sicht von Peter Frey, dem Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios. Etwas kurios wirkt es nun, dass ausgerechnet eine ZDF-Produktion im inhaltsleersten Wahlkampf der letzten Jahre ein Experiment wagt, das f&#252;r beides die L&#246;sung bietet. Mit &#8220;Erst fragen, dann w&#228;hlen&#8221; kommen die Themen zur&#252;ck und werden in Fernsehen und Internet gesehen, kommentiert und hinterfragt.</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/steinmeierwahlzentrale.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4573" title="steinmeierwahlzentrale" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/steinmeierwahlzentrale-300x166.jpg" alt="steinmeierwahlzentrale" width="300" height="166" /></a></p>
<p>Fast 3000 Fragen hat das ZDF gemeinsam mit seinen Partnern von meinVZ und ZEIT Online eingesammelt und die Spitzenkandidaten aller Parteien eingeladen, diese zu beantworten. Und bis auf die Kanzlerin Angela Merkel nahmen erstaunlicherweise alle Kandidaten die Einladung an. Am Samstag bereits stellten sich Guido Westerwelle und Peter Ramsauer den Fragen, am Sonntag folgten Frank-Walter Steinmeier, J&#252;rgen Trittin und zuletzt Gregor Gysi.</p>
<p>In Zeiten von immer &#228;hnlicher werdenden Formulierungen wirkte es schon etwas bedrohlich, wenn eine weitere Talkshow den Politikern eine B&#252;hne gibt. Wo soll man noch den Unterschied zwischen Unser Land kann mehr&#8221; und &#8220;Deutschland kann es besser&#8221; fest stellen? Was bedeutet es f&#252;r unser Land, Atomkraft als &#8220;Br&#252;ckentechnologie&#8221; zu nutzen oder so schnell wie m&#246;glich auf erneuerbare Energien umzustellen?</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/westerwellemoderatoren.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4574" title="westerwellemoderatoren" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/westerwellemoderatoren-300x168.jpg" alt="westerwellemoderatoren" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Auch auf dem Gebiet der Netzpolitik sind die &#196;u&#223;erungen von Gr&#252;nen, Linken, Liberalen und Piraten kaum noch zu unterscheieden. Die Parteien streiten mit nahezu identischen Aussagen um die Deutungshoheit &#252;ber die Begriffe. In jeder Talkshow formulieren Politiker ihre glatt geschliffenen Aussagen und die Wahlprogramme helfen nicht beider Aufkl&#228;rung.</p>
<p>Wenn es auch etwas &#252;berzogen klingt, das ZDF hat mit seinem Format &#8220;Erst fragen, dann w&#228;hlen&#8221; einen Weg aus dem Dilemma aufgezeigt. Die direkte Einmischung von Zuschauern, W&#228;hlern im Studio und Chattern auf allen Kan&#228;len zwingt Politiker, ihre Aussagen zu konkretisieren. Die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler lassen sich eben nicht mehr mit Plattit&#252;den abspeisen, sondern wollen genau wissen, wohin Politik gehen soll. In der heutigen Ausgabe mussten sich sowohl Steinmeier als auch Trittin die M&#252;he machen, ihre Aussagen zu pr&#228;zisieren &#8211; nachdem das Feedback aus einer Studenten-WG &#252;ber Liveschaltung und aus dem Netz &#252;ber twitter es in die Sendung schaffte.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/trittintalk.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4575" title="trittintalk" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/trittintalk-300x169.jpg" alt="trittintalk" width="300" height="169" /></a></p>
<p>In einem weiteren Punkt hat das Format D&#228;mme gebrochen, die den Wahlkampf bisher so hektisch und inhaltsleer machten. Statt eines konzentrierten Programms von 45 Minuten mit unz&#228;hligen Talkg&#228;sten r&#228;umt das ZDF jedem Kandidaten fast 90 Minuten Zeit ein. Nat&#252;rlich entsteht so f&#252;r den Zuschauer und vor allem f&#252;r die Moderatoren und Mitarbeiter ein Marathon &#8211; doch zum ersten Mal hat man am Ende das Gef&#252;hl, eine angemessene Auseinandersetzung mit den Themen erlebt zu haben.</p>
<p>Fast 80% sind in einer <a href="http://twtpoll.com/r/atce23">spontanten und unrepr&#228;sentativen Befragung</a> daher der Meinung, die Sendung sei &#8220;einfach nur super&#8221; und geh&#246;re in das ZDF-Hauptprogramm. Der Sendeplatz auf dem ZDF-Infokanal kann auch in Kombination mit Live-Streams auf meinVZ und ZEIT Online nicht dar&#252;ber hinweg t&#228;uschen, dass einem solchen Format viel mehr Aufmerksamkeit geb&#252;hrt.</p>
<p>Das ZDF hat ein Experiment gewagt, das die Zukunft des politischen Fernsehens sein kann. Besonders beeindruckend ist das in einem so einschl&#228;fernden Wahlkampf wie in diesem Jahr.</p>
<p><em>Bilder: ZDF</em></p>
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		<title>Ein Duell ist nicht mehr einsam</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 14:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor dem TV-Duell machten sich die Verantwortlichen Gedanken, wie stark das Duell ins Netz strahlen sollte. Macht man einen Live-Stream oder fesselt man die Zuschauer an den Fernseher? Eigentlich sollte die Aufteilung anders aussehen, als es dann tats&#228;chlich kam. Gerade einmal knapp 14 Millionen Zuschauer sahen das Aufeinandertreffen von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Sonntag.</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Es war das TV-Ereignis des bisherigen Jahres, doch die Zuschauerzahl lag dennoch unter den Erwartungen: 14,22 Mio. Leute sahen das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier bei ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Phoenix &#8211; das ist die geringste Zuschauerzahl aller bisherigen Duelle. 2002 gab es bei den beiden Duellen jeweils mehr als 15 Mio., 2005 beim Schr&#246;der-Merkel-Duell sogar fast 21 Mio. Seher.&#8221; (Quelle: <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/tv-duell-erreicht-zuschauer-minusrekord_100023222.html">meedia.de</a>)</p></blockquote>
<p>Die vier austragenden TV-Sender hatten sich im Vorfeld alle M&#252;he gegeben, das TV-Duell aus anderen Medien fern zu halten.  So war sowohl den an einer &#220;bertragung interessierten Radiosendern, wie auch den Webseiten der &#252;bertragenden Sendeanstalten eine Live&#252;bertragung parallel zum TV-Programm untersagt worden (siehe dazu: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/849/485277/text/">Sueddeutsche</a>, <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/zwist-ueber-sendeverbot-von-tv-duell/">TAZ</a>,  <a href="http://www.dwdl.de/story/22278/tvduell_sender_untersagen_radiobertragung/">DWDL</a>).  Man wollte die Wirkung des Duells alleine im Fernsehbildschirm bannen, doch diese suchte man am Sonntag Abend in weiten Teilen vergeblich. Die wirkliche Spannung hatte sich ins Internet verzogen. Obwohl damit zu rechnen war, schien das bei den Sendern niemand erwartet zu haben.</p>
<h2>Das Problem mit dem Livestream</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4529" title="planspark" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/planspark.jpg" alt="planspark" width="300" height="153" />Letztlich gab es dann einen unangek&#252;ndigten <a href="http://www.phoenix.de/content/die_sendungen/ereignisse/11#">Livestream bei Phoenix</a>, von dem aber auch noch niemand wei&#223;, warum er nun doch den Weg ins Netz gefunden hatte. Die Nachricht verbreitete sich trotzdem rasend schnell bei Twitter. Der Stream erlaubte es nun zumindest auch duellinteressierten im Ausland am  „Ereigniss“ teilzuhaben. Diese hatten in vielen F&#228;llen offenbar nicht damit gerechnet, dass man in Deutschland wirklich auf die Idee gekommen war, das Duell aus dem Netz und Radio fernzuhalten (bspw. <a href="http://twitter.com/nkeim/status/3957204671">nkeim</a>, <a title="Yussi" hreflang="en" href="http://twitter.com/Yussipick/status/3957103475">Yussipick</a>, <a title="Tim Bonnemann" hreflang="en" href="http://twitter.com/planspark/status/3958905730">planspark).</a> Zwar hatte ZDF-Sprecher Alexander Stock allen Personen ohne TV-Ger&#228;t empfolen, Zattoo zu nutzten &#8211; doch ist dieser Dienst nur innerhalb von Deutschland verf&#252;gbar.</p>
<p>Aber auch ohne offizielles Livestreamangebot lies sich das Netz den Abend eindeutig nicht verderben. Ganz offensichtlich verfolgten  viele das Duell nicht regungslos vor dem Fernsehbildschirm, sondern hatten zumindest noch eine Hand an der PC-Tastatur liegen. Dadurch gingen bereits kurz nach Duellstart die ersten Webseiten in die Knie. Besonders die Liveblogs hatten mit den ungew&#246;hnlich hohen Zugriffszahlen zu k&#228;mpfen. Auch das Livetranskript des Duells, welches wahl.de als Ersatz f&#252;r den fehlenden Stream anbot, war kaum nutzbar durch den unerwarteten Besucheransturm.</p>
<h2>Twitter und Facebook halten Ansturm stand</h2>
<p>Unbestreitbar klare Gewinner des Abends waren daher einmal mehr Twitter und Facebook. Bereits vor dem Duell wurden die ersten Bilder und Videos bei Twitter gepostet. So etwa von Duell-Parties (<a href="http://twitpic.com/hm0i4">Beispiel</a>) oder direkt aus dem Studio in Berlin Adlershof (<a href="http://www.twitvid.com/49D3B">Beispiel</a>).  Bereits den ganzen Tag &#252;ber versuchten die Parteikampagnen &#252;ber Facebook und Twitter ihre Anh&#228;nger zu mobilisieren, sich abends das TV-Duell anzusehen. Das CDU-Unterst&#252;tzerteam &#8220;Team-Deutschland&#8221; hatte beispielsweise schon in den Tagen vor dem Duell zur Eintragung von TV-Duell-Parties <a href="http://www.team2009.de/tv-duell-parties.html">in eine bereitgestellte Googlemap</a> gebeten.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/teamdeutschland.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4528" title="teamdeutschland" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/teamdeutschland-293x300.jpg" alt="teamdeutschland" width="293" height="300" /></a></p>
<p>Twitter gewann am Duell-Abend auch an Gewicht, weil viele MdBs die Chance nutzten &#252;ber ihre Mobiltelefone kurze Statements abzugeben. Anders als es am Wahlabend der Fall sein wird, hatten diese n&#228;mlich Zeit zum twittern. So waren auch von Seiten der Bundestagsabgeordneten etlich am&#252;sante Tweets zu lesen. Und auch die MdBs waren, was die Kritik an den Journalisten angeht, teilweise &#228;u&#223;erst direk:</p>
<blockquote><p>&#8220;#tvduell Bisher bl&#246;de Journalistenfragen&#8221; (<a href="http://twitter.com/UlrichKelber/status/3959307295">Ulrich Kelber</a>).</p></blockquote>
<p>Neben den CDU- und SPD-Abgeordneten war auch die Opposition &#228;u&#223;erst aktiv: z.B. <a href="http://twitter.com/steffilemke">Steffi Lemke</a> (B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen), die <a href="http://twitter.com/48stunden">Fraktion der Linkspartei</a> und <a href="http://twitter.com/ulrikeflach">Ulrike Flach</a> (FDP).</p>
<h2>Mashups und Kommentare</h2>
<p>Doch noch weitaus interessanter als die Twitter-Promis stellten sich am Duellabend die Tweets eines bislang v&#246;llig unbekannten Twitterers dar, der bereits nach wenigen Minuten die ersten Mashups in Form von <a href="http://twitpic.com/hm7zs">mit Gedankenblasen versehenen Screenshots</a> bereitstellte. Dagegen sind YouTube-Mashups bislang immer noch nicht aufgetaucht. Lediglich einige Abgeordneten waren von ihren Mitarbeitern direkt nach der Sendung gefilmt und mit ihren Statements bei YouTube verewigt worden. Beispielsweise  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I_UV1Qq_Yh4">Matthias Groote</a> von der SPD, der auch vor einer Handykamera nicht zur&#252;ckschreckte. Die CDU wiederum versuchte ihre Antwort auf witzige Art zu gestalten, in dem sie das Duell von mit SPD-Promis namensverwandten CDU-Mitgliedern kommentieren lies: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DXSpS0g6YEY">&#8220;Steinmeier zum TV-Duell: &#8220;Merkel war besser&#8221;</a>.</p>
<p>Auch die Post-Debate fand vor allem bei Twitter statt. So folgten die ersten Kommentare aus den Parteizentralen ein weiteres Mal &#252;ber Twitter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Souver&#228;ner Auftritt der Kanzlerin, klare Siegerin des #tvduell #cdu+ #ak&#8221; (<a href="http://twitter.com/teamdeutschland/status/3960988534">Team Deutschland</a><a href="http://twitter.com/teamdeutschland/status/3960988534"></a>)</p>
<p>&#8220;Die Stimmung bei der #spd+ : http://twitpic.com/hml7z Die Stimmung bei der #cdu- : http://twitpic.com/hml5w #tvduell&#8221; (<a href="http://twitter.com/spdde/status/3961028027">SPD</a><a href="http://twitter.com/spdde/status/3961028027"></a>)</p></blockquote>
<p>Eins ist allemal deutlich: Zu fr&#252;heren Zeiten gab es im wesentlichen zwei M&#246;glichkeiten, um ein TV-Duell zu verfolgen. Zum Einen alleine zu Hause vor dem Fernseher oder zum Anderen mit einer Gruppe zusammen, beim public-viewing. Inzwischen werden beide M&#246;glichkeiten immer weiter verschmischt. Durch Computer und internetf&#228;hige Mobiltelfone wurde es in diesem Jahr m&#246;glich, beide M&#246;glichkeiten zu kombinieren und sogar zu erweitern. Vielen reicht es nicht mehr, nur das Duell zu verfolgen und ihre Meinung f&#252;r sich zu behalten. Das hat vor allem die Vielzahl von inhaltsreichen &#196;u&#223;erungen bei Twitter gezeigt. Den TV-Sendern sei deshalb empfohlen f&#252;r die Zunkunft auch einmal auf Formate wie &#8220;<a href="http://current.com/groups/hack-the-debate/">Hack the Debate</a>&#8221; zu schauen (siehe dazu auch: <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/09/17/hack-the-debate-angriff-auf-den-fernsehschirm/">internetundpolitik.wordpress.com</a>).</p>
<h3>Die Zeiten des einsamen Duellabends sind also eindeutig vorbei.</h3>
<p><em>Bilder: Screenshot twitpic, twitter, teamdeutschland</em></p>
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		<title>Live in getrennten Welten</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 09:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das TV-Duell von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde mit einer Flut von Nachrichten, Kommentaren und Beitr&#228;gen im Netz begleitet. Ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Beispiele, Chancen und Gefahren der Netzkorrespondenten. Erstmals beteiligten sich auch Parteien und Politiker an der in Echtzeit gef&#252;hrten Debatte &#252;ber die Debatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das TV-Duell von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wurde mit einer Flut von Nachrichten, Kommentaren und Beitr&#228;gen im Netz begleitet. Ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Beispiele, Chancen und Gefahren der Netzkorrespondenten.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/watchblog.gif"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4507" title="watchblog" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/watchblog-300x300.gif" alt="watchblog" width="300" height="300" /></a><br />
</strong></p>
<p>Erstmals beteiligten sich auch Parteien und Politiker an der in Echtzeit gef&#252;hrten Debatte &#252;ber die Debatte. Wie angek&#252;ndigt nutzte die SPD zahlreiche Kan&#228;le, um die Aussagen ihres Steinmeiers zu st&#252;tzen und die von Merkel in Frage zu stellen. Im <a href="http://www.schwarz-gelb-watchblog.de/">Schwarz-Gelb-Watchblog</a> fanden sich hier kurze, aber aufschlussreiche Einw&#252;rfe zum Duell. Der hauseigene <a href="http://twitter.com/SPDDE">Twitter-Account</a> wurde dagegen nur als Linkmaschine f&#252;r den Watchblog benutzt und verschenkte so Potenzial. Wahlkampfchef <a href="http://twitter.com/Kajo2009">Kajo Wasserh&#246;vel</a> verabschiedete sich ganz aus der Online-Kommentierung, General <a href="http://twitter.com/Hubertus_Heil">Hubertus Heil</a> meldete sich sporadisch. Bei der CDU war das <a href="http://twitter.com/TeamDeutschland">Team Deutschland</a> aktiv, ging aber nicht &#252;ber das Bejubeln von Merkel-Aussagen hinaus. Im offiziellen <a href="http://twitter.com/cdu_News">Twitter-Account der Unio</a>n trudelten ebenfalls nur ausgew&#228;hlte Zitate ein. Seitenhiebe auf den Gegner finden sich kaum.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4509" title="steffilemke" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/steffilemke-300x110.gif" alt="steffilemke" width="300" height="110" /></p>
<p><a href="http://twitter.com/SteffiLemke">Steffi Lemke</a> schoss f&#252;r die Gr&#252;nen ein regelrechtes Twitter-Feuerwerk ab und zeigte die Bissigkeit, die dem Duell der Regierenden fehlte. Auch der <a href="http://twitter.com/DIe_Gruenen">Parteikanal der Gr&#252;nen</a> mischte sich bei Twitter ein. Die <a href="http://www.facebook.com/pages/Hier-ist-DIE-LINKE/">Linke setzte mehr auf Facebook</a> als Kommentarfeld und ver&#246;ffentliche die Beitr&#228;ge <a href="http://twitter.com/48stunden">parallel bei Twitter</a>. Da Facebook aber mehr Zeichen zul&#228;sst, verlor man durch die bei Twitter auf 140 Zeichen abgeschnittene Nachricht schnell die Lust am Mitlesen. Kurzentschlossen kommentierten die Jungen Liberalen dann doch noch bei Twitter mit dem <a href="http://twitter.com/jungeliberale">Verbandsprofil</a> und durch den <a href="http://twitter.com/johannesvogel">Vorsitzenden</a>. Vereinzelt &#228;u&#223;erten sich auch <a href="http://twitter.com/f_schaeffler">Bundestagsabgeordnete der FDP</a>.</p>
<p>Diverse Live-Blogs boten die wohl interessanteste Berichterstattung &#252;ber das TV-Duell. Bei <a href="http://www.hingesehen.net/live-blog-zum-tv-duell-der-kanzlerkandidaten/">hingesehen.net</a> konnte man auch ohne Fernsehger&#228;t nah am Geschehen bleiben und der <a href="http://www.malte-welding.com/2009/09/13/das-liveblog-zum-kanzlerduell-%E2%80%93-merkel-vs-steinmeier/">SPD-nahe Blog von Mathias Richel/Malte Welding</a> zog zahlreiche Kommentatoren an. Der prominenteste <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/">Live-Blog kam vom ZDF</a>, gef&#252;llt direkt aus dem Studio in Berlin und den ZDF-B&#252;ros in Mainz. Angetreten mit 4 Live-Bloggern h&#228;tte man eigentlich w&#228;hrend des Duells einiges mehr erwarten k&#246;nnen. Zum Ende der &#220;bertragung aber liefen die Experten zu Hochtouren auf und gaben fr&#252;h sehr treffende Einordnungen ab.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlde.gif"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4508" title="wahlde" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/wahlde-226x300.gif" alt="wahlde" width="226" height="300" /></a></p>
<p>Tragisch war es schon fast, dass das eigentlich ambitionierteste Projekt des Abends schlicht unter den Anforderungen zusammen brach. Das Team von <a href="http://www.wahl.de/kanzlerduell">wahl.de hatte ein Live-Transcript</a> auf die Beine gestellt und wollte nicht nur die Aussagen der Kandidaten direkt wiedergeben, sondern auch direkt von den Besuchern kommentieren lassen. Eine unfassbare Zahl an Zugriffen zeigte ein gro&#223;es Interesse an dem Angebot, verhinderte aber gleichzeitig dessen Siegeszug. Vielleicht kann die Nachricht etwas tr&#246;sten, dass auch das ZDF, Spiegel Online und Bild.de teilweise Probleme mit dem Datenverkehr hatten. Die halbe Nacht sa&#223; manbei wahl.de in Berlin noch an der Nacharbeit. Damit wird aber das Kanzlerduell-Transcript zu einem Teil der Nachbereitung des Duells und damit nicht weniger interessant. Seit heute morgen ist es komplett online und l&#228;dt zu Kommentaren ein.</p>
<p>Im TV kam von alldem nichts an. Das Internet schien ein Paralleluniversum zu sein. Doch ein Blick in die Kommentare h&#228;tte manche Fehler des Duells <a href="http://carta.info/14783/tv-duell-merkel-steinmeier/">noch korrigieren k&#246;nnen</a>.</p>
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		<title>Vier gegen zwei</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 20:30:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nun folgen nach dem TV-Duell die ersten Auswertungen und eine Frage wird die Runde machen: War es nun ein Duett oder ein Duell? Ich kann mir den Sinn der Frage nicht so recht anschlie&#223;en. Die Gegen&#252;berstellung von Kanzlerin und Vizekanzler kann selbstverst&#228;ndlich keine so drastische Kontrastbildung hervorbringen, wie eine gro&#223;e Opposition. Woher also die Verwenderung &#252;ber die mangelnde Agressivit&#228;t?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nun folgen nach dem TV-Duell die ersten Auswertungen und eine Frage wird die Runde machen: War es nun ein Duett oder ein Duell? Ich kann mir den Sinn der Frage nicht so recht anschlie&#223;en. Die Gegen&#252;berstellung von Kanzlerin und Vizekanzler kann selbstverst&#228;ndlich keine so drastische Kontrastbildung hervorbringen, wie eine gro&#223;e Opposition. Woher also die Verwenderung &#252;ber die mangelnde Agressivit&#228;t?</strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4501" title="merkel_steinmeier" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/merkel_steinmeier-300x169.jpg" alt="merkel_steinmeier" width="300" height="169" /></p>
<p>Vielmehr muss man sich nach diesem Duell fragen, ob nicht eher die vier Moderatoren von Kl&#246;ppel &#252;ber Illner bis hin zu Limbourg und Plasberg die Debatte gebremst haben. Die Moderatoren haben nicht regelnd in die Debatte eingegriffen, sondern abseits aller H&#246;flichkeit Gedanken unterbrochen. So tragen Illner, Kl&#246;ppel, Plasberg und Limbourg mehr zu dem politikverdrossenen Ergebnis des Duells bei, als die beiden Kandidaten. Leider werden die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler das nach dem Duell nicht so realisieren. F&#252;r sie steht der Eindruck fest, dass Steinmeier und Merkel keine konkreten Antworten gegeben haben. Tats&#228;chlich haben sie das aber versucht.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4502" title="moderatoren" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/moderatoren-300x168.jpg" alt="moderatoren" width="300" height="168" /></p>
<p>Doch gegen die vorlauten Moderatoren kamen sie kaum zum Zug. Die Themenkomplexe waren v&#246;llig verschoben dimensioniert und wurden im Galopp abgearbeitet. Wann ging es eigentlich im Duell um die Zukunft unseres Landes? Kaum ein Wort zur Bildung, kaum ein Wort zu B&#252;rgerrechten.</p>
<p>Die Schw&#228;chen der Sendung findet man in anderer Abbildung auch im Internet. Die Debattenbegleitung schw&#228;chelte auf fast allen Plattformen. W&#228;hrend einzig der Medienhype von twitter nicht vor den Besuchermassen zusammenbrach, st&#252;rzten die Angebote von Spiegel Online, Bild.de, der Tagesschau oder dem ZDF ebenso in die Warteschleife wie das Live-Transcript von wahl.de. Doch diese Pannenbeschreibung kann eigentlich nur erfreulich sein, zeugt sie doch von einem ungeahnten Interesse der Internetnutzer an diesem eigentlich klassischen TV-Format. Die W&#228;hler wollen mitreden, wollen sich informieren und austauschen.</p>
<h2>Experimente online und im TV</h2>
<p>Diese Beschreibung der Online-Debatte als Experiment kann gleich wieder zur&#252;ck auf die Fernsehsendung &#252;bertragen werden. Im ewigen Kampf zwischen Parteiproporz und eitlen Sendeanstalten kann kein gewinnbringender H&#246;hepunkt des medialen Wahlkampfs entstehen. Nicht vier Moderatoren m&#252;ssen sich in Zukunft in einen Streit mit den Kandidaten st&#252;rzen, sondern zwei Kandidaten m&#252;ssen miteinander streiten. Es geht um eine Verschiebung der Priorit&#228;ten hin zu einer treffenderen Debatte.</p>
<p>Man wird auch dar&#252;ber reden m&#252;ssen, ob sich Deutschland wirklich nur anderthalb Stunden Zeit nehmen m&#246;chte, um sich ein Bild von den Perspektiven machen zu k&#246;nnen. Stefan Raab kann mit seinem &#8220;Schlag den Raab&#8221; immerhin bis weit &#252;ber Mitternacht die Zuschauer fesseln.</p>
<p><em>Bilder: ZDF</em></p>
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		<title>Die Sekundanten des Duells</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 15:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schaute man sich gestern auf den Internetseiten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 um – man w&#228;re nicht auf die Idee gekommen, dass am Sonntag schon das wichtigste Wahlkampfereignis, das direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im TV-Duell auf jenen vier Sendern gezeigt wird. Aber auch bei den Parteien war keine Vorank&#252;ndigung zu finden, kein Hinweis auf eine entweder euphorische oder kritische Begleitung des Duells. Dieses etwas diffuse Bild lichtet sich mittlerweile und so kann man eine erste Prognose f&#252;r die Debattenbegleitung stellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schaute man sich gestern auf den Internetseiten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 um &#8211; man w&#228;re nicht auf die Idee gekommen, dass am Sonntag schon das wichtigste Wahlkampfereignis, das direkte Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im TV-Duell auf jenen vier Sendern gezeigt wird. Aber auch bei den Parteien war keine Vorank&#252;ndigung zu finden, kein Hinweis auf eine entweder euphorische oder kritische Begleitung des Duells. Dieses etwas diffuse Bild lichtet sich mittlerweile und so kann man eine erste Prognose f&#252;r die Debattenbegleitung stellen.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4479" title="5074-tv-duell-profilbild1" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/5074-tv-duell-profilbild1.jpg" alt="5074-tv-duell-profilbild1" width="200" height="220" />Erstaunlicherweise steigen in diesem Jahr nicht nur unabh&#228;ngige Kommentatoren, sondern auch die Parteien selbst ins hektische Live-Gesch&#228;ft ein. Die SPD <a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/9/aktiv-fernsehen">k&#252;ndigt gro&#223; auf ihrer Internetseite</a> an, das Duell gleich auf drei Kan&#228;len zu begleiten. Im noch recht jungen <a href="http://www.schwarz-gelb-watchblog.de/">Schwarz-Gelb-Watchblog</a> wird sich an Merkels Aussagen abgearbeitet werden, w&#228;hrend <a href="http://www.facebook.com/home.php#/SPD">Facebook</a> und <a href="http://twitter.com/spdde">Twitter</a> die wirklich direkte Rezeption &#252;bernehmen sollen. Die Sozialdemokraten statten ihre Anh&#228;nger sogar mit einem neuen <a href="http://www.wahlkampf09.de/mediabox/add/5074">Profilbild</a> aus, mit dem in sozialen Netzwerken auf das Duell hingewiesen werden soll. Nette Idee.</p>
<h2>Parteien mischen sich im Netz ein</h2>
<p>Auch die CDU wird sich in die Diskussion einmischen. Andreas Jungherr vom Team Deutschland nennt Twitter und die &#8220;entsprechenden Foren&#8221; als christdemokratische Werkzeuge. Haupts&#228;chlich d&#252;rfte wohl das <a href="http://twitter.com/TeamDeutschland">Team Deutschland</a> den Ton angeben, m&#246;glicherweise schaltet sich auch die <a href="http://twitter.com/cdu_News">Online-Redaktion</a> ein. F&#252;r die Gr&#252;nen wird Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrerin <a href="http://twitter.com/SteffiLemke/">Steffi Lemke direkt aus dem Umfeld des Studios twittern</a>. In einer Mail aus der Unterst&#252;tzerseite linksaktiv.de wies Die Linke ihre Unterst&#252;tzer darauf hin, dass sie via Live-Ticker,  <a href="http://twitter.com/48stunden">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/pages/DIE-LINKE/24312015081">Facebook</a> die Behauptungen von Steinmeier und Merkel pr&#252;fen wollen. Einzig die FDP scheint sich aus der direkten Debatte heraushalten zu wollen, was angesichts der lauten T&#246;ne von Guido Westerwelle in den letzten Tagen etwas verwunderlich wirkt.</p>
<h2>Redaktionelles Rundumpaket</h2>
<p>Aus der weniger parteiischen Berichterstattung lassen sich nur einige Beispiele hervor heben. Co-Autor Malte wird gemeinsam mit Dr. Christoph Bieber und Christian Marx vom ZMI Gie&#223;en ein <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/">Live-Blog f&#252;r das ZDF </a>schreiben. Dort gibt es bereits eine sehr interessante <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/2009/09/alan-schroeder-live-blogs-vera.html">Einf&#252;hrung</a> zu lesen. Ein weiteres Highlight ist das <a href="http://www.wahl.de/kanzlerduell">Live-Transcript von wahl.de</a>, wo in beeindruckender Kleinarbeit jede Aussage der beiden Kandidaten live mitgeschrieben wird und direkt kommentiert werden kann. Spiegel Online wagt ein f&#252;r hiesige Verh&#228;ltnisse beachtenswertes Experiment und l&#228;sst in einer Kooperation mit <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,648018,00.html">Facebook die Nutzer auf der eigenen Seite kommentieren</a>.</p>
<p>Die gro&#223;e Bandbreite von Kommentierungen im Internet k&#246;nnen den schlechten Eindruck aber nicht wett machen, den die Sender selbst verursacht haben. Aus Angst um die eigene Quote wird es weder eine Radio&#252;bertragung noch einen Online-Stream geben. Eine gute Begr&#252;ndung, warum man eine so gro&#223;e Zahl von W&#228;hlerinnen und W&#228;hlern vom TV-Duell ausschlie&#223;en will, kann man auch nicht liefern.</p>
<h2>Was passiert nach der Debatte?</h2>
<p>Diese fehlende Live-&#220;bertragung im Internet k&#246;nnte sich als Hindernis f&#252;r die sogenannte Post-Debate erweisen, also f&#252;r die Nachbereitung des TV-Duells. W&#228;hrend es den Journalisten aus Print und Fernsehen relativ leicht fallen wird, ihre Anmerkungen zur Geltung zu bringen, fehlt den Internetnutzern voerst eine Aufzeichnung. Sobald aber ein Mitschnitt des Duells es bis auf YouTube schafft, werden auch hier m&#246;glicherweise interessante Verarbeitungsformen auftauchen. Alan Schroeder beschreibt als amerikanischer Experte f&#252;r TV-Duelle, was zur Pr&#228;sidentschaftswahl 2008 passierte:</p>
<blockquote><p>In the American debates of 2008, video-sharing websites like YouTube became another very important tool in post-debate reactions, because they allowed people to go back and watch debate highlights.  The original debate was therefore compressed into a few selected clips, which took on a life of their own.</p></blockquote>
<p>John McCains eigenes Team sezierte das Auftreten von Barack Obama und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ec3aC8ZJZTc">bearbeitete den Videomitschnitt</a> auf sehr pointierte Art und Weise. Ob auch die Parteien sich trauen werden, so offensiv mit dem noch fast sakral behandelten Medium Fernsehen umzugehen, muss man offen lassen. Die deutsche Nutzerschaft jedenfalls hat ihre Zuneigung zum &#8220;Remixen&#8221; von politischen Videos im Internet <a href="http://carta.info/14069/siehabendiewahl09-spd-wahlkamp/">schon</a> <a href="http://carta.info/14237/wir-holen-die-kanzlerschaft-do-it-yourself-wahlkampfvideos-ii/">bewiesen</a>.</p>
<p><em>Bild: ZDF</em></p>
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		<title>Vor dem Duell</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 12:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ersten TV-Duelle zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schr&#246;der zogen 2002 bereits jeweils um die 15 Millionen Zuschauer an. Drei Jaher sp&#228;ter war es wieder Gerhard Schr&#246;der, der sich nun mit Angela Merkel messen musste. 21 Millionen Zuschauer bedeuteten damals einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Auch in diesem Wahljahr wird es ein TV-Duell geben; wieder wirdes auf Wunsch von Angela Merkel nur zu einer Auflage kommen. Am kommenden Sonntag, dem 13. September, werden sich Merkel und Frank-Walter Steinmeier 90 Minuten direkt gegen&#252;ber stehen und den Fragen von gleich vier Moderatoren stellen. Ein kleiner Blick auf die Berichterstattung vor dem Duell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ersten TV-Duelle zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schr&#246;der zogen 2002 bereits jeweils um die 15 Millionen Zuschauer an. Drei Jaher sp&#228;ter war es wieder Gerhard Schr&#246;der, der sich nun mit Angela Merkel messen musste. 21 Millionen Zuschauer bedeuteten damals einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Auch in diesem Wahljahr wird es ein TV-Duell geben; wieder wird es auf Wunsch von Angela Merkel nur zu einer Auflage kommen. Am kommenden Sonntag, dem 13. September, werden sich Merkel und Frank-Walter Steinmeier 90 Minuten direkt gegen&#252;ber stehen und den Fragen von gleich vier Moderatoren stellen. Eine kleine Auswahl von interessanten Perspektiven vor dem Duell.</strong></p>
<p><strong><img class="alignnone size-medium wp-image-4426" title="tvduell" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/09/tvduell-300x110.jpg" alt="tvduell" width="300" height="110" /><br />
</strong></p>
<p>Thorsten Faas <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/07/der-premiere-erster-teil-schroder-gegen-stoiber_1820">analysiert </a>im &#8220;Wahlen nach Zahlen&#8221;-Blog auf Zeit Online, wie die Zuschauer TV-Duelle wahrnehmen. Am Beispiel des Duells Stoiber-Schr&#246;der zeigt er auf, wie <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/08/schroder-gegen-stoiber-teil-ii_1840">fein das Gesp&#252;r der Zuschauer</a> f&#252;r die Aussagen der Politiker wirklich ist.</p>
<blockquote><p>Doch auch die Echtzeitmessungen des zweiten Duells zeigen Chancen und Gefahren solcher Ereignisse – Duelle sind “High Risk Television”. Gerhard Schr&#246;der konnte in der ersten H&#228;lfte der Debatte, die folgende Grafik zeigt es, mit seiner Absage an eine Zusammenarbeit mit der PDS punkten, vor allem aber, wie schon <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/08/%3Ca%20href=">im ersten Duell</a>, mit seiner Ablehnung des Irak-Kriegs. Dass TV-Debatten tats&#228;chlich “Miniatur-Wahlk&#228;mpfe” sind, zeigt sich auch darin, denn dieses Thema dominierte den Wahlkampf 2002 bekanntlich insgesamt.</p></blockquote>
<p>F&#252;r Faas ist ganz klar, dass nur die kleinste Unachtsamkeit eines Kandidaten zu einem spannenden Abend f&#252;hren k&#246;nnte. &#8220;Dem bisherigen Grundtenor, der die Erwartungen im Vorfeld der Debatte pr&#228;gt, n&#228;mlich dass es eher langweilig werden wird, ist daher nur bedingt zuzustimmen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit gen&#252;gt und es ist mehr Spannung da, als es einem der beiden Kontrahenten vielleicht lieb ist.&#8221;</p>
<h2>Hinter den Kulissen von 2002</h2>
<p>Michael Spreng kann als Berater von Edmund Stoiber einen <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=1976">sehr genauen Einblick in die TV-Duelle geben</a>:</p>
<blockquote><p>Mein Interesse war, die Duelle so formalisiert und regelementiert wie m&#246;glich durchzuf&#252;hren, um dem situativ st&#228;rkeren Politiker, Gerhard Schr&#246;der, wenig Freiraum zu geben. Wir hatten uns dazu ausf&#252;hrlich mit den amerikanischen TV-Duellen besch&#228;ftigt und eine Mitarbeiterin von mir hatte in den USA mit den dort Verantwortlichen gesprochen. Das Ziel war, salopp gesagt, Stoiber ein st&#252;tzendes Korsett zu verpassen, Schr&#246;der dagegen eine ihn einengende Zwangsjacke. Dies gelang in den Verhandlungen mit der SPD und den TV-Sendern auch &#8211; mit dem Ergebnis, dass Stoiber im ersten Duell als Sieger wahrgenommen wurde, weil er besser war, als von den Medien erwartet. Das zweite Duell verlor Stoiber, unter anderem auch deshalb, weil Schr&#246;der aus dem ersten Duell gelernt hatte und die Zwangsjacke sprengte.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls im &#8220;Wahlen nach Zahlen&#8221;-Blog <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/09/09/nur-die-liebe-zahlt%E2%80%A6-hohepunkte-der-tv-debatte-2005_1881">weist Juergen Maier darauf hin</a>, dass die Wahrnehmung der Debatten nicht immer direkt erfolgt. Die Berichterstattung &#252;ber die TV-Duelle beeinflusst ganz klar die &#246;ffentliche Meinung dazu: &#8220;Damit kommt ein vierter Akteur ins Spiel, der neben den beiden Kandidaten und den Fernsehzuschauern &#252;ber die Effekte von TV-Debatten entscheidet: die Massenmedien, die &#252;ber Debatten breit berichten – und zwar h&#246;chst selektiv und stark wertend. Sie sind in der Lage, pers&#246;nliche Beobachtungen zurechtzur&#252;cken; sie sind auch in der Lage, Einsch&#228;tzungen, die vorher nicht existiert haben, zu generieren&#8221;</p>
<h2>Drei Szenarien f&#252;r das Duell</h2>
<p>Andreas Grie&#223; hat in einer interessanten &#220;bersicht drei <a href="http://griess.wordpress.com/2009/09/08/vorschau-aufs-kanzler-tv-duell/">m&#246;gliche Szenarien f&#252;r das TV-Duell ausgemacht</a>:</p>
<blockquote><p><strong>1. Beide reden, sagen aber nichts</strong>. Merkel werde versuchen, sich nicht angreifbar zu machen und die m&#246;glichst neutralen Moderatoren und ein fahriger Steinemeier werden es nicht schaffen, sie &#8220;auf konkrete Aussagen festzunageln&#8221;. <strong>Ergebnis:</strong> Die Zeitungen w&#252;rden titeln „TV-Duell ohne klaren Sieger“, jeder w&#252;rde je nach parteipolitischer Brille den einen oder die andere vorne sehen &#8211; in der Wahlentscheidung spielte das Duell f&#252;r kaum einen eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit gibt Grie&#223; mit &#8220;traurigen 65%&#8221; an.<strong> </strong></p>
<p><strong>2. Steinmeier zwingt Merkel in die Enge oder diese verhaspelt sich</strong>. Wenn Steinmeier es dagegen schaffe, die bisher inhaltlich zur&#252;ckhaltende Kanzlerin zu konkreten Aussagen zu zwingen, k&#246;nnte das ihr Image ver&#228;ndern. <strong>Ergebnis: </strong>&#220;berschriften wie „Steinmeier bringt Merkel in Erkl&#228;rungsnot“ w&#252;rden genauso wie die Frage „Wahlausgang wieder offen?“ die Runde machen. An den Stammtischen k&#246;nnte der Satz „Die konnte ja wirklich keine Antwort geben“ h&#228;ufig fallen. Viele w&#252;rden ihre Wahlentscheidung noch einmal &#252;berdenken. Die SPD und andere Parteien d&#252;rften gewinnen, die CDU k&#246;nnte noch kr&#228;ftig verlieren. Der Wahlkampf w&#252;rde in den letzten zwei Wochen noch eine Wende nehmen, denn auf einmal w&#228;re die CDU gezwungen offensiv mit Inhalten zu werben. F&#252;r Grie&#223; ein unrealistischer Fall, er nennt 20% Wahrscheinlichkeit.</p>
<p><strong>3. Merkel blamiert Steinmeier</strong>.  Steinmeier m&#252;sse angreifen, dabei k&#246;nne er sich auch verrennen. &#8220;Kritisiert oder attackiert er nur, kann er schnell unsympathisch oder verzweifelt wirken. Wenn Merkel dabei ruhig bleibt und die &#220;bersicht beh&#228;lt, kann sie dann den Spie&#223; sogar umdrehen und ihrerseits Steinmeier attackieren.&#8221; <strong>Ergebnis: </strong>Es w&#252;rde hei&#223;en, Steinmeier h&#228;tte sich die Z&#228;hne ausgebissen. Zwei Wochen vor der Wahl w&#252;rde das TV-Duell schon als letztes Aufb&#228;umen der SPD und Steinmeiers verstanden werden. Eine Kanzlerschaft Steinmeiers w&#252;rde kaum noch einer f&#252;r m&#246;glich halten, das Werben um Stimmen w&#252;rde f&#252;r die SPD damit fast unm&#246;glich. F&#252;r den zweiten spektakul&#228;ren Fall nennt Grie&#223; eine Wahrscheinlichkeit von 15%.</p></blockquote>
<h2>Rhetorikanalyse von Merkel und Steinmeier</h2>
<p>Als Erg&#228;nzung zu diesen Varianten kann man die Analyse von Ulrich Sollmann betrachten, der sich mit dem Auftreten, der Rhetorik von Merkel und Steinmeier befasst: &#8220;Die W&#228;hler werden sich w&#228;hrend des TV-Duells selbst ihr Bild davon machen, welcher Verhaltensstil sie eher ansprechen wird. Merkel kann dabei besser punkten, wenn sie bei Konfrontation mehr auf ihre eigene Kraft und Energie vertraut. Steinmeier kann st&#228;rker &#252;berzeugen, wenn er statt zu viel zu &#252;berlegen auch mal einen &#220;berraschungsangriff wagt.&#8221;</p>
<p>Einen <a href="http://wahl.zdf.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,7874844,00.html">umfassenden Einstieg in die Geschichte der TV-Duelle bietet das ZDF</a> &#8211; erg&#228;nzt durch fachkundige Analysen von Dr. Christoph Bieber. Er meint:</p>
<blockquote><p>&#8220;Tendenziell mehr zu verlieren hat die Kanzlerin. Die Debatte ist in den letzten Tagen darauf hinaus gelaufen, dass sie sich dem Wahlkampf mehr oder weniger verweigert&#8221;, meint Christoph Bieber. Die &#246;ffentliche Nachfrage nach dem Duell sei aber inzwischen derart gro&#223;, dass eine Weigerung teilzunehmen &#8220;genau wie in den USA als Kneifen ausgelegt w&#252;rde, das konnte sich auch Frau Merkel nicht erlauben. Das kann man als Bruch, als Wiedereintreten in die Wahlkampfsph&#228;re interpretieren.&#8221; Das TV-Duell wird nach seiner Einsch&#228;tzung noch etwas l&#228;nger das dominante Ereignis im Wahlkampf sein: &#8220;Man erh&#228;lt einen kurzen, knappen Einstieg in das Wahlkampfgeschehen. Diejenigen, die sich umfassend in allen Medien informieren, werden nichts Neues erfahren, es sei denn, es kommt zu einem Patzer.&#8221;</p></blockquote>
<p>Interessanterweise findet sich auf den Interneseiten der beteiligten TV-Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 bisher kein prominent platzierter Hinweis auf das TV-Duell in 3 Tagen. Wenige Tage vorm Duell scheint es den Sendern nicht daran gelegen zu sein, gro&#223; auf dieses aufmerksam zu machen. Wir werden vor dem Duell noch genauer auf die medialen Begleiterscheinungen eingehen.</p>
<p><em>Bild: RTL</em></p>
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		<title>Nicht siegen, um zu gewinnen</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/08/06/nicht-siegen-um-zu-gewinnen/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 19:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wohl nur kurzfristig hat die leichte Begeisterung &#252;ber den vermutlich gar nicht so unrealistischen Deutschland-Plan von Frank-Walter Steinmeier die Nachrufe auf die SPD verstummen lassen. Die aktuellen Umfragezahlen aller Institute jedenfalls sehen noch keine Spur einer Trendwende der ach so gebeutelten Sozialdemokraten. Bertrand Benoit von der Financial Times schreibt den richtigen Beitrag in diese Zeit – mit der einfachen Botschaft, dass f&#252;r die SPD keinesfalls alle Felle davon geschwommen sind. Er beschreibt zwei Fehler, die man ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl nur kurzfristig hat die leichte Begeisterung &#252;ber den vermutlich gar nicht so unrealistischen Deutschland-Plan von Frank-Walter Steinmeier die Nachrufe auf die SPD verstummen lassen. Die aktuellen Umfragezahlen aller Institute jedenfalls sehen noch keine Spur einer Trendwende der ach so gebeutelten Sozialdemokraten.</p>
<p>Bertrand Benoit von der Financial Times <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/7ae4d7f6-8157-11de-92e7-00144feabdc0.html?nclick_check=1">schreibt den richtigen Beitrag</a> in diese Zeit – mit der einfachen Botschaft, dass f&#252;r die SPD keinesfalls alle Felle davon geschwommen sind. Er beschreibt zwei Fehler, die man vor allem als Beobachter aus dem Ausland machen kann; doch auch die Inl&#228;nder sind davor nicht gefeit.</p>
<blockquote><p>&#8220;There are two mistakes one can make when watching the election. The first is to think of it as a Merkel-Steinmeier confrontation. If it were, there would indeed be no doubt as to the outcome.</p>
<p>This is a competition between parties, and since no single grouping is popular enough to muster an outright majority in the Bundestag it is a contest between groups of parties, potential ruling alliances.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der erste Fehler, so Benoit, sei es, von einem Duell zwischen Merkel und Steinmeier auszugehen. Auch von einem Schlagabtausch von CDU und SPD will er nichts wissen, sondern r&#252;ckt ganz pragmatisch die sp&#228;teren Regierungskoalitionen beziehungsweise die Optionen daf&#252;r ins Bild. Es stehen sich also nicht Merkel und Steinmeier, nicht CDU und SPD gegen&#252;ber, sondern eine christliberale Koalition k&#228;mpft mit knappem Vorsprung gegen alles, was sie verhindern k&#246;nnte. Ehrlicherweise gesteht Benoit aber sogleich ein, dass es sich dabei im wahrscheinlichsten Falle um eine gro&#223;e Koalition handeln muss. F&#252;r ihn allerdings kein Grund, von einer Niederlage der SPD zu reden. Ganz im Gegenteil:</p>
<blockquote><p>&#8220;The second would be to define victory in similar terms for the CDU and SPD. As in 2005, Ms Merkel&#8217;s goal is for the CDU and the small Free Democratic party to obtain enough votes to form a coalition. Mr Steinmeier&#8217;s goal is to prevent this.</p>
<p>This matters because whether a re-elected Ms Merkel leads a centre-right alliance or another grand coalition would make a huge difference in areas ranging from tax policy to nuclear energy. Indeed, as grand-coalition chancellor over the past four years she implemented more measures from the SPD&#8217;s 2005 manifesto than from her own campaign pledges.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r Benoit ist es das logischste Wahlziel der SPD, eine erneute gro&#223;e Koalition anzustreben. Damit habe man die M&#246;glichkeit, weiter an der Zukunft des Landes mitzuarbeiten. Man solle dabei nicht davon ausgehen, dass der Unterschied zwischen Schwarz-Gelb und Schwarz-Rot klein sei. Es gebe gro&#223;e Unterschiede in den verschiedensten Politikfeldern von Steuerpolitik bis zum Atomausstieg.</p>
<p>&#220;ber diesen anderen Blickwinkel auf die Wahl hinaus weist Benoit auf einige Erkenntnisse der Wahlforscher hin, die auch J&#246;rg Sch&#246;nenborn vom <a href="http://blog.tagesschau.de/?p=5976">ARD Deutschland-Trend erw&#228;hnt</a>. Da ist die Rede vom weitgehend ausgesch&#246;pften W&#228;hlerpotenzial der CDU und FDP auf der einen Seite und den gro&#223;en Reserven der mit der SPD sympathisierenden Nichtw&#228;hlern. Benoit und Sch&#246;nenborn ziehen auch beide den Vergleich zur vergangenen Wahl und den gro&#223;en Kampagnenerfahrungen der SPD.</p>
<p>Wie auch immer der Wahlkampf in den n&#228;chsten Wochen verlaufen wird. Steinmeier muss bei der Bundestagswahl im September nicht siegen, um zu gewinnen.</p>
<p><em>Foto: flickr <a title="Link to Stephanie Booth's photostream" rel="dc:creator cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/bunny/"><strong>Stephanie Booth</strong></a></em></p>
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		<title>Visionen und er</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 15:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier hat es wirklich nicht leicht in diesem Wahlkampf. Ein unm&#246;gliches Duell soll er gegen Angela Merkel austragen, die sich allen Konfrontationen schlicht entzieht. Seine eigenen Parteimitglieder machen es dem ungl&#252;cklichen Frank auch nicht leichter. Diesen schwierigen Wahlkampfauftakt soll jetzt der Deutschland-Plan befl&#252;geln...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frank-Walter Steinmeier hat es wirklich nicht leicht in diesem Wahlkampf. Ein unm&#246;gliches Duell soll er gegen Angela Merkel austragen, die sich allen Konfrontationen schlicht entzieht. Warum sollte sie auch k&#228;mpfen mit einem vollkommen untersch&#228;tzten Kanzlerkandidaten einer Sozialdemokratie im Umfragetief? Sie k&#246;nnte nur verlieren, was sie nach aktuellem Stand im September erneut ins Kanzleramt tragen wird.</strong></p>
<p>Seine eigenen Parteimitglieder machen es dem ungl&#252;cklichen Frank auch nicht leichter als seine konservative Konkurrentin. Ulla Schmidt beweist in einer eigentlich vollkommen korrekt gehandhabten Situation einen selten ungeschickten Umgang mit der Presse und den W&#228;hlern und macht die SPD zur Antiheldin des Sommerlochs. Und dann scheitert auch noch die Vorstellung des Kompetenzteams an der Tatsache, dass die Parteif&#252;hrung bei der Vergabe von Posten mehr auf die Bedienung von Anspr&#252;chen der Fl&#252;gel achtete als auf wirkliche Kompetenz.</p>
<h2>4 Millionen Jobs</h2>
<p>Diesen schwierigen Wahlkampfauftakt soll jetzt der Deutschland-Plan [<a href="http://www.stern.de/media/politik/deutschlandplan.pdf">PDF</a>] befl&#252;geln, den man wohl eher nicht unter seinem richtigen Namen oder dem Slogan „Politik f&#252;r das n&#228;chste Jahrzehnt“ kennen wird, sondern unter der plakativen Zahl von 4 Millionen Jobs. In Worten vier Millionen neue Arbeitspl&#228;tze sollen bis 2020 entstehen und so f&#252;r Vollbesch&#228;ftigung im Land sorgen. Man k&#246;nnte jetzt seitenweise &#252;ber die verschiedensten Kritiken schreiben, &#252;ber die s<a href="http://blog.zeit.de/zweitstimme/2009/08/03/ach-hatte-der-graf-doch-geschwiegen_261">cheinheilige Kritik des neuen Volkstribunen</a> Guttenberg, &#252;ber <a href="http://www.zeit.de/online/2009/32/steinmeier-arbeit-kritik">Plagiatsvorw&#252;rfe</a> oder den allzu langen Zeitraum der Prognose.</p>
<p>Stattdessen muss man Steinmeier einfach einmal loben. In einem Wahlkampf, der bisher vollkommen an den Interessen der B&#252;rger vorbei ging, ist es nicht zuletzt das Thema Arbeit und Arbeitslosigkeit, das viele Menschen umtreibt. Von einer Wirtschaftskrise bedroht, deren Auswirkungen m&#246;glicherweise erst langsam und schleichend das Leben der Deutschen beeinflussen werden, ist Hochkonjunktur f&#252;r Zukunfts&#228;ngste. Ein solches Versprechen der Vollbesch&#228;ftigung ist eben nicht schlichte Bauernf&#228;ngerei wie die christsoziale und liberale Forderung nach Steuersenkungen, sondern eine Vorstellung davon, wie die Zukunft in diesem Land aussehen k&#246;nnte.</p>
<h2>Wahlkampf ohne Zukunft</h2>
<p>Nun <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Helmut_Schmidt">hat</a> Helmut Schmidt bereits in den 80er Jahren seine Meinung &#252;ber solche Ideen deutlich zum Ausdruck gebracht und gefordert, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Doch es sind gerade die Visionen und Zukunftskonzepte, die dem diesj&#228;hrigen Wahlkampf ebenso fehlen wie scheinbar der gesamten aktuellen deutschen Politik.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wo bleibt der leidenschaftliche Streit um die Kontrolle der Banken, die ihre Casinos wieder er&#246;ffnet haben und den ultimativen K.O.-Schlag gegen die Weltwirtschaft vorbereiten? Warum wird, bis auf die Linkspartei, der deutschen Afghanistan-Einsatz im Wahlkampf tabuisiert? Warum wird eigentlich das zentrale Thema ausgeklammert, wie Deutschland jemals wieder von seinem gigantischen Schuldenberg herunterkommen will? Deutschland steht in der n&#228;chsten Legislaturperiode vor eine der h&#228;rtesten Sparphasen der letzten Jahrzehnte und keiner redet dar&#252;ber. Wann kommen Steuererh&#246;hungen? Wird der Sozialstaat &#252;berleben k&#246;nnen? Ist der Generationenvertrag nicht schon l&#228;ngst zerbrochen? Wer zahlt am Ende wirklich die Zeche?&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=1699">So schreibt Michael Spreng</a> – und man k&#246;nnte diese Liste erweitern, &#252;ber Bildung und Kinderfreundlichkeit debattieren. Politik muss wieder &#252;ber die Zukunft sprechen, muss die Visionen haben, die Helmut Schmidt f&#252;r krankheitsbedingt hielt. Bj&#246;rn B&#246;hning nannte die Vorschl&#228;ge &#8220;<a href="http://forum-dl21.de/meldung.php?meldung=180&amp;page=">ambitioniert</a>&#8221; und beschreibt damit genau, was Politik auch sein sollte. Es geh&#246;rt mehr dazu, als der Deutschland-Plan sein kann, aber er ist wenigstens ein Anfang von Optimismus in einem bisher gel&#228;hmten Wahlkampf.</p>
<p><em>Bild: flickr <a href="http://www.flickr.com/photos/nrwspd/3362072731/">nrwspd_foto</a></em></p>
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		<title>Wer hat Angst vorm schwarzen Baron?</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/07/05/wer-angst-vorm-schwarzen-baron/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 17:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Und schon ist es passiert, Karl-Theodor von und zu Guttenberg ist zweitbeliebtester Politiker Deutschlands und reiht sich damit direkt hinter jedermanns Liebling Merkel ein. Ein harter Schlag f&#252;r Frank-Walter Steinmeier, der…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und schon ist es passiert, Karl-Theodor von und zu Guttenberg ist <a href="http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend714.html">zweitbeliebtester Politiker</a> Deutschlands und reiht sich damit direkt hinter jedermanns Liebling Merkel ein. Ein harter Schlag f&#252;r Frank-Walter Steinmeier, der diesen Aufstieg Guttenbergs mit einem erneuten Verlust in der Gunst der B&#252;rger erst erm&#246;glichte.</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/07/deutschlandtrend.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3801" title="deutschlandtrend" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/07/deutschlandtrend-300x212.jpg" alt="deutschlandtrend" width="300" height="212" /></a>Es ist eine absurde Situation, dass CDU und CSU gleich zwei Politiker in ihren Reihen haben, mit deren Arbeit die Bev&#246;lkerung zufriedener ist als mit der des SPD-Spitzenkandidaten Steinmeier. Immerhin ist Steinmeier nicht nur Wahlk&#228;mpfer, sondern auch Au&#223;enminister in der Regierung Merkel. Das Amt geh&#246;rt traditionell sicher nicht zu den am meisten kritisierten im Kabinett, bleibt aber auch gerade bei erfolgreicher Arbeit oft im Hintergrund. Nicht zuletzt trifft das auf Steinmeier zu, weil sich Angela Merkel geschickt als G8- und Europakanzlerin zu inszenieren versteht. Da bleibt f&#252;r den Sozialdemokraten eigentlich nur noch das H&#228;ndesch&#252;tteln und Geiselkrisen bew&#228;ltigen.</p>
<p>Harald Schoen spricht von einem <a href="http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/2009/07/03/vom-hindukusch-an-die-wahlurne-der-afghanistan-einsatz-und-die-wahl-2009_1431">Desinteresse der Bev&#246;lkerung</a> f&#252;r au&#223;enpolitische Themen, wenn diese nicht emotional pr&#228;sentiert werden:„Viele B&#252;rger schenken der Au&#223;enpolitik h&#228;ufig keine allzu gro&#223;e Aufmerksamkeit. […] Innenpolitische Themen liegen f&#252;r viele B&#252;rger wesentlich n&#228;her. Daher gelten au&#223;enpolitische Fragen f&#252;r die innenpolitische Meinungsbildung im allgemeinen und f&#252;r Wahlverhalten im besonderen als nicht allzu bedeutsam.“ Zuletzt sei dies bei Gerhard Schr&#246;der anders gewesen: „Schr&#246;der gelang es offenbar, den B&#252;rgern die Wichtigkeit des Irak-Themas vor Augen zu f&#252;hren und sie dabei auch emotional anzusprechen.“ Emotionalit&#228;t ist nicht gerade Steinmeiers St&#228;rke.</p>
<p>Ganz anders kommt da der smarte Baron bei den W&#228;hlern an und verkauft sogar das vorsichtige Mahnen f&#252;r eine Insolvenz wundersam publikumstauglich. Als scheinbar letzter Verfechter marktwirtschaftlicher Prinzipien f&#252;hrt er die SPD und ihre unglaubw&#252;rdigen Heilsversprechen f&#252;r jedes angeschlagene Unternehmen an der langen Leine durch die Manege.</p>
<p>Unbestreitbar ist Guttenberg ein politisches Talent, wie es Deutschland schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Er hat das ihm zur Verf&#252;gung stehende halbe Jahr als Wirtschaftsminister f&#252;r einen rasanten Aufstieg genutzt. Die meisten fachlichen Entscheidungen waren, so kurz vor der Bundestagswahl, schon getroffen und die Krisen von Opel und Arcandor boten Gelegenheiten, die ihm kaum g&#252;nstiger zufallen konnten. Vor nicht mal einem halben Jahr war er noch Generalsekret&#228;r der CSU, weitere 4 Monate zuvor nur einfacher Bundestagsabgeordneter aus Franken. Und jetzt? Heute sprechen ihm bereits die ersten G&#246;nner die M&#246;glichkeit zu, eines Tages deutscher <a href="http://blockschrift.blogg.de/eintrag.php?id=8">Bundeskanzler zu werden</a> – die WELT sieht in ihm glatt einen <a href="http://www.welt.de/die-welt/article3960326/Wie-viel-Markt-wagt-die-Union-noch.html">kleinen Obama</a>.</p>
<p>Dabei steht Guttenberg nicht wie Obama f&#252;r einen inhaltlichen Wechsel, f&#252;r eine Idee und deren Verwirklichung mit aller Kraft. Guttenberg repr&#228;sentiert vielmehr einen Charakterzug der CSU, den manche wohl als Wetterwendigkeit bezeichnen w&#252;rden, andere als Flexibilit&#228;t oder Anpassungsf&#228;higkeit. Es kann niemanden verwundern, dass es der junge Baron war, der j&#252;ngst den <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/85/472608/text/">Apologeten f&#252;r eine schwarz-gr&#252;ne Ann&#228;herung </a>auch auf Bundesebene spielte.</p>
<p>Auf sonderbare Art und Weise wirkt der bayrische Baron dabei ein bisschen wie Gerhard Schr&#246;der, der als pragmatischer Politiker und gekonnter Dompteur der Medienlandschaft ebenfalls nicht f&#252;r gro&#223;e Hoffnungen stand.</p>
<p>Es ist nur ein halber Obama, den unser Wirtschaftsminister darstellen kann. Ein Obama, von dem man Idealismus und Visionen einfach abzieht, der aber mit dem verbleibenden Charisma und seiner &#220;berzeugungskraft immer noch alle &#252;berragt.</p>
<p>Aber w&#228;re es nicht gerade die andere Seite Obamas, die Deutschland jetzt br&#228;uchte?</p>
<p><em>Bilder: flickr <a href="http://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/"><strong>Michael Panse MdL</strong></a>, ARD Deutschlandtrend</em></p>
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		<title>Erschreckendes Twitter-Deb&#252;t</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 17:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Kajo Wasserhövel]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Kajo Wasserh&#246;vel ist oberster Wahlk&#228;mpfer der krisengesch&#252;ttelten SPD und als solcher auch f&#252;r den Internetwahlkampf zust&#228;ndig. Die zuletzt neu gestaltete Pr&#228;senz der Sozialdemokratischen Partei im Netz hat positive Erwartungen geweckt. Um so schockierender, wie Wasserh&#246;vel heute in die Twitter-Welt eintrat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kajo Wasserh&#246;vel ist Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer und oberster Wahlk&#228;mpfer der krisengesch&#252;ttelten SPD und als solcher auch f&#252;r den Internetwahlkampf zust&#228;ndig. Die zuletzt neu gestaltete Pr&#228;senz der Sozialdemokratischen Partei im Netz hat positive Erwartungen geweckt. Um so schockierender, wie Wasserh&#246;vel heute in die Twitter-Welt eintrat.</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/kajogross.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3369" title="kajogross" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/kajogross-300x274.jpg" alt="kajogross" width="300" height="274" /></a>Dabei ist zuerst der Zeitpunkt verwunderlich. In Wahlkampf-Ma&#223;st&#228;ben ist es nur noch eine Hand voll Zeit bis zur Bundestagswahl, als <strong>Kajo Wasserh&#246;vel</strong> heute seinen <a href="http://twitter.com/kajo2009">Account bei Twitter</a> er&#246;ffnet. Als Leiter des Wahlkampfs sollte Wasserh&#246;vel die vielleicht am schnellsten an Bedeutung gewinnenden Plattform im Web eigentlich schon l&#228;nger kennen. Dass er Twitter tats&#228;chlich nicht kennt, zeigt sein <a href="http://twitter.com/Kajo2009/status/1230335546">erster Tweet</a>:</p>
<blockquote><p><span class="status-body"><span class="entry-content">schaue mir Twitter an und versuche es richtig zu verstehe :-)</span></span></p></blockquote>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Immerhin positiv anzumerken ist ja, dass er sich gar nicht einbildet, Twitter schon wirklich zu verstehen, wie viele andere es tun. Dennoch sollte er in seiner Position gar nicht gen&#246;tigt sein, ehrlich seinen Informationsmangel zugeben zu m&#252;ssen &#8211; <strong>er m&#252;sste Twitter schlicht aus dem Effeff kennen</strong>.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Ich bin mir nicht sicher, wie gro&#223; die Rolle von Twitter in einem Online-Wahlkampf der SPD auszusehen hat. Bestimmt wird Twitter nicht Hauptbestandteil der Kampagne. Eine lohnenende Erg&#228;nzung k&#246;nnte es aber allemal darstellen, die kostenlose Reichweite w&#228;re neben der obligatorischen Zweitverwertung durch die Medien erstrebenswert. Skizziert man nur mal eine m&#246;gliche Verwendung, zeigen sich schnell die <strong>Vers&#228;umnisse der SPD</strong>: </span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Frank-Walter Steinmeier</strong> wurde im Oktober zum Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten gek&#252;rt, etwa ein Jahr vor der Bundestagswahl. Sein Amt als Au&#223;enminister geh&#246;rt zu den interessantesten und aufregendsten Berufen, die es in Deutschland gibt. Warum also nicht <strong>w&#228;hrend seiner Arbeit twittern?</strong> Dass Steinmeier ein iPhone hat, ist der Netzgemeinde <a href="http://search.twitter.com/search?q=steinmeier+iphone">schon bekannt</a>, technische Hindernisse w&#228;ren so leicht auszur&#228;umen. Der SPD-Kandidat h&#228;tte also ein ganzes Jahr Zeit gehabt, um sich und seine Arbeit und seine Person in kurzen Nachrichten einer interessierten Lesergemeinde zu vermitteln. Und das quasi kostenlos, mit dem iPhone aus dem Flugzeug oder vom R&#252;cksitz der Limousine twitternd.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Verschenkte Aufmerksamkeit</strong>, nicht zuletzt durch Unwissen &#252;ber die M&#246;glichkeiten und Chancen der Plattform.<br />
</span></span></p>
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