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	<title>Homo Politicus &#187; Homosexualität</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Christean Wagner trifft Jesus</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 10:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Christean Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
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		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>

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Es scheint ihm auf der Seele gebrannt zu haben. Christean Wagner, Fraktionschef der hessischen CDU, l&#228;uft marodierend durch die Medienlandschaft und tr&#228;gt dabei wahlweise das Kruzifix oder das CDU-Parteiprogramm vor… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/10/08/christean-wagner-trifft-jesus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es scheint ihm auf der Seele gebrannt zu haben. Christean Wagner, Fraktionschef der hessischen CDU, l&#228;uft marodierend durch die Medienlandschaft und tr&#228;gt dabei wahlweise das Kruzifix oder das CDU-Parteiprogramm vor sich her. In der FAZ forderte Wagner eine R&#252;ckbesinnung der CDU auf das &#8220;C&#8221; in ihrem Namen als Konsequenz aus der etwas ung&#252;nstig verlaufenen Wahl:</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Wir m&#252;ssen uns mutig zu unserem christlichen Glauben bekennen. Wir m&#252;ssen klar und deutlich sagen, dass wir als Partei auf einem christlichen Fundament stehen. Das kommt mir bisher zu kurz&#8221;, sagte Wagner der &#8220;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8221; am Mittwoch. Seine Partei m&#252;sse wieder &#8220;st&#228;rker konservative W&#228;hler ansprechen und das C in unserem Parteinamen betonen&#8221;. Denn mit dem C verbinde die Union ein &#8220;christliches Wertefundament&#8221;, auf das sie stolz sein m&#252;sse. (Quelle: <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&amp;news[action]=detail&amp;news[id]=2450">pro</a>)</p></blockquote>
<p>Auch in <a href="http://www.ideaspektrum.de/">ideaSpektrum</a>, einem evangelikalen Nachrichtenmagazin, f&#252;r das ich auch als freier Autor arbeite, darf Wagner im Editorial seine Forderungen verbreiten. Ohne klare Argumentationslinie stolpert Wagner durch die Abs&#228;tze. Mal beklagt er das Verschwinden von Christlichen Werten aus den Parteien im gleichen Atemzug mit dem Verbot von Kruzifixen in Klassenr&#228;umen, mal geht es ihm gleich ums Ganze, wenn er Papst Benedikt recht gibt: Man k&#246;nne heute doch kaum noch von Gott reden, ohne an den Rand gedr&#228;ngt zu werden.</p>
<p>Sogar Ernst-Wolfgang B&#246;ckenf&#246;rde kommt zu seinem Zitat, wenn Wagner wiedergibt: &#8220;Der freiheitliche, s&#228;ukalrisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.&#8221; So wie Christean Wagner die Debatte der vorpolitischen Legitimation des Rechtsstaats hier einwirft, scheint er nicht mal im Ansatz verstanden zu haben, worum es dabei geht. Es hei&#223;t nat&#252;rlich nicht, dass nur ein christliches Fundament einen Staat solide tragen kann.</p>
<p>Einen Seitenhieb auf die Linke und ihre DDR-Vergangenheit bringt Wagner gleich mit in seinem Aufruf unter. Wieder beruft er sich auf Ratzinger und behauptet, eine Gesellschaft ohne Gott zerst&#246;re sich selbst. Das habe man schlie&#223;lich in den &#8220;gro&#223;totalit&#228;ren Experimenten des letzten Jahrhunderts&#8221; gesehen. Wollte man der These genauer nachgehen, m&#252;sste man schon den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur einbeziehen. Denn dass eine Demokratie ohne Gottesbezug nicht zwangsl&#228;ufig zur Diktatur werden muss, sollte klar sein.</p>
<p>Schlie&#223;lich stellt Wagner fest, nur die CDU stehe f&#252;r ein christliches Wertefundament. In der FAZ hat er auch schon konkretisiert, was f&#252;r ihn dazu geh&#246;rt:</p>
<blockquote><p>Als Beispiel nannte Wagner die Bewahrung des menschlichen Lebens bei den Themen Embryonenschutzgesetz und Sp&#228;tabtreibungen. &#8220;Hier m&#252;ssen wir deutlich von einer christlichen Grundlage aus diskutieren.&#8221; Wagner sprach sich au&#223;erdem gegen die vom k&#252;nftigen Koalitionspartner FDP geforderte Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe aus. Der FAZ sagte der CDU-Politiker: &#8220;Hier gilt wortw&#246;rtlich f&#252;r mich der Artikel 6 des Grundgesetzes, wonach Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der Verfassung stehen. Bei aller Toleranz in Fragen der pers&#246;nlichen Lebensverh&#228;ltnisse darf es hier keine Gleichstellung geben.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&amp;news[action]=detail&amp;news[id]=2450">pro</a>)</p></blockquote>
<p>In seinem idea-Text setzt Wagner die Zwischen&#252;berschrift &#8220;Wie bei Jesus: Gebt dem Kaiser&#8230;&#8221;. An dieses Prinzip &#8220;Wie bei Jesus&#8221; h&#228;tte sich Wagner mal halten sollen. Immerhin weist er auch selbst darauf hin, dass Jesus schon vom s&#228;kularisierten Staat gesprochen hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;Um es klarzustellen: Deutschland ist ein s&#228;kularer Staat. In Abgrenzung zu islamischen Staaten, in denen der Koran als verbindliches Gesetz und staatliche Rechtsordnung gilt, sind Staat und Religion in unserem Land klar getrennt. &#8220;Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und  Gott, was Gottes ist.&#8221; Die Bergpredigt ist kein Regierungsprogramm.&#8221;</p></blockquote>
<p>Warum Wagner das zwar erw&#228;hnt, aber nicht in seine Gedanken einbezieht, versteht wohl nichtmal er selbst.</p>
<p>Und wenn er es schon wie Jesus machen will: Glaubt Wagner wirklich, dass Jesus vollkommen ohne Grund wieder einen Tiefschlag gegen die Gleichstellung von Homosexuellen gelandet h&#228;tte? Wenn er es wirklich wie Jesus machen wollte, w&#252;rde er zuerst den Balken im eigenen Auge suchen, bevor er sich &#252;ber den Splitter im Auge des Gegen&#252;bers echauffieren m&#252;sste. Wenn er es wirklich wie Jesus machen wollte, w&#252;rde er sich zuerst liebevoll um die Z&#246;lner und Huren k&#252;mmern, um die Ausgesto&#223;enen der Gesellschaft.</p>
<p>Noch zugespitzter: W&#228;re Jesus ein Politiker gewesen, h&#228;tte er keine Politik f&#252;r den Mittelstand gemacht, sich nicht zuerst um die Rechte von Christen und Kirchen gek&#252;mmert. Jesus h&#228;tte Politik gemacht f&#252;r die Armen, f&#252;r die von der Gesellschaft ausgregrenzten. Politik f&#252;r Hartz IV-Empf&#228;nger und Langzeitarbeitslose, f&#252;r die Arbeitsrechte von Prostituierten und Behinderten &#8211; und ganz sicher h&#228;tte Jesus Politik f&#252;r Schwule und Lesben gemacht.</p>
<p>Nicht einmal Christean Wagner kann erkl&#228;ren, warum Jesus nicht in der CDU gewesen w&#228;re.</p>
<p><em>Bild: Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks</em></p>
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		<title>Zwischen Freiheit und W&#252;rde</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 12:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Marburger Kongress]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute beginnt in Marburg der “6. Internationale Kongress f&#252;r Psychotherapie und Seelsorge”. In 120 Seminaren und Vortr&#228;gen werden sich fast 1000 Interessierte und Fachleute austauschen. Weit im Vorfeld der Veranstaltung… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/05/20/zwischen-freiheit-und-wuerde/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute beginnt in Marburg der &#8220;6. Internationale Kongress f&#252;r Psychotherapie und Seelsorge&#8221;. In 120 Seminaren und Vortr&#228;gen werden sich fast 1000 Interessierte und Fachleute austauschen. Weit im Vorfeld der Veranstaltung wurde ihr wohl mehr Interesse zu teil, als den Veranstaltern lieb gewesen sein kann. Emp&#246;rte B&#252;rgerrechtler und Politiker protestierten gegen die Seminare dreier dort auftretender Referenten, denen eine &#8220;Umpolungsabsicht&#8221; gegen Homosexuelle vorgeworfen wird.</strong></p>
<p>Ich sehe mich nicht in der Lage zu beurteilen, ob nun die Seminare an sich tats&#228;chlich eine m&#246;gliche sexuelle Umorientierung Homosexueller proklamieren oder ob sich eine Abwertung der Referenten durch vorherige &#196;u&#223;erungen zu dem Thema ergeben k&#246;nnte. Ebenso wenig kann ich tats&#228;chlich auf h&#246;chstwissenschaftlichem Niveau beurteilen, ob es wirklich eine anerkannte Meinung der Psychologie sein kann, Homosexualit&#228;t sei ver&#228;nderbar. Ohne Zweifel habe ich meine eigene Meinung zu dieser Frage und daher auch meine Vorbehalte gegen die Arbeit von Organisationen wie W&#252;stenstrom, die ebendas behaupten und durchf&#252;hren. Doch ob deren Arbeit jeglichem medizinischen, neurologischen und psychologischen Wissen entspricht, kann ich nicht ermessen.</p>
<h3>Es geht nicht um Recht und Unrecht haben</h3>
<p>Diese Frage halte ich auch gar nicht f&#252;r den entscheidenden Punkt in der Debatte. Hier stehen vielmehr zwei staatlich garantierte Grundrechte in elementarem Konflikt. Das Grundrecht der freien Meinungs&#228;u&#223;erung (und in geringerem Ma&#223;e das der freien Wissenschaft) kollidiert mit der unantastbaren W&#252;rde des Menschen. Es ist v&#246;llig nat&#252;rlich und gerechtfertigt, dass sich Schwule und Lesben in ihrer Identit&#228;t gekr&#228;nkt f&#252;hlen, wenn auch nur von einer Ver&#228;nderbarkeit ihrer sexuellen Orientierung gesprochen wird. Homosexualit&#228;t ist keine ungesunde Lebensweise oder eine schlechte Angewohnheit, sondern Teil ihres innersten Ichs. Die Kr&#228;nkung wird dabei keineswegs abgemildert, wenn man die sexuelle Umorientierung nur einigen Wenigen, die dies ausdr&#252;cklich selbst w&#252;nschen, angedeihen l&#228;sst.</p>
<p>Es ist also nur rechtm&#228;&#223;ig, wenn sich Lesben- und Schwulenverb&#228;nde, Menschenrechtler und Politiker, Journalisten und B&#252;rgerinnen und B&#252;rger gegen eine solche Diskriminierung aussprechen. Aber wie weit darf der Protest gehen? Schlie&#223;lich haben die Vertreter solcher Meinungen auch ein Recht, ihre Meinung frei zu &#228;u&#223;ern und so viele Kongresse zu veranstalten, wie sie gerne m&#246;chten. Der Staat darf sie daran nicht nur nicht hindern, sondern er ist vielmehr verpflichtet, sie bei der Aus&#252;bung ihrer Rechte zu sch&#252;tzen &#8211; mag es nun dem Einzelnen gefallen, oder nicht.</p>
<h3>Darf der Staat unterst&#252;tzen?</h3>
<p>Dennoch muss sich der Staat fragen lassen, ob er solche Veranstaltungen unterst&#252;tzen sollte. Ist es Aufgabe und w&#252;nschenswertes Anliegen der Stadt Marburg, dem Kongress Tagungsr&#228;ume zur Verf&#252;gung zu stellen? &#196;hnliche Fragestellungen tauchten bei der letztj&#228;hrigen Streitfrage des &#8220;Christivals&#8221; auf, bei dem Bundesministerin von der Leyen die Schirmherrschaft &#252;bernommen hatte. Mit seiner finanziellen, ideellen oder infrastrukturellen Unterst&#252;tzung hat der Staat auch die Pflicht, gemeinschaftsf&#246;rdernd und verbindend zu wirken. Das F&#246;rdern von Meinungen, die er als problematisch ansieht, geh&#246;rt dagegen nicht zu seinen Aufgaben. (Mehr zur Meinung der expliziten Bundesregierung weiter unten in der Linkliste)</p>
<h3>Kritik muss Rechte beachten</h3>
<p>Die protestf&#252;hrenden Gruppen, Institutionen und Personen w&#228;ren im Interesse ihres Anliegens gut beraten, notwendige Grenzen ihrer Emp&#246;rung einzuhalten und nicht in die Rechte ihrer Gegen&#252;ber einzugreifen. Viel zu gro&#223; ist sonst die Gefahr, dass ihre eigene Kritik damit angreifbar wird. Die Debatte hat im Verlauf der vergangenen Monate mehr als einmal gezeigt, dass diese Grenzen von beiden Seiten &#252;berschritten wurden. Geholfen haben sie damit niemandem.</p>
<h2>Linkliste:</h2>
<ul>
<li>Eigentlich geht es auf dem <a href="http://www.akademieps.de/">6. Internationaler Kongress f&#252;r Psychotherapie und Seelsorge</a> um &#8220;Identit&#228;t &#8211; Der rote Faden in meinem Leben&#8221;, nicht um Homosexualit&#228;t.</li>
<li>Volker Beck <a href="http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1673&amp;Itemid=1">f&#252;hlt sich als Christ angewidert</a> von einer &#8220;pharis&#228;erhaften Selbstgef&#228;lligkeit dieser Homoheilungsapologeten). Die Veranstalter setzten sich immerhin der Gefahr aus, mit den Meinungen mancher ihrer Referenten identifiziert zu werden, selbst wenn sie diese nicht teilten. Au&#223;erdem weist er zu Recht darauf hin, dass auch diese vermeintlich hilfreichen Therapien gro&#223;e Gefahren f&#252;r Menschen haben k&#246;nnen.</li>
<li>Die Bundesregierung <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/080/1608022.pdf">h&#228;lt in einer Stellungnahme im Fr&#252;hjahr 2008 fest</a>: &#8220;Die Bundesregierung vertritt weder die Auffassung, dass Homosexualit&#228;t einer Therapie bedarf, noch dass Homosexualit&#228;t einer Therapie zug&#228;nglich ist.Homosexualit&#228;t wird seit &#252;ber 20 Jahren von der &#252;berwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler aus Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie nicht als psychische Erkrankung angesehen. Dementsprechend wurde die Homosexualit&#228;t bereits im Jahre 1974 von der amerikanischen Psychiatervereinigung (APA) aus ihrem Diagnoseklassifikationssystem „Diagnostisches und statistisches Manual psychischer St&#246;rungen&#8221; (DSM) und im Jahre 1992 aus dem Diagnosekatalog der Weltgesundheitsorganisation (Internationale Klassifikation der Krankheiten, ICD) gestrichen. In der psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachwelt hat sich seither die Position durchgesetzt, dass die fr&#252;her weit verbreitete psychoanalytische Auffassung von Homosexualit&#228;t als pathologisch zu beurteilender St&#246;rung der psychosexuellen Entwicklung durch empirische Daten nicht gest&#252;tzt wird.Die vor allem in den 60er und 70er Jahren h&#228;ufig angebotenen so genannten „Konversions&#8221;- oder „Reparations&#8221;-Therapien, die auf eine &#196;nderung von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten oder der homosexuellen Orientierung abzielten, werden heute in der Fachwelt weitestgehend abgelehnt. Dies gr&#252;ndet sich auf die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und sch&#228;dliche Effekte (z. B. &#196;ngste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zu Suizidalit&#228;t) auftraten und die versprochenen Aussichten auf „Heilung&#8221; entt&#228;uscht wurden.F&#252;r therapeutische Hilfen aus dem Bereich der so genannten affirmativen Therapien konnte dagegen ein Nutzen im Sinne einer geringeren Anf&#228;lligkeit bez&#252;glich psychischer Erkrankungen nachgewiesen werden. Bei diesem Ansatz geht es um die unterst&#252;tzende therapeutische Begleitung der Entwicklung der sexuellen Identit&#228;t, die Integration der sexuellen Orientierung in das Selbstbild und die St&#228;rkung des Selbstwertgef&#252;hls des Klienten.Wenn so genannte Konversionstherapien durch Organisationen oder Gruppierungen angeboten und beworben werden, so k&#246;nnen hier unterschiedliche, meist religi&#246;se oder weltanschauliche Motive eine Rolle spielen, die sich einem empirisch-wissenschaftlichen Ansatz entziehen.&#8221;</li>
<li>Mit breiter Unterst&#252;tzung <a href="http://www.medrum.de/?q=node/2448">wehrt sich eine Initiative &#8220;F&#252;r Freiheit und Selbstbestimmung&#8221; gegen die Proteste</a> gegen den Marburger Kongress. Niemand bestreite die W&#252;rde homosexueller Menschen, dennoch sei Homosexualit&#228;t mit einem hohen Risiko psychischer und physischer Erkrankungen verbunden und daher m&#252;sste auch suchenden Hilfe angeboten werden. Leider gehen die Verfasser nicht weiter darauf ein, dass eine immer noch viel zu oft diskriminierte Minderheit, die an einem nat&#252;rlichen und freien Ausleben ihrer Identit&#228;t gehindert wird, rein logisch nicht die gleichen Risikofaktoren f&#252;r Krankheiten haben kann, die auch durch gesellschaftlichen Druck entstehen k&#246;nnen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der AStA und das StuPa der Universit&#228;t Trier <a href="http://www.lsvd.de/611+M58ba6f7a857.0.html">fordern die Veranstalter, die Universit&#228;t und die Stadt Marburg auf</a>, sich deutlich von homophoben Positionen zu distanzieren und die entsprechenden Personen auszuladen. Sie zitieren Rosa von Praunheim: &#8220;Nicht der (die) Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er (sie) lebt.&#8221;</li>
</ul>
<p><em>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/parka/2840132308/sizes/o/">flickr Señor Bohnke</a></em></p>
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