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	<title>Homo Politicus &#187; Internet</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Die Hessenpartei und ihre Ostereier</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 09:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Peter Beuth]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Paukenschlag wollte die hessische CDU zum Vorreiter in der hiesigen politischen Internetbespielung werden. <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/1/start/index.html">Eine neue Seite</a> wurde pr&#228;sentiert, die wirklich gestalterisch ein gewaltiger Sprung nach vorne ist.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Paukenschlag wollte die hessische CDU zum Vorreiter in der hiesigen politischen Internetbespielung werden. <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/1/start/index.html">Eine neue Seite</a> wurde pr&#228;sentiert, die wirklich gestalterisch ein gewaltiger Sprung nach vorne ist. Eine gro&#223;e Bilderb&#252;hne pr&#228;gt die neue Startseite und die dort platzierten Motive werden wohl nicht immer so albern aussehen wie zu Ostern. Auch weiter pr&#228;sentiert sich die Seite aufger&#228;umt, die Textw&#252;sten der vergangenen Jahre scheinen nun auch bei der Hessen-CDU out zu sein. Die Seiten f&#252;r Programme und K&#246;pfe wurden wie wild zusammengestrichen und verkleinert und sind daher richtig gut zu lesen.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cdu_lv.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5538" title="cdu_lv" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cdu_lv-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cduhessen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5539" title="cduhessen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/cduhessen-300x236.jpg" alt="" width="300" height="236" /></a></p>
<p>Bei der Gestaltung selbst f&#228;llt sicherlich die Frische auf, alles wirkt  lebendiger und entstaubter, mindestens 20 Jahre j&#252;nger. Die neue  Internetseite scheint sozusagen das &#8220;Peter Beuth&#8221;-Projekt zu sein. Aber  bei einer so gro&#223;en Verj&#252;ngung bleibt manchesmal die Identit&#228;t mit auf  der Strecke &#8211; da muss das Design von Plakaten, Faltbl&#228;ttern und  Dutzenden anderer Ver&#246;ffentlichungen der hessischen CDU erstmal  nachziehen. Sonst bleibt es nur bei den Ank&#252;ndigungen, <a href="http://www.hessen-partei.de/inhalte/2/aktuelles/136/interview_mit_peter_beuth_die_cdu_hessen_wird_vorreiter_im_internet/index.html">&#8220;Vorreiter  in Sachen Politik und Netz zu werden&#8221;</a> (Beuth). Dazu geh&#246;rt &#252;brigens auch ein neuer Werkzeugkasten namens &#8220;<a href="http://www.eine-partei-ein-netzwerk.de/">Eine Partei ein Netzwerk</a>&#8220;, dessen inhaltlich luftleerer Name ebenso wenig &#252;ber seine Funktion aufkl&#228;ren kann wie sein Internetauftritt. Homepage-Baukasten sind doch wohl nicht der Gipfel neuer Politikwerkzeuge im Internet?</p>
<p>Den gro&#223;artigen Auftritt jedenfalls ruinierte sich die hessische CDU gleich selbst &#8211; mit dem &#246;sterlichen &#8220;Schwulengate&#8221;. Pitt von Bebenburg <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=2511134&amp;">berichtet in der FR</a>:</p>
<blockquote>
<div id="absatz1">Ein Osterhase begr&#252;&#223;t die Nutzer der neuen  CDU-Homepage und lehnt l&#228;ssig an einem Osterei. Generalsekret&#228;r Peter  Beuth sagte zum Start des Projekts: &#8220;Wir haben uns ganz unbescheiden  vorgenommen, Vorreiter in Sachen Politik im Netz zu werden.&#8221; Doch mit  ihrem neuen Internet-Auftritt legte sich die Partei erst einmal selbst  ein Ei ins Nest.</div>
<p>Die organisierten Lesben und Schwulen in der CDU &#228;rgerten sich &#252;ber die  neue Homepage. Ihr Verband, die LSU (&#8220;Lesben und Schwule in der Union&#8221;),  war zun&#228;chst nicht mehr aufgef&#252;hrt. Am Dienstag wurde das nachgeholt.</p></blockquote>
<p>Doch damit nicht genug, der Opposition war auch ein Weiteres ein Dorn im Auge. Kai Klose <a href="http://twitter.com/Kai_Klose/status/11694353733">schrieb auf  Twitter</a>:</p>
<blockquote><p>Bei Hessens Union  herrschen Staatspartei-All&#252;ren wie weiland in der DDR: <a rel="nofollow" href="http://www.hessen-partei.de/" target="_blank">www.hessen-partei.de</a> <a title="#hlt" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23hlt">#hlt</a> <a title="#cdu" rel="nofollow" href="http://twitter.com/search?q=%23cdu">#cdu</a></p></blockquote>
<p>Und in der Tat scheint die babylonische Domain-Verwirrung immer noch ein politisches Alleinstellunsgmerkmal zu sein. W&#228;hrend die SPD im vergangenen Bundestagswahlkampf mit ann&#228;hernd 20 Domains f&#252;r alle m&#246;glichen und unm&#246;glichen Anl&#228;ssen protzen wollte, schafft die hessische CDU ganz ohne Not eine weitere Domain. Ob man in Zukunft die bayerisch anmutende Hybris, sich als einzige Partei des ganzen Landes zu sehen, gar f&#252;r Werbekampagnen benutzen m&#246;chte, oder ob man nur die Serverlandschaft nicht mit einem gro&#223;en Ruck umstellen wollte &#8211; er h&#228;tte gl&#252;cklicher laufen k&#246;nnen, der Relaunch von cdu-hessen.de.</p>
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		<title>Medienzukunft auf Abruf</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 17:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Kavka]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das Internet wird das Fernsehen abl&#246;sen, wenn auch nicht in den n&#228;chsten drei bis vier Jahren“ sagte Markus Kavka am Montag auf einer Soirée der NRW School of Governance. Eine steile These eines Mannes, der mit dem Fernsehen ber&#252;hmt und inzwischen zum Grenzg&#228;nger der Medienwelten geworden ist. F&#252;r MySpace moderiert er im Netz, das ZDF l&#228;sst sich von ihm das Internet in die Mattscheibe tragen. Auch die Zukunft der Zeitungen sieht Kavka nicht im alten Format: „In zehn Jahren wird es keine gedruckten Tageszeitungen mehr geben.“ Man muss sich nur die Diskussionen der vergangenen Wochen ansehen... <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/12/09/medienzukunft-auf-abruf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Das Internet wird das Fernsehen abl&#246;sen, wenn auch nicht in den n&#228;chsten drei bis vier Jahren“ <a href="http://twitter.com/malte_politicus/status/6438493636">sagte Markus Kavka</a> am Montag auf einer Soirée der NRW School of Governance. Eine steile These eines Mannes, der mit dem Fernsehen ber&#252;hmt und inzwischen zum Grenzg&#228;nger der Medienwelten geworden ist. F&#252;r MySpace moderiert er im Netz, das ZDF l&#228;sst sich von ihm das Internet in die Mattscheibe tragen.</strong></p>
<p>Auch die Zukunft der <a href="http://twitter.com/malte_politicus/status/6439102686">Zeitungen sieht Kavka</a> nicht im alten Format: „In zehn Jahren wird es keine gedruckten Tageszeitungen mehr geben.“ Man muss sich nur die Diskussionen der vergangenen Wochen ansehen, um ihn nicht mehr als Solisten zu sehen. Der Internet-Chor besingt gemeinsam das noch nicht einmal vorgestellte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ntyXvLnxyXk&amp;feature=player_embedded">iTablet</a> von Apple. Auf Carta schreibt Wolfgang Michal: „Das iTablet k&#246;nnte das definitive Ende des Gutenberg-Zeitalters bedeuten.“ Ulrike Langer verweist in ihren Medienlinks auf den &#246;sterreichischen Journalisten Georg Holzer, der im kommenden Jahr <a href="http://www.georgholzer.at/blog/2009/12/03/die-zukunft-von-printmedien/">ein ehrgeiziges Projekt</a> starten will, das eindeutig inspiriert ist von der Vision des Internettabletts als neuem Medientr&#228;ger. Eine „Tageszeitung f&#252;r die digitale Wissensgesellschaft“ will er herausgeben und damit das „Beste aus digitaler und analoger Welt“ vereinen.</p>
<h2>Internet die bessere Zeitung?</h2>
<p>In der Tat bietet ein multimediales Tablett spannende Perspektiven f&#252;r das Format Zeitung. Aktueller w&#228;re man allemal, denn die Nachrichten auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit w&#228;ren nicht die Nachrichten vom Vorabend, sondern k&#228;men frisch aus den Redaktionen. Dazu k&#246;nnte man gleich die schon entstanden Diskussion der anderen Zeitungsleser verfolgen, die sich unaufdringlich aber einfach zu erreichen am rechten Rand des breiten Bildschirms aufreiht. &#220;ber Verweise und Links k&#246;nnte man Hintergrundinformationen zum Artikel bekommen oder sich die urspr&#252;nglichen Quellen ansehen. Der Blick zum weiteren Angebot des Anbieters w&#228;re ohnehin nur einen Fingerdruck entfernt.</p>
<p>Irgendwie kommt man nicht um den Gedanken herum, dass die M&#246;glichkeiten des Internettabletts gar nichts so neues sein k&#246;nnen. Links und Diskussionen gibt es schon auf jeder besseren Zeitungsseite im Netz, auf Blogs geh&#246;ren sie schlicht zum guten Ton. Und auch das in der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ntyXvLnxyXk&amp;feature=player_embedded">Vorf&#252;hrung von SportsIllustrated</a> so faszinierend umgesetzte multimediale Erlebnis mit Videos und Statistiken, erkl&#228;renden Grafiken und Illustrationen, lie&#223;e sich bereits heute im Internet umsetzen. Doch verwirklicht wird es kaum.</p>
<h2>Sind Tablet-PCs die Zukunft?</h2>
<p>Einen gro&#223;en, fast unsch&#228;tzbaren Vorteil b&#246;te das Tablett jedoch in der Zug&#228;nglichkeit von Informationen. Es k&#246;nnte gewisserma&#223;en die Informationsf&#252;lle des Internets mit optischen Anleihen bei den bekannten gedruckten Magazinen aufbereiten und durch Multimedia aufwerten. Nicht zu vergessen die hardwareseitigen Gewinne des extrem handlichen und leichten iTablets. Mit 10 Zoll soll es fast so breit sein wie ein DIN A4 gro&#223;er Briefbogen. Doch ob das wirklich reicht f&#252;r eine massenhafte Verbreitung? Immerhin hat eine herk&#246;mmliche Zeitung keinen Akku, der wom&#246;glich nach 4-5 Stunden intensiver Nutzung aufgibt. Eine Zeitung kann man zusammenfalten und in die Aktentasche oder in den Mantel stecken, sie kann herunter fallen und nicht zerbrechen. Man kann auf dem Fr&#252;hst&#252;ckstisch Marmelade und in der Garage Motor&#246;l darauf verteilen, ohne ein kleines Verm&#246;gen zu verlieren.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/appletv.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-4975" title="appletv" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/appletv-300x124.jpg" alt="appletv" width="300" height="124" /></a></p>
<p>Etwas einfacher scheint da der Weg f&#252;r eine Abl&#246;sung des ausgestrahlten Fernsehens zu sein. Schon heute gibt es Ger&#228;te wie das <a href="http://www.apple.com/de/appletv/">Apple TV</a>, &#252;ber das man Filme und Musik herunterladen und genie&#223;en kann. Auch hochger&#252;stete Spielekonsolen bieten Zug&#228;nge zu Filmportalen im Netz an und sind nicht weit vom neuen Herzst&#252;ck des heimischen Fernseherlebnis entfernt. Denn bei diesen Ger&#228;ten wurde einfache Bedienung (und funktionierende Bezahlmodelle) in eine Technikumgebung eingepasst, die sich problemlos mit dem digitalen Zuhause versteht.</p>
<p>Um aber das Fernsehprogramm &#252;ber Satellit, Kabel und Antenne wirklich abl&#246;sen zu k&#246;nnen, fehlt noch ein wenig Anpassung an die allt&#228;glichen Sehgewohnheiten. Es fehlt eine plattform&#252;bergreifende L&#246;sung f&#252;r Live-Sendungen wie das omnipr&#228;sente Wetten dass..? oder das sonntagabendliche kollektive Tatort-Erlebnis. Auch die im Fernsehen oft so primitiv gel&#246;ste Interaktivit&#228;t &#252;ber Anrufe beim Sender ist noch nicht ausreichend im Netz abgebildet.</p>
<h2>Was bietet das Internet f&#252;rs Fernsehen?</h2>
<p>V&#246;llig fehlen aber die eigentlichen, netzspezifischen Vorteile einer kreativen Multimediaplattform f&#252;r das Wohnzimmer. W&#228;hrend das neue heute-Studio des ZDF schon mit beeindruckenden bis be&#228;ngstigenden Animationen wirbt, l&#228;sst sich in keiner Nachrichtensendung von Hand Zusatzmaterial ausw&#228;hlen oder bestimmte Abschnitte &#252;berspringen.</p>
<p>Wer vermag zu sagen, wie lange gewisse Entwicklungen noch auf sich warten lassen. W&#228;hrend beim TV nur noch ein wenig Programmierarbeit zu fehlen scheint, ist es doch gerade die einheitliche oder verbindende Plattform, die eine gro&#223;e H&#252;rde darstellt. Im Zeitungsbereich brechen gerade Neuentwicklungen auf, die gro&#223;e Revolution einzul&#228;uten. Doch auch hier wird noch viel Arbeit n&#246;tig sein.</p>
<p>Man kann den Medienh&#228;usern nur mit auf den Weg geben, den Weg ins Internet auch im Einklang mit den Interessen der Leser und Zuschauer zu beschreiten. SportsIllustrated beispielsweise baut in ihrem Demonstrationsfilm eine Funktion ein, mit der man als Leser beliebige Inhalte an seine Freunde und Bekannte in sozialen Netzwerken wie Facebook weitergeben kann. Georg Holzer m&#246;chte ebenfalls seine Inhalte von den Lesern weitergegeben sehen und verzichtet daher auf ein Rechtemanagement mit DRM.</p>
<p>Holzer kalkuliert &#252;brigens dennoch mit einem eintr&#228;glichen Gesch&#228;ftsmodell, denn soziale Verkn&#252;pfungen und Bezahlmodelle m&#252;ssen sich nicht ausschlie&#223;en – weder bei der Zeitung noch beim Fernsehen der Zukunft.</p>
<h2>Medienzukunft auf Abruf</h2>
<p>Hat Markus Kavka also recht? Klar ist, dass das Internet mit einiger Entwicklungsarbeit durchaus das heimische TV-Ger&#228;t ebenso ersetzen kann wie die allt&#228;gliche Zeitungslekt&#252;re. Doch es ist ebenso klar, dass die Leser und Zuschauer nur ungern ihre Gewohnheiten ver&#228;ndern werden, wenn sie viele Nachteile davontragen. Erst wenn die Ver&#228;nderung wenig Nachteile aber umso mehr Vorteile mit sich bringt, wird diese Medienrevolution stattfinden. Es scheint, als l&#228;ge Kavka mit seinen 10 Jahren dabei gar nicht so schlecht.</p>
<p><em>Bilder: Screenshots <a href="http://www.apple.com/de/appletv/">Apple</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ntyXvLnxyXk&amp;feature=player_embedded">YouTube</a></em></p>
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		<title>Einmal Zukunft und zur&#252;ck</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 14:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[dana boyd]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits nach dem ersten Tag des <a href="http://personaldemocracy.com/pdf-conference/personal-democracy-forum-conference">Personal Democracy Forum</a> („Technology is changing politics“) muss man sich als deutscher Konferenzteilnehmer mit der Frage auseinandersetzen, was bei uns derzeit alles falsch&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits nach dem ersten Tag des <a href="http://personaldemocracy.com/pdf-conference/personal-democracy-forum-conference">Personal Democracy Forum</a> („Technology is changing politics“) muss man sich als deutscher Konferenzteilnehmer mit der Frage auseinandersetzen, was bei uns derzeit alles falsch l&#228;uft.</p>
<p>Schon in der Begr&#252;&#223;ungsrede rief Andrew Rasiej die Regierungen auf, entschieden gegen eine Zensur im Internet zu arbeiten. Mehrfach griffen auch andere Redner das Thema auf und teilten bewusst Seitenhiebe nach Europa aus. Gemeint war damit sicherlich auch Deutschland, das derzeit gef&#228;hrlich Entwicklungen in dem Gebiet zeigt. Vielen Referenten und Teilnehmern scheint es aber auch nicht bewusst zu sein, welche Netzpolitik zur Zeit in Deutschland gemacht wird.</p>
<p>dana boyd stellt sich gar nicht mehr die Frage, ob jemand &#252;berhaupt Social Network Sites benutzt, sonder nur noch um die Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot von MySpace bis Facebook.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/06/MpGYKzMLupb9iplpIl8AmqYDo1_500.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-full wp-image-3785" title="MpGYKzMLupb9iplpIl8AmqYDo1_500" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/06/MpGYKzMLupb9iplpIl8AmqYDo1_500.jpg" alt="MpGYKzMLupb9iplpIl8AmqYDo1_500" width="450" height="300" /></a></p>
<p>boyd, die genauso wie die beiden anderen Hauptacts des heutigen Tages Jeff Javis und David Weinberger ihr K&#246;nnen als Rednerin bewies, sprach deshalb zum Thema <strong>„Zweiklassengesellschaft in Social Network Sites“ </strong>anhand der beiden Plattformen Facebook und MySpace. Sie betonte innerhalb ihres Vortrages inbesondere, dass es<strong> keine &#8220;universelle Online&#246;ffentlichkeit&#8221;</strong> gibt. Die Ursache daf&#252;r kann in der r&#228;umlichen Trennung der Social Network Sites gesehen werden. W&#228;hrend es bei der Email-Kommunikation egal ist, ob Freunde und Bekannte &#252;ber Hotmail oder Yahoo miteinander kommunizieren entstehen durch Social Network Sites in den meisten F&#228;llen r&#228;umlich von einander abgeschnittene Communitys. F&#252;r Deutschland besonders interessant: In diesem Gedankengang wird die vielfach postulierte „Netzcommunity&#8221; wiederlegt.</p>
<p>F&#252;r die Konferenzteilnehmer nett war nat&#252;rlich auch die Rede von New Yorks <strong>B&#252;rgermeister Michael Bloomberg</strong>, der &#252;ber Skype ins Auditorium geschaltet war und von Andrew Rasiej interviewt wurde.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5379838&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5379838&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>So plauderten beide &#252;ber<strong> Iphone-Apps f&#252;r Einwohner und Touristen</strong> und auch eine Verbindungsunterbrechung wurde v&#246;llig problemlos und locker von den Gespr&#228;chspartnern hingenommen. Insgesamt fiel vor allem auf, dass Bloomberg als B&#252;rgermeister wei&#223; wovon er spricht und niemand dies f&#252;r eine Besonderheit, sondern vielmehr f&#252;r selbstverst&#228;ndlich hielt.</p>
<p>Den Rest des Tages f&#252;llten etliche weitere Sessions, die viele neue Erkenntnisse brachten. Doch erst der letzte Programmpunkt, verschiedene thematische Brainstormings, verdeutlichten endg&#252;ltig den Unterschied zwischen US-amerikanischer und deutscher Netzpolitik. Zusammen mit vier weiteren Teilnehmern wurden Ideen zum Thema „international politics“ ausgetauscht. Und w&#228;hrend in Deutschland derzeit verzweifelt alles daran gesetzt wird, Politiker und B&#252;rger &#252;ber das Internet in Kontakt zu bringen, ist dieser Schritt in den USA schon Schnee von gestern. Vielmehr &#252;berlegt man den Schritt weiter, wie<strong> Netzkommunikation zwischen verschiedenen Regierungen</strong> und noch viel spannender <strong>zwischen Regierungen und einer ausl&#228;ndischen Bev&#246;lkerung</strong> m&#246;glich werden. Ein konkretes Beispiel w&#228;re, wie man es erm&#246;glichen k&#246;nnte, dass die deutsche Bev&#246;lkerung mit der US-amerikanischen Regierung kommuniziert? Eine f&#252;r uns Deutsche wahnwitzig klingende Idee, die hier v&#246;llig ernsthaft diskutiert wird.</p>
<p>Wenn es danach geht, scheinen wir in Deutschland noch mitten in der Steinzeit zu stecken und erst langsam das Werkzeug zu entdecken, w&#228;hrend in den Vereinigten Staaten mit dem weiterentwickelten Werkzeug inzwischen Eisen bearbeitet wird. W&#228;hrend man in Deutschland immer wieder Barack Obama und seinen Internetwahlkampf  wie eine Monstranz vor sich her tr&#228;gt, zeigte sich bereits am ersten Konferenzkonferenztag das wahre Interesse der deutschen Parteien an dem Thema. Denn die deutschen Teilnehmer lassen sich mit Leichtigkeit an einer Hand abz&#228;hlen.  Nachdem Joe Rospers (Obama &#8217;08) mit der Frage „<span><span>How many republicans are here today?</span></span>“ und nur wenigen Meldungen die Lacher auf seiner Seite hatte, m&#252;sste man die Frage auch nach der Anzahl der deutschen Teilnehmer stellen bzw. noch besser der deutschen Parteimitarbeiter. Denn nirendwo w&#252;rden sich so viele Tipps und Ideen sammeln lassen wie direkt vor Ort, aber die deutsche Parteielite ist derweil allen Anschein noch damit besch&#228;ftigt, das Netz zu filtern und Blogger zu verklagen.</p>
<p>Brave old world…</p>
<p><em>Bild: flickr <strong><a title="Link to Phil Hawksworth's photostream" rel="dc:creator cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/philhawksworth/"><strong>Phil Hawksworth</strong></a></strong></em></p>
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		<title>Zwei Wochen nach der Hessenwahl</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 14:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kordula Schulz-Asche]]></category>
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		<category><![CDATA[Thorsten Schäfer-Gümbel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahllokale sind schon eine Weile geschlossen und die vor Kraft strotzende FDP hat der CDU immerhin 3 ganze Ministerien abgerungen. Die Amtstr&#228;ger aller Parteien waren nach den Wahlen vollauf besch&#228;ftigt. Die Einen mussten in wohl eher freundschaftlichen Verhandlungen einen Koalitionsvertrag vereinbaren, die Anderen ihre mehr oder minder gro&#223;en Wahlerfolge verarbeiten. Bleibt da noch Zeit f&#252;r das Stiefkind Internet? Was ist nach dem ersten Onlinewahlkampf 2009 noch zu sehen, wer nutzt die neuen M&#246;glichkeiten auch &#252;ber den Wahlkampf hinaus? <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/02/01/zwei-wochen-nach-der-hessenwahl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wahllokale sind schon eine Weile geschlossen und die vor Kraft strotzende FDP hat der CDU immerhin 3 ganze Ministerien abgerungen. Die Amtstr&#228;ger aller Parteien waren nach den Wahlen vollauf besch&#228;ftigt. Die Einen mussten in wohl eher freundschaftlichen Verhandlungen einen Koalitionsvertrag vereinbaren, die Anderen ihre mehr oder minder gro&#223;en Wahlerfolge verarbeiten. Bleibt da noch Zeit f&#252;r das Stiefkind Internet? Was ist nach dem ersten Onlinewahlkampf 2009 noch zu sehen, wer nutzt die neuen M&#246;glichkeiten auch &#252;ber den Wahlkampf hinaus?</strong></p>
<p>Am Wahlabend selbst machte sich f&#252;r Netzaffine W&#228;hler der erste Unmut breit angesichts der offensichtlichen Priorit&#228;tenverschiebung unter Zeitdruck: Keinerlei Stellungnahmen oder Jubeleien auf den offiziellen Internetauftritten der Parteien. Man war wohl noch zu besch&#228;ftigt, je nach Ergebnis betreten oder euphorisch in die Kameras der &#252;berm&#228;chtigen alten Medienlandschaft zu schauen.</p>
<p>Eine Haltung, die offensichtlich nicht mal nur mit dem Zeitdruck, sondern mit einer bin&#228;ren Notwendigkeitsdefinition zusammen h&#228;ngt. Entweder es ist Wahlkampf, dann tun wir aber bittesch&#246;n mal was im Internet. Muss man ja auch mittlerweile, das allgegenw&#228;rtige Mantra des Barack Obama verpflichtet geradezu. Und dann gibt es da die Zeit nach der Wahl, in der man sich offensichtlich eher &#252;ber das errungene Landtagsmandat und die m&#246;glicherweise im Vergleich zu vorherigen Bez&#252;gen &#252;ppigen Sal&#228;re Gedanken macht. Bestes Beispiel sind mal wieder die im hessischen Internetwahlkampf 2009 eher gl&#252;cklos agierenden Gr&#252;nen, auf deren eigens geschalteter Programmseite &#8220;<a href="http://www.jetztabergruen.de/">Jetzt aber Gr&#252;n</a>&#8221; noch immer zur Wahl aufgerufen und mit Pressemitteilungen vom 17. Januar informiert wird.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/bildschirmfoto-2009-01-31-23-14-47.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3260" title="bildschirmfoto-2009-01-31-23-14-47" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/bildschirmfoto-2009-01-31-23-14-47-300x169.jpg" alt="bildschirmfoto-2009-01-31-23-14-47" width="300" height="169" /></a>Scheinbar glaubt man den Wahlkampfauftritt im Internet schon vergessen zu haben, sobald man die Umleitung der Domain <a href="http://www.gruene-hessen.de">www.gruene-hessen.de</a> auf diese wieder gel&#246;scht hatte. Immerhin, auf der offiziellen Seite bedanken sich die Gr&#252;nen bei den W&#228;hlerinnen und W&#228;hlern und geloben einen konsequenten Einsatz f&#252;r gr&#252;ne Inhalte.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/bildschirmfoto-2009-01-31-23-37-29.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3261" title="bildschirmfoto-2009-01-31-23-37-29" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/bildschirmfoto-2009-01-31-23-37-29-300x169.jpg" alt="bildschirmfoto-2009-01-31-23-37-29" width="300" height="169" /></a>Dabei macht die gr&#252;ne Spitzenkandidatin Kordula Schulz-Asche mit ihrem engagiert genutzten <a href="http://twitter.com/K_SA">Twitter-Account</a> vor, dass auch Gr&#252;ne in Hessen verstehen k&#246;nnen, wie das Internet auch nach der Wahl genutzt werden kann. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten kommuniziert sie mittlerweile &#8211; in &#252;ber 100 Tweets allein nach der Wahl &#8211; wie losgel&#246;st mit den verschiedensten Lesern. Auch wenn ihr sp&#228;t im Wahlkampf dazu gekommenes <a href="http://schulzasche.wordpress.com/">Blog</a> dem noch etwas hinterher hinkt (letzte Aktualisierung am 20. Januar), so viel Kontinuit&#228;t &#252;ber Wahlkampfzeiten hinaus macht Hoffnung auf mehr.</p>
<h2>Von Twittergates und Koalitionsvereinbarungen</h2>
<p>Auch der prominenteste <a href="http://twitter.com/tsghessen">Hessenpolitik-Twitterer Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel</a> ist nach der Wahl aktiv, kommt aber weder bei Authentizit&#228;t noch bei der Nachrichtenzahl an die gr&#252;ne Schulz-Asche heran. In den letzten Tagen leistete er sich gar <a href="http://netzpolitik.org/2009/wenn-politiker-mit-ghostwriter-twittern/">einen kleinen Faux-pas</a>, der Diskussionen &#252;ber die Beteiligung der Online-Agentur aufkommen lies. Ob man nun der hastigen Richtigstellung und den Besserungsgelobnissen f&#252;r klarere Kennzeichnung folgt oder nicht, es zeigt sich mal wieder, wie empfindlich die Web- und vor allem Twittergemeinde bei der Glaubw&#252;rdigkeit von Netzpolitikern ist. Dieses &#8216;Twittergate&#8217; wird wohl auch ein Gespr&#228;chsthema bei der <a href="http://twitter.com/tsghessen/status/1151517982">Essenseinladung</a> sein, die TSG als etwas konstruiert wirkende Marketingaktion seinem 2014. Follower versprach. Die gl&#252;ckliche Gewinnerin Birgit Hoff wird als <a href="http://twitter.com/EmmaPeel_">EmmaPeel_</a> hoffentlich von dem Treffen berichten.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/bildschirmfoto-2009-02-01-00-21-49.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3262" title="bildschirmfoto-2009-02-01-00-21-49" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/02/bildschirmfoto-2009-02-01-00-21-49-300x169.jpg" alt="bildschirmfoto-2009-02-01-00-21-49" width="300" height="169" /></a>Ein Glaubw&#252;rdigkeitsproblem wie das des Sch&#228;fer-G&#252;mbel kam bei den CDU-Twitterern gar nicht erst auf, da man den Internetwahlkampf in der Landesgesch&#228;ftsstelle gleich komplett an das jungdynamische <a href="http://twitter.com/webcamp09">webcamp09</a> auslagerte. Vermuten k&#246;nnte man nun, dass die Jugendlichen auch nach der Wahl noch gen&#252;gend Zeit haben, eine wie auch immer geartete Nachberichterstattung zu liefern. Diese Erwartung wird allerdings nur in Ans&#228;tzen erf&#252;llt, was wohl auch an der eben nicht mehr ganz so gro&#223;en Zahl von Beteiligten liegen mag. Die Restbelegschaft des webcamp hat sich nach eigenen Aussagen dann doch lieber zum Feiern frei genommen, das scheinbar einige Tage Nachwirkungen aufzuweisen hatte. Zur <a href="http://www.webcamp09.de/2009/01/30/koalitionsvereinbarung/">Koalitionsvereinbarung ist das webcamp09</a> nun aber wieder da und man darf gespannt sein, wie die Mannschaft den Schritt vom Wahlkampfvehikel zum Organ der Regierungsfraktion meistert.</p>
<h2>Hoffnung auf mehr</h2>
<p>So d&#252;rftig das politische Engagement im Internet nach der Wahl auch aussehen mag, gemessen an der Ausgangslage ist es in jedem Fall erfreulich. Dass Kordula Schulz-Asche und Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel weiter twittern, war m&#246;glicherweise zu erwarten &#8211; aber keineswegs als sicher zu betrachten. Wie der gesamte vergangene Internetwahlkampf in Hessen ist auch die post-campaigning Nutzung des Webs durch die bekannten Akteure nur ein Anfang, zeigt aber auch die ein oder andere erfreuliche &#220;berraschung. Vielleicht wird ja das webcamp09 nach seiner nun anstehenden Rollenfindung eine solche werden.</p>
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		<title>Das Netz hat gew&#228;hlt</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 01:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl im Web]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Ma&#223;st&#228;ben der sonst so kritischen Twitter-Gemeinde war die R&#252;ckmeldung zur Sendung „Wahl im Web“ des ZDF schon &#252;berw&#228;ltigend gut. Etwas mehr als zweieinhalb Stunden hatte Markus Kavka mit… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/01/19/das-netz-hat-gewaehlt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-58-33.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3202" title="01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-58-33" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-58-33-300x168.jpg" alt="01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-58-33" width="300" height="168" /></a>In den Ma&#223;st&#228;ben der sonst so kritischen Twitter-Gemeinde war die R&#252;ckmeldung zur Sendung „Wahl im Web“ des ZDF schon &#252;berw&#228;ltigend gut. Etwas mehr als zweieinhalb Stunden hatte Markus Kavka mit Unterst&#252;tzung durch sein Team aus Wissenschaftlern und Studenten von den Nebenwirkungen der Landtagswahl im Internet berichtet. </strong></p>
<p>Zwischen den sehr positiv aufgenommenen Analysen des ZDF-Hauswissenschaftlers Professor Korte und den Hintergrundinformationen des Lokalmatadors und Netzpolitikexperten Dr. Bieber bestimmte tats&#228;chlich das Online-Geschehen die Sendung. Auf neudeutsch „Netzscouts“ titulierte Studenten beobachteten die Blogosph&#228;re, die Kurznachrichtenflut auf Twitter und das althergebrachte Fernsehprogramm und brachten ihre Erkenntnisse direkt und unmittelbar in die auf dem ZDF Infokanal und heute.de live &#252;bertragene Sendung ein.</p>
<p>Vor allem vor dem Hintergrund des noch taufrischen Sendeformats ist das Ergebnis durchaus vorzeigenswert. Im vergangenen Jahr hie&#223; es noch „Kleber statt Kavka“ und berichtet wurde nicht von der Landtagswahl in Hessen, sondern von der amerikanischen Pr&#228;sidentschaftswahl. Die Kulisse der Sendung war aber auch da schon &#228;hnlich, man sendete in beengter Atmosph&#228;re aus der Cafeteria der American University in Washington. Etwas gro&#223;z&#252;giger waren die Platzverh&#228;ltnisse am Zentrum f&#252;r Medien und Interaktivit&#228;t in Gie&#223;en dann schon und so hatte man auch Platz f&#252;r mehr Zuschauer – was der Sendung stark zu Gute kam.</p>
<p>F&#252;r viele unerwartet kam die Masse an Informationen, die haupts&#228;chlich &#252;ber den Kurznachrichtendienst Twitter auf die Beobachter hereinbrach. Mehrere hundert Nachrichten sammelten sich innerhalb weniger Stunden an und offenbarten somit gleich ein bestimmendes Problem der Sendung, n&#228;mlich den kontinuierlich herein kommenden Meldungen Herr zu werden und sie aktuell und relevant in das Format zu integrieren. Dem gegen&#252;ber stand eine schon fast bemitleidenswerte Unterbesch&#228;ftigung der Netzscouts, die die Blogosph&#228;re zu beobachten hatten – hier tat sich &#252;ber die ganze Zeit kaum nennenswertes.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-51-001.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3204" title="01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-51-001" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-51-001-300x168.jpg" alt="01-18_17-30-03_zdfinfokanal_wahl-im-web-01-19-01-51-001" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Einige Kritik mussten die Macher sich aus dem Internet gefallen lassen, wenn mal wieder ein wenig chaotisch zwischen dem ZDF-Hauptprogramm und den Netzbeobachtern auf dem ZDF Infokanal hin und her geschaltet wurde. Da blieb schon mal der Ton auf der Strecke oder gerade redende Experten mussten schnell unterbrochen werden. Warum man f&#252;r die Berliner Runde der Generalsekret&#228;re der gro&#223;en Parteien (und der CSU, seit wann tritt die eigentlich in Hessen an?) f&#252;r mehrere Minuten den Sender r&#228;umen musste, stie&#223; bei einigen Kommentatoren auf Unverst&#228;ndnis.</p>
<p>Markus Kavka als neuer Moderator dagegen hatte die Sympathie nicht nur des Saalpublikums ganz auf seiner Seite. Charmant und vor allem auch kompetent und interessiert dirigierte er den Live-Marathon f&#252;r alle Beteiligten, so dass sich keiner &#252;bergangen oder verloren vorkam. Nat&#252;rlich waren die zweieinhalb Stunden mit den verschiedensten Elementen nicht ausreichend, um jedem einzelnen vollauf gerecht zu werden. Die Mischung aber hat „Wahl im Web“ sehr ausgewogen hinbekommen.</p>
<p>Einen ambitionierten deutschen Neustart des auf die amerikanische Wahlen zugeschnitten Programms hat das ZDF also hingelegt, bleibt die Frage nach der Zukunft des Formats. Gerade zur kommenden Bundestagswahl wird sicherlich noch weitaus mehr Netzaktivit&#228;t nicht nur bei Parteien sondern eben auch bei den politischen Internetnutzern zu verzeichnen sein. Eine gute Gelegenheit f&#252;r die Mainzer, mit dem neuen Format eine dauerhafte Innovation in ihrem Wahlberichterstattungsprogramm zu etablieren. Aber auch die Europawahl und die Landtagswahlen k&#246;nnten sich f&#252;r eine Neuauflage des Formats anbieten.</p>
<p>Die Zuschauer w&#252;rde es sicherlich freuen, wenn dabei die Mannschaft die gleiche bliebe. Mit dem sich pudelwohl f&#252;hlenden Markus Kavka hat man den absolut richtigen Moderator gefunden, Parteienexperte Karl-Rudolf Korte schien die direkt &#252;ber das Internet hereinkommenden Fragen zu genie&#223;en und der Netzpolitik-Forscher Christoph Bieber k&#246;nnte ohnehin mehrere Stunden einer solchen Sendung mit seinen Erkl&#228;rungen f&#252;llen. Wir werden sehen, wie viel Mut zum Neuen auf dem Lerchenberg in Mainz zu finden ist.</p>
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		<title>Hessenwahlkampf 2.0 &#8211; Zweiter Blick ins Netz</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/01/15/hessenwahlkampf-20-zweiter-blick-ins-netz/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 01:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich schon vor zwei Wochen vorgesehen, schauen wir nun kurz vor der Hessenwahl am 18. Januar die Internetauftritte der Landesverb&#228;nde, Fraktionen und Spitzenkandidaten noch einmal genauer an. Gibt es Unterschiede… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/01/15/hessenwahlkampf-20-zweiter-blick-ins-netz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich schon vor zwei Wochen vorgesehen, schauen wir nun kurz vor der Hessenwahl am 18. Januar die Internetauftritte der Landesverb&#228;nde, Fraktionen und Spitzenkandidaten noch einmal genauer an. Gibt es Unterschiede zur ersten Untersuchung (<a style="font-size: 11px;" href="../2008/12/13/hessenwahlkampf-20-cdu/">CDU</a>, <a style="font-size: 11px;" href="../2008/12/13/hessenwahlkampf-20-spd/">SPD</a>, <a style="font-size: 11px;" href="../2008/12/13/hessenwahlkampf-20-fdp/">FDP</a>, <a style="font-size: 11px;" href="../2008/12/13/hessenwahlkampf-20-die-gruenen/">GR&#220;NE</a>, <a style="font-size: 11px;" href="../2008/12/13/hessenwahlkampf-20-die-linke/">LINKE</a>) und wurden Verbesserungen vorgenommen?<br />
</strong></p>
<h2>CDU</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015308.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3155" title="capture_15012009_015308" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015308-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015308" width="300" height="183" /></a></p>
<p>W&#228;hrend bei unserer letzten Analyse noch nichts von Wahlkampf auf den <a href="http://www.cdu-hessen.de/">Seiten der CDU</a> zu entdecken war, steckt man nun mitten drin. Bereits von auf der Startseite wird man von einem Pop-up mit dem Wahlkampfmotto „In Zeiten wie diesen“ begr&#252;&#223;t. Des Weiteren erwartet die Besucher ein Spendenaufruf und ein Link zum so genannten „webcamp09“, die wohl gr&#246;&#223;te &#220;berraschung im CDU Wahlkampf. Auch wenn sich am Design und der gesamten Gestaltung der Website nichts ge&#228;ndert hat, hat man zumindest Wahlkampfelemente eingebunden. Trotz allem wirkt die Seite weiterhin relativ statisch.</p>
<p>Auf der<a href="http://www.cdu-fraktion-hessen.de"> Website der Landtagsfraktion</a> hat sich, auch wenn man es kaum glauben kann, weiterhin nichts getan. Noch immer sucht man fast vergeblich nach Elementen, die auf den Wahlkampf hinweisen. Einzig und allein kleine Artikel zum Wahlkampf und zu den Meinungsumfragen sind zu finden.</p>
<p>Auch die <a href="http://www.roland-koch.de">Homepage von Roland Koch</a> zeigt Best&#228;ndigkeit und h&#228;lt am altbew&#228;hrten Design fest. Beim Inhalt sind leichte &#196;nderungen zu finden, auch wenn sie &#252;ber den bereits bekannten Podcast, das Landtagswahlprogramm (leider wie immer nur im .pdf-Format) und das neue Wahlkampftourtagebuch dann doch nicht hinaus gehen.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015312.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3156" title="capture_15012009_015312" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015312-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015312" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Eine wirkliche Neuerung ist jedoch das bereits erw&#228;hnte <a href="http://www.webcamp09.de">webcamp09</a>. Die CDU-Jugend bietet in einem eigenen Weblog vor allem Videos zu Wahlkampftour von Roland Koch und hat bereits mehrfach Videochats mit den Spitzenkandidaten angeboten. W&#228;hrend viele interessante Ideen von den &#8220;webcampern&#8221; umgesetzt wurden, wirkt der &#8220;Videodialog&#8221; von Roland Koch dann doch eher wie ein Witz, so bietet man den an einem Dialog interessierten usern, dann doch fast nichts anderes als ein Email-Formular. Anerkennen muss man jedoch, dass sie im Rahmen des Landtagswahlkampfes derzeit das gr&#246;&#223;te Videoangebot auf die Beine gestellt haben und von den wichtigsten CDU-Veranstaltungen einen live-stream anboten.</p>
<h2>SPD</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015419.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3157" title="capture_15012009_015419" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015419-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015419" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Auch auf der Webseite des <a href="http://www.spd-hessen.de">Landesverbandes der SPD</a> ist man nun endg&#252;ltig im Wahlkampf angekommen. Bereits auf der Startseite warten die neusten Kurzmeldungen sowie die aktuellen Radio- und Kinowahlwerbespots. Interessant ist vor allem die neu hinzugekommene Unterseite, die &#252;ber die Navigationsleiste zu erreichen ist und unter der Subdomain <a href="http://mitmachen.spd-hessen.de">mitmachen.spd-hessen.de</a> l&#228;uft. Unter der &#220;berschrift &#8220;Ich will helfen&#8230;&#8221; k&#246;nnen potentielle Unterst&#252;tzer dort bei der SPD-Kampagne unter anderem Buttons-, Flyer- oder T-Shirts bestellen oder sich allgemein als Interessenten melden. Auch neu ist die Unterseite <a href="spenden.spd-hessen.de">spenden.spd-hessen.de</a>, dort hat man die M&#246;glichkeit ohne komplizierte Umwege Betr&#228;ge zwischen 10€ und 1000€ f&#252;r den Wahlkampf zu spenden. Bereits <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/01/03/wahlkampf-offline/">von uns analysiert</a> wurde die M&#246;glichkeit der Plakatspende.</p>
<p>Ansonsten bleibt man auch hier beim alten Design und hat wenig ge&#228;ndert.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015438.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3158" title="capture_15012009_015438" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015438-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015438" width="300" height="183" /></a>Im Vergleich zur letzten Betrachtung ist auch die <a href="http://www.spd-fraktion-hessen.de/">Homepage der Landtagsfraktion</a> aktualiesiert worden. Bereits auf der Startseite sind die wichtigsten Informationen zu dem Spitzenkandidaten Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel zu finden.<br />
Wenig &#196;nderungen gab es hingegen auf der offiziellen <a href="http://www.schaefer-guembel.de/">Webseite von Sch&#228;fer-G&#252;mbel</a>. Zu seiner Verteidigung muss man jedoch hinzuf&#252;gen, dass die Seite bei der letzten Analyse, vor vier Wochen, als einzige auf dem neusten Stand war und bereits auf dem Wahlkampf einstimmte. Neu hinzugekommen sind jedoch in der Navigationsleiste die Weiterleitungen zu <a href="http://www.homopoliticus.de/2008/12/30/hessenwahlkampf-20-soziale-netzwerke/">meinVZ, Facebook, Wer kennt wen</a> und <a href="http://www.homopoliticus.de/2008/12/29/hessenwahlkampf-20-twitter/">Twitter</a>. Soziale Netzwerke, die er als einer der wenigen regelm&#228;&#223;ig und intensiv nutzt.</p>
<p>Die <a href="http://www.politikwechsel-in-hessen.de/">Unterst&#252;tzerseite f&#252;r Sch&#228;fer-G&#252;mbel</a> zeigt sich unver&#228;ndert, hat aber deutlich an Unterzeichnern gewonnen. W&#228;hrend es bei der letzten Analyse erst 689 Unterst&#252;tzerInnen waren, die sich auf politikwechsel-in-hessen.de zusammengefunden hatten, sind es mittlerweile bereits 1196.</p>
<h2>FDP</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015509.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3159" title="capture_15012009_015509" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015509-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015509" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Auf dem letzten Dr&#252;cker hat es die FDP noch geschafft, im Internet auf die anstehende Wahl einzugehen. W&#228;hrend lange Zeit davon wenig zu sehen war, kamen langsam und gem&#228;chlich einige Inhalte dazu und seit wenigen Tagen nun ist <a href="http://landtagswahl09.fdphessen.de/">das neue Design samt Counter online</a>. Das geradezu frische, neue Erscheinungsbild verschwindet aber beim ersten Klick, au&#223;er der Startseite erwartet den Besucher nicht viel neues. So f&#252;hren die f&#252;nf visualisierten Themenschwerpunkte am Ende der Seite doch wieder nur auf das alt bekannte &#8220;<a href="http://www.fdphessen.de/webcom/show_portal_content.php/_c-209/_lkm-191/i.html">FDP-Portal</a>&#8220;. Neu ist der Unterpunkt &#8220;<a href="http://www.fdphessen.de/webcom/show_article.php/_c-367/_nr-1/i.html">Spende</a>&#8220;, denn auch bei der FDP hat man mittlerweile die M&#246;glichkeit Online zu spenden. Hierf&#252;r hat die FDP den Onlinedienst &#8220;Paypal&#8221; hinzugezogen.</p>
<p>Landesverband und Landtagsfraktion teilen sich weiterhin eine Homepage, sind jedoch durch die Navigationsleiste von einander getrennt. W&#228;hrend auf der Seite des Landesverbandes Informationen zur Landtagswahl 2009 zu finden sind, sucht man diese auf der Webseite der Landtagsfraktion vergeblich.</p>
<p>Weiterhin sind wenig &#196;nderungen auf der <a href="http://www.joerg-uwe-hahn.de">Homepage des Spitzenkandidaten</a> zu finden. Man meint, alles wieder beim alten vorzufinden. Immerhin: Unter dem Men&#252;punkt &#8220;Politisch&#8221; versteckt sich nun die Unterkategorie &#8220;<a href="http://www.joerg-uwe-hahn.de/webcom/show_article.php/_c-460/i.html">Landtagswahl 2009</a>&#8220;, aber die dortzu findenden Informationen gehen &#252;ber einen Presseservice und Informationen zur Wahlkampftour nicht hinaus. Anscheinend erwartet man keine W&#228;hler auf der Webseite von J&#246;rg Uwe Hahn, ansonsten w&#252;rde man mit Informationen nicht in dieser Weise sparen.</p>
<h2>Gr&#252;ne</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015556.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3160" title="capture_15012009_015556" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015556-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015556" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Wer derzeit die alte Domain der Gr&#252;ne gruene-hessen.de besucht wird automatisch auf die neue Domain <a href="http://jetztabergruen.de/">jetztabergruen.de</a> weitergeleitet. Ingesamt hat sich hier in den letzten Wochen so einiges getan. Das Desgin wurde komplett &#252;berarbeitet und auch wenn es nicht jedem gefallen wird &#8211; &#252;ber Geschmack l&#228;sst sich bekanntlich streiten.</p>
<p>Positiv hervorzuheben ist die Navigationsleiste, die den Besucher auf die wichtigsten Men&#252;punkten f&#252;hrt.<br />
Sehr sch&#246;n ist auch, dass die Gr&#252;nen unter dem Punkt &#8220;Themen&#8221; die wichtigsten gr&#252;nen Wahlkampfthemen samt Ausz&#252;gen aus dem Wahlprogramm kurz zusammen gefasst haben. Vorbildlich, da bisher nur das 70Seiten umfassende Wahlprogramm im .pdf-Format verlinkt war. In Sachen Barrierefreiheit haben die Gr&#252;nen also nachgelegt. Weiterhin ist das Angebot sehr textlastig, wenig Visualisierungen lockern das Angebot auf. Sch&#246;n w&#228;ren verst&#228;ndlicherweise gerade bei den Wahlkampfthemen auch passende Bilder gewesen.</p>
<p>Keine &#196;nderungen, wie auch bei den andern Parteien, gibt es auf der <a href="http://www.gruene-fraktion-hessen.de">Homepage der Landtagsfraktion</a>. Wenige &#196;nderungen gibt es auf den ersten Blick auf der <a href="http://www.schulz-asche.de">Webseite von Kordula Schulz-Asche</a>. Doch dann fallen die neuen Buttons in der Navigationsleiste auf, die zu ihrem Videotagebuch, zu <a href="http://schulzasche.wordpress.com/">ihrem Blog</a>, zu Twitter, zu Wer kennt wen und zu Facebook f&#252;hren. Ein guter Ansatz allemal, aber leider so gut versteckt, dass sie den meisten Besuchern nicht auffallen werden.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015717.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3161" title="capture_15012009_015717" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015717-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015717" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Gro&#223;e Ver&#228;nderungen sind auf der <a href="http://www.tarek-al-wazir.de/">Website von Tarek Al-Wazir</a> zu verzeichnen. Bereits auf der Startseite gibt es eine gro&#223;e Flash-Grafik (die SPD w&#252;rde so etwas nun <a href="http://www.spd.de/de/aktuell/pressemitteilungen/2009/01/Neues-Internetportal-Relaunch-von-spdde.html">Multi-Content-Box</a> schimpfen) sowie mehrere You-Tube-Videos.</p>
<h2>Die Linke</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015757.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3162" title="capture_15012009_015757" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015757-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015757" width="300" height="183" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015812.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3163" title="capture_15012009_015812" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/capture_15012009_015812-300x183.jpg" alt="capture_15012009_015812" width="300" height="183" /></a></p>
<p>Im Zeitraum seit der letzten Analyse hat sich auf der <a href="http://www.die-linke-hessen.de/">Webseite der Linken</a> das ein oder andere getan: Der Wahlkampf hat Einzug gehalten.  Immer noch l&#228;sst sich so einiges kritisieren, aber immerhin erwartet den Besucher bereits auf der Startseite ein Bild der Spitzenkandidaten, sowie wichtige Informationen zur Wahl. Vielleicht h&#228;tte man aber etwas weniger Geld in eher unn&#252;tze Projekte wie den &#8220;<a href="http://www.die-linke-hessen.de/lv15/aktionen/der-rasende-roland">rasenden Roland</a>&#8221; investieren und die Mittel stattdessen sinnvoller verplanen sollen. Verkn&#252;pfungen mit Social-Network-Sites sucht man zum Beispiel weiterhin vergeblich.</p>
<p>Vorbildlich ist jedoch die Kategorie &#8220;Kandidaten&#8221;. Die komplette Landesliste ist hier zu finden, die ersten Pl&#228;tze auch mit Bild und weiteren pers&#246;nlichen Informationen. Nett anzusehen sind auch die am Seitenende zu findenden Post-its, die auf die wichtigsten Themen und Informationen f&#252;r die Landtagswahl verweisen.</p>
<p>Auf der <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/">Seite der Landtagsfraktion</a> findet man alles beim Alten vor, wenig &#196;nderungen und auch von Wahlkampf ist hier wenig zu sp&#252;ren. <a href="http://www.willi-van-ooyen.de/">Willi van Ooyens Internet-Unikat</a> findet sich ebenfalls unver&#228;ndert im Web, er ist seinem Stil treugeblieben. Genauso antik wie das Desgin daher kommt, stellen sich auch die Inhalte dar, unter &#8220;Aktuelles&#8221; finden sich Pressemitteilungen aus dem November 2008. Im Wahlkampf hat man die Existenz der Webseite des Spitzenkandidaten anscheinend v&#246;llig vergessen&#8230;</p>
<h2>FAZIT</h2>
<p>Mit diesem zweiten und vor der Landtagwahl letzten Blick auf die Parteiangebote im Internet hat sich gezeigt, dass die Relevanz, die das Internet inzwischen erreicht hat, an den Parteien nicht vorbeigegangen ist. In der Zeit seit der letzten Analyse hat sich einiges getan, Websiten wurden &#252;berarbeitet und Inhalte angepasst. Doch trotz alldem hat sich gezeigt, dass die Parteien noch viel zu wenig im Internet unternehmen. Einzelne Lichtblicke konnten wir aufzeigen, doch f&#252;r die n&#228;chsten Wahlen besteht noch unheimlich viel unausgesch&#246;pftes Potential.</p>
<p>Interessant bleibt die Frage, was nach der hessischen Landtagswahl am 18. Januar passieren wird. Ob die aufgebauten Projekt wieder verschwinden oder ob sie gar wirklich weitergef&#252;hrt werden.</p>
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		<title>Hessenwahlkampf 2.0 &#8211; Erste Zusammenfassung</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 15:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[F&#252;r die Kollegen von politik-digital.de haben wir in einem kurzen <a href="http://politik-digital.de/onlinewahlkampf-in-hessen">Dossier den Onlinewahlkampf in Hessen</a> zusammen gefasst. Zwar befindet sich Hessen noch mitten im Wahlkampf und gelaufen ist der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-3136" title="poldi" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/poldi-300x110.jpg" alt="poldi" width="300" height="110" />F&#252;r die Kollegen von politik-digital.de haben wir in einem kurzen <a href="http://politik-digital.de/onlinewahlkampf-in-hessen">Dossier den Onlinewahlkampf in Hessen</a> zusammen gefasst. Zwar befindet sich Hessen noch mitten im Wahlkampf und gelaufen ist der erst am Sonntag abend. In drei Artikeln sollten gewisse Tendenzen aber schon mal erw&#228;hnt werden. Eine grundlegende Zusammenfassung erfolgt allerdings auch bei uns erst nach der Wahl.</p>
<h2>Die Videowahlk&#228;mpfer</h2>
<p>SPD-Spitzenkandidat Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel beschreitet im hessischen Landtagswahlkampf neue Wege, indem er vor Weihnachten die W&#228;hler zum direkten Dialog &#252;ber das Internet auffordert. Anfang Januar 09 zog CDU-Ministerpr&#228;sident Koch mit einem Internetvideo und einem Live-Chat nach.</p>
<p>Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel hatte wirklich keinen leichten Start in seinen gro&#223;en Wahlkampf. Der 39 Jahre alte SPD-Politiker wurde als Nachfolger on Andrea Ypsilanti in den wohl k&#252;rzesten Wahlkampf der hessischen Geschichte geschickt – mit der Hypothek der schlechtesten Umfrageergebnisse f&#252;r die SPD seit Jahrzehnten. Kaum nominiert, wollten die Witze &#252;ber seinen scheinbar bei Loriot geklauten Doppelnamen und sein Brillengestell gar nicht mehr abrei&#223;en. Doch der bisherige Hinterb&#228;nkler aus dem Hessischen Landtag dreht im Wahlkampf richtig auf und setzt dabei vor allem auf das Internet.</p>
<p><strong>Videodialog bei YouTube</strong></p>
<p>In seiner ersten Videoansprache auf YouTube stand Sch&#228;fer-G&#252;mbel in seinem schlecht ausgeleuchtetem B&#252;ro und sprach stockend in eine kleine Handkamera. Die T&#252;r knarzte im Hintergrund, als er den Zuschauern den gro&#223;en Fehler der hessischen SPD eingestand: Der Wortbruch, nicht mit der Linkspartei zusammen zu arbeiten. <a href="http://politik-digital.de/die-videowahlkaempfer">Weiterlesen&#8230;</a></p>
<h2>Textw&#252;sten und Langeweile</h2>
<p>Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbels Wahlkampf um das Amt des Ministerpr&#228;sidenten in Hessen zeigt neue Wege auf. Statt einseitiger Information setzt er auf den offenen und direkten Dialog mit seinen W&#228;hlern. Der Erfolg seiner Videobotschaften auf YouTube oder seines Mikro-Bloggings bei Twitter scheint ihm recht zu geben. politik-digital.de vergleicht den SPD-Internetwahlkampf mit den anderen Parteien in Hessen.<span id="more-3135"></span></p>
<p>Die hessische CDU von Roland Koch befindet sich in einer geradezu komfortablen Situation, blickt man auf die vergangene Wahl. Die Umfragewerte sind wieder nach oben gegangen und eine Koalition mit der FDP scheint sich auf eine sichere Mehrheit einstellen zu k&#246;nnen. Sicher ist aber, dass in hessischen Wahlk&#228;mpfen gar nichts sicher ist. Selbst die gescheiterte SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti hatte den Wahlausgang im vergangenen Jahr noch spannend gestalten k&#246;nnen – obwohl in den ersten Umfragen alles f&#252;r Roland Koch sprach.</p>
<p><strong>CDU-Camper und distanzierter Koch</strong></p>
<p>Den Wahlkampf im Netz hat die CDU beinahe vollst&#228;ndig auf ein f&#252;r sie schon regelrecht innovatives Konzept ausgelagert. Im Webcamp09 bloggen Mitglieder der Jungen Union zum Wahlkampf von Roland Koch und setzen dabei stark auf Videos. Der Chat mit Roland Koch wird gleich per Video abgehalten, damit man nicht noch umst&#228;ndlich tippen muss. Bei seinen Wahlkampfauftritten und auf der Hessentour im schwarzen Wahlkampfbus ist immer ein Team des Webcamp anwesend und kommuniziert die Botschaften per Foto, Video, Blog oder neuerdings sogar per Mikro-Blog bei Twitter. Hier wird gar dokumentiert, wie Roland Koch abends noch mit dem Wahlkampfbus bei einem Schnellimbiss vorf&#228;hrt und sich Burger und Pommes bestellt. <a href="http://politik-digital.de/vergleich-onlinekampagnen-landtag-wahlkampf-hessen">Weiterlesen&#8230;</a></p>
<h2>Die Freunde der Kandidaten</h2>
<p>Das soziale Netzwerk StudiVZ hat angeblich weit &#252;ber f&#252;nf Millionen eindeutige Nutzer. Im vergangenen Wahlkampf noch war der hessischen Politik das weitgehend egal, gerade das Studentenportal wurde str&#228;flich vernachl&#228;ssigt. Obwohl der Wahlkampf 2008 sehr stark auf die Bildungspolitik und nicht zuletzt auf die Frage nach den Studiengeb&#252;hren fokussiert war, konnte von einer Kampagne in dem Studentennetzwerk keine Rede sein. Jetzt bewegen sich die Kandidaten.</p>
<p>Im Wahlkampf 2009 zur Neuwahl des hessischen Landtags nutzen immerhin zwei Fraktionen die sozialen Netzwerke in erw&#228;hnenswerter Art. Der im Internet mittlerweile fast omnipr&#228;sente Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel als Spitzenkandidat der hessischen SPD fehlt eigentlich in keinem wichtigen Sozialen Netzwerk. Auch die hessischen Gr&#252;nen mit ihren Spitzenkandidaten Kordula Schulz-Asche und Tarek Al-Wazir entdecken in diesem Wahlkampf behutsam die neuen M&#246;glichkeiten.</p>
<p><strong>Sch&#228;fer-G&#252;mbel hat die meisten Freunde</strong></p>
<p>SPD-Wahlk&#228;mpfer Sch&#228;fer-G&#252;mbel stellt dabei rein quantitativ den Vorsprung auch recht deutlich klar. Mittlerweile fast 1500 Bekanntschaften hat er bei wer-kennt-wen.de, einem Netzwerk, dass keine bestimmte Nutzergruppe anspricht und damit ebenfalls um die f&#252;nf Millionen Nutzer haben soll. <a href="http://politik-digital.de/wahlkampf-landtag-hessen-nutzung-soziale-netzwerke-twitter">Weiterlesen&#8230;</a></p>
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