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	<title>Homo Politicus &#187; Grüne</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Er&#246;ffnungszug</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 13:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viel hat sich bewegt, seit wir dieses Blog vor mittlerweile mehr als 3 Jahren gemeinsam neu gegr&#252;ndet haben. Damals war &#8220;Politik und Internet&#8221; ein Thema, &#252;ber das man vereinzelt sprach&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel hat sich bewegt, seit wir dieses Blog vor mittlerweile mehr als 3 Jahren gemeinsam neu gegr&#252;ndet haben. Damals war &#8220;Politik und Internet&#8221; ein Thema, &#252;ber das man vereinzelt sprach – meist, wenn gerade Wahlkampf war. Mittlerweile hat das Internet seinen Einfluss auf so viele Lebensbereiche manifestiert, dass auch in der Politik die Wechselwirkungen nicht mehr zu &#252;bersehen sind. <a href="http://www.politik-kommunikation.de/artikel/fuer_die_netzpolitische_zukunft_aufstellen/1">FDP</a>- und <a href="http://www.politik-kommunikation.de/artikel/das_grosse_querschnittsthema_unserer_zeit/1">Gr&#252;nen</a>-Abgeordnete diskutieren &#252;ber ein Internetministerium, der Innenminister setzt sich &#246;ffentlich mit dem Thema <a href="http://www.bmi.bund.de/DE/Service/Ministerfragen/ministerfragen_node.html;jsessionid=7F632A524775C3C0C59E1D50E2FEEEE9.2_cid165">Open Data</a> auseinander und, ja, man vergisst es oft, die Kanzlerin betreibt immer noch ein <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Aktuell/Podcasts/podcast.html">Video-Podcast</a>. Im ganzen Land werden <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;gl=de&amp;tbm=nws&amp;btnmeta_news_search=1&amp;q=B%C3%BCrgerhaushalt">B&#252;rgerhaushalte</a> ausprobiert, mehrere MinisterInnen (lassen) twittern und es gibt eine neue <a href="http://www.piratenpartei.de/">Partei</a>, die vor allem mit und im Internet bekannt geworden ist.</p>
<p>Szenenwechsel: Vor nicht ganz einem Monat sa&#223;en wir in K&#246;ln mit dem ehemaligen Redaktionsteam der <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/">Kampagnenpraxis</a> zusammen und diskutierten die Zukunft von Politik und Gesellschaft im Internet. Aber es waren nicht die Erfolgsbeispiele, die wir in 50 Ausgaben unserer Reports zusammen gestellt haben, die das Gespr&#228;ch dominierten. Sondern der Gedanke, was wir erreicht haben. Haben wir mit den konzentrierten Infos, den Beispielen effizienter und innovativer Kampagnen zum Nachbauen wirklich etwas bewirkt? Ver&#228;ndert sich politische Kampagnenf&#252;hrung mit dem Internet? Bei allen guten Beispielen scheint es fast so, als m&#252;sse man mit dem Blick aus der Totalen ganz einfach Nein sagen. Ich glaube, dass es vier grundlegende Probleme gibt, die jeden Fortschritt in Sachen Kampagnenarbeit verhindern. Diese Punkte wird nicht jeder teilen, mancher wird sich angegriffen f&#252;hlen. Aber ich denke, dass sich etwas tun muss. Und wir hoffen, damit etwas bewegen zu k&#246;nnen; eine Diskussion anzusto&#223;en, die dringend n&#246;tig geworden ist.<span id="more-6756"></span></p>
<h1>1. Am Anfang war die Pressemitteilung</h1>
<p>Seit der letzten Eiszeit, so scheint es, kommuniziert man Politik &#252;ber <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151066020250441&amp;set=a.250011665440.298973.702190440&amp;type=1">Pressemitteilungen</a>. Die H&#246;hlenmalereien richteten sich offensichtlich auch nicht an die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung, sondern nur an den einen Journalisten, der die Neuigkeiten dann weiter erz&#228;hlen durfte. Und so ist es bis heute ein fest geschriebenes Naturgesetz, dass man Pressemitteilungen zu schreiben hat – egal ob in der Bundestagsfraktion, im Landesministerium oder im Kreisverband der Partei. Selbst wenn man so wenig Mitglieder hat, dass man kaum noch alle Mandate besetzen kann: F&#252;r Pressemitteilungen muss die Zeit da sein.</p>
<p>Und dahinter steckt ja auch ein hehres Anliegen. &#220;ber die Presse, so die Idee, erreichen wir die meisten Menschen. Also m&#252;ssen wir da unbedingt vertreten sein. Aber wenn alle damit besch&#228;ftigt sind, Pressemitteilungen zu schreiben, stellt niemand Fragen wie: Wie gut sind unsere Pressemitteilungen eigentlich geschrieben? Bringen wir &#252;berhaupt etwas damit &#8216;r&#252;ber? Liest jemand unsere Pressemitteilungen, die neben der Vorstandswahl der Kaninchenz&#252;chter erscheinen? Und k&#246;nnen wir die Bev&#246;lkerung nicht anders, besser, relevanter informieren?</p>
<h1>2. Politiker haben Angst vorm B&#252;rger</h1>
<p>Vielleicht konzentriert sich der gesamte bundesdeutsche Politbetrieb deshalb auf Pressemitteilungen, weil Politiker Angst vorm B&#252;rger haben. Klar, wird jetzt sicherlich der berechtigte Einwurf kommen, dass es doch Wahlkampfst&#228;nde gebe, Diskussionsveranstaltungen, Parteitermine. Aber wie viele Menschen kommen da hin? Wie intensiv kann ein Gespr&#228;ch werden, wenn daf&#252;r 100 andere Personen vorbei hetzen? Wie gro&#223; kann das Interesse f&#252;r ein Thema sein, wenn selbst Bundesvorsitzende oder und Generalsekret&#228;re die kleinsten R&#228;ume nicht mehr f&#252;llen?</p>
<p>Wendet man den Blick von direkten Begegnung auf andere, selbst geschaffene Medien, wird das Bild nicht besser. Wer hat schon einmal Informationen seiner Landesregierung bekommen, die nicht in der Zeitung standen? In Hessen gibt es einen <a href="http://www.hessen.de/irj/hessen_Internet?cid=a209737478dac5d861966759207d60d0">Newsletter</a> der Staatskanzlei – wie viele Abonnenten der wohl haben wird? Wie viele Deutsche werden wohl jede Woche Angela Merkels Podcast schauen? Politkerinnen und Politiker scheinen kein Interesse daran zu haben, ihre B&#252;rger zu informieren. Sonst w&#252;rde man nicht mehr Post von GEZ und OBI bekommen, als von allen politischen Institutionen der Republik zusammen.</p>
<h1>3. Medien werden &#252;bersch&#228;tzt</h1>
<p>Manch Leser dieses Blogs wird den &#8220;<a href="http://www.homopoliticus.de/tag/daniel-mack/">Twitter-Streit</a>&#8221; um den &#8220;Twitter-Rebell&#8221; <a href="http://twitter.com/#!/danielmack">Daniel Mack</a> im Main-Kinzig-Kreis mitbekommen&#8230; vielleicht auch unsere Replik &#8220;<a href="http://www.homopoliticus.de/2011/10/10/wenn-es-doch-blos-um-twitter-ginge/">Wenn es doch blo&#223; um Twitter ginge</a>&#8221; gelesen haben. Eine Fraktion, zerstritten, voller Misstrauen gegen die eigenen Mitstreiter, zerlegt sich &#252;ber 2 Monate in aller &#214;ffentlichkeit. Nicht weit wegen vom Main-Kinzig-Kreis, in Wiesbaden, wehrt sich die Unionsfraktion voreilig gegen eine Aufnahme bei <a href="http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/11/30/zumutung-und-rechtsbruch-cdu-wiesbaden-droht-abgeordnetenwatch-de-mit-klage/">abgeordnetenwatch</a>. Man werde mit den vielen Anfragen nicht fertig, die dann &#252;ber dieses Internet kommen w&#252;rden. Zwei Beispiele, aus denen sich die gleiche Lehre ziehen lie&#223;e: Man zerstreitet sich nicht (nur) im Internet, man will nicht nur im Internet m&#246;glichst wenig kommunizieren, m&#246;glichst wenige Fragen beantworten m&#252;ssen. Aber man macht es sich gern leicht und beschuldigt ein Medium. Schaut her, wir sind nicht das Problem – es ist dieses Internet!</p>
<h1>4. F&#252;r einen neuen Rechenschaftsgedanken</h1>
<p>Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus – Politiker sind Vertreter, keine Regenten. Die B&#252;rger stellen kein Bittgesuch, wenn sie mehr informiert werden wollen, wenn sie mit diskutieren wollen. Sie fordern Rechenschaft von ihren Prokuristen ein. Die meisten von ihnen sind froh, dass sie Aufgaben delegieren k&#246;nnen, sich nicht durch europ&#228;isches Vertragswerk und tarifpolitische Urw&#228;lde k&#228;mpfen m&#252;ssen. Aber daf&#252;r sollten sie auch etwas erwarten k&#246;nnen, n&#228;mlich dass Politiker Rechenschaft f&#252;r ihre Handlungen ablegen. Nicht einfach nur in Wahlen alle 4 oder 5 Jahren, sondern auch und insbesondere innerhalb der Legislaturperioden.</p>
<p>Wer hat schon noch durchgeblickt, im finanzpolitischen Dschungel der letzten Jahre? Wo blieben die Erkl&#228;rungsversuche f&#252;r Hebel und Stabilit&#228;tsmechanismen? Warum hat man sich nicht ein paar gute Texter, einige Fachreferenten und einen guten Grafiker/Illustrator geschnappt und eine Brosch&#252;re produziert, die bundesweit verteilt ein wenig Licht ins Dunkle gebracht hat? Oder wenn das zu teuer war, wo blieben die Online-Informationsangebote?</p>
<p>Es ist Teil der Jobbeschreibung eines Politikers, sich vor seinem Auftraggeber zu verantworten, Interesse zu wecken, Ideen zu sammeln, f&#252;r die eigenen Ziele zu werben.</p>
<p>Das Jahr 2012 bietet die Gelegenheit. Zur Abwechslung steht einmal kein Superwahljahr vor der T&#252;r, sondern solide parlamentarische und au&#223;erparlamentarische Arbeit. Was f&#252;r eine gro&#223;artige Gelegenheit, um abseits von 2-monatigen Kampagnen ein neues Interesse der Politik an den B&#252;rgern un der B&#252;rger an der Politik zu wecken. Suchen wir neue Wege, mit den B&#252;rgern zu kommunizieren, nicht mehr nur in eine Dimension, sondern in einer offenen, interessierten Diskussion. H&#246;ren wir auf, von vorne herein auf bestimmte Wege zu setzen und andere auszuschlie&#223;en. Besch&#228;ftigen wir uns weniger mit dem Medium, mehr mit der Kommunikation.</p>
<p>Den ersten Zug haben die Politikerinnen und Politiker unseres Landes, vom Bundeskanzleramt bis zum Gemeindeparlament. Gewinnen k&#246;nnen wir alle.</p>
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		<title>Was Piraten von der Causa Mack halten</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 13:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon interessant, wie die Piraten aus dem Main-Kinzig-Kreis sich zum Streit und zur Position Daniel Mack positionieren. Im <a href="http://estherruppertlaemmer.wordpress.com/2011/11/23/keine-lust-aufs-%E2%80%9Ekoalitionskorsett/">Interview mit GNZ-Redakteurin Esther Ruppert-L&#228;mmer</a> sagten sie:
<strong>Thema Politik 2.0: Der</strong>&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon interessant, wie die Piraten aus dem Main-Kinzig-Kreis sich zum Streit und zur Position Daniel Mack positionieren. Im <a href="http://estherruppertlaemmer.wordpress.com/2011/11/23/keine-lust-aufs-%E2%80%9Ekoalitionskorsett/">Interview mit GNZ-Redakteurin Esther Ruppert-L&#228;mmer</a> sagten sie:</p>
<blockquote><p><strong>Thema Politik 2.0: Der unbedarfte Beobachter k&#246;nnte nach den Schlagzeilen um den ehemaligen Gr&#252;nen-Fraktionsvize Daniel Mack den Eindruck gewinnen, bei „Twitter“ handele es sich vorrangig um ein erstklassiges Diffamierungsinstrument, das dazu dient, den politischen Gegner – manchmal auch innerhalb der eigenen Reihen – blo&#223;zustellen. Wie viel Porzellan hat Mack zerschlagen, und was wollen die Piraten in der politischen Kommunikation im Netz besser machen?<br />
</strong></p>
<p><a href="http://kw2011.kinzigpiraten.de/die-kandidaten/platz-2-ralf-praschak/">Praschak</a>: Twitter ist erst mal nur ein Kommunikationskanal. Herr Mack hat durch sein gesamtes Handeln, egal ob im Internet oder im „Real-Life“, den jetzigen Punkt erreicht. Die destruktive Kritik an der Dezernentenwahl war nur ein Anlass. Wir haben seine arrogante und teils falsche Art ja selbst erleben d&#252;rfen. Durch L&#246;schen von Tweets oder das nachtr&#228;gliche &#196;ndern von Blog-Beitr&#228;gen kommt es zum Drehen an der T&#228;ter-Opfer-Rolle. Er gaukelt so falsche Tatsachen vor und blendet die &#214;ffentlichkeit. Was er macht, ist keine Politik 2.0, das ist das Verhalten eines Trolls. Er nutzt das Netz und seine mediale Reichweite nur, um sich selbst darzustellen.</p>
<p><a href="http://kw2011.kinzigpiraten.de/die-kandidaten/platz-1-rene-waller/">Waller</a>: Ob wir Piraten besser kommunizieren k&#246;nnen und die aufgeworfenen Fragen oder Ideen annehmen k&#246;nnen, m&#252;ssen die B&#252;rger bewerten. Unsere Grundidee ist aber ein konstruktiver Dialog, der sich aus dem Gedanken der sogenannten Schwarmintelligenz speist. Gemeinsam sind wir stark. Wobei wir nat&#252;rlich auch nicht mit Kritik sparen, wo sie angebracht ist, auch innerhalb der Piraten. Blockieren von kritischen Nutzern auf Twitter oder das Sperren von politisch unliebsamen Kommentaren, wie Herr Mack das gerne macht, wird es so bei uns aber nicht geben.</p></blockquote>
<p>Mir kommt&#8217;s vor, als h&#228;tte ich das so oder so &#228;hnlich <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/10/10/wenn-es-doch-blos-um-twitter-ginge/">schonmal irgendwo gelesen</a>…</p>
<p>[via <a href="https://twitter.com/#!/chris_albrecht/status/139664262166609920">Chris Albrecht</a>]</p>
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		<title>Wenn es doch blo&#223; um Twitter ginge…</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 14:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Seit einem Monat schwelt jetzt im Main-Kinzig-Kreis der vermeintliche Twitter-Streit um Daniel Mack und die gr&#252;ne Kreistagsfraktion. Worum es eigentlich geht, hat man inzwischen schon fast vergessen. Das ist auch</strong>&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit einem Monat schwelt jetzt im Main-Kinzig-Kreis der vermeintliche Twitter-Streit um Daniel Mack und die gr&#252;ne Kreistagsfraktion. Worum es eigentlich geht, hat man inzwischen schon fast vergessen. Das ist auch richtig so, denn in der Debatte geht es nicht um eine Twitter-Nachricht. Es geht nicht wirklich darum, ob man als Kreispolitiker twittern darf. Es geht um Misstrauen und pers&#246;nliche Abneigung. Und damit um ein Ph&#228;nomen, das so alt ist wie Politik selbst.</strong></p>
<p>Eigentlich ging es um die Dezernenten-Wahl von Matthias Zach im Main-Kinzig-Kreis. Daniel Mack hatte hier via Twitter <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/111729187395604481">Bedenken &#252;ber ein etwas seltsames Prozedere ge&#228;u&#223;ert</a>. Seine Fraktion sah das anders und &#228;rgerte sich &#252;ber die &#246;ffentliche, abweichende &#196;u&#223;erung Macks als Co-Fraktionsvorsitzendem. Was sich aus dieser Meinungsverschiedenheit mittlerweile entsponnen hat, ist nichts anderes als absurd. Der Fraktionsvorstand forderte Mack auf, entweder das Twittern einzustellen oder von seinem Posten als Co-Fraktionsvorsitzender zur&#252;ck zu treten. Die Bedingung wollte der nicht akzeptieren und <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/116081715201576960">trat von seinem Posten zur&#252;ck</a> – jedoch nicht, ohne dem Vorstand &#8220;ZK-Methoden&#8221; <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/116081782826348544">vorzuwerfen</a>. Mittlerweile waren schon die Medien informiert und <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&amp;key=standard_document_42676856">st&#252;rzten</a> sich auf die Geschichte. Spitzengr&#252;ne aus <a href="http://twitter.com/#!/Kai_klose">Landes</a>- und <a href="https://twitter.com/#!/konstantinnotz">Bundespolitik</a> boten ihre Vermittlung an. Aber gerade als es so aussah, als w&#252;rde sich alles wieder beruhigen, ging die Situation auf die n&#228;chste Eskalationsstufe &#252;ber. Der Fraktionsvorstand akzeptierte nicht den R&#252;cktritt Macks, sondern <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/121281129738285056">w&#228;hlte ihn ab</a>. Wieder einige Tage sp&#228;ter &#228;u&#223;erte sich Mack dazu und <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/123339317618814978/photo/1">behauptete</a>, die Abwahl sei nicht g&#252;ltig, weil Formalia nicht erf&#252;llt worden seien. Er sehe sich daher noch im Amt.</p>
<p>Und jede neue Stufe des Streits wurde von immer gr&#246;&#223;erer Medienpr&#228;senz begleitet – die taz, die BILD, hr-online, politik&amp;kommunikation. Mit der Arbeit im Landtag, so scheint es, sind die Gr&#252;nen in Hessen mittlerweile weniger in den Medien pr&#228;sent, als mit dieser uns&#228;glichen Geschichte.</p>
<p>Dabei w&#228;re es so einfach gewesen. Man h&#228;tte als Gr&#252;ne Parteifreunde miteinander reden k&#246;nnen, f&#252;r Verst&#228;ndnis f&#252;r die eigene Position werben k&#246;nnen und dann einen Kompromiss miteinander schlie&#223;en k&#246;nnen. Man h&#228;tte sich eingestehen m&#252;ssen, dass es nicht um Twitter als Medium ging, sondern um eine Stilfrage der &#246;ffentlichen Meinungs&#228;u&#223;erung. Vermutlich h&#228;tte es doch mehr &#196;rger f&#252;r Mack gegeben, wenn er sich in der Lokalzeitung genau so ge&#228;u&#223;ert h&#228;tte wie zuvor auf Twitter. Stattdessen war man im Main-Kinzig-Kreis nicht in der Lage, den Kern des Problems zu erfassen. Man versteifte sich auf das Medium. Anstatt miteinander &#252;ber die &#196;u&#223;erung selbst zu reden, redete man gar nicht miteinander, sondern stellte die Twitter-Nutzung an den Pranger.</p>
<p>Aus kleinkindlicher Emp&#246;rung, kommunikativem Unverm&#246;gen und charakterlicher Schw&#228;che hat man so ziemlich jeden Ausstiegspunkt aus der Debatte verpasst. Man ist miteinander umgegangen, wie es sich im zwischenmenschlichen Miteinander nicht geh&#246;rt – schon gar nicht unter Parteifreunden. Und man hat damit der Partei dauerhaften Schaden zugef&#252;gt.</p>
<p>Ob sich die Protagonisten eigentlich irgendwann einmal fragen, ob es das wert war?</p>
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		<title>Schnell noch Danke sagen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 17:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn die Oberb&#252;rgermeisterwahl in R&#252;sselsheim gegen die Abgeordnetenhauswahl in Berlin vielleicht unbedeutend erscheinen mag. <a href="http://www.ja-zu-jo.de/">Jo Dreiseitel</a>, um Haaresbreite unterlegener Kandidat der Gr&#252;nen, <a href="https://www.facebook.com/ja.zu.jo/posts/152842521474135">postete</a> schon 10 Minuten nach&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn die Oberb&#252;rgermeisterwahl in R&#252;sselsheim gegen die Abgeordnetenhauswahl in Berlin vielleicht unbedeutend erscheinen mag. <a href="http://www.ja-zu-jo.de/">Jo Dreiseitel</a>, um Haaresbreite unterlegener Kandidat der Gr&#252;nen, <a href="https://www.facebook.com/ja.zu.jo/posts/152842521474135">postete</a> schon 10 Minuten nach Ver&#246;ffentlichung des Vorl&#228;ufigen Endergebnisses eine Dankesnachricht und Gratulation bei Facebook:</p>
<blockquote><p><a href="https://www.facebook.com/ja.zu.jo" data-hovercard="/ajax/hovercard/page.php?id=132119046879816">Oberb&#252;rgermeisterwahl: Ja zu Jo! &#8211; Die beste Wahl f&#252;r R&#252;sselsheim</a><br />
Liebe W&#228;hlerinnen und W&#228;hler, ich danke Ihnen f&#252;r Ihr Vertrauen bei der Stichwahl. Leider hat es f&#252;r mich knapp nicht zum Wahlsieg gereicht. Ich gratuliere meinem Gegenkandidaten Patrick Burghardt zu seinem Erfolg.</p></blockquote>
<p>Daran k&#246;nnen sich so manche Politiker auf Landes- und Bundesebene ein Beispiel nehmen. Die SPD Berlin beispielweise ruft dort noch immer zur Wahl auf. (Ebenso die <a href="https://www.facebook.com/Buendnis90DieGruenenBerlin?sk=wall">Gr&#252;nen</a> und die <a href="https://www.facebook.com/piratenberlin?sk=wall&amp;filter=2">Piraten</a> – <a href="https://www.facebook.com/cduberlin">CDU</a> und <a href="https://www.facebook.com/DIELINKE.Berlin">Linke</a> waren da schneller)</p>
<p><em>Disclaimer: Wir als <a href="http://www.antwortzeit.de/">Antwortzeit Kommunikationsagentur</a> haben die Internetseite f&#252;r den Wahlkampf von Jo Dreiseitel bereit gestellt – haben aber keinen Einfluss auf die Social-Media-Aktivit&#228;ten der Kampagne gehabt.</em></p>
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		<title>Gr&#252;nes Berlin rund um die Uhr</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 08:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Renate Künast]]></category>

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		<description><![CDATA[Ziemlich coole Aktion, die <a href="http://gruene-berlin.de/24-stunden-unterwegs-berlin">die Gr&#252;nen Berlin da in knapp 4 Stunden starten</a> – es scheint sogar einen Livestream davon zu geben. Belassen wir es f&#252;r heute mal bei&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ziemlich coole Aktion, die <a href="http://gruene-berlin.de/24-stunden-unterwegs-berlin">die Gr&#252;nen Berlin da in knapp 4 Stunden starten</a> – es scheint sogar einen Livestream davon zu geben. Belassen wir es f&#252;r heute mal bei einem Zitat der Ank&#252;ndigung:</p>
<blockquote><p>Es sind jetzt noch gut zwei Wochen bis zur Berliner Wahl und die wollen wir f&#252;llen – mit Interaktion. Nicht die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger dieser Stadt sollen zu uns kommen m&#252;ssen: Wir wollen zu euch kommen! <strong>Vom 2. auf den 3. September </strong>findet in diesem Sinne eine ganze besondere Aktion statt: <strong>24 Stunden sind wir in ganz Berlin unterwegs. </strong></p>
<p>Mit dabei sind <strong>Renate K&#252;nast,</strong> unsere Kandidatin f&#252;r das Amt der Regierenden B&#252;rgermeisterin, die Landesvorsitzenden <strong>Bettina Jarasch</strong> und <strong>Daniel Wesener</strong> sowie die Fraktionsvorsitzenden <strong>Ramona Pop </strong>und <strong>Volker Ratzmann</strong> und viele andere gr&#252;ne Kandidatinnen und Kandidaten.</p>
<p><strong>Von 14 bis 14 Uhr</strong> finden Veranstaltungen in allen Berliner Bezirken statt, die im gleichen Rhythmus atmen wie Berlin. Was wohl passiert, wenn die Gesch&#228;fte am Ku’damm geschlossen sind? Oder nachts auf dem Blumengro&#223;markt, wenn sonst alle feiern oder schlafen? Schon mal auf dem ALBA-M&#252;llmobil mitgefahren? Bei allen Terminen ist die Online-Redaktion von gruene-berlin.de vor Ort mit dabei und berichtet 24 Stunden lang live &#8211; auf<strong><a title="Gr&#252;ne Berlin bei Facebook" href="http://www.facebook.com/Buendnis90DieGruenenBerlin" target="_blank"> Facebook</a></strong>, <strong><a title="Gr&#252;ne Berlin bei Twitter" href="http://twitter.com/gruene_berlin" target="_blank">Twitter</a></strong>, <strong><a title="Gr&#252;ne Berlin bei YouTube" href="http://www.youtube.com/user/grueneberlin" target="_blank">YouTube</a></strong> und auf DIESER Seite. Lasst euch &#252;berraschen!</p></blockquote>
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		<title>Per App auf Stimmenfang</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 19:59:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Künast]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Berliner Abgeordnetenhauswahlkampf starteten die Gr&#252;nen heute ihre n&#228;chste Kampagnenphase. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Spitzenkandidatin Renate K&#252;nast wurde die &#8220;<a href="http://gruene-berlin.de/da-m%C3%BCssen-wir-ran" target="_blank">Gr&#252;ne Mitsprachestadt</a>&#8221; als neuer Teil des Internetauftritts der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Berliner Abgeordnetenhauswahlkampf starteten die Gr&#252;nen heute ihre n&#228;chste Kampagnenphase. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Spitzenkandidatin Renate K&#252;nast wurde die &#8220;<a href="http://gruene-berlin.de/da-m%C3%BCssen-wir-ran" target="_blank">Gr&#252;ne Mitsprachestadt</a>&#8221; als neuer Teil des Internetauftritts der Gr&#252;nen Berlin pr&#228;sentiert. Auf einer Stadtkarte k&#246;nnen Nutzer Hinweise geben, wo die Gr&#252;nen nach der Wahl &#8220;ran m&#252;ssen&#8221;.</p>
<p>Deutlich spannender als die inzwischen vielfach kopierte (aber immer noch spannende) &#8220;<a href="http://www.fixmystreet.com/" target="_blank">fix my street</a>&#8220;-Idee ist jedoch die ebenfalls heute ver&#246;ffentlichte <a href="http://itunes.apple.com/de/app/die-grunen-da-mussen-wir-ran%21/id451760890?ls=1&amp;mt=8" target="_blank">iPhone-App der Gr&#252;nen Berlin</a>. Obwohl Apps bspw. bereits im Bundestagswahlkampf 2009 (<a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=319797562&amp;mt=8&amp;affId=1468025" target="_blank">iSPD)</a> und im Lantagswahlkampf in NRW 2010 (<a href="http://itunes.apple.com/de/app/fdp-nrw/id369146477?mt=8" target="_blank">FDP NRW</a> &amp; <a href="http://itunes.apple.com/de/app/grune-nrw/id368197384?mt=8" target="_blank">Gr&#252;ne NRW)</a> eingesetzt wurden, betreten die Gr&#252;nen aus Sicht der politischen Kommunikation jedoch Neuland, indem sie auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erweiterte_Realit%C3%A4t" target="_blank">Augmented Reality</a> setzen. Auf diese Weise kann man per Kamerabild des iPhone die in der N&#228;he gelegenen Aufgaben der &#8220;Mitsprachestadt&#8221; ansehen und selbst Aufgaben in seiner Umgebung anlegen.<span id="more-6288"></span></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/08/iphoneappberlin1.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-6302" title="iphoneappberlin" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/08/iphoneappberlin1-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a></p>
<p>Au&#223;erdem wurden Informationsvideos f&#252;r die Wahlplakate produziert. D.h. sobald man das iPhone auf ein Plakat richtet, soll die App automatisch Hintergrundinformationen liefern. Ein v&#246;llig neuer Ansatz, nachdem insbesondere die Piraten schon verschiedentlich mit <a href="http://carta.info/37905/plakative-profile-wahlkampf-in-hamburg/" target="_blank">QR-Codes auf Wahlplakaten</a> gearbeitet haben.</p>
<p>Einen Haken hat die App der Gr&#252;nen Berlin jedoch: Sie ist nur f&#252;r iPhone-Besitzer nutzbar. Auf der Internetseite der Gr&#252;nen hei&#223;t es dazu:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Leider ist die App momentan nur f&#252;r iPhone 3GS und iPhone 4 erh&#228;ltlich &#8211; eine Umsetzung auf andere Systeme lie&#223; sich f&#252;r den Wahlkampf nicht realisieren.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Bei angeblich t&#228;glich <a href="http://twitter.com/#!/Arubin/status/85660213478309888" target="_blank">500.000 neuregistrierten Ger&#228;ten mit Android</a> als Betriebssystem, sperrt man hier also eine nicht zu untersch&#228;tzende Nutzergruppe aus. Und so wird im Netz bereits an verschiedenen Stellen dar&#252;ber gel&#228;stert, dass die Gr&#252;nen inzwischen wohl zu Partei der iPhone-Besitzer geworden seien. Au&#223;erdem machen die Gr&#252;nen auf ihrer Internetseite in besonderer Weise Werbung f&#252;r Apple, da gleich zwei mal eine allgemeine Apple-Produktseite verlinkt ist und nicht die App selbst.</p>
<p>Doch egal, ob eine App f&#252;r alle Plattform verf&#252;gbar ist oder nicht, sie hat in jedem Fall einen nicht zu untersch&#228;tzenden Nachteil: Sie verlangt eine sehr hohe Aktivit&#228;tsbereitschaft der Nutzer. In einem ersten Schritt muss die App auf das eigene Smartphone geladen werden und anschlie&#223;end wird ein aktivies und regelm&#228;&#223;iges &#214;ffnen der App vorausgesetzt. Was bringt es schlie&#223;lich einer Partei, wenn die eigene App eine hohe Anzahl an Downloads aufzuweisen hat, jedoch bei den meisten Nutzern direkt im App-Nirvana des Smartphones gelandet ist? Mein Kampagnenpraxis-Kollege <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/ueber-uns/#lorenzkeller" target="_blank">Lorenz Keller</a> hat es in seiner letzten p&amp;k-Kolume (M&#228;rz 2011, S. 37) treffend auf den Punkt gebracht:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;iPhone-Apps versprechen uns ein besseres Leben: Sie dienen als Gesundheitsratgeber, ausgefallene Wecker und Reisef&#252;hrer. Immer mehr Politiker wollen darum ihren eigenen Stern am App-Himmel. Dabei wird gerne vergessen: Eine App alleine schafft keinen Wert – und erst recht kein Bed&#252;rfnis.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Deshalb wage ich die Behauptung, dass Apps in der Wahlkampfkommunikation nur eine kurzzeitige Erscheinung sein werden. Trotzdem werden mobile Endger&#228;te eine immer gr&#246;&#223;ere Relevanz gewinnen. Das Zauberwort ist HTML5. Was mit damit auf iPhone und Co. m&#246;glich ist, zeigt seit kurzem <a href="http://techcrunch.com/2011/08/02/twitter-rolls-out-html5-version-of-twitter-com-for-ipad/" target="_blank">bspw. Twitter</a> mehr als deutlich. Und so wird die politische Kommunikation fr&#252;her oder sp&#228;ter also doch noch die Mobile Devices erobern.</p>
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		<title>Wahlprogramme mit Zugangsh&#252;rden</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 11:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18. September werden in Berlin das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordntenversammlungen gew&#228;hlt. Zeit also, auch als Nichtberliner einen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen. <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/07/26/wahlprogramme-mit-zugangshuerden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 18. September werden in Berlin das <a href="http://www.wahlen-berlin.de/wahlen/be2011/allgeminfo.asp?sel1=1052&amp;sel2=1000" target="_blank">Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordntenversammlungen</a> gew&#228;hlt. Zeit also, auch als Nichtberliner einen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen.</strong></p>
<p>Ern&#252;chternde Erkenntnis: Mit dem Suchen der Programme verbringt man auch heute leider noch mehr Zeit als urspr&#252;nglich erwartet.<span id="more-6253"></span></p>
<p>Die CDU liefert auf <a href="http://www.cduberlin.de/" target="_blank">http://www.cduberlin.de/</a> derzeit eine auf den Wahlkampf ausgerichtete Landingpage. Weiter geht es von dort zur &#8220;<a href="http://www.frankhenkel-cdu.de/" target="_blank">Wahlkampfseite der CDU Berlin</a>&#8220;. Unter &#8220;Wahl 2011&#8243; ist auch wie erwartet ein Punkt &#8220;Programm&#8221; zu finden. Dort wurde das Wahlprogramm als scribt-Dokument eingebunden. Dies hat den Vorteil, dass man das pdf-Programm direkt im Browser lesen kann, aber downloaden und drucken ist erst nach einer Registrierung bei script m&#246;glich.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/07/cdu-berlin.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-6261" title="cdu-berlin" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/07/cdu-berlin-300x164.jpg" alt="" width="300" height="164" /></a></p>
<p>Da kann das Wahlprogramm noch so &#252;bersichtlich und gut geschrieben sein, wenn ich als Nutzer nicht einmal die M&#246;glichkeit habe das Programm auf meinem Rechner zu speichern, ohne mich bei einem Drittanbieter anzumelden. Gl&#252;cklicherweise findet man das Programm aber doch noch zum Download. Auf der Willkommensseite w&#228;re ein Klick auf &#8220;Landesverband&#8221; statt &#8220;Wahlkampfseite&#8221; der bessere Weg gewesen. Interessanterweise findet man hier auch einen Link zu <a href="http://www.richtig-fuer-berlin.de/" target="_blank">http://www.richtig-fuer-berlin.de/</a>. Aber auch hier wird das Programm lediglich als Flashanwendung pr&#228;sentiert. Barrierefreiheit sieht anders aus.</p>
<p>Weiter geht es zum Internetauftritt der SPD. Das Wahlprogramm ist <a href="http://www.berlin-verstehen.de/berlin_programm.html" target="_blank">schnell gefunden</a>. Die wichtigsten Ziele sind in Textform zug&#228;nglich, trotzdem h&#228;tte dieser Teil auch noch etwas ausf&#252;hrlicher ausfallen k&#246;nnen. Alles weitere handelt man in pdf-Dokumenten ab. Hier hat die SPD wirklich alle M&#246;glichkeiten ausgesch&#246;pft und begeistert bereits auf den ersten Blick. Es gibt das Programm in einer Kurzfassung, in einer ausf&#252;hrlichen Fassung, in einer Kurzfassung in leichter Sprache, sowie als Kurzfassung in Englisch, T&#252;rkisch, Polnisch, Arabisch, Russisch, Vietnamesisch.</p>
<p>Auch die <a href="http://gruene-berlin.de/wahl2011/wahlprogramm" target="_blank">Gr&#252;nen</a> zeigen, dass sie ihre Programmideen unter die Leute bringen wollen und nicht f&#252;r die Schublade produziert haben. Vorbildlich: F&#252;r alle 10 Kapitel des Programms wurden auf der Internetseite Kurzfassungen geschrieben und mit Videos und Bildergalerien erg&#228;nzt. Auch das Komplettprogramm l&#228;sst sich problemlos mit wenigen Klicks downloaden. Einziger Haken: Die Gr&#252;nen konnten sich anscheinend nicht auf einige wichtige Punkte einigen und landeten so auf 120 Seiten Programmtext. Zwar ist das Programm, wie auch bei der SPD, in leichter Sprache erh&#228;ltlich, jedoch versteckt sich dieser Link etwas und k&#246;nnte ruhig noch prominenter pr&#228;sentiert werden.</p>
<p>Besonders positiv, in Sachen Zug&#228;nglichkeit, f&#228;llt wiederum die <a href="http://www.die-linke-berlin.de/wahlen/berlin_2011/wahlprogramm/" target="_blank">Linkspartei</a> auf. Als einzige Partei bietet sie ihr komplettes Programm in Textform, direkt auf ihrer Internetseite an und kann so bei der Barrierefreiheit punkten. Und mit wenigen Klicks l&#228;sst sich das Wahlprogramm aber auch als pdf, in Kurz- und Langform, downloaden. Es fehlen jedoch etwas die weiterf&#252;hrenden Informationen, wie sie bei Gr&#252;nen und SPD zu finden sind. Insgesamt sieht es aber bei allen drei Parteien recht vorbildlich aus.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/07/linke-berlin.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-6267" title="linke-berlin" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/07/linke-berlin-300x164.jpg" alt="" width="300" height="164" /></a></p>
<p>Ganz anders, bei der FDP. Lediglich zwei lieblos angelegte Links weit unten auf der Startseite und unter &#8220;<a href="http://www.fdp-berlin.de/Programme/86b27/index.html" target="_blank">Inhalte/Programme</a>&#8221; weisen auf das Programm hin. Keine Einleitung, keine weiterf&#252;hrenden Hinweise, nichts&#8230; Erst beim weiteren durchst&#246;bern der Seite findet sich ein weiteres <a href="http://www.fdp-berlin.de/files/643/Kurzwahlprogramm.pdf" target="_blank">pdf mit der Kurzfassung</a> des Programms.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/07/fdp-berlin.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-6265" title="fdp-berlin" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2011/07/fdp-berlin-300x164.jpg" alt="" width="300" height="164" /></a></p>
<p>Die kurze Betrachtung zeigt, die Wahlprogramme der Berliner Parteien lassen sich zwar finden, sind aber h&#228;ufig noch immer auf irgendwelche Unterseiten abgeschoben worden. Warum wird nicht mit zentralen Hinweisen direkt auf der Startseite gearbeitet? Weiterhin schafft es keine Partei ihre Programm gleichzeitig in voller L&#228;nge, sowie in Kurzform, als pdf- und HTML-Version anzubieten. Auch werden innovativere Ideen anderer Wahlk&#228;mpfe nicht weiter verfolgt. So hatte die FDP-NRW ihr Wahlprogramm im vergangenen Jahr u.a. auch als <a href="http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article.php/_c-600/_nr-16629/i.html" target="_blank">Podcast</a> bereitgestellt. Dies ist nat&#252;rlich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber warum sollte man nicht auch einmal neue Wege gehen?</p>
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		<title>&#8220;Wir machen Sommerpause!&#8221;</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/10/04/wir-machen-sommerpause/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 14:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Weblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist das altbekannte Spiel, im Wahlkampf br&#252;sten sich die Parteien mit ihren Aktivit&#228;ten im Netz und bereits am Wahlabend scheinen die Zugangsdaten in den Parteizentralen auf wundersame Art und Weise verloren zu gehen. <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/10/04/wir-machen-sommerpause/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist das altbekannte Spiel, im Wahlkampf br&#252;sten sich die Parteien mit ihren Aktivit&#228;ten im Netz und bereits am Wahlabend scheinen die Zugangsdaten in den Parteizentralen auf wundersame Art und Weise verloren zu gehen. Im nordrheinwestf&#228;lischen Landtagswahlkampf Anfang diesen Jahres waren es insbesondere die <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/05/07/nrw-blogs-ersetzen-die-presse/" target="_blank">Weblogs die von den Parteien gepusht wurden und besonders in die Medien&#246;ffentlichkeit traten</a>. Doch schon kurze Zeit nach der Wahl blieb es im Feedreader ungew&#246;hnlich still. Etliche der gef&#252;hrten Weblogs verabschiedeten sich bis zur n&#228;chsten Wahl, bis nach der Sommerpause oder wurden sogar aus dem Netz genommen. Eine kleine Auswahl &#8211; knapp 5 Monate nach der Wahl vom 09.05.2010:</strong></p>
<h2>CDU-NRW</h2>
<p>Der <a href="http://blog.cdu-nordrhein-westfalen.de/">Blog der nordrhein-westf&#228;lischen Union</a> wurde zuletzt am 7. Mai und damit zwei Tage vor der Wahl aktualisiert. Mittlerweile erreicht man den Blog nicht mehr direkt, sondern nur noch &#252;ber einzelne Artikel. Beim Aufruf der Startseite dagegen wird man einfach auf die Internetseite der CDU-NRW weitergeleitet. Nur etwas weiter hat es die <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/">Wahlkampfseite &#8220;NRW f&#252;r R&#252;ttgers&#8221;</a> gebracht, hier gibt es immerhin noch einen Eintrag vom Tag nach der Wahl. Hier muss jedoch hinzugef&#252;gt werden, dass &#8220;Wir f&#252;r R&#252;ttgers&#8221; auf den Wahlkampf ausgerichtet war und J&#252;rgen R&#252;ttgers inzwischen nicht mehr Ministerpr&#228;sident ist.</p>
<h2>SPD-NRW</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/10/blog_nrwspd.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5885" title="blog_nrwspd" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/10/blog_nrwspd-300x156.jpg" alt="" width="300" height="156" /></a></p>
<p>In der Parteizentrale der SPD-NRW scheint die Sommerpause derweil noch anzudauern und allen Leserinnen und Lesern wird ein angenehmer Sommer gew&#252;nscht. Der letzte Eintrag im <a href="http://blog.nrwspd.de/">Blog der NRWSPD</a> stammt vom 9. August. Die Jusos dagegen aktualisieren ihren <a href="http://blog.nrwjusos.de/">Blog</a> kontinuierlich und haben ihn nicht schon am Wahlabend eingestellt. Der letzte Eintrag ist gerade mal einen Tag alt. Die Freiwilligen-Kampagne vom fiktiven <a href="http://www.kraftvoll-online.de/">Restaurant Kraftvoll</a> war von Anfang an auf den Wahlkampf ausgerichtet, aber eine Verabschiedung oder Danksagung nach dem Wahlabend w&#228;re durchaus eine nette Sache gewesen. So ist der letzte Eintrag vom 8. Mai.</p>
<h2>B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen-NRW</h2>
<p>Das <a href="http://blog.gruene-nrw.de/">Weblog der Gr&#252;nen</a> ist ein weiteres Angebot, welches von Anfang an als l&#228;ngerfristiges Projekt ausgegeben wurde (<a href="http://www.homopoliticus.de/2010/04/24/interview-i-buendnis90die-gruenen-nrw/" target="_blank">siehe dazu auch unser Interview mit Benajmin M&#252;ller</a>), trotzdem haben die Gr&#252;nen nach der Regierungsbildung eine durchaus lange Sommerpause eingeschoben, aus der sie sich aber inzwischen wieder zur&#252;ck gemeldet haben.</p>
<h2>Verschiedenes</h2>
<p><a href="http://www.wir-in-nrw-blog.de/">&#8220;Wir in NRW&#8221;</a> war ebenfalls vor dem Wahlkampf als langfristiges Projekt gestartet und hat sein Versprechen zuletzt mit einem Eintrag von heute eingehalten.</p>
<p>Anders sieht es da bei <a href="http://www.klare-kante-blog.de/">&#8220;Klare Kante&#8221;</a> aus. Das Weblog war als Konkurrenzprodukt zu &#8220;Wir in NRW&#8221; gestartet, aber bereits vor der Landtagswahl mit einem Beitrag am 19. M&#228;rz wieder eingestellt worden. Immerhin ist das Blog noch erreichbar.</p>
<p>Es f&#228;llt auf, dass die Parteien im gro&#223;en und ganzen dazu gelernt haben und ihre Blogs nicht einfach nach dem Wahlabend umgehend gel&#246;scht haben. Trotzdem kann es als Armutszeugnis angesehen werden, dass w&#228;hrend der j&#252;ngsten Wahlk&#228;mpfe an allen Ecken und Enden &#8220;Obama&#8221; zu h&#246;ren war, es aber nur wenige schafften wie eben dieser besagte US-Pr&#228;sident ihre Kampagne auch &#252;ber den Wahlabend hinaus zu retten. Nat&#252;rlich sind die meisten der Websites und Blogs auf den Wahlkampf ausgelegt gewesen, trotzdem ist es noch immer eine h&#228;ufig zu beobachtende Unsitte, dass Weblogs als wichtiges Wahlkampfelement dargestellt werden, anschlie&#223;end aber nicht einmal ein ausf&#252;hrlicher Dank an die Unterst&#252;tzerinnen und Unterst&#252;tzer den Weg ins Internet findet. Stattdessen konzentriert man sich auf Danksagungsbriefe und Mails an die eigenen Mitglieder. Warum nicht einfach mal eine eigene Analyse des Wahlergebnisses ins Weblog stellen und sich anschlie&#223;end mit einer guten Begr&#252;ndung in <span style="text-decoration: line-through;">die Sommerpaus</span>e den Winterschlaf zu verbschieden?</p>
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		<item>
		<title>Rot-Gr&#252;ne Unterw&#228;sche</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/07/13/rot-gruene-unterwaesche/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 14:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit gro&#223;em Tamtam wurde gestern der rot-gr&#252;ne Koalitionsvertrag f&#252;r die erste nordrhein-westf&#228;lische Minderheitsregierung pr&#228;sentiert. Und mit dieser Hypothek geht man im Wunsch-Duo auch offen um. Hannelore Kraft wird von WELT ONLINE zitiert: "Wir werden eine stabile Regierung aufbauen", sagte die SPD- Landesvorsitzende Hannelore Kraft bei dem Festakt. "So stabil wie m&#246;glich." Das Design des Koalitionsvertrages jedoch wirft schon die ersten sp&#246;ttischen Fragen auf. W&#228;hrend bei Twitter gefragt wird, ob denn der Rei&#223;verschluss der rot-gr&#252;nen Jacke nun nach oben oder nach unten gezogen w&#252;rden - ob man sich also warm an oder doch eher ausziehen will - vermutet die CDU ganz andere Unterw&#228;sche hinter dem Zipper: <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/07/13/rot-gruene-unterwaesche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit gro&#223;em Tamtam wurde gestern der rot-gr&#252;ne Koalitionsvertrag f&#252;r die erste nordrhein-westf&#228;lische Minderheitsregierung pr&#228;sentiert. Und mit dieser Hypothek geht man im Wunsch-Duo auch offen um. Hannelore Kraft wird von WELT ONLINE <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article8438679/Rot-Gruen-unterschreibt-Koalitionsvertrag-in-NRW.html">zitiert</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir werden eine stabile Regierung aufbauen&#8221;, sagte die SPD-  Landesvorsitzende Hannelore Kraft bei dem Festakt. &#8220;So stabil wie  m&#246;glich.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/koalitionsvertrag.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5813" title="koalitionsvertrag" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/koalitionsvertrag-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a></p>
<p>Das Design des Koalitionsvertrages jedoch wirft schon die ersten sp&#246;ttischen Fragen auf. W&#228;hrend bei Twitter <a href="http://twitter.com/drbieber/status/18426064956">gefragt wird</a>, ob denn der Rei&#223;verschluss der rot-gr&#252;nen Jacke nun nach oben oder nach unten gezogen w&#252;rden &#8211; ob man sich also warm an oder doch eher ausziehen will &#8211; <a href="http://www.cdu-nrw.de/rot-rot-gruen/koalition-nrw.html">vermutet</a> die CDU ganz andere Unterw&#228;sche hinter dem Zipper:</p>
<p><a href="http://www.cdu-nrw.de/rot-rot-gruen/koalition-nrw.html"><img class="alignnone size-full wp-image-5811" title="mitderlinken" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/mitderlinken.jpg" alt="" width="400" height="255" /></a></p>
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		<title>Internetseiten zur Landtagswahl: Runde 2</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 18:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Wochen vor der Landtagswahl ist nun jede der Parteien voll im Wahlkampf angekommen und wir k&#246;nnen einen zweiten Blick auf die Internetseiten von Landesverb&#228;nden und Spitzenkandidaten werfen. Im Februar hatten wir erstaunlich moderne Internetseiten bei SPD und CDU angetroffen, aber noch eher schwache Auftritte der Spitzenkandidaten. Was hat sich bis heute getan? <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/04/25/internetseiten-zur-landtagswahl-runde-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Wochen vor der Landtagswahl ist nun jede der Parteien voll im Wahlkampf angekommen und wir k&#246;nnen einen zweiten Blick auf die Internetseiten von Landesverb&#228;nden und Spitzenkandidaten werfen. Im Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/">hatten wir erstaunlich moderne Internetseiten bei SPD und CDU angetroffen</a>, aber noch eher schwache Auftritte der Spitzenkandidaten. Was hat sich bis heute getan?</strong></p>
<h2>Wenig Bewegung bei den Internetauftritten<strong><br />
</strong></h2>
<p>Auf den gro&#223;en Portalseiten der <a href="http://www.cdu-nrw.de/">CDU Nordrhein-Westfalen</a> und der <a href="http://www.nrwspd.de/html/-1/welcome/index.html">NRWSPD</a> hat sich nicht viel ver&#228;ndert. Lediglich in den gro&#223;en Bilderb&#252;hnen finden sich nun immer mehr Hinweise auf die Landtagswahl. Bei der CDU scheint man J&#252;rgen R&#252;ttgers nun als sympathischen Familienmenschen positionieren zu wollen und l&#228;sst ihn daher h&#228;ufiger gemeinsam mit seiner Frau auftreten. Die SPD setzt offensichtlich einige Hoffnung in das TV-Duell am morgigen Montag und fordert ihre Unterst&#252;tzer auf, das TV-Duell gemeinsam auf TV-Parties im ganzen Land anzusehen. Dass sich nicht viel ge&#228;ndert hat auf den Seiten ist aber dank der guten Ausgangslage im Februar nicht wirklich tragisch. Zwar k&#246;nnte man bei der CDU den Weg zu Grundinfos wie den Kandidatenlisten oder dem Programm noch etwas leichter machen, aber der gute Eindruck bleibt bestehen.</p>
<p>Wenig getan hat sich auch auf manchen anderen Seiten. <a href="http://www.juergen-ruettgers.de/">J&#252;rgen R&#252;ttgers</a> feiert immer noch seine Dialogbereitschaft und hat den Seitentitel &#8220;Meine Seite ist Ihre Seite&#8221; immerhin um seinen Namen erg&#228;nzt. Die Auftritte der <a href="http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article_bb.php/_c-522/i.html">FDP</a> und ihrem Spitzenkandidaten <a href="http://www.andreas-pinkwart.de/">Andreas Pinkwart</a> &#228;hneln sich immer noch sehr, auch wenn auf den liberalen Seiten nun Querverweise zur Themenseite Landtagswahl NRW und ein Countdown zum Wahltag eingebaut sind. Auch bei der <a href="http://die-linke-nrw.de/">LINKEN</a> lockt weiterhin der Baukasten-Charme, ebenfalls um zahlreiche Links in der Seitenspalte erg&#228;nzt. Einen Internetauftritt ihrer Spitzenfrau B&#228;rbel Beuermann sucht man immer noch vergebens. Aber es kann ja auch nicht jede Politikerin so engagiert online sein wie <a href="http://www.sylvia-loehrmann.de/">Sylvia L&#246;hrmann</a>.</p>
<h2>Gr&#252;ne wollen den Wechsel in NRW</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/gruenenrw1.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5668" title="gruenenrw" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/gruenenrw1-106x300.jpg" alt="" width="106" height="300" /></a>Zwei Internetseiten jedoch wurden seit unserem letzten Artikel zum Thema im Februar general&#252;berholt. Wie schon damals angedeutet haben die <a href="http://www.gruene-nrw.de/">Gr&#252;nen in NRW</a> ihren Auftritt einem Relaunch unterzogen und pr&#228;sentieren sich als die junge, gestaltungshungrige Oppositionspartei. Zentrales Element der Seite ist ein gigantischer Countdown &#8220;bis zum Wechsel in NRW&#8221;. Darunter pr&#228;sentiert sich die Seite handwerklich solide gemacht und erm&#246;glicht jederzeit den schnellen Einstige in Themen, Wahlinfos oder Wahlkampfaktionen. Auch die Gr&#252;nen greifen das TV-Duell auf und wollen live zur Austrahlung ein Transkript anfertigen &#8211; garniert mit gr&#252;nen Kommentaren.</p>
<h2>Hannelore Kraft erz&#228;hlt ihre Geschichte</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5666" title="hannelorekraft" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft-230x300.jpg" alt="" width="230" height="300" /></a>Ebenfalls neu gestaltet wurde der Auftritt der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft. Im Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/">hatten wir &#252;ber die alte Seite geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p>Gegen die so innovative Optik der nrwspd.de wirkt es schon wie ein  R&#252;ckfall in ein anderes Jahrzehnt, was den Besucher von  hannelore-kraft.de erwartet. Auch wenn der Besucher pers&#246;nlich von der  SPD-Vorsitzenden angesprochen wird, wird er sich hier kaum gut  aufgehoben f&#252;hlen. Die Seite wird dominiert von Pressemitteilungen und  lieblos aufbereiteten Steckbriefen. Wenn man es nicht w&#252;sste, k&#228;me man  nicht einmal auf die Idee, dass Hannelore Kraft gerne  Ministerpr&#228;sidentin von Nordrhein-Westfalen werden m&#246;chte.</p></blockquote>
<p>Ganz im Stil der Seite der NRWSPD zeigt sich jetzt auch hannelore-kraft.de modern und freundlich gestaltet. Warum man Frau Kraft gleich zweimal auf der Startseite mit dem gleichen Foto ins Layout eingebunden hat, wird zwar das Geheimnis der Grafiker bleiben, aber das kann wenig am positiven Gesamteindruck &#228;ndern. Die praktische Bildb&#252;hne dominiert die Startseite und wird durch Meldungen, Termine und ein paar Bildverweise erg&#228;nzt.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft_kennenlernen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5667" title="hannelorekraft_kennenlernen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft_kennenlernen-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a>Das wirkliche Highlight der Seite aber ist fast schon etwas schwer zu erkennen. Neben der Titelgrafik findet sich ein nicht einfach als Button zu erkennendes Bild von Hannelore Kraft in jungen Jahren, das &#252;berschrieben ist mit &#8220;Mein Name ist Hannelore Kraft. Mein Leben ist eine Geschichte aus NRW&#8221; und zum &#8220;Kennenlernen&#8230;&#8221; auffordert. Dahinter verbirgt sich eine <a href="http://www.hannelore-kraft.de/img24/themenwelten/nrwspd.swf?direkt=1&amp;bgcolor=#ffffff&amp;">wahnsinnig aufw&#228;ndig und liebevoll gemachte Diashow</a>, in der Hannelore Kraft ihre Lebensgeschichte erz&#228;hlt. Mit detailverliebten Folien voller charmanter Fotos inklusive modischem Flashback stellt sich die Spitzenkandidatin dem interessierten Besucher vor. Besonders &#252;berzeugend ist, dass ihre Lebensgeschichte offensichtlich sehr gut zu ihrem politischen Programm zu passen scheint.</p>
<p>Mit dieser Diashow k&#246;nnte ein wenig dynamisch oder interaktives Element tats&#228;chlich die Innovation des Online-Wahlkampfes 2010 sein. Dem Nutzer eine Geschichte erz&#228;hlen, ihn so f&#252;r die Anliegen und Person eines Kandidaten zu begeistern ist eine viel zu gute Idee, als dass sie eher versteckt auf der Seite platziert sein sollte. Ob bei einer zuk&#252;nftigen Adaption durch andere Politiker und Politikerinnen dann ausgerechnet das wenig offene Flash als Basis daf&#252;r herhalten muss (man denke nur an die ausgeschlossenen iPad-Nutzer ;-) ), wird sich wohl noch zeigen.</p>
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