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	<title>Homo Politicus &#187; Hessen</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 10:52:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wenn es doch blo&#223; um Twitter ginge…</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 14:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Mack]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Main-Kinzig-Kreis]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Seit einem Monat schwelt jetzt im Main-Kinzig-Kreis der vermeintliche Twitter-Streit um Daniel Mack und die gr&#252;ne Kreistagsfraktion. Worum es eigentlich geht, hat man inzwischen schon fast vergessen. Das ist auch</strong>&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit einem Monat schwelt jetzt im Main-Kinzig-Kreis der vermeintliche Twitter-Streit um Daniel Mack und die gr&#252;ne Kreistagsfraktion. Worum es eigentlich geht, hat man inzwischen schon fast vergessen. Das ist auch richtig so, denn in der Debatte geht es nicht um eine Twitter-Nachricht. Es geht nicht wirklich darum, ob man als Kreispolitiker twittern darf. Es geht um Misstrauen und pers&#246;nliche Abneigung. Und damit um ein Ph&#228;nomen, das so alt ist wie Politik selbst.</strong></p>
<p>Eigentlich ging es um die Dezernenten-Wahl von Matthias Zach im Main-Kinzig-Kreis. Daniel Mack hatte hier via Twitter <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/111729187395604481">Bedenken &#252;ber ein etwas seltsames Prozedere ge&#228;u&#223;ert</a>. Seine Fraktion sah das anders und &#228;rgerte sich &#252;ber die &#246;ffentliche, abweichende &#196;u&#223;erung Macks als Co-Fraktionsvorsitzendem. Was sich aus dieser Meinungsverschiedenheit mittlerweile entsponnen hat, ist nichts anderes als absurd. Der Fraktionsvorstand forderte Mack auf, entweder das Twittern einzustellen oder von seinem Posten als Co-Fraktionsvorsitzender zur&#252;ck zu treten. Die Bedingung wollte der nicht akzeptieren und <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/116081715201576960">trat von seinem Posten zur&#252;ck</a> – jedoch nicht, ohne dem Vorstand &#8220;ZK-Methoden&#8221; <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/116081782826348544">vorzuwerfen</a>. Mittlerweile waren schon die Medien informiert und <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&amp;key=standard_document_42676856">st&#252;rzten</a> sich auf die Geschichte. Spitzengr&#252;ne aus <a href="http://twitter.com/#!/Kai_klose">Landes</a>- und <a href="https://twitter.com/#!/konstantinnotz">Bundespolitik</a> boten ihre Vermittlung an. Aber gerade als es so aussah, als w&#252;rde sich alles wieder beruhigen, ging die Situation auf die n&#228;chste Eskalationsstufe &#252;ber. Der Fraktionsvorstand akzeptierte nicht den R&#252;cktritt Macks, sondern <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/121281129738285056">w&#228;hlte ihn ab</a>. Wieder einige Tage sp&#228;ter &#228;u&#223;erte sich Mack dazu und <a href="https://twitter.com/#!/danielmack/status/123339317618814978/photo/1">behauptete</a>, die Abwahl sei nicht g&#252;ltig, weil Formalia nicht erf&#252;llt worden seien. Er sehe sich daher noch im Amt.</p>
<p>Und jede neue Stufe des Streits wurde von immer gr&#246;&#223;erer Medienpr&#228;senz begleitet – die taz, die BILD, hr-online, politik&amp;kommunikation. Mit der Arbeit im Landtag, so scheint es, sind die Gr&#252;nen in Hessen mittlerweile weniger in den Medien pr&#228;sent, als mit dieser uns&#228;glichen Geschichte.</p>
<p>Dabei w&#228;re es so einfach gewesen. Man h&#228;tte als Gr&#252;ne Parteifreunde miteinander reden k&#246;nnen, f&#252;r Verst&#228;ndnis f&#252;r die eigene Position werben k&#246;nnen und dann einen Kompromiss miteinander schlie&#223;en k&#246;nnen. Man h&#228;tte sich eingestehen m&#252;ssen, dass es nicht um Twitter als Medium ging, sondern um eine Stilfrage der &#246;ffentlichen Meinungs&#228;u&#223;erung. Vermutlich h&#228;tte es doch mehr &#196;rger f&#252;r Mack gegeben, wenn er sich in der Lokalzeitung genau so ge&#228;u&#223;ert h&#228;tte wie zuvor auf Twitter. Stattdessen war man im Main-Kinzig-Kreis nicht in der Lage, den Kern des Problems zu erfassen. Man versteifte sich auf das Medium. Anstatt miteinander &#252;ber die &#196;u&#223;erung selbst zu reden, redete man gar nicht miteinander, sondern stellte die Twitter-Nutzung an den Pranger.</p>
<p>Aus kleinkindlicher Emp&#246;rung, kommunikativem Unverm&#246;gen und charakterlicher Schw&#228;che hat man so ziemlich jeden Ausstiegspunkt aus der Debatte verpasst. Man ist miteinander umgegangen, wie es sich im zwischenmenschlichen Miteinander nicht geh&#246;rt – schon gar nicht unter Parteifreunden. Und man hat damit der Partei dauerhaften Schaden zugef&#252;gt.</p>
<p>Ob sich die Protagonisten eigentlich irgendwann einmal fragen, ob es das wert war?</p>
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		<title>Politisches Morgengezwitscher</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 14:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Schäfer-Gümbel]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel wird f&#252;r diejenigen, die sich f&#252;r Politik im und mit dem Internet interessieren, wohl auf ewig mit dem Kurznachrichtendienst Twitter verkn&#252;pft bleiben. Er war der erste deutsche Politiker,&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel wird f&#252;r diejenigen, die sich f&#252;r Politik im und mit dem Internet interessieren, wohl auf ewig mit dem Kurznachrichtendienst Twitter verkn&#252;pft bleiben. Er war der erste deutsche Politiker, der im Jahre 0 nach Barack Obama eine gewisse Prominenz <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/01/27/mit-kurznachrichten-in-die-medien/">mit seinem Zwitschern erlangen konnte</a>. Dabei ging der Erfolg nicht wirklich auf das Konto einer ausgefeilten Inhalts-Strategie, vielmehr war er eben erst einmal dabei und redete auch tats&#228;chlich mit diesen Twitterati. Das war genug f&#252;r die Presse, um ausgiebig dar&#252;ber zu berichten. Nach der Wahl in Hessen 2009 wurde dieser Sachverhalt noch offensichtlicher. Schon legend&#228;r sind Sch&#228;fer-G&#252;mbels Tweets &#252;ber den morgendlichen Kaffee &#8211; die nicht zuletzt zur <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/schaefer-guembel-und-titanic-menno-wo-bleibt-das-bier-1.382062">Parodie der Titanic</a> f&#252;hrten…</p>
<p>Irgendetwas hat sich seitdem ver&#228;ndert. Wenn man nun morgens das erste Mal in die Twitter-Nachrichten schaut, berichtet Sch&#228;fer-G&#252;mbel immer noch gern &#252;ber Kaffee oder gern auch mal &#252;ber den morgendlichen Stau auf der A5. Aber damit h&#246;rt es nicht auf. Sch&#228;fer-G&#252;mbel zeigt vielmehr, wie man auch als Landespolitiker sinnvolle und tagesaktuelle Botschaften in 140 Zeichen versenden kann. Ein paar Beispiele:<span id="more-6633"></span></p>
<blockquote>
<div><a title="T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen" data-user-id="18528543">@tsghessen</a> T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel</div>
<div>
<div>Anderes Thema: Europaeischer Finanzmarkt. Wir brauchen Europaeische Ratingagentur. Modell einen Non-Profit-Stiftung ueberzeugt mich.</div>
</div>
<p><a title="9:54 AM Sep 17th" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen/status/114970519232708608">6 hours ago</a> via <a href="http://blackberry.com/twitter" rel="nofollow">Twitter for BlackBerry®</a></p></blockquote>
<blockquote>
<div><a title="T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen" data-user-id="18528543">@tsghessen</a> T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel</div>
<div>
<div>Plenarwoche in Wiesbaden, heute Debatte zu ueberfuellten Unis o FHs. Wir haben vor einem Jahr schon Sonderprogramm beantragt.</div>
</div>
<p><a title="7:39 AM Sep 13th" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen/status/113486900630798337">13 Sep</a> via <a href="http://blackberry.com/twitter" rel="nofollow">Twitter for BlackBerry®</a></p></blockquote>
<blockquote>
<div><a title="T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen" data-user-id="18528543">@tsghessen</a> T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel</div>
<div>
<div>Wir koennen bei Steuern nicht weitermachen wie bisher. Deshalb muessen starke Schultern mehr tragen als schwache. Frage der Gerechtigkeit.</div>
</div>
</blockquote>
<blockquote><p><a title="8:53 PM Sep 5th" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen/status/110787537588584448">5 Sep</a> via <a href="http://blackberry.com/twitter" rel="nofollow">Twitter for BlackBerry®</a></p>
<div><a title="T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen" data-user-id="18528543">@tsghessen</a> T. Sch&#228;fer-G&#252;mbel</div>
<div>
<div>FAZ berichtet heute ueber Vergabeaffaere um MP bei Digitalfunk. Da ist nur noch Sumpf, der MP + Finanzminister muessen Rede + Antwort geben.</div>
</div>
<p><a title="11:36 AM Sep 2nd" href="https://twitter.com/#%21/tsghessen/status/109560438286589952">2 Sep</a> via <a href="http://blackberry.com/twitter" rel="nofollow">Twitter for BlackBerry®</a></p></blockquote>
<p>Und so kann man beliebig vor und zur&#252;ck springen in der Timeline von @<a href="https://twitter.com/#!/tsghessen">tsghessen</a>. Mag man auch einwenden, dass die Sprache manches mal arg knapp oder holzschnittartig ist: Sch&#228;fer-G&#252;mbel zeigt mit seinen Tweets, wie politisches Twittern eigentlich funktionieren sollte:</p>
<p>Er bringt glaubw&#252;rdig r&#252;ber, was er zu tagesaktuellen politischen Vorg&#228;ngen denkt. Er macht das ganze selbst, &#252;ber seinen Blackberry, aus dem Auto oder in einer anderen freien Minute. Die 9.385 Follower wissen jedenfalls, wie Sch&#228;fer-G&#252;mbel die Dinge sieht. Trotz allem verliert er dabei nicht die Menschlichkeit, ist kein verl&#228;ngerter Pressesprecher seiner Partei. Er zeigt Emotionen, ist auch schonmal zornig oder betroffen. Seine Kommunikation ist keine Einbahnstra&#223;e, den Dialog beherrscht er auch. Ebenso knapp und gerne auch mal sehr direkt: Seine @-Replies sprechen eine deutliche Sprache. Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel liest, was andere ihm schreiben – und reagiert darauf.</p>
<p>Es sollten mehr Politiker so twittern, wie Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel das tut. Vielleicht aber nicht unbedingt so viel Kaffee trinken.</p>
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		<title>Transparenz im Landtag</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 14:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungsausschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Hessischen Landtag tagt ein Untersuchungsausschuss zur Steuerfander-Aff&#228;re. Ein eifriger Blogger berichtet dazu fast im Wortlaut live aus der Sitzung &#8211; was den Vorsitzenden Leif Blum (FDP) scheinbar geh&#246;rig emp&#246;rt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hessischen Landtag tagt ein Untersuchungsausschuss zur Steuerfander-Aff&#228;re. Ein eifriger Blogger berichtet dazu fast im Wortlaut live aus der Sitzung &#8211; was den Vorsitzenden Leif Blum (FDP) scheinbar geh&#246;rig emp&#246;rt hat. Jedenfalls hat Blum es untersagt, eine w&#246;rtliche Abschrift aus dem Ausschuss zu ver&#246;ffentlichen. Dabei bezieht er sich auf eine recht wackelige Rechtsgrundlage. hr-online <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_42584842">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Auch ein Vertreter des Whistleblower-Netzwerks, der live im Internet von der Sitzung berichtete, verursachte Blum offenbar Magenschmerzen. Der Blogger protokollierte viele Fragen und Antworten der &#246;ffentlichen Sitzung weitgehend mit. Blum sagte, die Ver&#246;ffentlichung gebe fast den Wortlaut wieder und komme einer ebenfalls verbotenen Tonaufzeichnung gleich. Er bat den Blogger, seine Arbeit einzustellen und drohte mit Zwangsma&#223;nahmen. Dieser setzte seinen Blog aber in gleicher Weise fort.</p></blockquote>
<p><span id="more-6613"></span>Und in einem zweiten Bericht <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_42596144">hei&#223;t es weiter</a>:</p>
<blockquote><p>Beim Landtag hei&#223;t es: &#8220;Die Verwaltung pr&#252;ft zurzeit die Rechtslage.&#8221; Ein Gesetz zur Arbeit von Untersuchungsaussch&#252;ssen gibt es in Hessen nicht. Die Abgeordneten bez&#246;gen sich auf die IPA-Regeln, erkl&#228;rt eine Sprecherin. Blum selbst verweist auch auf die Strafprozessordnung und das Gerichtsverfassungsgesetz. Alle Bestimmungen stammen aus der Vor-Internet-Zeit.</p></blockquote>
<p>Blums Hauptargument scheint zu sein, dass etwaige Zeugen von den Mitschnitten beeinflusst werden k&#246;nnten. Eine interessante Argumentation, da die Zeugen auch einen Vertreter in die Anh&#246;rung schicken k&#246;nnten, der ihnen den Inhalt der Verhandlung weitergibt. Das w&#228;re erlaubt. Die w&#246;rtliche Abschrift soll also nun st&#228;rker beeinflussen k&#246;nnen als ein m&#252;ndlicher Bericht?</p>
<p>Warum dieser Vorsto&#223; der FDP &#8211; der &#252;brigens <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_42596144">scheinbar</a> bereits wieder verebbt, da der Blogger in der darauf folgenden Sitzung weiter schreiben durfte? Geht es darum, dass Transparenz im Untersuchungsausschuss nicht erw&#252;nscht ist? Dann d&#252;rften auch keine Presseberichte erscheinen. Oder ist Blum einfach die Unmittelbarkeit eines Live-Blogs unangenehm?</p>
<p>Es wird langsam Zeit, dass sich der Hessische Landtag mit seinen Vorstellungen von B&#252;rger-Transparenz, aber vor allem mit der Rolle der Neuen Medien auseinandersetzt.</p>
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		<title>Kompliziertes Wahlrecht oder unbekannte Kandidaten?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 17:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kumulieren]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Als im Februar in Hamburg die neue B&#252;rgerschaft gew&#228;hlt wurde, sank die Wahlbeteiligung einmal mehr &#8211; um 6 Punkte auf 56 Prozent. Nicht wenige schrieben das dem Hamburger Wahlrecht zu,</strong>&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als im Februar in Hamburg die neue B&#252;rgerschaft gew&#228;hlt wurde, sank die Wahlbeteiligung einmal mehr &#8211; um 6 Punkte auf 56 Prozent. Nicht wenige schrieben das dem Hamburger Wahlrecht zu, dass nicht gerade zu den trivialsten im Lande geh&#246;rt. Aber haben die Hamburger das Wahlsystem wirklich nicht verstanden? Immerhin gab es nur 3% ung&#252;ltige Stimmen. Die Uni Hamburg hat jetzt in einer Studie genauere Erhebungen durchgef&#252;hrt:</strong></p>
<blockquote><p>Die meisten Hamburgerinnen und Hamburger kennen sich mit dem neuen  Wahlrecht gut aus. Beim Bekanntheitsgrad der Wahlkreiskandidatinnen und  -kandidaten gibt es jedoch noch gro&#223;en Nachholbedarf. Nur ein knappes  F&#252;nftel kennt zehn oder mehr der Kandidatinnen und Kandidaten in seinem  Wahlkreis.</p></blockquote>
<p>Und auch wenn die Entwicklung nicht positiv verlaufen ist, h&#228;lt man in der Studie fest:</p>
<blockquote><p>Die Wahlbeteiligung ist bei der B&#252;rgerschaftswahl 2011 auf den  historischen Tiefstwert von 57,3% gesunken. Der Anteil der ung&#252;ltigen  Stimmen auf der Landesliste hat sich im Vergleich zur Wahl 2008  verdreifacht. Nahezu alle W&#228;hler/-innen haben jedoch das Stimmpotenzial  von jeweils f&#252;nf Stimmen auf der Landes- und der Wahlkreisliste genutzt.</p></blockquote>
<p>Die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler wissen dabei zumindest grundlegend recht gut Bescheid &#252;ber ihr Wahlrecht:</p>
<blockquote><p>Bei der W&#228;hlerbefragung (N = 3104 – insgesamt 3104 Befragungen) konnte  ein Basiswissen zum Wahlrecht festgestellt werden. So hat der im  Fragebogen integrierte Wissenstest ergeben, dass fast alle W&#228;hler/-innen  (jeweils um die 95%) mit der Anzahl der zu vergebenden Stimmen und der  grunds&#228;tzlichen M&#246;glichkeit des Kumulierens und Panaschierens vertraut  sind. Die komplexeren Fragen zum Wahlrecht konnten nur von wesentlich  weniger W&#228;hler/innen richtig beantwortet werden.</p></blockquote>
<p>Das eigentlich &#252;berraschende Ergebnis der Studie ist aber nicht, wie gut die W&#228;hler in Hamburg mit ihrem Wahlrecht vertraut sind, sondern wie wenig sie ihre eigenen Kandidaten kennen &#8211; nicht gerade ein kleines Problem, wenn man beim W&#228;hlen so hohen Einfluss auf deren Wahlergebnisse hat:</p>
<blockquote><p>W&#228;hrend den W&#228;hler/-innen das Wahlrecht weitgehend bekannt ist,  kennen sie ihre Kandidaten/-innen kaum. &#220;ber ein Viertel der befragten  W&#228;hler/-innen kennt keine/n einzige/n Wahlkreiskandidaten/-in. Einem  weiteren Viertel sind nur 1, 2 oder 3 Kandidaten/-innen namentlich  bekannt. Nur ein knappes F&#252;nftel gibt an, zehn oder mehr  Wahlkreiskandidaten/-innen zu kennen.</p></blockquote>
<p>Interessant auch der Vergleich mit der hessischen Kommunalwahl nur wenig sp&#228;ter. Auch hier gibt es ein Wahlrecht mit gro&#223;en Einflussm&#246;glichkeiten auf die personelle Zusammensetzung der Parlamente, auch hier werden immer wieder die Rufe laut, sinkende Wahlbeteiligungen l&#228;gen am komplizierten Wahlsystem. Dabei ist die Stimmabgabe in Hessen sogar noch &#252;bersichtlicher als in Hamburg. An all dem ist ja sicher einiges dran, das Wahlsystem m&#252;sste wesentlich besser erkl&#228;rt werden. Aber warum stellt man sich nicht auch in Hessen leise die Frage: Wie soll ich eigentlich meine Vertreter im Parlament mitbestimmen, wenn ich sie gar nicht kenne?</p>
<p>Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.hamburgische-buergerschaft.de/get_download.php?download=3366">Die Studie im Original</a> (PDF)</li>
<li><a href="http://www.hamburgische-buergerschaft.de/cms_de.php?templ=presse_detail.tpl&amp;sub1=61&amp;sub2=&amp;sub3=&amp;cont=4603">Die Studie auf der Internetseite der B&#252;rgerschaft</a> (hier zitiert)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#!/Wahlrecht_de/status/88569424436658176">Quellen-Tweet von wahlrecht.de</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Wahlcomputereinsatz in Hessen</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2011/03/30/wahlcomputereinsatz-in-hessen/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 14:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar werden in Hessen seit 2008 keine Wahlen mehr mit Wahlcomputern durchgef&#252;hrt und doch waren bei den Kommunalwahlen am Sonntag Computer bei der Stimmerfassung und -&#252;bermittlung involviert. <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/03/30/wahlcomputereinsatz-in-hessen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwar werden in Hessen seit 2008 keine Wahlen mehr mit Wahlcomputern durchgef&#252;hrt und doch waren bei den Kommunalwahlen am Sonntag Computer bei der Stimmerfassung und -&#252;bermittlung involviert.</strong></p>
<p>Am Sonntag durfte die hessische Wahlbev&#246;lkerung auf – je nach Wohnort – bis zu vier Stimmzettel weit &#252;ber 100 Stimmen vergeben. Ein in seiner Macht nicht zu untersch&#228;tzendes Instrument f&#252;r die W&#228;hler. Doch gleichzeitig verkompliziert dieses <a href="http://www.wahlrecht.de/kommunal/hessen.html" target="_blank">Wahlsystem</a> die Ausz&#228;hlung der Stimmzettel und erh&#246;ht damit die Fehleranf&#228;lligkeit bei der Stimmenausz&#228;hlung. So wurden bereits wenige Tage nach der Wahl eine ganze <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/kommunalwahl11/index.jsp?rubrik=62181&amp;key=standard_document_41145345" target="_blank">Reihe von Unregelm&#228;&#223;igkeiten</a> bekannt. Gleichzeitig vergr&#246;&#223;erte sich der Ausz&#228;hlungsaufwand derma&#223;en, dass die Wahlhelfer im Wahllokal am Wahlabend es lediglich schaffen, die Listenkreuze auszuz&#228;hlen und ein Trendergebnis zu erstellen. Alle Stimmzettel auf denen <a href="http://www.wahlrecht.de/lexikon/kumulieren.html" target="_blank">kumuliert</a> und <a href="http://www.wahlrecht.de/lexikon/panaschieren.html" target="_blank">panaschiert</a> wurde, werden in den Tagen nach der Wahl von Verwaltungsangestellten in den Rath&#228;usern ausgez&#228;hlt, wodurch die Wahl die &#196;mter f&#252;r zwei bis drei Tage fast komplett lahmlegt.</p>
<p>In der Lokalzeitung war heute der kleine und unscheinbaren Satz zu lesen, dass die Stimmzettel von den Verwaltungsangestellten in jeweils Dreiergruppen in ein Computerprogramm &#252;bertragen und von dort aus dann &#252;ber das Internet weiter &#252;bermittelt w&#252;rden. Und auch der Hessische Rundfunk berichtet in einem <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/kommunalwahl11/index.jsp?rubrik=62181&amp;key=standard_teaser_41148453&amp;mediakey=fs/hessenschaukompakt1645/20110328_1645_auszaehlung_langsam&amp;type=v" target="_blank">kurzen Beitrag &#252;ber die Ausz&#228;hlung</a>, dass die Stimmen in ein Computerprogramm notiert w&#252;rden. Dies mag jetzt nicht weiter verwunderlich klingen, gewinnt aber meiner Meinung nach an Brisanz, wenn man die Zeit etwas zur&#252;ckspult.</p>
<p>Zur Landtagswahl 2008 waren in Hessen <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/01/24/wahlgerate-in-hessen-zugelassen/)" target="_blank">elektronische Wahlger&#228;te zugelassen</a> worden. W&#228;hrend sich die Wahlleiter schon auf einen m&#246;glichen Einsatz bei den Kommunalwahlen 2011 freuten, sorgte die Testeins&#228;tze (u.a. in Langen und Viernheim) (siehe dazu u.a. den <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27058/1.html" target="_blank">Artikel von Christoph Bieber und Christian Marx bei Telepolis</a>) f&#252;r einen gro&#223;en Proteststurm. Fast alle namhaften Medienvertreter berichteten &#252;ber die Gefahren der Ger&#228;te. Und so waren am Wahltag auch eine Reihe von <a href="http://www.netzpolitik.org/2008/erste-berichte-von-der-wahlbeobachtung-in-hessen/">Wahlbeobachter des Chaos Computer Clubs </a>in den Testwahllokalen vor Ort.</p>
<p>W&#228;hrend die Kritiker die Gefahren des Einsatzes von elektronischen Wahlger&#228;ten hervorhoben (gro&#223;e Aufmerksamkeit erhielt insbesondere ein Video in dem gezeigt wurde, wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rtiqwAWu-DU" target="_blank">innerhalb einer Minute ein EPROM ausgetauscht</a> werden kann) waren die Wahlleiter mit den Testdurchl&#228;ufen im Gro&#223;en und Ganzen sehr zufrieden, da sie bereits wenige Minuten nach Schlie&#223;ung der Wahllokale die Ergbenisse in den H&#228;nden hielten – w&#228;hrend andernorts gerade einmal die ersten Stimmzettel auseinander gefaltet wurden. Hoffnung war es, gerader kompliziertere Ausz&#228;hlungsverfahren, wie beim Kumulieren und Panaschieren zuk&#252;nftig durch den Einsatz von elektronischen Wahlger&#228;ten zu umgehen.</p>
<p>Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes an der Uni Gie&#223;en hatte ich zusammen mit einer ehemaligen Kommilitonin damals in Gespr&#228;chen mit hessischen Wahlleitern erfahren, dass sie in den m&#246;glichen Eins&#228;tzen von elektronischen Wahlger&#228;ten gro&#223;e Chancen sehen w&#252;rden, um einer immer deutlichen &#8220;Wahlhelfermalaise&#8221; (siehe <a href="http://www.springerlink.com/content/f810467v57002m8v/" target="_blank">Buchstein</a>) entgegen zu wirken. W&#228;hrend anderswo bereits Fernseher und Reisegutscheine unter den Wahlhelfern verlost werden, um sie zur Mitwirkung zu &#252;berzeugen, sind in Hessen n&#228;mlich mehr und mehr (teure) Verwaltungsangestellte im Einsatz um die fehlenden Wahlhelfer auszugleichen. Hier stie&#223; ein m&#246;glicher Einsatz von elektronischen Wahlger&#228;ten – verst&#228;ndlicherweise – auf gro&#223;es Interesse.</p>
<p>Doch dann kam der 3. M&#228;rz 2009. Das <a href="http://www.politik-digital.de/elektronische-wahlen-wahlcomputer-evoting" target="_blank">Bundesverfassungsgericht untersagte kurz gesagt, den Einsatz der bislang eingesetzten Ger&#228;te</a> des Herstellers Nedap und mahnte deutliche Optimierungen der Ger&#228;te an. Dies war das letzte Mal das man in Deutschland in einem gr&#246;&#223;eren Rahmen von elektronischen Wahlger&#228;ten geh&#246;rt hat. Seit dem herrscht Funkstille. Lediglich aus dem Ausland gibt es Neuigkeiten (j&#252;ngst bspw. aus <a href="http://orf.at/stories/2045497/" target="_blank">Estland</a>).</p>
<p>Das Thema Wahlcomputer scheint also von den Tagesordnungen verschwunden zu sein. Die Manipulationsgefahren und die Intransparenz der Ger&#228;te war f&#252;r den Regelbetrieb zu hoch. Da verwundert umso mehr die gleichg&#252;ltige Feststellung in den Medien, dass die Stimmen in Hessen am Sonntag zwar mit Stift und Papier abgegeben wurden, um dann anschlie&#223;end von einer dem W&#228;hler unbekannten Person in ein Computerprogramm eingetragen zu werden.</p>
<p>Haben hier die Wahlcomputer-Gegner eventuell einen Schritt zu kurz gedacht? Denn der Einsatz der diskutierten Ger&#228;te wurde zwar verhindert, gleichzeitig wurde in den Verwaltungen eine Art Ersatz geschaffen, der durchaus noch anf&#228;lliger f&#252;r m&#246;gliche Manipulationen ist. Hier wurden nun keine geschlossenen Systeme eingesetzt, sondern normale B&#252;rocomputer, die anscheinend sogar am Internet h&#228;ngen.<br />
Ich kann als W&#228;hler also weder nachvollziehen, ob meine Stimmen korrekt vom Stimmzettel per Hand in den Computer &#252;bertragen wurden, noch kann ich nachvollziehen, ob die eingesetzte Software korrekt funktionierte und nicht vorab manipuliert wurde. Hat sich also unbemerkt eine neue Form des eVotings in Hessen eingeschlichen?</p>
<p>Ich f&#252;r meinen Teil wei&#223; jedenfalls nicht, ob der Computer, an dem mein Stimmzettel eingetragen wurde, korrekt funktionierte und nicht m&#246;glicherweise manipuliert war. Sollte wirklich fl&#228;chendeckend eine Software zur Stimmerfassung und -&#252;bermittlung eingesetzt worden sein erscheint mir hier ein weitaus gr&#246;&#223;ere Schwachstelle f&#252;r m&#246;gliche Manipulationen, als in geschlossenenen Systemen.</p>
<p>Und noch eine kurze Anekdote am Schluss. Folgende Nachricht ist auf <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/kommunalwahl11/index.jsp?rubrik=62181&amp;key=standard_document_41145345" target="_blank">hr-online.de</a> zu lesen:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;In Sulzbach etwa zwangen Leitungsprobleme die Wahlhelfer an die frische Luft. Zu Fu&#223; und mit Speicherstick mussten die Wahlergebnisse aus der Schule ins Rathaus gebracht werden. Auf ihr Computerprogramm mussten auch die Fl&#246;rsheimer verzichten. Doch die Wahlhelfer wussten sich zu helfen: Sie schickten die Zahlen kurzerhand per E-Mail an das Statistische Landesamt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/boerger-net/3621135609">boerger-net/flickr.com</a></p>
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		<title>Pr&#228;mie oder Abmahnung? Hessens Regierung auf Twitter</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 17:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Bußer]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Und auf einmal ging alles ganz schnell. Nachdem heute mittag hr-online berichtet hatte, dass sich auf Twitter unter dem Namen @hessenredaktion ein bis dato noch unbekannter Mitarbeiter der Landesregierung unter dem Landes-Wappen twittere, hat sich die Situation nur wenige Stunden sp&#228;ter gedreht. Die Landesregierung hat den Trittbrettfahrer nicht nur enttarnt und verwarnt, sondern handstreichartig ein eigenes Angebot bei Twitter gestartet. <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/03/21/praemie-oder-abmahnung-hessens-regierung-auf-twitter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und auf einmal ging alles ganz schnell. Nachdem heute Mittag hr-online berichtet hatte, dass sich auf Twitter unter dem Namen <a href="http://twitter.com/#!/hessenredaktion">@hessenredaktion</a> ein bis dato noch unbekannter Mitarbeiter der Landesregierung unter dem Landes-Wappen twittere, hat sich die Situation nur wenige Stunden sp&#228;ter gedreht. Die Landesregierung hat den Trittbrettfahrer nicht nur enttarnt und verwarnt, sondern handstreichartig ein eigenes Angebot bei Twitter gestartet.</strong></p>
<p>Damit hat der Trittbrettfahrer sein Ziel erreicht. <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;msg=62181&amp;key=standard_document_41067341">hr-online schrieb</a> &#252;ber seine Motivation:</p>
<blockquote><p>﻿&#8221;Entt&#228;uschung &#252;ber die &#214;ffentlichkeitsarbeit seines  Arbeitgebers, der im interaktiven &#8220;Web 2.0&#8243; bislang so gut wie nicht in  Erscheinung getreten ist. Weder auf Facebook noch &#252;ber Twitter  informiert Regierungssprecher Bu&#223;er &#252;ber aktuelle Regierungsanliegen. Er  setzt bislang auf das klassische Internet (hessen.de), E-Mails und FAX –  anders als beispielsweise der Sprecher der Bundesregierung, Steffen  Seibert.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Landesregierung <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/kommunalwahl11/index.jsp?rubrik=62181&amp;key=standard_document_41091487">reagierte</a> <a href="http://twitter.com/#!/RegHessen/status/49874450941886464">prompt</a>:</p>
<blockquote><p>Hier startet der offizielle Twitteraccount der Hessischen <a title="#Staatskanzlei" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#%21/search?q=%23Staatskanzlei">#Staatskanzlei</a>.  Herzlich Willkommen! <a title="#Hessen" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#%21/search?q=%23Hessen">#Hessen</a> <a title="#Landesregierung" rel="nofollow" href="http://twitter.com/#%21/search?q=%23Landesregierung">#Landesregierung</a></p></blockquote>
<p>Ein neuer <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/02/28/zeiten-aendern-sich/">Steffen Seibert</a> wird <a href="http://www.hessen.de/irj/HStK_Internet?cid=4bc5db0e4c8b7a37b8dace5c5853d7ae">Michael Bu&#223;er</a> so aber nicht. Denn w&#228;hrend Seibert die meiste Zeit selbst twittert und nur von Zeit zu Zeit bei erg&#228;nzenden Hinweisen seine Mitarbeiter dazwischen funken l&#228;sst &#8211; stets gekennzeichnet mit dem Hinweis BPA f&#252;r Bundespresseamt &#8211; twittert Bu&#223;er &#252;berhaupt nicht selbst, sondern l&#228;sst das <a href="http://twitter.com/#!/RegHessen/status/49885206886354945">von Mitarbeiterinnen</a> erledigen:</p>
<blockquote><p>@<a rel="nofollow" href="http://twitter.com/chris_politicus">chris_politicus</a> &#8230;sein Stab u das sind die &#8220;Twittertwins&#8221; Simone Koch (sek) und Silvia S&#228;mann (sis). Ab jetzt Tweets mit K&#252;rzeln ;-) (sek)</p></blockquote>
<p>Immerhin schreibt sich die Landesregierung den Dialog so erstmals auch im sozialen Internet auf die Fahnen. Explizit <a href="http://twitter.com/#!/RegHessen/status/49878427376959488">fordern die &#8220;Twittertwins&#8221; die B&#252;rgerInnen auf</a>, sich auch mit Fragen an sie zu wenden. Vielleicht sollte man auch einmal fragen, ob dem Trittbrettfahrer von der HessenRedaktion jetzt ein <a href="http://www.hessen.de/irj/hessen_Internet?rid=HStK_15/hessen_Internet/nav/5ef/5ef5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65,de160ca8-22a8-de21-f012-f31e2389e481,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=de160ca8-22a8-de21-f012-f31e2389e481.htm&amp;uid=5ef5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65">Disziplinarverfahren</a> droht oder ob er nicht doch eine Pr&#228;mie bekommen sollte. Schlie&#223;lich war er es, der die Aufmerksamkeit der Landesregierung auf das Web 2.0 gelenkt hat.</p>
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		<title>Die Hessenpartei und ihre Ostereier</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/04/07/die-hessenpartei-und-ihre-ostereier/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 09:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Beuth]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Paukenschlag wollte die hessische CDU zum Vorreiter in der hiesigen politischen Internetbespielung werden. <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/1/start/index.html">Eine neue Seite</a> wurde pr&#228;sentiert, die wirklich gestalterisch ein gewaltiger Sprung nach vorne ist.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Paukenschlag wollte die hessische CDU zum Vorreiter in der hiesigen politischen Internetbespielung werden. <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/1/start/index.html">Eine neue Seite</a> wurde pr&#228;sentiert, die wirklich gestalterisch ein gewaltiger Sprung nach vorne ist. Eine gro&#223;e Bilderb&#252;hne pr&#228;gt die neue Startseite und die dort platzierten Motive werden wohl nicht immer so albern aussehen wie zu Ostern. Auch weiter pr&#228;sentiert sich die Seite aufger&#228;umt, die Textw&#252;sten der vergangenen Jahre scheinen nun auch bei der Hessen-CDU out zu sein. Die Seiten f&#252;r Programme und K&#246;pfe wurden wie wild zusammengestrichen und verkleinert und sind daher richtig gut zu lesen.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cdu_lv.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5538" title="cdu_lv" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cdu_lv-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cduhessen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5539" title="cduhessen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cduhessen-300x236.jpg" alt="" width="300" height="236" /></a></p>
<p>Bei der Gestaltung selbst f&#228;llt sicherlich die Frische auf, alles wirkt  lebendiger und entstaubter, mindestens 20 Jahre j&#252;nger. Die neue  Internetseite scheint sozusagen das &#8220;Peter Beuth&#8221;-Projekt zu sein. Aber  bei einer so gro&#223;en Verj&#252;ngung bleibt manchesmal die Identit&#228;t mit auf  der Strecke &#8211; da muss das Design von Plakaten, Faltbl&#228;ttern und  Dutzenden anderer Ver&#246;ffentlichungen der hessischen CDU erstmal  nachziehen. Sonst bleibt es nur bei den Ank&#252;ndigungen, <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/2/aktuelles/136/interview_mit_peter_beuth_die_cdu_hessen_wird_vorreiter_im_internet/index.html">&#8220;Vorreiter  in Sachen Politik und Netz zu werden&#8221;</a> (Beuth). Dazu geh&#246;rt &#252;brigens auch ein neuer Werkzeugkasten namens &#8220;<a href="http://www.eine-partei-ein-netzwerk.de/">Eine Partei ein Netzwerk</a>&#8220;, dessen inhaltlich luftleerer Name ebenso wenig &#252;ber seine Funktion aufkl&#228;ren kann wie sein Internetauftritt. Homepage-Baukasten sind doch wohl nicht der Gipfel neuer Politikwerkzeuge im Internet?</p>
<p>Den gro&#223;artigen Auftritt jedenfalls ruinierte sich die hessische CDU gleich selbst &#8211; mit dem &#246;sterlichen &#8220;Schwulengate&#8221;. Pitt von Bebenburg <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=2511134&amp;">berichtet in der FR</a>:</p>
<blockquote>
<div id="absatz1">Ein Osterhase begr&#252;&#223;t die Nutzer der neuen  CDU-Homepage und lehnt l&#228;ssig an einem Osterei. Generalsekret&#228;r Peter  Beuth sagte zum Start des Projekts: &#8220;Wir haben uns ganz unbescheiden  vorgenommen, Vorreiter in Sachen Politik im Netz zu werden.&#8221; Doch mit  ihrem neuen Internet-Auftritt legte sich die Partei erst einmal selbst  ein Ei ins Nest.</div>
<p>Die organisierten Lesben und Schwulen in der CDU &#228;rgerten sich &#252;ber die  neue Homepage. Ihr Verband, die LSU (&#8220;Lesben und Schwule in der Union&#8221;),  war zun&#228;chst nicht mehr aufgef&#252;hrt. Am Dienstag wurde das nachgeholt.</p></blockquote>
<p>Doch damit nicht genug, der Opposition war auch ein Weiteres ein Dorn im Auge. Kai Klose <a href="http://twitter.com/Kai_Klose/status/11694353733">schrieb auf  Twitter</a>:</p>
<blockquote><p>Bei Hessens Union  herrschen Staatspartei-All&#252;ren wie weiland in der DDR: <a rel="nofollow" href="http://www.hessen-partei.de/" target="_blank">www.hessen-partei.de</a> <a title="#hlt" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23hlt">#hlt</a> <a title="#cdu" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23cdu">#cdu</a></p></blockquote>
<p>Und in der Tat scheint die babylonische Domain-Verwirrung immer noch ein politisches Alleinstellunsgmerkmal zu sein. W&#228;hrend die SPD im vergangenen Bundestagswahlkampf mit ann&#228;hernd 20 Domains f&#252;r alle m&#246;glichen und unm&#246;glichen Anl&#228;ssen protzen wollte, schafft die hessische CDU ganz ohne Not eine weitere Domain. Ob man in Zukunft die bayerisch anmutende Hybris, sich als einzige Partei des ganzen Landes zu sehen, gar f&#252;r Werbekampagnen benutzen m&#246;chte, oder ob man nur die Serverlandschaft nicht mit einem gro&#223;en Ruck umstellen wollte &#8211; er h&#228;tte gl&#252;cklicher laufen k&#246;nnen, der Relaunch von cdu-hessen.de.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schirrmacher und das Netzwerkbarometer</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Landtasgwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/01/08/wer-braucht-im-wahlkampf-eigentlich-freunde/">"Wer braucht im Wahlkampf eigentlich Freunde?"</a> lautete die Frage vor gut einem Jahr, als das Netzwerkbarometer erstmals an den Start ging - Anlass war damals die Landtagswahl in Hessen, der nicht unspektakul&#228;re Start in das Superwahljahr 2009. Damals begab sich der Homo Politicus auf noch unvermessenes Gel&#228;nde und setzte ein erstes Signal in Richtung innovativer Wahlkampfberichterstattung im Web 2.0. Wenn nun das<a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer-nrw/"> Netzwerkbarometer in seine zweite Auflage startet</a>,... <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/schirrmacher-und-das-netzwerkbarometer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christoph Bieber</em></p>
<p><a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/01/08/wer-braucht-im-wahlkampf-eigentlich-freunde/">&#8220;Wer braucht im Wahlkampf eigentlich Freunde?&#8221;</a> lautete die Frage vor gut einem Jahr, als das Netzwerkbarometer erstmals an den Start ging &#8211; Anlass war damals die Landtagswahl in Hessen, der nicht unspektakul&#228;re Start in das Superwahljahr 2009. Damals begab sich der Homo Politicus auf noch unvermessenes Gel&#228;nde und setzte ein erstes Signal in Richtung innovativer Wahlkampfberichterstattung im Web 2.0.</p>
<p>Im Laufe des Jahres wurde es auf diesem Feld noch richtig eng, vor allem zahlreiche Agenturen nutzten die politische Aktivit&#228;t im &#8220;Social Web&#8221; als B&#252;hne zum Schaulaufen f&#252;r potenzielle Auftraggeber. Angebote wie <a href="http://www.wahl.de">wahl.de</a> (compuccino), <a href="http://www.wahlradar.de">wahlradar.de</a> (linkfluence/Publicis), <a href="http://politReport.de">politReport.de</a> (cognita AG) oder der <a href="http://daily-digital-dose.de/index.php/category/wahl-im-web-monitor/">Wahl-imWeb-Monitor</a> (Weber Shandwick) f&#252;gten der eher konventionellen Berichterstattung &#252;ber den Online-Wahlkampf durch die &#252;blichen Verd&#228;chtigen eine neue Facette hinzu: die automatisierte Erfassung der Politiker-Aktivit&#228;t auf den Plattformen des Web 2.0. Solche „Aggregatoren&#8221; sorgten damit erstmals f&#252;r eine gro&#223;fl&#228;chige Abbildung der politischen Nutzung von Facebook, Twitter &amp; Co. Weil die Abfragen (Frank Schirrmacher w&#252;rde sagen: die Algorithmen) nicht allein auf die Beitr&#228;ge der Politiker abgestimmt bleiben mussten, lenkten die verschiedenen Darstellungen h&#228;ufig auch die Blicke auf bislang unbekannte Ausschnitte der politischen Online-&#214;ffentlichkeit: wer vernetzt sich mit wem, wer teilt welche Informationen auf welcher Plattform, wer antwortet auf welchen Kommunikations-Anreiz innerhalb der eigenen Partei oder beim politischen Gegner?</p>
<p>Wenn nun das<a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer-nrw/"> Netzwerkbarometer in seine zweite Auflage startet</a>, orientiert es sich aber weniger an den Agentur-Algorithmen, sondern den eigenen Erfahrungen aus dem Vorjahr: der Ansatz auf Homo Politicus ist n&#228;mlich kein automatisierter, sondern setzt stets die eigenh&#228;ndige Systematisierung, Kontrolle und Interpretation der Daten voraus. Genau das war im vergangenen Jahr die gro&#223;e Schw&#228;che der aufw&#228;ndig produzierten Aggretatoren: angesichts der Datenflut kapitulierten die Anbieter nicht selten vor tiefer sch&#252;rfenden Analysen – auf eine ertragreiche Untersuchung zur Social Media-Nutzung im Online-Wahlkampf des Jahres 2009 m&#252;ssen wir daher noch warten. Informations&#252;berlastung im Schirrmacher-Sinn scheint hier tats&#228;chlich einmal das richtige Stichwort.</p>
<p>Womit wird sich nun das Netzwerk-Barometers in den n&#228;chsten Wochen und Monaten besch&#228;ftigen? Zun&#228;chst einmal ist es spannend zu beobachten, inwiefern die Landespolitiker Opfer des deutschen <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/281/490655/text/">&#8220;Offline-Herbstes&#8221;</a> geworden sind. Haben die (wenigen) einen Vorteil, die auf die kontinuierliche Kommunikation mit ihren Fans, Freunden und Followern gesetzt haben? Oder k&#246;nnen Vers&#228;umnisse aus den vergangenen Monaten rasch aufgeholt werden? Wirkt auch in 2010 noch so etwas wie der &#8220;Obama-Effekt&#8221; oder besinnt man sich auf Landesebene eher auf &#8220;campaigning as usual&#8221; (Wesselm&#228;nner, Handzettel, Tapeziertische)? Gibt es auch im Landtagswahlkampf wieder spektakul&#228;re Ausrutscher, die umgehend im Internet dokumentiert werden und sich dort in Echtzeit verbreiten? Setzen erneut die Piraten die Ma&#223;st&#228;be im Social Web? Und schlie&#223;lich: ist (oder: bleibt) das Netz eine abgeschottete Plattform f&#252;r „Nerds“ oder zeigen sich „spill-over“-Effekte in Richtung der alten Medien?</p>
<p>Die Daten aus dem Netzwerkbarometer werden diese und andere Fragen sicher nicht vollst&#228;ndig beantworten k&#246;nnen, aber sie tragen mit Sicherheit zum besseren Verst&#228;ndnis moderner politischer Kommunikation bei. Und das ist gut so.</p>
<p>——<br />
<em></em></p>
<p><em> </em><em></em>Dr. Christoph Bieber ist wissenschaftlicher Assistent an der JLU Gie&#223;en und besch&#228;ftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Zu seinen Ver&#246;ffentlichungen z&#228;hlen unter anderem Publikationen zum Thema Online-Wahlkampf, die Zukunft der Mediendemokratie und Interaktivit&#228;t. Dr. Bieber betreibt das Blog <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/internetundpolitik.wordpress.com');" href="http://internetundpolitik.wordpress.com/">Internet und Politik</a>.</p>
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		<title>Mit Kurznachrichten in die Medien</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 12:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnenpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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		<description><![CDATA[Innerhalb von nur 71 Tagen musste Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel Ende 2008 vom einfachen Abgeordneten zum landesweit bekannten Spitzenkandidaten der hessischen SPD werden. Er kn&#252;pfte an den damals viel beachteten Online-Wahlkampf des amerikanischen Pr&#228;sidenten Barack Obama an und erzeugte damit gro&#223;e Medienresonanz. Mit Werkzeugen wie dem Kurznachrichtendienst Twitter machte er ohne millionenschwere Imagekampagne Schlagzeilen als Politiker des Internetzeitalters. <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/01/27/mit-kurznachrichten-in-die-medien/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Innerhalb von nur 71 Tagen musste Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel Ende 2008 vom einfachen Abgeordneten zum landesweit bekannten Spitzenkandidaten der hessischen SPD werden. Er kn&#252;pfte an den damals viel beachteten Online-Wahlkampf des amerikanischen Pr&#228;sidenten Barack Obama an und erzeugte damit gro&#223;e Medienresonanz. Mit Werkzeugen wie dem Kurznachrichtendienst Twitter machte er ohne millionenschwere Imagekampagne Schlagzeilen als Politiker des Internetzeitalters.</strong></p>
<p>Nach der gescheiterten Regierungsbildung der hessischen SPD im Jahr 2008 musste sich Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel unerwartet als der neue Spitzenkandidat bekannt machen. Zudem hatte die SPD – wie die anderen hessischen Parteien – durch den zweiten Wahlkampf innerhalb eines Jahres kaum Zeit, einen Wahlkampf auf herk&#246;mmliche Art zu planen und umzusetzen. Auch die finanziellen Mittel waren knapp und mussten entsprechend gezielt eingesetzt werden. Daher setzte Sch&#228;fer-G&#252;mbel zur Landtagswahl 2009 stark auf Online-Wahlkampf. Gemeinsam mit der K&#246;lner <a href="http://www.barracuda.de/">barracuda digitale agentur</a> wollte er die die Medienaufmerksamkeit nutzen, die US-Pr&#228;sident Barack Obama wenige Monate zuvor auf innovative Kampagnen im Internet gelenkt hatte.</p>
<h2>Schnell &#252;ber das Internet bekannt werden</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/kampagnenpraxis_tsg.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5213" title="kampagnenpraxis_tsg" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/kampagnenpraxis_tsg-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Neben seinen Aktivit&#228;ten auf <a href="http://www.youtube.com/user/spdhessen">YouTube</a> und den bekannten Sozialen Netzwerken (<a href="http://www.facebook.com/schaeferguembel">Facebook</a> oder <a href="http://www.wer-kennt-wen.de/person/yfq951i5">Wer-kennt-wen</a>) setzte Sch&#228;fer-G&#252;mbel auf den Kurznachrichtendienst <a href="http://twitter.com/tsghessen">Twitter</a>. Dort k&#246;nnen kurze Textnachrichten mit bis zu 140 Zeichen ver&#246;ffentlicht werden. Durch die Begrenzung der Zeichenzahl lassen sich die Nachrichten schnell lesen und erreichen interessierte Leser fast in Echtzeit, die ebenso spontan antworten und so eine &#246;ffentliche Diskussion entstehen lassen. An diesem schnellen, kurzlebigen Nachrichtenfluss nehmen die Nutzer entsprechend insbesondere &#252;ber internetf&#228;hige Mobiltelefone teil. Auf diesem Weg erhielt der Politiker Sch&#228;fer-G&#252;mbel direkte R&#252;ckmeldungen und baute wechselseitige Kommunikationsbeziehungen zu seinen Twitterkontakten auf – zu einem Zeitpunkt, zu dem Twitter in Deutschland noch wenig verbreitet war und haupts&#228;chlich von Medienexperten und Journalisten beachtet wurde.</p>
<h2>Neugier auf Online-Kommunikation bringt Medienaufmerksamkeit</h2>
<p>Durch diesen gezielten Einsatz des Internets konnte Sch&#228;fer-G&#252;mbel gro&#223;e Aufmerksamkeit durch die »klassischen« Massenmedien erlangen. Nach der US-Pr&#228;sidentschaftswahl waren die Journalisten an berichtenswerten Internetaktivit&#228;ten von Politikern besonders interessiert. Zahlreiche Medien wie die <a href="http://www.bild.de/BILD/news/politik/2009/01/16/hessen-wahl/schaefer-guembel-obama-hessen-spd-internet-sieg.html">BILD-Zeitung</a> und das <a href="http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,7504947,00.html?dr=1">ZDF</a> verglichen Sch&#228;fer-G&#252;mbel deshalb mit dem eben gew&#228;hlten Obama. Auch wenn die Berichterstattung sich <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/623/454306/text/">ironische Anmerkungen</a> &#252;ber die ungleichen Verh&#228;ltnisse nicht nehmen lie&#223;, hatte sich Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel gro&#223;e Medienaufmerksamkeit verschafft und auf diese Weise seinen Bekanntheitsgrad innerhalb kurzer Zeit gesteigert. Dadurch, dass er Twitter auch nach der Wahl konsequent nutzt, hat er sich dar&#252;ber hinaus Glaubw&#252;rdigkeit als Internetpolitiker erarbeitet.</p>
<p>Die <a href="http://www.barracuda.de/">barracuda digitale agentur</a> und der hessische SPD-Vorsitzende <a href="http://www.schaefer-guembel.de/">Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel</a> tauschen sich gern &#252;ber Online-Wahlkampf aus. Beide sind auch bei Twitter als <a href="http://twitter.com/oliverbarracuda">@oliverbarracuda</a> und <a href="http://twitter.com/tsghessen">@tsghessen</a> ansprechbar.</p>
<p>&#8212;-<em><br />
Diesen Report haben wir als Mitglieder der <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/">KampagnenPraxis</a> geschrieben. Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft junger Fachleute an der Schnittstelle zwischen politischer Kommunikation und den Internetmedien. Wir zeigen Kampagnen- und Kommunikationsverantwortlichen lokaler und regionaler politischer Akteure in zweiw&#246;chentlichen Reports Beispiele, wie sie das Internet erfolgreich nutzen k&#246;nnen. <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/">Abonnieren Sie unsere Reports einfach auf unserer Internetseit</a>e.</em></p>
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		<title>Provinzposse um Behindertenrechte</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Behindertenparkplätze]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Gew&#246;hnlich ist dieses Blog nicht wirklich lokal, aber diese Geschichte ist einfach zu unterhaltsam, um nicht ver&#246;ffentlich zu werden. Alles beginnt mit einem Zeitungsartikel vor etwa zwei Wochen. Dirk Wingender berichtet in der hiesigen "DILL-POST" &#252;ber eine Stadtr&#228;tin, die auf dem Behindertenparkplatz des Rathaus parkte. Viel interessanter als der eigentliche Versto&#223; gegen die Stra&#223;enverkehrsordnung selbst aber ist die Reaktion der drei beteiligten Parteien. Vorhang auf f&#252;r den ersten Akt: <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/12/17/provinzposse-um-behindertenrechte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gew&#246;hnlich ist dieses Blog nicht wirklich lokal, aber diese Geschichte ist einfach zu unterhaltsam, um nicht ver&#246;ffentlich zu werden. Alles beginnt mit einem Zeitungsartikel vor etwa zwei Wochen. Dirk Wingender berichtet in der hiesigen &#8220;DILL-POST&#8221; &#252;ber eine Stadtr&#228;tin, die auf dem Behindertenparkplatz des Rathaus parkte. Viel interessanter als der eigentliche Versto&#223; gegen die Stra&#223;enverkehrsordnung selbst aber ist die Reaktion der drei beteiligten Parteien. Vorhang auf f&#252;r den ersten Akt:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/zweiterdezember.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5038" title="zweiterdezember" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/zweiterdezember-300x225.jpg" alt="zweiterdezember" width="300" height="225" /></a><br />
</strong></p>
<h2>Erster Akt: Konfrontation</h2>
<p>Auf das Vergehen angesprochen, versucht sich Elisabeth Fuhrl&#228;nder, Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Dillenburg, zu rechtfertigen. Die Art und Weise ist so unglaublich, dass ich sie nur w&#246;rtlich zitieren kann:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; hat sie sich mit ihrem Auto auf den Parkplatz gestellt. Mehrmals, wie sie gestern auf Anfrage dieser Zeitung einger&#228;umt hat. &#8220;Wenn die Garage des Rathauses voll war&#8221;, erkl&#228;rt sie. Der Parkplatz sei doch eigentlich ein st&#228;dtischer und geh&#246;re sozusagen zum Rathaus, erkl&#228;rt sich die Vize-B&#252;rgermeisterin. [...] &#8220;Das st&#246;rt doch keinen Menschen. Dort hat noch nie ein Behinderter gestanden.&#8221; [...] Sie habe den Behindertenparkplatz nur dann benutzt, wenn sie &#8220;dringend im Rathaus etwas zu erledigen hatte.&#8221; [...] Sie bedauere, dass sie den Parkplatz genutzt habe, erkl&#228;rte Elisabeth Fuhrl&#228;nder in einem zweiten Telefonat mit unserer Redaktion. &#8220;Ich h&#228;tte nicht gedacht, dass es jemanden st&#246;rt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich werde einmal versuchen, die verschiedenen Argumente der Frau Fuhrl&#228;nder zu sortieren. Sie habe <strong>1.</strong> nur dort geparkt, wenn die Garage voll gewesen sei, denn <strong>2.</strong> sei der Parkplatz ja nur halb&#246;ffentlich und <strong>3.</strong> st&#246;re das doch niemanden. <strong>4.</strong> habe dort noch nie ein Behinderter gestanden und <strong>5.</strong> habe sie den Parkplatz nur in dringenden F&#228;llen belegt. <strong>6.</strong> bedauert sie vor allem den ihr entstandenen &#196;rger denn <strong>7.</strong> h&#228;tte sie nicht gedacht, dass jemand daran Ansto&#223; nehmen k&#246;nnte. Damit endet nicht nur die Argumentationskette der stellvertretenden B&#252;rgermeisterin, sondern auch der Artikel. Der Vorhang f&#228;llt, es folgt der zweite Akt:</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/dritterdezember.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5039" title="dritterdezember" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/dritterdezember-300x158.jpg" alt="dritterdezember" width="300" height="158" /></a></p>
<h2>Zweiter Akt: Emp&#246;rter Protest</h2>
<p>Gemeinsam mit Redakteur Wingender bilanziert einen Tag sp&#228;ter der Leiter der Lokalredaktion, Martin Heller, die Reaktionen auf den Ausrutscher der Stadtr&#228;tin.</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8221;Was Frau Fuhrl&#228;nder sagt, stimmt einfach nicht&#8221;, sagt auch eine weitere Leserin [...]. Ihr Sohn sitzt ebenfalls im Rollstuhl. [...] Ihre Erfahrung: Sowohl die Pl&#228;tze am Rathaus als auch der Behindertenparkplatz in der unteren Marbachstra&#223;e nahe der &#8216;Erbse&#8217; seien regelm&#228;&#223;ig von Autos besetzt, deren Fahrer keine Parkerlaubnis haben. &#8220;Ich habe den Eindruck, dass in Dillenburg eine Lobby f&#252;r Behinderte fehlt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sie berichtet von verschmutzten Behindertenparkpl&#228;tzen, die voller Hundekot seien. Das bedeute f&#252;r einen Rollstuhlfahrer, dass er den Schmutz an den H&#228;nden hat, sobald er an die R&#228;der seines Rollis greife. Die Vorsitzende des Beirats f&#252;r Senioren- und Behindertenfragen stellt klar: Es gebe nicht zu wenig Parkpl&#228;tze f&#252;r Behinderte, sie seien schlicht zu oft von Falschparkern besetzt. Falschparkern wie der Elisabeth Fuhrl&#228;nder. Abtritt der Protestanten, Vorhang auf f&#252;r den dritten Akt:</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/siebzehnterdezember.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5040" title="siebzehnterdezember" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/siebzehnterdezember-300x196.jpg" alt="siebzehnterdezember" width="300" height="196" /></a></p>
<h2>Dritter Akt: Die Verschw&#246;rungstheorie</h2>
<p>Das alles scheint f&#252;r die &#246;rtliche CDU zu viel des investigativen Lokaljournalismus zu sein, zu viel Beschwerde von betroffenen B&#252;rgern. Der CDU-Ortsverband Frohnhausen, ein Ortsteil von Dillenburg, solidarisiert sich mit der Stadtr&#228;tin. Die DILL-POST berichtet heute &#252;ber einen Kommentar, den <a href="http://cdu-dillenburg.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=371&amp;Itemid=4">Patrick Schreier auf den Internetseiten des Stadtverbands Dillenburg ver&#246;ffentlichte</a>. Darin ist die Rede von einer &#8220;Hetzjagd&#8221; und &#8220;Kampagne&#8221; gegen Fuhrl&#228;nder. Nat&#252;rlich sei es nicht sch&#246;n, wenn Behindertenparkpl&#228;tze unzul&#228;ssig belegt w&#252;rden. Aber der Parkplatz am Rathaus sei ja fast &#252;berfl&#252;ssig, nachdem es doch das B&#252;rgerb&#252;ro im S&#252;den der Stadt gebe. Und weiter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Diese Kampagne, ich kann es nicht anders nennen, &#228;rgert mich pers&#246;nlich sehr.Selbstverst&#228;ndlich hat Frau Fuhrl&#228;nder eine Ordnungswidrigkeit begangen und selbstverst&#228;ndlich hat Sie daf&#252;r ein Bu&#223;geld bekommen. [...] Allerdings m&#246;chte ich hier &#246;ffentlich, und ich denke ich spreche da im Namen des gesamten CDU-Ortsverbandes Frohnhausen, meine uneingeschr&#228;nkte Solidarit&#228;t mit Frau Fuhrl&#228;nder aussprechen. Wir brauchen sie, sind au&#223;erordentlich dankbar f&#252;r ihr Engagement und wir stehen gerade in dieser schweren Zeit zu ihr.</p>
<p>Es mag nat&#252;rlich sein, dass die Initiatoren dieser „Hetzjagd“ tats&#228;chlich noch nie falsch geparkt haben, niemals „geblitzt“ wurden und auch garantiert immer angeschnallt sind. F&#252;r viel wahrscheinlicher halte ich es jedoch, dass hier die N&#246;te von behinderten Mitmenschen zu parteipolitischen Zwecken instrumentalisiert werden.</p>
<p>Und damit sind f&#252;r mich die Grenzen des guten Geschmackes weit &#252;berschritten.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Die <a href="http://www.mittelhessen.de/">DILL-POST</a> hat uns freundlicherweise die drei Artikel zur Verf&#252;gung gestellt. Das Copyright f&#252;r Texte und Bilder der entsprechenden Daten liegt bei der DILL-POST. Titelbild: Photocase <a title="Benutzerprofil von ohneski anzeigen." href="http://www.photocase.com/de/user.asp?u=316350">ohneski</a>, Montage</em></p>
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