<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Homo Politicus &#187; Soziale Netzwerke</title>
	<atom:link href="http://www.homopoliticus.de/tag/soziale-netzwerke/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.homopoliticus.de</link>
	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 10:52:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Keine Reserve im Netz</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2011/01/27/keine-reserve-im-netz/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2011/01/27/keine-reserve-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 20:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Gorch Fock]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=5977</guid>
		<description><![CDATA[Beim ZDF wundert sich Dominik Rzepka, dass sich im Internet wohl kaum jemand f&#252;r Guttenberg und die Aff&#228;re rund um die Gorch Fock interessiert. Wir haben uns das auch gefragt und w&#228;hrend Malte mit einigen Zitaten f&#252;r das ZDF eingestiegen ist, sollen hier kurz einige Gedanken zu den Grundlagen dieses Eindrucks entstehen. <a href="http://www.homopoliticus.de/2011/01/27/keine-reserve-im-netz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim ZDF <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8202041,00.html">wundert sich Dominik Rzepka</a>, dass sich im Internet wohl kaum jemand f&#252;r Guttenberg und die Aff&#228;re rund um die Gorch Fock interessiert. Wir haben uns das auch gefragt und w&#228;hrend Malte mit einigen Zitaten f&#252;r das ZDF eingestiegen ist, sollen hier kurz einige Gedanken zu den Grundlagen dieses Eindrucks entstehen.</strong></p>
<p>Sicherheits- und Verteidigungspolitik ist ja beileibe kein Ph&#228;nomen, dass nur offline stattfindet. Stellvertretend f&#252;r viele kann man hier das Verteidigungspolitik-Blog <a href="http://augengeradeaus.net/">&#8220;Augen geradeaus&#8221;</a> nennen. Aber wer w&#252;rde sich dar&#252;ber hinaus in der aktuellen Lage, der Marine und ihrer Spitze in einer offenkundigen F&#252;hrungskrise dazu im Netz &#228;u&#223;ern?</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man sich bei den Spitzen- und Fachpolitikern der Parteien umsehen. Dann wird man aber online im besten Falle etwa das gleiche zu Gesicht bekommen, das die Fraktionsvorsitzenden schon in den Pressekonferenzen verlautbaren lassen. Im konkreten Fall zu Guttenberg und die Gorch Fock lie&#223; sich beispielsweise zum Anfang der Woche eine ganze Reihe von Statements der Herren Gysi und Trittin vernehmen, die entweder an Narkotisierung oder an Schadenfreude nur schwer zu &#252;bertreffen waren &#8211; &#252;brigens nicht zwangsl&#228;ufig in dieser Reihenfolge.</p>
<p>Was aber die gro&#223;e Stille im Netz hierzulande erst richtig erkl&#228;ren kann, ist ein kurzer Blick nach Amerika, wo es vor allem Soldaten &#8211; von der Front oder zu Hause, ihre Angeh&#246;rigen und ehemaligen Kameraden &#8211; sind, die das milit&#228;rische Grundrauschen im Netz bilden.</p>
<p>Davon ist in Deutschland noch nicht viel zu sehen. W&#228;hrend in Amerika Leitf&#228;den an die Soldaten verteilt werden, wie sie die Sozialen Netzwerke nutzen sollten und was zu unterlassen ist, hat die Bundeswehr da ungleich weniger Sympathie &#252;brig.</p>
<p>In dem amerikanischen Social Media Guidelines hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Every time a member of the Army Family joins Army social media, it increases the timely and transparent dissemination of information. (…) Social media allows every Soldier to be a part of the Army story. By starting a discussion on Facebook, or commenting on a Soldier’s story on a blog, all Soldiers can contribute to the Army story.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.slideshare.net/USArmySocialMedia/army-social-media-handbook-2011?from=embed">Social Media Guidelines bei SlideShare</a></p>
<p>In Deutschland dagegen liest man &#252;ber die Bundeswehr in sozialen Netzwerken eher solche Schlagzeilen:</p>
<blockquote><p>Ruhe im Glied. Die Bundeswehr untersagt ihren Soldaten, &#252;ber ihre Eins&#228;tze zu twittern und zu bloggen, aus Angst vor Kontrollverlust. Andere Streitkr&#228;fte sind da sehr viel offener.</p></blockquote>
<p>gefunden bei <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/bundeswehr-blogs-social-media">ZEIT Online</a>.</p>
<p>Und so wundert es wenig, dass die &#8220;freundlich dessinteressierte&#8221; Web-Bev&#246;lkerung sich eher &#252;ber den Skandal <a href="http://twitter.com/#!/macsquad/statuses/30544403449778176">lustig macht</a>, als hier mit harten Bandagen &#252;ber die Zukunft der Bundeswehr zu diskutieren. Auch und gerade im Netz. Aber dort sind offensichtlich kaum Soldaten oder solche, die einen Bezug dazu haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2011/01/27/keine-reserve-im-netz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erster Blick auf das Netzwerk-Barometer</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/05/02/erster-blick-auf-das-netzwerk-barometer/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2010/05/02/erster-blick-auf-das-netzwerk-barometer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 15:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=5679</guid>
		<description><![CDATA[Eine Woche ist es nur noch hin bis zum Wahltermin in Nordrhein-Westfalen. Und tats&#228;chlich hat der Wahlkampf noch gewaltig Fahrt aufgenommen. Innerhalb einer Woche trafen zuerst die beiden Spitzenkandidaten Kraft und R&#252;ttgers im TV-Duell aufeinander und mussten sich danach in einer F&#252;nferrunde in der Wahlarena behaupten. Die CDU taumelt in Nordrhein-Westfalen in einer kaum zu glaubenden Art aus einer Aff&#228;re in die n&#228;chste und die SPD-Chefin provoziert immer deutlichere Erinnerungen an eine Frau aus Hessen. Wie haben sich die letzten Wochen auf die Unterst&#252;tzerzahlen in den sozialen Netzwerken ausgewirkt und welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen? <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/05/02/erster-blick-auf-das-netzwerk-barometer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Woche ist es nur noch hin bis zum Wahltermin in Nordrhein-Westfalen. Und tats&#228;chlich hat der Wahlkampf noch gewaltig Fahrt aufgenommen. Innerhalb einer Woche trafen zuerst die beiden Spitzenkandidaten Kraft und R&#252;ttgers im TV-Duell aufeinander und mussten sich danach in einer F&#252;nferrunde in der Wahlarena behaupten. Die CDU taumelt in Nordrhein-Westfalen in einer kaum zu glaubenden Art aus einer Aff&#228;re in die n&#228;chste und die SPD-Chefin provoziert immer deutlichere <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32532/1.html">Erinnerungen an eine Frau aus Hessen</a>. Wie haben sich die letzten Wochen auf die Unterst&#252;tzerzahlen in den sozialen Netzwerken ausgewirkt und welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen?</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/05/netzwerkbarometer_gro&#223;.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5680" title="netzwerkbarometer" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/05/netzwerkbarometer_gro&#223;-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die Ausgangslage vom 22. Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/netzwerk-barometer-nordrhein-westfalen/">fassten wir unter der &#220;berschrift &#8220;R&#252;ttgers und Facebook an der Spitze&#8221; zusammen</a>. Diese Diagnose kann man auch kurz vor dem Wahlkampfabschluss so stehen lassen. Es ist klar, dass sich die Kampagnen von CDU, SPD und Gr&#252;nen auf Facebook konzentiert haben und mit dieser Entscheidung richtig lagen. Die gro&#223;en Interaktionsm&#246;glichkeiten heben Facebook aus der Gruppe der sozialen Netzwerke in Deutschland hervor. Facebook wird, vor allem in der politischen Nutzung, die Mitbewerber von der VZ-Gruppe und den eher lokal basierten wer-kennt-wen.de und anderen klar verdr&#228;ngen.</p>
<p>Beim Duell der Spitzenkandidaten zeigt sich in den Sozialen Netzwerken etwas weniger Bewegung als in den Umfragen der Meinungsforscher, doch in der Tendenz stimmen sie &#252;berein: Hannelore Kraft holt deutlich gegen&#252;ber J&#252;rgen R&#252;ttgers auf. W&#228;hrend das <a href="http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8068208,00.html">ZDF-Politbarometer bereits ein erfolgreiches &#220;berholen Krafts vermeldet</a>, fehlt in den Sozialen Netzwerken aber noch ein wenig dazu. Ohnehin wird das Rennen nur auf Facebook ausgetragen, da Hannelore Kraft auf der meinVZ-Plattform kaum Unterst&#252;tzer sammeln konnte.</p>
<p>Interessant ist auch, dass die gr&#252;ne Spitzenfrau Sylvia L&#246;hrmann ihre gute Startposition nicht hat nutzen k&#246;nnen. Am Ausgangspunkt mit 1222 Unterst&#252;tzern bei Facebook gestartet, kann sie jetzt kurz vor dem Wahltermin nur 1544 Unterst&#252;tzer vorweisen. Ja, tats&#228;chlich verliert sie seit einem Monat wieder Freunde &#8211; wenn auch in geringem Ma&#223;e. Blickt man auf den hohen Ausgangswert f&#252;r L&#246;hrmann, scheint sich abzuzeichnen, dass die Gr&#252;nen im Netz bereits so stark verwurzelt sind, dass sie nur noch ein vergleichsweise geringes Mobilisierungspotenzial haben.</p>
<p>Als letzte Bemerkung sei noch auf die konsequente Abstinenz des FDP-Spitzenkandidaten Andreas Pinkwart hingewiesen. Auch kurz vor der Wahl ist man bei der FDP nicht der Versuchung erlegen, noch hastig ein Facebook-Profil zu er&#246;ffnen. Immerhin  konnte man damit einen seltsamen Eindruck vermeiden, wie er beim Besuch des Profils der <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=1469198539&amp;ref=search&amp;sid=1446735269.1259722709..1">linken Spitzenkandidatin B&#228;rbel Beuermann</a> entsteht. Bei den Liberalen scheint das Motto gewesen zu sein: Lieber gar kein Profil als ein so schlecht gepflegtes.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2010/05/02/erster-blick-auf-das-netzwerk-barometer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Netzwerk-Barometer Nordrhein-Westfalen</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/netzwerk-barometer-nordrhein-westfalen/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/netzwerk-barometer-nordrhein-westfalen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=5371</guid>
		<description><![CDATA[Schon seit dem 8. Februar sammeln wir flei&#223;ig Daten, heute aber startet das Netzwerk-Barometer erst richtig. In den vergangenen zwei Wochen haben wir erste Eindr&#252;cke gewinnen k&#246;nnen, wie die Sozialen Netzwerke im Landtagswahlkampf 2010 um den D&#252;sseldorfer Landtag eingesetzt werden und welcher Kandidat auf besonders viele Unterst&#252;tzer sto&#223;en kann. Als Einstieg wollen wir kurz darstellen, in welcher Situation wir uns wiederfinden. <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/netzwerk-barometer-nordrhein-westfalen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon seit dem 8. Februar sammeln wir flei&#223;ig Daten, heute aber startet das Netzwerk-Barometer erst richtig. In den vergangenen zwei Wochen haben wir erste Eindr&#252;cke gewinnen k&#246;nnen, wie die Sozialen Netzwerke im Landtagswahlkampf 2010 um den D&#252;sseldorfer Landtag eingesetzt werden und welcher Kandidat auf besonders viele Unterst&#252;tzer sto&#223;en kann. Als Einstieg wollen wir kurz darstellen, in welcher Situation wir uns wiederfinden.</strong></p>
<p>Nach dem Bundestagswahlkampf 2009 haben sich Soziale Netzwerke als Online-Verl&#228;ngerung von B&#252;rgerkontakten eine solide Basis in der politischen Landschaft gesichert. W&#228;hrend noch im Fr&#252;hjahr beim hessischen Landtagswahlkampf ein gewisses Fremdeln der Politik mit den neuen Werkzeugen zu sp&#252;ren war, werben heute die Kandidaten in Nordrhein-Westfalen ungewohnt offensiv schon auf den Startseiten ihrer Internetauftritte damit, auch in den wichtigen Sozialen Netzwerken mit einem Profil vertreten zu sein. </p>
<p><a rel="lightbox" href="https://spreadsheets.google.com/a/stylecollision.de/oimg?key=0Ap0shXtCLMiidFkyR1VtYTU4OXU1S3pabnYwd3k0eEE&#038;oid=2&#038;v=1266768644814"><img src="https://spreadsheets.google.com/a/stylecollision.de/oimg?key=0Ap0shXtCLMiidFkyR1VtYTU4OXU1S3pabnYwd3k0eEE&#038;oid=3&#038;v=1266768579036" /></a><br />
<a href="http://spreadsheets.google.com/pub?key=tY2GUma589u5KzZnv0wy4xA&#038;output=html">Datenbasis</a></p>
<h2>R&#252;ttgers und Facebook an der Spitze</h2>
<p>J&#252;rgen R&#252;ttgers als amtierender CDU-Ministerpr&#228;sident steht deutlich an der Spitze der Netzwerker. Die meisten Unterst&#252;tzer sammelt er auf Facebook, doch auch sein Profil bei meinVZ hat eine ganze Reihe Fans und sichert ihn zum Auftakt des Rennens die Favoritenrolle. Seine Herausforderin Hannelore Kraft setzt ebenfalls auf das amerikanisch-st&#228;mmige Netzwerk Facebook, bleibt aber auf Distanz zu beiden R&#252;ttgers-Profilen. Bemerkenswert ist, wie dicht auf die SPD-Kandidatin schon Sylvia L&#246;hrmann von den Gr&#252;nen folgt. Das dr&#252;fte ein interessantes Rennen &#252;ber die n&#228;chsten 10 Wochen werden. Schon jetzt spekuliert man flei&#223;ig &#252;ber die wichtige Rolle der Gr&#252;nen bei der Regierungsbildung im Fr&#252;hsommer. Vielleicht reicht es ja auch in den Sozialen Netzwerken f&#252;r einen Verfolgerplatz hinter R&#252;ttgers &#8211; und vor Kraft.</p>
<p>Abgeschlagen finden sich am Ende die Profile von Hannelore Kraft bei meinVZ, das damit insgesamt deutlich an Bedeutung einb&#252;&#223;t, und von B&#228;rbel Beuermann bei Facebook. So beil&#228;ufig, wie die Linken-Spitzenkandidatin ihr Profil dort einsetzt und auch insgesamt kein gro&#223;es Aufheben um ihre Person macht, scheint hier wenig Dynamik in Sicht.</p>
<p>Ab dem 8. Februar werden wir also weiterhin Daten sammeln und w&#246;chentlich unsere Auswertung aktualisieren. Ein stets aktueller &#220;berblick findet sich auf der eigenen Seit des <a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer-nrw/">Netzwerk-Barometers f&#252;r Nordrhein-Westfalen</a>. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/netzwerk-barometer-nordrhein-westfalen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schirrmacher und das Netzwerkbarometer</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/schirrmacher-und-das-netzwerkbarometer/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/schirrmacher-und-das-netzwerkbarometer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Landtasgwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=5258</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/01/08/wer-braucht-im-wahlkampf-eigentlich-freunde/">"Wer braucht im Wahlkampf eigentlich Freunde?"</a> lautete die Frage vor gut einem Jahr, als das Netzwerkbarometer erstmals an den Start ging - Anlass war damals die Landtagswahl in Hessen, der nicht unspektakul&#228;re Start in das Superwahljahr 2009. Damals begab sich der Homo Politicus auf noch unvermessenes Gel&#228;nde und setzte ein erstes Signal in Richtung innovativer Wahlkampfberichterstattung im Web 2.0. Wenn nun das<a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer-nrw/"> Netzwerkbarometer in seine zweite Auflage startet</a>,... <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/schirrmacher-und-das-netzwerkbarometer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Christoph Bieber</em></p>
<p><a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/01/08/wer-braucht-im-wahlkampf-eigentlich-freunde/">&#8220;Wer braucht im Wahlkampf eigentlich Freunde?&#8221;</a> lautete die Frage vor gut einem Jahr, als das Netzwerkbarometer erstmals an den Start ging &#8211; Anlass war damals die Landtagswahl in Hessen, der nicht unspektakul&#228;re Start in das Superwahljahr 2009. Damals begab sich der Homo Politicus auf noch unvermessenes Gel&#228;nde und setzte ein erstes Signal in Richtung innovativer Wahlkampfberichterstattung im Web 2.0.</p>
<p>Im Laufe des Jahres wurde es auf diesem Feld noch richtig eng, vor allem zahlreiche Agenturen nutzten die politische Aktivit&#228;t im &#8220;Social Web&#8221; als B&#252;hne zum Schaulaufen f&#252;r potenzielle Auftraggeber. Angebote wie <a href="http://www.wahl.de">wahl.de</a> (compuccino), <a href="http://www.wahlradar.de">wahlradar.de</a> (linkfluence/Publicis), <a href="http://politReport.de">politReport.de</a> (cognita AG) oder der <a href="http://daily-digital-dose.de/index.php/category/wahl-im-web-monitor/">Wahl-imWeb-Monitor</a> (Weber Shandwick) f&#252;gten der eher konventionellen Berichterstattung &#252;ber den Online-Wahlkampf durch die &#252;blichen Verd&#228;chtigen eine neue Facette hinzu: die automatisierte Erfassung der Politiker-Aktivit&#228;t auf den Plattformen des Web 2.0. Solche „Aggregatoren&#8221; sorgten damit erstmals f&#252;r eine gro&#223;fl&#228;chige Abbildung der politischen Nutzung von Facebook, Twitter &amp; Co. Weil die Abfragen (Frank Schirrmacher w&#252;rde sagen: die Algorithmen) nicht allein auf die Beitr&#228;ge der Politiker abgestimmt bleiben mussten, lenkten die verschiedenen Darstellungen h&#228;ufig auch die Blicke auf bislang unbekannte Ausschnitte der politischen Online-&#214;ffentlichkeit: wer vernetzt sich mit wem, wer teilt welche Informationen auf welcher Plattform, wer antwortet auf welchen Kommunikations-Anreiz innerhalb der eigenen Partei oder beim politischen Gegner?</p>
<p>Wenn nun das<a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer-nrw/"> Netzwerkbarometer in seine zweite Auflage startet</a>, orientiert es sich aber weniger an den Agentur-Algorithmen, sondern den eigenen Erfahrungen aus dem Vorjahr: der Ansatz auf Homo Politicus ist n&#228;mlich kein automatisierter, sondern setzt stets die eigenh&#228;ndige Systematisierung, Kontrolle und Interpretation der Daten voraus. Genau das war im vergangenen Jahr die gro&#223;e Schw&#228;che der aufw&#228;ndig produzierten Aggretatoren: angesichts der Datenflut kapitulierten die Anbieter nicht selten vor tiefer sch&#252;rfenden Analysen – auf eine ertragreiche Untersuchung zur Social Media-Nutzung im Online-Wahlkampf des Jahres 2009 m&#252;ssen wir daher noch warten. Informations&#252;berlastung im Schirrmacher-Sinn scheint hier tats&#228;chlich einmal das richtige Stichwort.</p>
<p>Womit wird sich nun das Netzwerk-Barometers in den n&#228;chsten Wochen und Monaten besch&#228;ftigen? Zun&#228;chst einmal ist es spannend zu beobachten, inwiefern die Landespolitiker Opfer des deutschen <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/281/490655/text/">&#8220;Offline-Herbstes&#8221;</a> geworden sind. Haben die (wenigen) einen Vorteil, die auf die kontinuierliche Kommunikation mit ihren Fans, Freunden und Followern gesetzt haben? Oder k&#246;nnen Vers&#228;umnisse aus den vergangenen Monaten rasch aufgeholt werden? Wirkt auch in 2010 noch so etwas wie der &#8220;Obama-Effekt&#8221; oder besinnt man sich auf Landesebene eher auf &#8220;campaigning as usual&#8221; (Wesselm&#228;nner, Handzettel, Tapeziertische)? Gibt es auch im Landtagswahlkampf wieder spektakul&#228;re Ausrutscher, die umgehend im Internet dokumentiert werden und sich dort in Echtzeit verbreiten? Setzen erneut die Piraten die Ma&#223;st&#228;be im Social Web? Und schlie&#223;lich: ist (oder: bleibt) das Netz eine abgeschottete Plattform f&#252;r „Nerds“ oder zeigen sich „spill-over“-Effekte in Richtung der alten Medien?</p>
<p>Die Daten aus dem Netzwerkbarometer werden diese und andere Fragen sicher nicht vollst&#228;ndig beantworten k&#246;nnen, aber sie tragen mit Sicherheit zum besseren Verst&#228;ndnis moderner politischer Kommunikation bei. Und das ist gut so.</p>
<p>——<br />
<em></em></p>
<p><em> </em><em></em>Dr. Christoph Bieber ist wissenschaftlicher Assistent an der JLU Gie&#223;en und besch&#228;ftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Zu seinen Ver&#246;ffentlichungen z&#228;hlen unter anderem Publikationen zum Thema Online-Wahlkampf, die Zukunft der Mediendemokratie und Interaktivit&#228;t. Dr. Bieber betreibt das Blog <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/internetundpolitik.wordpress.com');" href="http://internetundpolitik.wordpress.com/">Internet und Politik</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2010/02/22/schirrmacher-und-das-netzwerkbarometer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Notizen zu sozialen Netzwerken in Europa</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/02/16/soziale-netzwerke-in-europa/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2010/02/16/soziale-netzwerke-in-europa/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 08:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ENISA]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=5254</guid>
		<description><![CDATA[Wenig beachtet hat in der vergangenen Woche die European Network and Information Security Agency (kurz ENISA) ihren aktuellen Bericht zur Internetsicherheit ver&#246;ffentlicht. Darin geht es in diesem Jahr schwerpunktm&#228;&#223;ig um das Thema “soziale Netzwerke”: <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/16/soziale-netzwerke-in-europa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenig beachtet hat in der vergangenen Woche die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ENISA"><em>European Network and Information Security Agency</em></a> (kurz ENISA) ihren <a href="http://www.enisa.europa.eu/act/ar/deliverables/2010/onlineasithappens">aktuellen Bericht zur Internetsicherheit</a> ver&#246;ffentlicht. Darin geht es in diesem Jahr schwerpunktm&#228;&#223;ig um das Thema &#8220;soziale Netzwerke&#8221;:</p>
<blockquote><p><em>Experiencing online social networking sites (SNSs) has become one of the  most<br />
popular activities carried out on the Internet. The modern way of  staying in<br />
touch with business and personal contacts is to be present on social  networking<br />
sites and to communicate using e-mail and other digital tools. The  social<br />
networking phenomenon has registered an exceptional growth trend and  there has<br />
been a widening in terms of users profiles involved in such activity  (1),<br />
affecting and changing consequently the way people get in contact, meet,<br />
communicate and share opinion, information and ideas. This phenomenon is  rapidly<br />
evolving not only in relation to the audience, changing its  demographics, but<br />
also in relation to the way the audience itself can experience social  networks.<br />
Besides traditional computer-based access, users are now able to access  social<br />
networks through their mobile phones.</em></p></blockquote>
<p>Im folgenden werden neue Daten zur Verbreitung von sozialen Netzwerken in Europa dargestellt:</p>
<blockquote><p><em>Of the around 283 million European users, 211 million of them, aged 15  and older<br />
who accessed Internet via a home or work computer, visited a social  networking<br />
site. The largest public is represented by the UK with 29 million  visitors,<br />
reaching 80% of the countrys total Internet audience. Among all  social<br />
networking sites, Facebook has gained a top position throughout the  majority of<br />
European countries. A research conducted by comScore  stated that,  of the 17<br />
European countries included in the study, Facebook played a leading role  in the<br />
social networking category in 11 of them in terms of unique visitors.  The<br />
sites largest audience is in the UK with about 23 million visitors  followed<br />
by France with about 14 million visitors. The only countries in which Facebook does not hold the No 1 or No 2 position are Germany (No 4), Portugal (No 3) and Russia (No 7).</em></p></blockquote>
<p>Abschlie&#223;end geben die Autoren den Nutzern der Netzwerke ein Regelwerk an die Hand; in Form goldener Regeln. So sollen Nutzer Spitzennamen verwenden und sich nach einer Sitzung am Rechner immer abmelden. Dem Netzwerk sollten sie dabei nicht erlauben, die Zugangsdaten im Cache zu speichern</p>
<blockquote><p><em>Golden rules:</em> <em></em></p>
<p><em>1. Consider carefully which images, videos and information you choose to publish</em></p>
<p>2. Never post sensitive information</p>
<p>3. Use a pseudonym</p>
<p>4. Do not accept friend requests from people you do not know</p>
<p>5. Verify all your contacts <em></em></p>
<p><em>6. etc.</em></p></blockquote>
<p>Nicht ganz uninteressant erscheint in diesem Zusammenhang auch ein <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Polizeiermittler-in-sozialen-Netzwerken-924378.html">Artikel von heise-Online</a> aus der vergangenen Woche:</p>
<blockquote><p><em>Soziale Netzwerke sind &#8220;wahre Fundgruben f&#252;r Ermittlungs- und  Fahndungszwecke&#8221;. Das schreiben die Polizeidozenten Axel Henrichs und  J&#246;rg Wilhelm in einem Aufsatz der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Kriminalistik. Analog zum verdeckten Ermittler (VE)  m&#252;sse die Polizei verst&#228;rkt virtuelle verdeckte Ermittler (VVE)  einsetzen.</em></p></blockquote>
<p>Screenshot: <a href="http://www.enisa.europa.eu/act/ar/deliverables/2010/onlineasithappens/at_download/fullReport">ENISA</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2010/02/16/soziale-netzwerke-in-europa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachindustrielle Politik</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/12/01/nachindustrielle-politik/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2009/12/01/nachindustrielle-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 14:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Bruns]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Jun]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=4942</guid>
		<description><![CDATA[Der Tagungsband ‚Soziale Netze in der digitalen Welt – das Internet zwischen egalit&#228;rer Teilhabe und &#246;konomischer Macht‘ wirft in zwei Aufs&#228;tzen eine interessante Debatte &#252;ber B&#252;rgerbeteiligung und Entscheidungsfindung im politischen System auf. Eine Kurzrezension. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/12/01/nachindustrielle-politik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Tagungsband ‚</strong><a href="http://www.interaktiva.info/Aktuell/SozialeNetze"><strong>Soziale Netze in der digitalen Welt – das Internet zwischen egalit&#228;rer Teilhabe und &#246;konomischer Macht</strong></a><strong>‘ wirft in zwei Aufs&#228;tzen eine interessante Debatte &#252;ber B&#252;rgerbeteiligung und Entscheidungsfindung im politischen System auf. Eine Kurzrezension.</strong></p>
<p>Es ist schon verbl&#252;ffend, wie sehr unser politisches System einem industriellen Bild von Produktion und Konsum entspricht. Massenprodukte von gro&#223;en Firmen und Nischenprodukte kleinerer Anbieter werden konzipiert und produziert in abgeschlossenen F&#252;hrungsetagen, verteilt durch den journalistischen Vertrieb und konsumiert durch eine gro&#223;e Anzahl von Menschen.</p>
<p><a href="http://snurb.info/">Axel Bruns</a> bringt diese Analogie auf eine neue Ebene, indem er die nachindustrielle Produktion im Social Web, f&#252;r die er den treffenden Begriff „Produsage“ (Produtzung, die deutsche &#220;bersetzung leidet etwas an der Phonetik) eingef&#252;hrt hat, auf die Politik &#252;bertr&#228;gt. Demnach k&#246;nne auch Politik gemeinschaftlich erstellt und genutzt werden, sich vom Gedanken der Trennung von Konsum und Produktion verabschieden. Als Bedingungen nennt er daf&#252;r: Transparenz, spontane Meritokratie, Bekenntnis zum unfertigen Prozess und kollektiver Nutzen.</p>
<p><a href="http://www.politik.uni-trier.de/mitarbeiter/jun/index.php">Uwe Jun</a> h&#228;lt mit einer Reihe von Argumenten gegen Bruns‘ Modell von politischer Herrschaft durch Beteiligung der Nutzer/B&#252;rger. Der triftigste scheint f&#252;r ihn aber die politische Entscheidungsfindung an sich zu sein, die nur durch die B&#252;ndelung in Parteien zu realisieren sei. Die Funktionen von Parteien, also Regierungsbildung, Personalrekrutierung und vor allem Meinungsaggregation sieht er nicht in einer produtzten Politik.</p>
<p>Wie aktuell der Band auch sein mag, es fehlt das offensichtlichste Untersuchungsobjekt f&#252;r Politik mit nachindustriellem Charakter: Der diesj&#228;hrige Aufstieg der Piratenpartei bietet sich zur Analyse geradezu an. Eine Partei, von ihrem Erfolg fast &#252;berw&#228;ltigt, die auf der Suche nach einer Strukturierung ihrer Arbeit ist, die Schlagkr&#228;ftigkeit aus Wikis und Blogs generieren kann. Die Debatte Bruns/Jun w&#252;rde hier auf eine neue Ebene gehoben, wenn nicht gleich ein ganzes politisches System der Mehrparteiendemokratie auf dem Pr&#252;fstand st&#228;nde, sondern eine Anpassung desselben. Kann nicht eine Partei durch „Produsage“ funktionieren?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4943" title="sozialenetze" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/12/sozialenetze.jpg" alt="sozialenetze" width="300" height="199" />Christoph Bieber, Martin Eifert, Thomas Gro&#223;, J&#246;rn Lamla (Hg.)<br />
<strong> Soziale Netze in der digitalen Welt</strong><br />
Das Internet zwischen egalit&#228;rer Teilhabe und &#246;konomischer Macht</p>
<p>Erscheinungstermin: 09.11.2009<br />
EAN 9783593390130<br />
329 Seiten, € 32,90</p>
<p>»Web 2.0« ist eine Chiffre f&#252;r soziale Netzwerke im Internet. Es erm&#246;glicht neue Formen der Interaktion im virtuellen Raum, wobei potentiell jeder zum Sender von Inhalten werden kann. Blogs, Wikis oder Videoplattformen suggerieren somit eine egalit&#228;re Teilhabe am Medium des Internets. Die Autoren stellen dar, inwiefern diese neuen Formen der Generierung und Verbreitung von Inhalten immer auch in soziale, &#246;konomische und juristische Kontrollstrukturen eingebunden sind.</p>
<p><a href="http://www.campus.de/wissenschaft/kulturwissenschaften/Kommunikation+und+Medien.40449.html/Soziale+Netze+in+der+digitalen+Welt.90558.html?cmd=AddToBasket&amp;sixid=90558">Buch direkt beim Verlag bestellen</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2009/12/01/nachindustrielle-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zweiklassensystem im Internet</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/07/26/zweiklassensystem-im-internet/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2009/07/26/zweiklassensystem-im-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 19:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[danah boyd]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[MySpace]]></category>
		<category><![CDATA[pdf09]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=3853</guid>
		<description><![CDATA[Die Gesellschaft mit allen ihren Eigenarten wird im Internet digitalisiert und fortgef&#252;hrt. So sieht es zumindest dana boyd [sic!]. Die Kommunikationswissenschaftlerin sprach Ende Juni im Rahmen ihrer Keynote beim diesj&#228;hrigen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesellschaft mit allen ihren Eigenarten wird im Internet digitalisiert und fortgef&#252;hrt. So sieht es zumindest dana boyd [sic!]. Die Kommunikationswissenschaftlerin sprach Ende Juni im Rahmen ihrer Keynote beim diesj&#228;hrigen Personal Democracy Forum in New York von einem Zweiklassensystem (&#8220;second class citizenship&#8221;), welches im Internet immer st&#228;rker zu beobachten sei. Unter dem Titel „<a href="http://www.danah.org/papers/talks/PDF2009.html">The Not-So-Hidden Politics of Class Online</a>“ besch&#228;ftigte sich boyd mit der Frage, welche Rolle Social Network Sites f&#252;r &#246;ffentliche Kommunikation spielen. Sind die Plattformen in der Lage Br&#252;cken zwischen den verschiedenen Teilen der Netzbev&#246;lkerung zu errichten oder rei&#223;en sie die Gr&#228;ben eher noch weiter auf? Boyd verglich dazu die beiden in den USA reichweitenst&#228;rksten sozialen Netzwerke <a href="http://www.myspace.com/">MySpace</a> und <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>. In Befragungen von mehreren hundert Jugendlichen stellte sich heraus dass die sozialen Umgebungen des Internet st&#228;rker mit realweltlichen Gesellschaftsbereichen vergleichbar sind, als bisher gedacht. So ist MySpace f&#252;r viele der Befragten mit einem “ghetto” vergleichbar, w&#228;hrend Facebook wiederum eher die „honors-kids“ miteinander verbinde.</p>
<blockquote><p><em>boyd: &#8220;MySpace has become the &#8220;ghetto&#8221; of the digital landscape.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Die von boyd interviewten Jugendlichen fassen die Situation folgenderma&#223;en zusammen:</p>
<blockquote><p><em>Kat (14, Mass.): &#8220;I&#8217;m not really into racism, but I think that MySpace now is more like ghetto or whatever, and Facebook is all&#8230; not all the people that have Facebook are mature, but its supposed to be like oh we&#8217;re more mature. … MySpace is just old&#8221;.</em></p>
<p><em>Anastasia (17, New York): &#8220;My school is divided into the &#8216;honors kids,&#8217; (I think that is self-explanatory), the &#8216;good not-so-honors kids,&#8217; &#8216;wangstas,&#8217; (they pretend to be tough and black but when you live in a suburb in Westchester you can&#8217;t claim much hood), the &#8216;latinos/hispanics,&#8217; (they tend to band together even though they could fit into any other groups) and the &#8216;emo kids&#8217; (whose lives are allllllways filled with woe). We were all in MySpace with our own little social networks but when Facebook opened its doors to high schoolers, guess who moved and guess who stayed behind… The first two groups were the first to go and then the &#8216;wangstas&#8217; split with half of them on Facebook and the rest on MySpace&#8230; I shifted with the rest of my school to Facebook and it became the place where the &#8216;honors kids&#8217; got together and discussed how they were procrastinating over their next AP English essay&#8221;.</em></p></blockquote>
<p>Vor diesem Hintergrund kann nicht von einer allgemeinen miteinander verbundenen Netz&#246;ffentlichkeit gesprochen werden. Die sozialen Netzwerke stellen r&#228;umlich voneinander getrennte Plattformen dar, die es den einzelnen Nutzern nicht erm&#246;glichen miteinander zu kommunizieren. Im Internet sind also verschiedene Treffpunkte entstanden. Damit platzt auch seifenblasen&#228;hnlich die von deutschen Politikern gerne zitierte „Netzcommunity“ als Allgemeinheit der Nutzer im Internet. Nach boyd gibt es keine „universal public online”.</p>
<blockquote><p><em>“ There is no universal public online. What we see as user &#8220;choice&#8221; in social media often has to do with structural forces like homophily in people&#8217;s social networks. Social stratification in this country is not cleanly linked to race or education or socio-economic factors, although all are certainly present. More than anything, social stratification is a social networks issue. People connect to people who think like them and they think like the people with whom they are connected. The digital publics that unfold highlight and reinforce structural divisions.”</em></p></blockquote>
<p>Anders als Emails sind soziale Netzwerke wie MySpace und Facebook r&#228;umlich getrennt voneinander und k&#246;nnen nicht miteinander verbunden werden.</p>
<blockquote><p><em>“Social network sites complicate this even further. Social network sites are not like email where it doesn&#8217;t matter if you&#8217;re on Hotmail or Yahoo. When you choose MySpace or Facebook, you can&#8217;t send messages to people on the other site. You can&#8217;t Friend people on the other site. There&#8217;s a cultural wall between users. And if there&#8217;s no way for people to communicate across the divide, you can never expect them to do so.”</em></p></blockquote>
<p>In ihrer Untersuchung besch&#228;ftigte sich boyd jedoch nur mit der US-amerikanischen Situtation weshalb die Frage nahe liegt, ob eine &#228;hnlicher Vergleich auch in Deutschland mit den inzwischen etablierten sozialen Netzwerken m&#246;glich ist? Kann man zu &#228;hnlichen Ergebnissen kommen, wenn man die beiden unter jungen Erwachsenen besonders beliebten sozialen Netzwerke StudiVZ und Facebook betrachet? Spaltet sich die die  deutsche Studierendenschaft also in StudiVZ- und Facebook-Anh&#228;nger? Ebenso zentral bleibt in Deutschland die Frage nach regionalen Unterschieden (bspw. Lokalisten vs. Wer kennt wen).<br />
<br /> 
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qGL09x76MGQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/qGL09x76MGQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2009/07/26/zweiklassensystem-im-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nichtmitglieder bevorzugt</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/03/24/nichtmitglieder-bevorzugt/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2009/03/24/nichtmitglieder-bevorzugt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 11:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wurzelwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=3539</guid>
		<description><![CDATA[Die Gr&#252;nen m&#246;gen offensichtlich ihre parteilosen Unterst&#252;tzer lieber als ihre eigenen Mitglieder. Auf die Idee k&#246;nnte man jedenfalls kommen, wenn man die Sozialen Netzwerke miteinander vergleicht, die f&#252;r beide Gruppen gesondert geschaffen wurden. Das Gr&#252;ne “Wurzelwerk” f&#252;r diejenigen mit Parteibuch ist seit mittlerweile fast zwei Wochen wegen schwerwiegender M&#228;ngel vom Netz gestellt. Das Netzwerk f&#252;r die Unterst&#252;tzer hei&#223;t “Meine Kampagne” und erschien am Freitag in bunter Farben- und Funktionspracht, ganz ohne mit l&#228;stigen technischen Problemen zu nerven. <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/03/24/nichtmitglieder-bevorzugt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Gr&#252;nen m&#246;gen offensichtlich ihre parteilosen Unterst&#252;tzer lieber als ihre eigenen Mitglieder. Auf die Idee k&#246;nnte man jedenfalls kommen, wenn man die Sozialen Netzwerke miteinander vergleicht, die f&#252;r beide Gruppen gesondert geschaffen wurden. Das Gr&#252;ne &#8220;<a href="https://wurzelwerk.gruene.de/">Wurzelwerk</a>&#8221; f&#252;r diejenigen mit Parteibuch ist seit mittlerweile fast zwei Wochen wegen schwerwiegender M&#228;ngel vom Netz gestellt. Das Netzwerk f&#252;r die Unterst&#252;tzer hei&#223;t &#8220;<a href="http://meinekampagne.gruene.de/">Meine Kampagne</a>&#8221; und erschien am Freitag in bunter Farben- und Funktionspracht, ganz ohne mit l&#228;stigen technischen Problemen zu nerven.</strong></p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/03/fireshot-capture-20-bundnis-90_die-grunen-bundespartei-meine-kampagne-www_gruene_de_meine-kampagne_html.jpg"class="img" rel="lightbox"><img src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/03/fireshot-capture-20-bundnis-90_die-grunen-bundespartei-meine-kampagne-www_gruene_de_meine-kampagne_html-279x300.jpg" alt="fireshot-capture-20-bundnis-90_die-grunen-bundespartei-meine-kampagne-www_gruene_de_meine-kampagne_html" title="fireshot-capture-20-bundnis-90_die-grunen-bundespartei-meine-kampagne-www_gruene_de_meine-kampagne_html" width="279" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-3541" /></a>Die Unterst&#252;tzer k&#246;nnen in der fr&#252;hen Phase des Wahlkampfs schon die Wahlk&#228;mpfer-R&#252;stung anziehen und der Partei ihre Daten zur Verf&#252;gung stellen. Ganz gezielt k&#246;nnen sie dabei ausw&#228;hlen, welche Information die Gesch&#228;ftsstelle wie verwenden darf. Mit einer so detaillierten Steuerung liegt die Seite bei Datensch&#252;tzern weit vorne.</p>
<p>Bestimmte Aktionen wie eine Unterschriftenliste f&#252;r den &#8220;Green New Deal&#8221; oder die schon bekannte &#8220;Meine Daten geh&#246;ren mir&#8221;-Kampagne finden sich jetzt unter dem Dach des Netzwerks vereint. Au&#223;erdem k&#246;nnen die Unterst&#252;tzer die Informationen bestimmter Themenbereiche getrennt abonnieren und werden bei startenden Aktionen benachrichtigt.</p>
<p>Etwas undurchsichtig sieht noch der Community-Teil des Netzwerks aus. Wollen die Gr&#252;nen wirklich auf eine Vernetzung der Unterst&#252;tzer verzichten, wie es bisher den Anschein hat? Jedenfalls lassen sich in den Seiten des Unterst&#252;tzernetzwerks weder Profile anlegen, noch nach andere Mitgliedern suchen oder sich in Gruppen zusammen finden.</p>
<p>Vielleicht liegt es ja daran, dass das Netzwerk f&#252;r Unterst&#252;tzer besser l&#228;uft, als das f&#252;r Parteimitglieder. Vielleicht liegt die Stabilit&#228;t ja schlicht darin begr&#252;ndet, dass das Netzwerk &#8230; gar kein Netzwerk ist.</p>
<p><em>Screenshots: gruene.de</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2009/03/24/nichtmitglieder-bevorzugt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zum Abschluss des Netzwerk-Barometers</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/03/12/netzwerk-barometer/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2009/03/12/netzwerk-barometer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 09:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Krohn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk-Barometer]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wer kennt wen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=3476</guid>
		<description><![CDATA[Sechs Wochen nach der Landtagswahl in Hessen haben wir die Aktualisierung des <a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer/">Netzwerk-Barometers</a> eingestellt. Wir hoffen in den letzten Wochen einen interessanten und aufschlussreichen &#220;berblick &#252;ber die Performance der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sechs Wochen nach der Landtagswahl in Hessen haben wir die Aktualisierung des <a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer/">Netzwerk-Barometers</a> eingestellt. Wir hoffen in den letzten Wochen einen interessanten und aufschlussreichen &#220;berblick &#252;ber die Performance der hessischen Spitzenkandidaten in den bekannten Social Networks gegeben zu haben.<br />
Es wird deutlich, dass nach dem Wahltag am 18. Januar 2009 starke Entwicklungen zu verzeichnen waren. Nun scheint es jedoch ruhiger um die Profile der hessischen Spitzenkandidaten geworden zu sein. Trotzdem lohnt sich ein abschlie&#223;ender Blick:</p>
<h2>Interview mit Dr. Christoph Bieber zum Abschluss des hessischen Netzwerk-Barometers</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3478" title="dr-christoph-bieber" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/03/dr-christoph-bieber.jpg" alt="dr-christoph-bieber" width="130" height="170" /><em><strong></strong></em></p>
<p><strong>Welchen Nutzen hatten und haben die Unterst&#252;tzer f&#252;r die Kandidaten?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber:</strong></em> Das ist schwer zu sagen &#8211; wie man aus den Kampagnenumfeldern h&#246;rt, war eine Vielzahl der Unterst&#252;tzer nicht in Hessen wahlberechtigt. Die Zahl der W&#228;hlerstimmen d&#252;rfte sich so also nicht unbedingt erh&#246;ht haben. Ein wesentlicher Nutzen sind aber nat&#252;rlich die Kontaktdaten der &#8220;Freunde&#8221; bzw. &#8220;Follower&#8221;: in der n&#228;chsten Zeit werden sicherlich einige Anfragen und Aussendungen an die Unterst&#252;tzer versendet werden. F&#252;r die Europa- und die Bundestagswahl kann so allm&#228;hlich ein gr&#246;&#223;erer Datenbestand aufgebaut werden.<span id="more-3476"></span></p></blockquote>
<p><strong>L&#228;sst sich anhand der Daten vermuten, dass die Social Network Sites im kommenden Bundestagswahlkampf eine gr&#246;&#223;ere Rolle einnehmen werden?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber: </strong></em>Vielleicht nicht so sehr aufgrund der Daten, aber aufgrund ihrer aktuellen Popularit&#228;t spielen Social Network Sites sicher eine gro&#223;e Rolle bei der Planung der Kampagnen zur Bundestagswahl. Erste Beispiele liefern die neuen Websites von SPD und CDU, die jeweils stark in Richtung Online-Communities zielen &#8211; zumindest nach deren eigener Aussage. Die FDP und die Gr&#252;nen d&#252;rften nachziehen, bei der Linkspartei bin ich aufgrund der bisher doch sehr verhaltenen Online-Nutzung eher skeptisch.</p></blockquote>
<p><strong>Welche Rolle spielen </strong><strong>Social Network Sites</strong><strong> derzeit allgemein f&#252;r die deutsche Politik?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber: </strong></em>In praktischer Hinsicht noch keine allzu gro&#223;e &#8211; auch wenn die Parteien sich in die Community-Richtung bewegen, dominieren bei SPD und CDU doch deutlich die Video-Inhalte. Dennoch liegen in den SNS gro&#223;e Chancen zu einer Revitalisierung der Organisationsarbeit &#8211; intern mit den eigenen Mitgliedern wie auch extern mit neuen Unterst&#252;tzern, die sich nicht &#252;ber ein Parteibuch binden wollen. In dieser Konstellation k&#246;nnte aber auch eine Konkurrenzsituation entstehen &#8211; denn es ist noch unklar, wie der Informationsfluss zu und zwischen den unterschiedlichen Gruppen geregelt werden kann.</p></blockquote>
<p><strong>Wodurch l&#228;sst sich erkl&#228;ren, dass Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel trotz seiner Wahlniederlage im Zeitraum nach der Wahl ein starkes Wachstum seiner Follower/Unterst&#252;tzer-Zahlen verzeichnen konnte?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber:</strong></em> Durch &#8211; halbwegs &#8211; konsequentes Bespielen der neuen Kommunikationskan&#228;le, die eine kontinuierliche Aktivit&#228;t honorieren. Und schlie&#223;lich entstehen bei ein paar tausend Unterst&#252;tzern auch Netzwerkeffekte &#8211; das Verbindungsnetz erweitert sich durch die digitale Mundpropaganda nahezu selbstt&#228;tig.</p></blockquote>
<p><strong>Kann man insgesamt beurteilen, welchen Vorteil die Aktivit&#228;t in sozialen Netzwerken f&#252;r die Kandidaten hatte?</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>Dr. Bieber: </strong></em>Neben dem Nachrichtenwert f&#252;r alte Medien lernen die Kandidaten vor allem den Umgang mit einer neuen Medienumgebung, die anderen Regeln folgt, als die alten Medien &#8211; das gilt sogar noch f&#252;r die &#8220;klassischen&#8221; Typen der Online-Kommunikation wie Websites oder einfache Mail-Kommunikation. Ein benefit ist sicher auch die Adressierung einer tendenziell j&#252;ngeren, vor allem aber kommunikationsfreudigen Klientel &#8211; wer in SNS unterwegs ist, vermittelt die Botschaften h&#228;ufig weiter und tr&#228;gt so zu einer Reichweitensteigerung bei. Allerdings kann sich das auch ins Gegenteil wenden &#8211; wenn ein Kandidat die Gepflogenheiten der Netzwerkkommunikation nicht kennt und sich dort Fehler leistet, bleibt das nat&#252;rlich nicht geheim. Social Network Sites k&#246;nnen positiv wie negativ verst&#228;rkend wirken und bieten damit Chance und Risiko zugleich.</p></blockquote>
<p><em><br />
Dr. Christoph Bieber ist wissenschaftlicher Assistent an der JLU Gie&#223;en und besch&#228;ftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Zu seinen Ver&#246;ffentlichungen z&#228;hlen unter anderem Publikationen zum Thema Online-Wahlkampf, die Zukunft der Mediendemokratie und Interaktivit&#228;t. Dr. Bieber betreibt das Blog <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/" target="_blank">Internet und Politik</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2009/03/12/netzwerk-barometer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Freunde &#8211; auch nach der Wahl?</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2009/01/20/freunde-auch-nach-der-wahl/</link>
		<comments>http://www.homopoliticus.de/2009/01/20/freunde-auch-nach-der-wahl/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 14:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.homopoliticus.de/?p=3212</guid>
		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Dr. Christoph Bieber zum Abschlussstand des „Netzwerk-Barometers“ von Homo Politicus. F&#252;r etwas mehr als zwei Wochen hat das Netzwerk-Barometer die Aktivit&#228;t der hessischen Online-Kampagnen auf verschiedenen „Social Network Sites“… <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/01/20/freunde-auch-nach-der-wahl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong><strong>Gastbeitrag von Dr. Christoph Bieber zum Abschlussstand des „<a href="../netzwerk-barometer/">Netzwerk-Barometers</a>“ von Homo Politicus.</strong></strong></h3>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer/"><strong><strong><img class="alignnone size-medium wp-image-3213" title="tsg" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/tsg-300x213.jpg" alt="tsg" width="300" height="213" /></strong></strong></a></p>
<p><strong>F&#252;r etwas mehr als zwei Wochen hat das Netzwerk-Barometer die Aktivit&#228;t der hessischen Online-Kampagnen auf verschiedenen „Social Network Sites“ begleitet und aufgezeichnet – das Ergebnis stellt zwar nur einen kleinen Ausschnitt dieser neuen Episode im Internet-Wahlkampf dar, liefert aber durchaus schon einige interessante Resultate.</strong></p>
<p>In s&#228;mtlichen Online-Netzwerken, den Kommunikationsdienst Twitter hier einmal mit eingeschlossen, hat die Zahl der Freunde, Unterst&#252;tzer und Follower kontinuierlich zugenommen. Allerdings mit unterschiedlicher<br />
Dynamik: w&#228;hrend StudiVZ und Facebook vergleichsweise &#8220;flache&#8221; Zuwachsraten aufweisen, haben sich Wer-kennt-Wen und Twitter als die Netzwerke mit den gr&#246;&#223;ten Zuwachsraten entpuppt. Gerade in den letzten Tagen vor der Wahl haben dabei offenbar erste &#8220;Netzwerkeffekte&#8221; gegriffen: h&#246;here absolute Unterst&#252;tzerzahlen f&#252;hren auch zu einem schnelleren Wachstum &#8211; sehr gut zu sehen etwa bei Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel, der am Wahlwochenende t&#228;glich mehr als einhundert neue Freunde bzw. Follower hinzugewonnen hat. Auch nach der Wahl steigen die Kurven weiter an, allerdings vermutlich nur dann, wenn auch die Netzwerkplattformen auch weiterhin mit Inhalten, Nachrichten und Kommentaren versorgt werden.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/netzwerk-barometer/"><img class="alignnone size-medium wp-image-3214" title="gruene1" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2009/01/gruene1-300x213.jpg" alt="gruene1" width="300" height="213" /></a></p>
<p>Im bislang nur zwischen SPD und Gr&#252;nen m&#246;glichen Parteienvergleich (das Facebook-Profil von Roland Koch wird in K&#252;rze in das Netzwerk-Barometer aufgenommen) zeigen sich auch leichte Unterschiede, die mit Blick auf die Nutzerdemografie n&#228;her zu untersuchen w&#228;ren: w&#228;hrend &#8220;TSG&#8221; bei Wer-kennt-Wen den Spitzenwert mit knapp zweieinhalbtausend Freunden erzielt und Facebook (877 Freunde/674 Unterst&#252;tzer) sowie StudiVZ (837 Freunde), ist Kordula Schulz-Asche vor allem bei Facebook erfolgreich &#8211; allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau (443).</p>
<p>Spannend bleibt in den n&#228;chsten Tagen die Reaktion auf das bislang verhaltene Online-Echo auf den Wahlabend &#8211; mit nur wenigen Ausnahmen haben sich die Spitzenkandidaten vor allem in den alten Medien zum Wahlergebnis ge&#228;u&#223;ert. Am Tag nach der Wahl dominieren offenbar die parteiinternen Gremien und Entscheidungsprozesse &#8211; das Netz muss warten. Man wird sehen, wie Freunde und Follower auf diese leichte &#8220;Vernachl&#228;ssigung&#8221; reagieren werden. Vielleicht nicht unbedingt mit der Aufk&#252;ndigung der digitalen Freundschaft, aber vermutlich doch mit der ein oder anderen Nachfrage, ob das Internet denn doch wieder nur als Wahlkampf-Gimmick herhalten musste.</p>
<p><em>Dr. Christoph Bieber ist wissenschaftlicher Assistent an der JLU Gie&#223;en und besch&#228;ftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Zu seinen Ver&#246;ffentlichungen z&#228;hlen unter anderem Publikationen zum Thema Online-Wahlkampf, die Zukunft der Mediendemokratie und Interaktivit&#228;t. Dr. Bieber betreibt das Blog <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/" target="_blank">Internet und Politik</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.homopoliticus.de/2009/01/20/freunde-auch-nach-der-wahl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
<!-- WP Super Cache is installed but broken. The path to wp-cache-phase1.php in wp-content/advanced-cache.php must be fixed! -->
