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	<title>Homo Politicus &#187; Freie Wähler</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Die anderen Parteien</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 13:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BüSo]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Wähler]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist es offiziell: Zur Landtagswahl in Hessen am 18. Januar 2009 werden zehn Parteien antreten. Dies hat der Landeswahlausschuss bekannt gegeben.
Auf Grund der kurzen Meldephase von gerade einmal&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es offiziell: Zur Landtagswahl in Hessen am 18. Januar 2009 werden zehn Parteien antreten. Dies hat der Landeswahlausschuss bekannt gegeben.<br />
Auf Grund der kurzen Meldephase von gerade einmal einem Monat, von der Aufl&#246;sung des hessischen Landtages, bis zum letztm&#246;glichen Einreichungstermin der Anmeldung zu Landtagswahl am 15.12.2008 (18 Uhr), wird der Stimmzettel bei der kommenden Landtagswahl schrumpfen. F&#252;r die Wahlteilnahme waren 1000 Unterst&#252;tzeruntschriften notwendig. Dies stellte gerade f&#252;r die kleinen Parteien eine nahezu unerreichbare H&#252;rde da, weshalb einige Parteien erst gar keinen erneuten Anlauf versuchten.</p>
<p>Die Piratenpartei schaffte es  erst auf den letzten Dr&#252;cker (kurz vor 18 Uhr) die erforderlichen Unterschriften f&#252;r ihre Anmeldung zur Wahl beim hessischen Landeswahlleiter Wolfgang Hannappel einzureichen. Im Jahr zuvor war die anarchistische Pogo-Partei an dieser H&#252;rde gescheitert, da sie nicht genug Unterschriften vorlegen konnten und deshalb keine Zulassung zur Wahl erhielten.</p>
<p>Im Januar 2008 waren es noch 17 Parteien gewesen, die ihre Kandidatenlisten fristgerecht eingereicht hatten und somit zur Wahl zugelassen wurden. Bei der kommenden Wahl werden die hessischen W&#228;hler nun also nur die Wahl zwischen zehn verschiedenen Parteien haben.<span id="more-2781"></span></p>
<p style="text-align: center;"><em>Christlich Demokratische Union Deutschlands &#8211; CDU -<br />
Sozialdemokratische Partei Deutschlands &#8211; SPD -<br />
Freie Demokratische Partei &#8211; FDP -<br />
B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN &#8211; GR&#220;NE -<br />
DIE LINKE &#8211; DIE LINKE -<br />
DIE REPUBLIKANER &#8211; REP -<br />
FW FREIE W&#196;HLER Hessen e.V. &#8211; FREIE W&#196;HLER -<br />
Nationaldemokratische Partei Deutschlands &#8211; NPD -<br />
Piratenpartei Deutschland &#8211; PIRATEN -<br />
B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t &#8211; B&#252;So –</em></p>
<p>Die nicht mehr ber&#252;cksichtigten Parteien sind:</p>
<p style="text-align: center;"><em>Ab jetzt… B&#252;ndnis f&#252;r Deutschland, Partei f&#252;r Demokratie durch Volksabstimmung -Volksabstimmung-<br />
DIE GRAUEN – Graue Panther &#8211; GRAUE -<br />
Die Violetten – f&#252;r spirituelle Politik<br />
Mensch Umwelt Tierschutz &#8211; Die Tierschutzpartei -<br />
Partei f&#252;r soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale &#8211; PSG -<br />
Unabh&#228;ngige B&#252;rgerpolitik &#8211; UB-</em></p>
<p>Die Partei „Ab jetzt…“ hatte noch bis zuletzt darauf gehofft auch f&#252;r die kommende Landtagswahl zugelassen zu werden. Sie vertraten die Ansicht, dass ihre Bewerbung der letzten Landtagswahl noch g&#252;ltig sei, da sie die kommende Landtagswahl als eine Wiederholung der letzten sahen. Da sich der Landtag jedoch selbst aufgel&#246;st hat und es sich somit um eine Neuwahl handelt musste nun auch wieder das Bewerbungsverfahren neu absolviert werden; weshalb die Partei nun nicht mehr auf den Stimmzetteln auftauchen wird. Die Grauen wiederum l&#246;sten sich im M&#228;rz diesen Jahres auf Grund einer Spendenaff&#228;re auf und stehen deshalb auch nicht mehr zu Wahl.</p>
<p>Neben den f&#252;nf im ehemaligen Landtag sitzenden Parteien befinden sich auf dem Stimmzettel also noch f&#252;nf weitere Parteien, die unter der Rubrik „Sonstige“ laufen. Diese Parteien k&#246;nnen derzeit einen Stimmenanteil von<span> </span>drei (Infratest-dimap) bis vier Prozent (Forschungsgruppe Wahlen bzw. Forsa) auf sich vereinen. Im Januar kamen sie zusammen auf 4,5 Prozent.</p>
<p>W&#228;hrend in der Medienberichterstattung in der Hauptsache die gro&#223;en f&#252;nf vorgestellt und analysiert werden stellt sich die Frage, wer die kleinen Parteien sind. Wo kann ihr Ursprung gesehen werden? Wof&#252;r stehen Sie? Im Folgenden sollen deshalb die so genannten<span> </span>„Sonstigen Parteien“ Freie W&#228;hler, PIRATEN und B&#252;So kurz vorgestellt werden.</p>
<p><em><span style="font-size: small;">Disclaimer: Dabei wurde bewusst auf die Ber&#252;cksichtigung von NPD und REP verzichtet (denjenigen die sich &#252;ber diese beiden Parteien genauer informieren m&#246;chten empfehlen wir das Angebot der ZEIT: </span></em><em><span style="font-size: small;"><a href="http://www.netz-gegen-nazis.de" target="_blank">www.netz-gegen-nazis.de</a>).<br />
</span></em></p>
<h2><strong>FW FREIE W&#196;HLER Hessen e.V. &#8211; FREIE W&#196;HLER –</strong></h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2787" title="logo_freie_waehler" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/12/logo_freie_waehler.jpg" alt="logo_freie_waehler" width="130" height="105" /></p>
<p>Der Landesverband der Freien W&#228;hler in Hessen wurde 1956 in Frankfurt am Main gegr&#252;ndet.  Sie verstehen sich seit dem als Interessensvertretung aller parteiungebundenen W&#228;hlergruppen. In Hessen haben die Freien W&#228;hler 15.000 Mitglieder in Kreis-, Gemeinde-, und Ortsverb&#228;nden. Im Schwerpunkt handelt es sich bei ihnen um eine kommunalpolitische Vereinigung.</p>
<p>2009 treten die Freien W&#228;hler Hessen, nach 2008 und 1978, zum dritten Mal bei einer Landtagswahl an. Viele hatten jedoch nicht mit einem Widerantritt gerechnet, da die Freien W&#228;hler bei der Landtagswahl 2008, mit 0,9 Prozent, an ihrem Ziel des Einzuges in den Landtag, katastrophal gescheitert waren. Damit erreichten sie nicht einmal die 1 Prozent-H&#252;rde, ab der Parteien eine staatliche Wahlkampfkostenerstattung erhalten. Selbst der damalige Parteichef und Spitzenkandidat Thomas Braun, aus Bad Soden, erreichte in seinem Wahlkreis lediglich 1,4 Prozent.</p>
<p>F&#252;r die erneute Teilnahme an der Landtagswahl 2009 spielt dabei ma&#223;geblich dass Rekordergebnis der Freien W&#228;hler bei der bayrischen Landtagswahl im September 2008 eine Rolle. Deshalb entschied sich der Landesdeligiertentag der Freien W&#228;hler Hessen Ende November mit 59,02% (72 zu 50 Stimmen) f&#252;r eine Teilnahme an der Landtagswahl. Die kritischen Stimmen gerade an der Basis vor Ort blieben jedoch weiterhin bestehen.</p>
<p>Thematisch sind die Freien W&#228;hler schwer einzuordnen, da es sich urspr&#252;nglich vor allem um eine kommunale W&#228;hlervereinigung handelt. Doch im Zentrum des Landesverbandes steht vor allem die Bildungspolitik. Die Freien W&#228;hler setzen sich f&#252;r eine offene Ganztagsschule bis zur zehnten Klasse und gegen die Erhebung von Studiengeb&#252;hren ein. Daf&#252;r soll der Beamtenstatus f&#252;r Lehrer zuk&#252;nftig abgeschafft werden. Des Weiteren sollen die Regierungspr&#228;sidien abgeschafft und dadurch der Verwaltungsappart gestrafft werden. Die dadurch frei werdenden finanziellen Mittel sollen unter anderem f&#252;r die F&#246;rderung erneuerbare Energien, den Ausstieg aus der Atomenergie, die Einstellung neuer Polizisten und den Schuldenabbau verwendet werden.</p>
<h2><strong>Piratenpartei Deutschland &#8211; PIRATEN -</strong></h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2788" title="piraten" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2008/12/piraten.gif" alt="piraten" width="185" height="81" /></p>
<p>Der Ursprung der Piratenpartei kann in der Gr&#252;ndung der schwedischen Partei &#8220;Piratpartiet&#8221; gesehen werden, die als Partei der Informationsgesellschaft auftritt. 2006 wurde ihr deutsches Pendant in Berlin gegr&#252;ndet. Anfang 2007 folgte die Gr&#252;ndung des hessischen Landesverbandes in Frankfurt am Main unter dem Namen „Piratenpartei Deutschland Landesverband Hessen“.</p>
<p>Die Piratenpartei steht vor allem f&#252;r das Thema Datenschutz, so schreibt man sich selbst offiziell das Ziel der F&#246;rderung freien Wissens, der Schutz vor einem &#220;berwachungsstaat, sowie ein „Paradigmenwechsel vom gl&#228;sernen B&#252;rger zum gl&#228;sernen Staat“ auf die Fahne.<br />
Des Weiteren sprechen sie sich gegen Studiengeb&#252;hren aus und wenden sie sich gegen den Stellenabbau bei der Polizei. Die Piraten fordern zudem den freien Zugang zu Werken, die vom Staat oder im Auftrag des Staates erstellt wurden.</p>
<p>Bei der hessischen Landtagswahl im Januar 2008 traten sie das erste mal an und erreichten 7.962 Stimmen (0,3%). Dies werteten die Mitglieder als Erfolg, weshalb bereits auf dem ersten Parteitag nach der Wahl, im M&#228;rz 2008, der Beschluss gefasst wurde, ein weiteres mal zu kandidieren, falls es mangels einer Regierungskoalition zu vorgezogenen Neuwahlen kommen w&#252;rde.</p>
<h2><strong>B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t &#8211; B&#252;So –</strong></h2>
<p><img class="alignnone" title="b&#252;so" src="http://www.hessen.bueso.de/bueso.gif" alt="" width="176" height="70" /></p>
<p>Die Partei „<span>B&#252;rgerrechtsbewegung Solidarit&#228;t“ wurde im Jahr 1992 gegr&#252;ndet. Als ihre Vorg&#228;ngerparteien k&#246;nnen die „Europ&#228;ische Arbeiter-Partei“ und die Partei „Patrioten f&#252;r Deutschland“ gesehen werden. Oftmals wird die Partei auch als </span><span>LaRouche-Bewegung bezeichnet, da an deren Spitze das Ehepaar LaRouche steht. Dies sind Gr&#252;nderin </span>Helga Zepp-LaRouche und ihr Mann Lyndon LaRouche, ein amerikanischer Politiker, der vor allem durch den siebenmaligen Versuch, Pr&#228;sidentschaftskandidat der Demokraten zu werden und durch antisemitische &#196;u&#223;erungen von sich reden machte.</p>
<p>Die Hauptthese der Partei ist der baldige Zusammenbruch des globalen Finanzsystems. Aus diesem Grund sind sie zu der obskur anmuteten Idee gekommen, dass eine Transrapidstrecke &#252;ber die alte Seidenstra&#223;e Millionen Arbeitspl&#228;tze bringen und den Untergang der Staaten aufhalten k&#246;nnte.</p>
<p>Des Weiteren soll nach Auffassung der B&#252;So der Nationalstaat gest&#228;rkt und die D-Mark wieder eingef&#252;hrt werden. Damit geht es der B&#252;So deutlich mehr um die Umsetzung einer nationalen bzw. globalen Politik als um die klassischen landespolitischen Themen.</p>
<p>Interessant erscheint dabei die Meinung der Partei, dass alle gro&#223;en Parteien allesamt von „verr&#252;ckten Ideen dominiert“ seien. Ihr eigener Slogan hei&#223;t deshalb „Aufbau statt Krieg und &#214;kowahn“.</p>
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