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	<title>Homo Politicus &#187; Internetzensur</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
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		<title>Piratenfahne &#252;ber dem Reichstag</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 16:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Tauss]]></category>
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		<description><![CDATA[Unaufhaltsam scheint er zu sein, der Erfolg der Piratenpartei. Vor zwei Wochen zog ein schwedischer Pirat in das Europaparlament ein, dank eines Wahlergebnisses von 7,1% f&#252;r die vermeintlich hoffnungslose Kleinstpartei. Mehr Aufmerksamkeit werden die Piraten nun aber auch in Deutschland bekommen, denn seit gestern haben sie einen eigenen Abgeordneten im Bundestag. 100 Tage vor der Bundestagswahl tritt der SPD-Medienexperte J&#246;rg Tauss aus seiner sozialdemokratischen Heimatspartei aus und wechselt zur Piratenpartei. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/06/21/piratenfahne-ueber-dem-reichstag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unaufhaltsam scheint er zu sein, der Erfolg der Piratenpartei. Vor zwei Wochen zog ein schwedischer <a href="http://www.faz.net/s/Rub4D092B53EEAA4A45A7708962A9AD06AF/Doc~E7B7EFCF3EEED41E6AE20C4309CE755BA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Pirat in das Europaparlament</a> ein, dank eines Wahlergebnisses von 7,1% f&#252;r die vermeintlich hoffnungslose Kleinstpartei. Die Piratenpartei ist in Schweden mittlerweile die drittgr&#246;&#223;te Partei – dabei wurde sie erst 2006 gegr&#252;ndet. Ihre Geschichte ist nicht zu trennen von der Tauschb&#246;rse Pirate Bay und der gro&#223;en Debatte &#252;ber Rechte und Freiheiten im Internet, die dadurch in Schweden entstand.</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/06/3643464463_37c94249a4.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-3757" title="3643464463_37c94249a4" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/06/3643464463_37c94249a4-300x199.jpg" alt="3643464463_37c94249a4" width="300" height="199" /></a>Mehr Aufmerksamkeit werden die Piraten nun aber auch in Deutschland bekommen, denn seit gestern haben sie einen eigenen Abgeordneten im Bundestag. 100 Tage vor der Bundestagswahl tritt der SPD-Medienexperte J&#246;rg Tauss aus seiner sozialdemokratischen Heimatspartei aus und <a href="http://www.piratenpartei.de/node/779#comment-15164">wechselt zur Piratenpartei</a>.</p>
<h2>Tauss verl&#228;sst SPD wegen Netzpolitik</h2>
<p>Tauss ist seit 1994 Mitglied des Bundestages und zog seitdem immer &#252;ber die Landesliste Baden-W&#252;rttemberg ein. Er war Medienbeauftrager der SPD-Bundestagsfraktion, Sprecher der Franktionsarbeitsgruppe Bildung und Forschung und Mitglied des Fraktionsvorstandes. Nicht zuletzt als Obmann der SPD im Unterausschuss „Neue Medien“ hat sich J&#246;rg Tauss einiges Renommee in Sachen Medien und Internet erworben. Seinen Austritt <a href="http://www.tauss.de/index.php?nr=26398&amp;menu=1&amp;__tauss=151ee35fd3abb280767570ad5ba28a68">begr&#252;ndete er auf seiner Internetseite</a>:</p>
<blockquote><p>Auf dem Feld der Innen-<span> </span>, Rechts-<span> </span> und Internetpolitik gibt es in der SPD jedoch eine schlimme Fehlentwicklung. Schleichend begonnen hat es bereits vor etlichen Jahren mit den Sperrverf&#252;gungen in Nordrhein-<span> </span>Westfalen. Den vorl&#228;ufigen H&#246;hepunkt hat diese bedrohliche Entwicklung jedoch vorgestern in der Zustimmung zu einem Gesetz gefunden, mit dessen Hilfe CDU und CSU eine staatliche Zensurinfrastruktur errichten werden. St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck hat sich die SPD von einer B&#252;rgerrechtspartei, die mutig f&#252;r Freiheit und Recht k&#228;mpft, zu einer Steigb&#252;gelhalterin der Union entwickelt, die ohne ein Z&#246;gern gewillt ist, eine sicherheitspolitische Aufr&#252;stung ohne Ende zu bef&#246;rdern.</p>
<p>In einer einseitigen Sicht auf die &#8220;Innere Sicherheit&#8221; werden Bedrohungen und Bek&#228;mpfungsstrategien isoliert betrachtet. Handlungsoptionen, die dem Grundsatz der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit entsprechen w&#252;rden, werden noch nicht einmal mehr ernsthaft untersucht. Ein ernsthafter Dialog mit kritischen B&#252;rgern findet nicht statt. Gegen&#252;ber Experten zeigt man sich beratungsresistent.</p>
<p>F&#252;r mich ist das die Ursache einer staatlichen Beschr&#228;nkung von Freiheit ohne Augenma&#223;: Die Auslandskopf&#252;berwachung, die Vorratsdatenspeicherung, die Onlinedurchsuchung, das BSI-<span> </span> und das BKA-<span> </span>Gesetz und nicht zuletzt die Internet-<span> </span>Sperre, das sind nur die bekannteren Beispiele dieser gef&#228;hrlichen Entwicklung! Immer lauter ert&#246;nt der so dumme wie polemische Schlachtruf, wonach das Internet kein rechtsfreier Raum sein d&#252;rfte. Doch dieses war es nie. Das Internet wird so aber immer mehr zum b&#252;rgerrechtsfreien Raum! Dieses m&#252;ssen wir stoppen.</p>
<p>Das Abstimmungsverhalten der SPD-<span> </span>Bundestagsfraktion beim sogenannten „Zugangserschwerungsgesetz“ ist f&#252;r mich nur der letzte Beleg daf&#252;r, dass heute weder Internetexperten noch B&#252;rgerrechtler ausreichendes Geh&#246;r im Parlament finden. Opposition gegen immer neue Beschr&#228;nkungen von Freiheit wird in Deutschland inzwischen marginalisiert, in meinem Fall sogar beinahe als kriminell erachtet.</p></blockquote>
<h2>Piraten = SPD plus Medienkompetenz</h2>
<p>Zum ersten Mal gibt es im Bundestag eine Partei, die ihre Positionen auf einen kleinen, aber &#252;berzeugt vertretenen Kernbereich konzentrieren. Und so ist es faszinierend, dass J&#246;rg Tauss sich eigentlich nur im Bereich des Piraten-Programms von seiner Partei verabschiedet hat. Die f&#252;r ihn skandal&#246;sen Entwicklungen seiner Partei haben ihn offensichtlich nicht dazu gebracht, der Sozialdemokratie abzuschw&#246;ren. &#220;ber seiner Mitteilung zum Austritt steht: &#8220;Ich bin und ich bleibe Sozialdemokrat -<span> </span> und werde deshalb ein Pirat&#8221;.</p>
<p>In der laufenden Legislaturperiode wird das nicht mehr viele Auswirkungen haben. Eine Sitzung steht regul&#228;r noch an, am 3. <span style="text-decoration: line-through;">Juni</span> Juli soll unter anderem auch <a href="http://www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/to/231.html">&#252;ber Datenschutz</a> zu reden sein. Wenn es das Bundestagsprotkoll hergibt, wird Tauss sich dort vermutlich f&#252;r die Piraten zu Wort melden. Das Modell aber, das Tauss durch seinen Aus- und Eintritt eingef&#252;hrt hat, k&#246;nnte die Zukunft von kleinen Interessenparteien sein. Indem sich Tauss weiterhin ausdr&#252;cklich als Sozialdemokraten bezeichnet, h&#228;lt er einen N&#228;he zur SPD, die weit &#252;ber eine befreundete Partei hinaus geht. Er dockt sich bildhaft gesprochen an die SPD an und f&#228;hrt in den meisten Situationen mit dem sozialdemokratischen Dampfer &#252;ber den Ozean. In besonderen Fragen, die die Interessen seiner &#8220;Piraten&#8221; betreffen, wird einer ihrer Abgeordneten (wer wei&#223;, ob es einen geben wird) nicht nur seinen Einfluss auf das &#8220;Mutterschiff&#8221; SPD einsetzen, sondern auch mit seiner eigenen Stimme ein Korrektiv bilden.</p>
<h2>Stimme f&#252;r Piraten nicht verloren</h2>
<p>Somit w&#228;re eine Stimme f&#252;r die Piratenpartei keine verlorene Stimme mehr f&#252;r alle, die bisher eher sozialdemokratisch gew&#228;hlt haben. Sie w&#252;rden lediglich eine &#8220;SPD plus Medienkompetenz&#8221; w&#228;hlen, wenn sie ihr Kreuz bei den Piraten machen. In allen anderen Bereichen unterst&#252;tzten sie ja weiterhin eigentliche SPD-Politik. Wenn die Piratenpartei sich 1. diesen Gedanken von Tauss zu eigene macht und es 2. schafft, das richtig zu vermitteln &#8211; dann wird die SPD in gro&#223;em Stil Stimmen an die Piraten verlieren. Klas Roggenkamp wettete j&#252;ngst auf ein <a href="http://twitter.com/compuccino/status/2251794528">Wahlergebnis von 3%</a> f&#252;r die Parteien bei der kommenden Bundestagswahl. Vielleicht hat er zu niedrig gegriffen.</p>
<p>Wie auch immer sich die Piratenpartei in den n&#228;chsten Wochen entwickelt, ob Tauss eventuell sogar um ein Direktmandat k&#228;mpfen wird oder eine Landesliste anf&#252;hrt. In jedem Falle steigt die Popularit&#228;t, die J&#246;rg Tauss in der Netzgemeinde genie&#223;t, von Tag zu Tag. Bei wahl.de <a href="http://www.wahl.de/politiker/spd/joerg-tauss">ist er Big Mover</a>, kann also den gr&#246;&#223;ten Zuwachs an Online-Unterst&#252;tzern vorweisen. Vermutlich wird dann bald als sein Landesverband nicht mehr die SPD Baden-W&#252;rttemberg zu sehen sein, sondern die Piratenpartei.</p>
<p><em>Bild: Das <a href="http://www.flickr.com/photos/opyh/3643464463/">Foto </a>steht unter CC-Lizenz und ist bei Nennung meines Twitter-Pseudonyms @opyh frei verwendbar.</em></p>
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		<title>Ein B&#252;rger des freien Internets</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 06:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[John F. Kennedy]]></category>

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		<description><![CDATA[Als John F. Kennedy im Juni 1963 vor dem Rathaus Sch&#246;neberg anl&#228;sslich des 15. Jubil&#228;ums der Luftbr&#252;cke seine Ansprache an die Berliner hielt, sprach er einen Satz aus, der zu weltweiter Ber&#252;hmtheit gelangte. "Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz ‚Ich bin ein B&#252;rger Roms‘. Heute, in der Welt der Freiheit, ist der stolzeste Satz ‚Ich bin ein Berliner‘." F&#252;r ihn stand also Berlin wahrhaft sinnbildlich f&#252;r das Streben der Menschen nach Freiheit. Wie die Berliner und die Deutschen im Allgemeinen unter der erzwungenen Trennung ihrer Nation litten und sich nach Freiheit sehnten, so sollte sich jeder freiheitsliebende B&#252;rger der Welt mit ihnen solidarisieren. In heutigen Zeiten steht Berlin aus der Sicht der Internetnutzer nicht mehr f&#252;r die Freiheit... <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/05/08/ein-buerger-des-freien-internets/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-3644" title="kennedy" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/05/kennedy-300x110.jpg" alt="kennedy" width="300" height="110" />Als John F. Kennedy im Juni 1963 vor dem Rathaus Sch&#246;neberg anl&#228;sslich des 15. Jubil&#228;ums der Luftbr&#252;cke seine Ansprache an die Berliner hielt, sprach er einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_ein_Berliner">Satz </a>aus, der zu weltweiter Ber&#252;hmtheit gelangte.</p>
<blockquote><p>&#8220;Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz ‚Ich bin ein B&#252;rger Roms‘. Heute, in der Welt der Freiheit, ist der stolzeste Satz ‚Ich bin ein Berliner‘.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r ihn stand also Berlin wahrhaft sinnbildlich f&#252;r das Streben der Menschen nach Freiheit. Wie die Berliner und die Deutschen im Allgemeinen unter der erzwungenen Trennung ihrer Nation litten und sich nach Freiheit sehnten,  so sollte sich jeder freiheitsliebende B&#252;rger der Welt mit ihnen solidarisieren.</p>
<p>In heutigen Zeiten steht Berlin aus der Sicht der Internetnutzer nicht mehr f&#252;r die Freiheit, die der US-Pr&#228;sident in dieser  Stadt gerne gesehen h&#228;tte. Mag der Vergleich von politischem Autonomiebed&#252;rfnis und dem Angriff auf die Informationsfreiheit des Internets auch etwas konstruiert wirken,dennoch sei es erlaubt, die Frage zu stellen. Ob Deutschland das Signal wirklich aussenden m&#246;chte, das eine Verabschiedung der Gesetzes&#228;nderung bewirken w&#252;rde. Soll es Deutschland sein, das eine Zensur des freien Informationsraums Internet herbeif&#252;hren m&#246;chte und sich damit in eine Tradition mit zweifelhaft freiheitlichen Staaten wie China stellt, bei denen Internetzensur die Entwicklung moderner Informationskultur behindert? Viele Internetnutzer sehen die von der Bundesregierung geplante &#196;nderung des Telemediendienstgesetzes auch als bedrohliche Einschr&#228;nkung ihrer Freiheit.</p>
<p>&#8220;Entwurf eines Gesetzes zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221;, unter diesem Titel m&#246;chte die Bundesregierung eine vom Bundeskriminalamt betrieben Sperrliste f&#252;r Internetseiten erstellen, die in Kooperation mit Internetanbietern wirksam gemacht werden soll. Selbst wenn man die zahlreichen L&#252;cken und Probleme des Gesetzesentwurfs vernachl&#228;ssigt, die &#252;ber die wackelige Definition von Kinderpornografie bis hin zu einer &#228;u&#223;erst unrealistischen technischen Wirksamkeit reichen, bleibt doch der fatale Vorwurf der Zensur weiterhin bestehen.</p>
<p>Aus anderen L&#228;ndern, die von der Bundesregierung als erfolgreiche Verwender und damit Vorbilder im Betrieb solcher Zensurlisten genannt werden, ist bekannt, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der gesperrten Internetseiten tats&#228;chlich kinderpornografischen Inhalt aufweisen. Auf netzpolitik.org <a href="http://netzpolitik.org/2009/hintergrundtext-kinderpornographie-internet-sperren/">verweist Lutz Donnerhacke</a> auf eine finnische Studie zu den dortigen Sperrlisten mit beunruhigendem Ergebnis: &#8220;85% der gesperrten Seiten haben nichts mit Kinderpornografie zu tun, 5% enthalten Material mit minderj&#228;hrigen Models, 2% enthalten wenige kinderpornografische Darstellungen oder Links zu derartigen Darstellungen, ganze 9 Seiten also weniger als 1% enthalten illegale kinderpornografische Inhalte, der Rest 8% nicht mehr existent.&#8221; Diese erw&#228;hnten 85% der gesperrten Seiten sind also vollkommen unrechtm&#228;&#223;ig von der Regierung gesperrte Seiten, die keinerlei mit der Sperre zusammenh&#228;ngenden Strafbestand erf&#252;llen. Es scheint hier nicht besonders abwegig, schlicht von Zensur zu sprechen.</p>
<p>Es w&#228;re ein falsches Signal aus Deutschland in die Welt, wenn man mit einem so tragischen und schwierigen Thema ein handwerklich wie politisch fragw&#252;rdiges Vorgehen begr&#252;nden wollte. Berlin sollte nicht die Stadt sein, von der aus Zensur weiter in die westliche Welt getragen wird. Berlin sollte die Stadt sein, die sich klar gegen Internetpornographie stellt, wenn man sie mit den bereits bestehenden Mitteln zur Strafverfolgung bek&#228;mpft. Und Berlin sollte die Stadt sein, die ein klares Zeichen f&#252;r die Freiheit der Information im weltweiten Netz aussendet.</p>
<p>Damit am Ende alle Internetnutzer stolz sein k&#246;nnen, B&#252;rger des freien Internets sein zu k&#246;nnen. Auch die Berliner.</p>
<p><em>Bildquelle: John F. Kennedy bei seiner Rede in Berlin, <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:JFK_speech_lch_bin_ein_berliner_1.jpg"class="img" rel="lightbox">wikimedia commons</a>.</em></p>
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		<title>Online-Petition gegen Netzzensur</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/05/05/online-petition-gegen-netzzensur/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 17:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wir rufen an dieser Stelle alle Leser auf, die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Online-Petition gegen die von der Bundesregierung geplante Internetzensur</a> zu unterzeichnen. Noch fehlen mehr als die H&#228;lfte der n&#246;tigen Unterschriften.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wir rufen an dieser Stelle alle Leser auf, die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Online-Petition gegen die von der Bundesregierung geplante Internetzensur</a> zu unterzeichnen. Noch fehlen mehr als die H&#228;lfte der n&#246;tigen Unterschriften.</p>
<blockquote><p><strong>Text der Petition</strong></p>
<p>Wir fordern, da&#223; der Deutsche Bundestag die &#196;nderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren &amp; von den Providern sperren zu lassen, f&#252;r undurchsichtig &amp; unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gef&#228;hrdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.</p>
<p><strong>Begr&#252;ndung</strong></p>
<p>Das vornehmliche Ziel – Kinder zu sch&#252;tzen und sowohl ihren Mi&#223;brauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Ma&#223;nahmen daf&#252;r denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach best&#228;tigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einflu&#223; auf die k&#246;rperliche und seelische Unversehrtheit mi&#223;brauchter Kinder.</p></blockquote>
<p>Nochmal der Link zum Unterzeichnen: <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Petition: Internet &#8211; Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009</a>. Bei Twitter k&#246;nnt ihr den <a href="http://twitter.com/mitzeichner">Stand der Sammlung ganz einfach mitlesen</a>.</p>
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