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	<title>Homo Politicus &#187; SPD</title>
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	<description>Das politische Weblog von Malte Krohn und Christian Jung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Jul 2010 14:37:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Rot-Gr&#252;ne Unterw&#228;sche</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 14:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit gro&#223;em Tamtam wurde gestern der rot-gr&#252;ne Koalitionsvertrag f&#252;r die erste nordrhein-westf&#228;lische Minderheitsregierung pr&#228;sentiert. Und mit dieser Hypothek geht man im Wunsch-Duo auch offen um. Hannelore Kraft wird von WELT ONLINE zitiert: "Wir werden eine stabile Regierung aufbauen", sagte die SPD- Landesvorsitzende Hannelore Kraft bei dem Festakt. "So stabil wie m&#246;glich." Das Design des Koalitionsvertrages jedoch wirft schon die ersten sp&#246;ttischen Fragen auf. W&#228;hrend bei Twitter gefragt wird, ob denn der Rei&#223;verschluss der rot-gr&#252;nen Jacke nun nach oben oder nach unten gezogen w&#252;rden - ob man sich also warm an oder doch eher ausziehen will - vermutet die CDU ganz andere Unterw&#228;sche hinter dem Zipper:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit gro&#223;em Tamtam wurde gestern der rot-gr&#252;ne Koalitionsvertrag f&#252;r die erste nordrhein-westf&#228;lische Minderheitsregierung pr&#228;sentiert. Und mit dieser Hypothek geht man im Wunsch-Duo auch offen um. Hannelore Kraft wird von WELT ONLINE <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article8438679/Rot-Gruen-unterschreibt-Koalitionsvertrag-in-NRW.html">zitiert</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir werden eine stabile Regierung aufbauen&#8221;, sagte die SPD-  Landesvorsitzende Hannelore Kraft bei dem Festakt. &#8220;So stabil wie  m&#246;glich.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/koalitionsvertrag.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5813" title="koalitionsvertrag" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/koalitionsvertrag-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a></p>
<p>Das Design des Koalitionsvertrages jedoch wirft schon die ersten sp&#246;ttischen Fragen auf. W&#228;hrend bei Twitter <a href="http://twitter.com/drbieber/status/18426064956">gefragt wird</a>, ob denn der Rei&#223;verschluss der rot-gr&#252;nen Jacke nun nach oben oder nach unten gezogen w&#252;rden &#8211; ob man sich also warm an oder doch eher ausziehen will &#8211; <a href="http://www.cdu-nrw.de/rot-rot-gruen/koalition-nrw.html">vermutet</a> die CDU ganz andere Unterw&#228;sche hinter dem Zipper:</p>
<p><a href="http://www.cdu-nrw.de/rot-rot-gruen/koalition-nrw.html"><img class="alignnone size-full wp-image-5811" title="mitderlinken" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/mitderlinken.jpg" alt="" width="400" height="255" /></a></p>
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		<title>Unterst&#252;tzung f&#252;r Kurt Beck</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/07/10/unterstuetzung-fuer-kurt-beck/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 16:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Beck]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[In 259 Tagen ist Landtagswahl, so steht es auf der Unterst&#252;tzerseite "Ich und Kurt Beck". Weit mehr als ein halbes Jahr vor der Wahl tauchen also bereits die ersten Anzeichen f&#252;r einen Wahlkampf in Rheinland-Pfalz auf, der auch im und mit dem Internet gef&#252;hrt werden wird. Und vielleicht ist es ein Signal, dass Wahlkampf nicht mehr nur noch in sechs-Wochen-Schritten gedacht wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In 259 Tagen ist Landtagswahl, so steht es auf der Unterst&#252;tzerseite &#8220;Ich und Kurt Beck&#8221;. Weit mehr als ein halbes Jahr vor der Wahl tauchen also bereits die ersten Anzeichen f&#252;r einen Wahlkampf in Rheinland-Pfalz auf, der auch im und mit dem Internet gef&#252;hrt werden wird. Und vielleicht ist es ein Signal, dass Wahlkampf nicht mehr nur noch in sechs-Wochen-Schritten gedacht wird.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/kurtbeckunterstuetzer.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5807" title="kurtbeckunterstuetzer" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/07/kurtbeckunterstuetzer-300x171.jpg" alt="" width="300" height="171" /></a><br />
</strong></p>
<p>Bisher ist noch nicht viel zu sehen, auf der von der SPD selbst initiierten Unterst&#252;tzerseite mit der bildsch&#246;nen Adresse <a href="http://ichundkurt.de/">ichundkurt.de</a>. Bewusst scheint man das Bild des f&#252;rsorglichen Landesvaters von der SPD entkoppeln zu wollen, denn es prangt kein SPD-Logo und au&#223;er dem schlichten Namen der Generalsekret&#228;rin im Impressum l&#228;sst die Seite keine weiteren R&#252;ckschl&#252;sse auf die Parteizentrale zu. Statt des Logos prangt eine etwas zweifelhafte Wortmarke als Logo am Rande der Seite: &#8220;PersBeckTive 2011&#8243;.</p>
<p>Es ist interessant, dass Kurt Beck als langj&#228;hriger Amtsinhaber sich als Perspektive zu verkaufen sucht. Steht er doch mehr f&#252;r eine Weiterf&#252;hrung der Regierungsarbeit in der bekannten Weise &#8211; m&#246;ge man diese nun positiv oder negativ beurteilen. Diese Positionierung als Hoffnungstr&#228;ger seines Landes passt auch zu dem Versuch, eine Unterst&#252;tzerseite f&#252;r einen amtierenden Ministerpr&#228;sidenten zu etablieren &#8211; ein Werkzeug, das sich eigentlich mehr aus der Opposition anbietet.</p>
<p>Die PersBeckTive der Unterst&#252;tzerseite dagegen ist schon klar: Man will fr&#252;hzeitig Unterst&#252;tzer dazu ermutigen, sich selbst aktiv f&#252;r Kurt Beck einzusetzen. Dazu gibt es auf der Seite die Rubrik &#8220;Gute Tat&#8221;, in der bis zum Wahltag immer neue Missionen auf die Rollenspieler warten. Die erste Mission ist zur Zeit: Gewinne 10 neue Unterst&#252;tzer.</p>
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		<title>Interview III: SPD-NRW</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/05/05/interview-iii-spd-nrw/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 11:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Welche Rolle spielen die klassichen Parteiwebsites in den derzeit laufenden Onlinekampagnen der Parteien in Nordrhein-Westfalen? Auf welche Kommunikationsplattformen setzen die Parteien im Wahlkampf und warum? Diese und noch mehr Fragen werden wir in den kommenden zwei Wochen den Personen hinter den Onlinekampagnen stellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Welche Rolle spielen die klassichen Parteiwebsites in den derzeit  laufenden Onlinekampagnen der Parteien in Nordrhein-Westfalen? Auf  welche Kommunikationsplattformen setzen die Parteien im Wahlkampf und  warum? Diese und noch mehr Fragen werden wir in den kommenden zwei  Wochen den Personen hinter den Onlinekampagnen stellen.</strong></p>
<p>Im Interview Oliver Zeisberger (Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der barracuda digitale agentur), zur aktuellen Onlinekampagne der SPD-NRW.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NyINwPWW5ls&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/NyINwPWW5ls&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Internetseiten zur Landtagswahl: Runde 2</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/04/25/internetseiten-zur-landtagswahl-runde-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 18:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei Wochen vor der Landtagswahl ist nun jede der Parteien voll im Wahlkampf angekommen und wir k&#246;nnen einen zweiten Blick auf die Internetseiten von Landesverb&#228;nden und Spitzenkandidaten werfen. Im Februar hatten wir erstaunlich moderne Internetseiten bei SPD und CDU angetroffen, aber noch eher schwache Auftritte der Spitzenkandidaten. Was hat sich bis heute getan?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Wochen vor der Landtagswahl ist nun jede der Parteien voll im Wahlkampf angekommen und wir k&#246;nnen einen zweiten Blick auf die Internetseiten von Landesverb&#228;nden und Spitzenkandidaten werfen. Im Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/">hatten wir erstaunlich moderne Internetseiten bei SPD und CDU angetroffen</a>, aber noch eher schwache Auftritte der Spitzenkandidaten. Was hat sich bis heute getan?</strong></p>
<h2>Wenig Bewegung bei den Internetauftritten<strong><br />
</strong></h2>
<p>Auf den gro&#223;en Portalseiten der <a href="http://www.cdu-nrw.de/">CDU Nordrhein-Westfalen</a> und der <a href="http://www.nrwspd.de/html/-1/welcome/index.html">NRWSPD</a> hat sich nicht viel ver&#228;ndert. Lediglich in den gro&#223;en Bilderb&#252;hnen finden sich nun immer mehr Hinweise auf die Landtagswahl. Bei der CDU scheint man J&#252;rgen R&#252;ttgers nun als sympathischen Familienmenschen positionieren zu wollen und l&#228;sst ihn daher h&#228;ufiger gemeinsam mit seiner Frau auftreten. Die SPD setzt offensichtlich einige Hoffnung in das TV-Duell am morgigen Montag und fordert ihre Unterst&#252;tzer auf, das TV-Duell gemeinsam auf TV-Parties im ganzen Land anzusehen. Dass sich nicht viel ge&#228;ndert hat auf den Seiten ist aber dank der guten Ausgangslage im Februar nicht wirklich tragisch. Zwar k&#246;nnte man bei der CDU den Weg zu Grundinfos wie den Kandidatenlisten oder dem Programm noch etwas leichter machen, aber der gute Eindruck bleibt bestehen.</p>
<p>Wenig getan hat sich auch auf manchen anderen Seiten. <a href="http://www.juergen-ruettgers.de/">J&#252;rgen R&#252;ttgers</a> feiert immer noch seine Dialogbereitschaft und hat den Seitentitel &#8220;Meine Seite ist Ihre Seite&#8221; immerhin um seinen Namen erg&#228;nzt. Die Auftritte der <a href="http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article_bb.php/_c-522/i.html">FDP</a> und ihrem Spitzenkandidaten <a href="http://www.andreas-pinkwart.de/">Andreas Pinkwart</a> &#228;hneln sich immer noch sehr, auch wenn auf den liberalen Seiten nun Querverweise zur Themenseite Landtagswahl NRW und ein Countdown zum Wahltag eingebaut sind. Auch bei der <a href="http://die-linke-nrw.de/">LINKEN</a> lockt weiterhin der Baukasten-Charme, ebenfalls um zahlreiche Links in der Seitenspalte erg&#228;nzt. Einen Internetauftritt ihrer Spitzenfrau B&#228;rbel Beuermann sucht man immer noch vergebens. Aber es kann ja auch nicht jede Politikerin so engagiert online sein wie <a href="http://www.sylvia-loehrmann.de/">Sylvia L&#246;hrmann</a>.</p>
<h2>Gr&#252;ne wollen den Wechsel in NRW</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/gruenenrw1.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5668" title="gruenenrw" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/gruenenrw1-106x300.jpg" alt="" width="106" height="300" /></a>Zwei Internetseiten jedoch wurden seit unserem letzten Artikel zum Thema im Februar general&#252;berholt. Wie schon damals angedeutet haben die <a href="http://www.gruene-nrw.de/">Gr&#252;nen in NRW</a> ihren Auftritt einem Relaunch unterzogen und pr&#228;sentieren sich als die junge, gestaltungshungrige Oppositionspartei. Zentrales Element der Seite ist ein gigantischer Countdown &#8220;bis zum Wechsel in NRW&#8221;. Darunter pr&#228;sentiert sich die Seite handwerklich solide gemacht und erm&#246;glicht jederzeit den schnellen Einstige in Themen, Wahlinfos oder Wahlkampfaktionen. Auch die Gr&#252;nen greifen das TV-Duell auf und wollen live zur Austrahlung ein Transkript anfertigen &#8211; garniert mit gr&#252;nen Kommentaren.</p>
<h2>Hannelore Kraft erz&#228;hlt ihre Geschichte</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5666" title="hannelorekraft" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft-230x300.jpg" alt="" width="230" height="300" /></a>Ebenfalls neu gestaltet wurde der Auftritt der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft. Im Februar <a href="http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/">hatten wir &#252;ber die alte Seite geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p>Gegen die so innovative Optik der nrwspd.de wirkt es schon wie ein  R&#252;ckfall in ein anderes Jahrzehnt, was den Besucher von  hannelore-kraft.de erwartet. Auch wenn der Besucher pers&#246;nlich von der  SPD-Vorsitzenden angesprochen wird, wird er sich hier kaum gut  aufgehoben f&#252;hlen. Die Seite wird dominiert von Pressemitteilungen und  lieblos aufbereiteten Steckbriefen. Wenn man es nicht w&#252;sste, k&#228;me man  nicht einmal auf die Idee, dass Hannelore Kraft gerne  Ministerpr&#228;sidentin von Nordrhein-Westfalen werden m&#246;chte.</p></blockquote>
<p>Ganz im Stil der Seite der NRWSPD zeigt sich jetzt auch hannelore-kraft.de modern und freundlich gestaltet. Warum man Frau Kraft gleich zweimal auf der Startseite mit dem gleichen Foto ins Layout eingebunden hat, wird zwar das Geheimnis der Grafiker bleiben, aber das kann wenig am positiven Gesamteindruck &#228;ndern. Die praktische Bildb&#252;hne dominiert die Startseite und wird durch Meldungen, Termine und ein paar Bildverweise erg&#228;nzt.</p>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft_kennenlernen.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5667" title="hannelorekraft_kennenlernen" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/hannelorekraft_kennenlernen-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a>Das wirkliche Highlight der Seite aber ist fast schon etwas schwer zu erkennen. Neben der Titelgrafik findet sich ein nicht einfach als Button zu erkennendes Bild von Hannelore Kraft in jungen Jahren, das &#252;berschrieben ist mit &#8220;Mein Name ist Hannelore Kraft. Mein Leben ist eine Geschichte aus NRW&#8221; und zum &#8220;Kennenlernen&#8230;&#8221; auffordert. Dahinter verbirgt sich eine <a href="http://www.hannelore-kraft.de/img24/themenwelten/nrwspd.swf?direkt=1&amp;bgcolor=#ffffff&amp;">wahnsinnig aufw&#228;ndig und liebevoll gemachte Diashow</a>, in der Hannelore Kraft ihre Lebensgeschichte erz&#228;hlt. Mit detailverliebten Folien voller charmanter Fotos inklusive modischem Flashback stellt sich die Spitzenkandidatin dem interessierten Besucher vor. Besonders &#252;berzeugend ist, dass ihre Lebensgeschichte offensichtlich sehr gut zu ihrem politischen Programm zu passen scheint.</p>
<p>Mit dieser Diashow k&#246;nnte ein wenig dynamisch oder interaktives Element tats&#228;chlich die Innovation des Online-Wahlkampfes 2010 sein. Dem Nutzer eine Geschichte erz&#228;hlen, ihn so f&#252;r die Anliegen und Person eines Kandidaten zu begeistern ist eine viel zu gute Idee, als dass sie eher versteckt auf der Seite platziert sein sollte. Ob bei einer zuk&#252;nftigen Adaption durch andere Politiker und Politikerinnen dann ausgerechnet das wenig offene Flash als Basis daf&#252;r herhalten muss (man denke nur an die ausgeschlossenen iPad-Nutzer ;-) ), wird sich wohl noch zeigen.</p>
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		<title>Unterst&#252;tzerkampagnen und Parteien: Das Kraftvoll in NRW</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/04/22/unterstuetzerkampagnen-und-parteien-das-kraftvoll-in-nrw/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 15:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[webcamp09]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind Bell]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu landesweiter Aufmerksamkeit kommen Direktkandidaten nur selten in Wahlk&#228;mpfen wie derzeit in Nordrhein-Westfalen. Sie treten als &#246;rtliche Gesichter ihrer Partei auf und arbeiten scheinbar nur in zweiter Linie f&#252;r sich selbst. Im 'Webrestaurant Kraftvoll' wird nun das Scheinwerferlicht auf die K&#228;mpfer aus der zweiten Reihe gerichtet. In jeder Episode stellt der virtuelle Restaurantchef Stephan Braun einen oder mehrere Direktkandidaten aus der NRW-SPD vor. Das Engagement daf&#252;r stammt aber nicht aus der Parteizentrale der SPD, sondern wird von Braun mit einigen Freiwilligen selbst gestellt. Ein &#220;berblick &#252;ber Unterst&#252;tzerkampagnen in Deutschland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nur selten bekommen Direktkandidaten in Wahlk&#228;mpfen &#246;ffentliche Aufmerksamkeit, die &#252;ber den eigenen Wahlkreis hinaus geht. Sie treten als &#246;rtliche Gesichter ihrer Partei auf und arbeiten scheinbar nur in zweiter Linie f&#252;r sich selbst. Im &#8216;Webrestaurant Kraftvoll&#8217; wird nun das Scheinwerferlicht auf die K&#228;mpfer aus der zweiten Reihe gerichtet. In jeder Episode stellt der virtuelle Restaurantchef Stephan Braun einen oder mehrere Direktkandidaten aus der NRW-SPD vor. Die Arbeit hinter den Kulissen macht sich aber nicht die SPD, sondern Stephan Braun mit einigen Freiwilligen selbst. Ein &#220;berblick &#252;ber Unterst&#252;tzerkampagnen in Deutschland.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h2>schroeder98.de<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/schroeder98.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5620" title="schroeder98" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/schroeder98-300x170.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a>Unterst&#252;tzerkampagnen im Internet sind nicht erst seit Barack Obama zu finden, wie man als junger Mensch heute schon fast vermuten k&#246;nnte. Schon im Bundestagswahlkampf 1998 fanden sich drei Sympathisanten von Gerhard Schr&#246;der zusammen und bauten mit schroeder98.de eine &#8220;nicht-autorisierte Schr&#246;der-Homepage&#8221;.  Die <a href="http://www.koelner.de/">K&#246;lner Illustrierte</a> berichtete im August &#8217;98:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Der Wunsch, etwas &#252;ber die Person Gerhard Schr&#246;der zu erfahren, w&#228;chst mit jedem Tag, den die Wahl im September n&#228;herr&#252;ckt&#8221;, erkl&#228;rt Oliver Zeisberger. Aus diesem Grund hat der Diplomkaufmann und selbst&#228;ndige Multimedia-Berater zusammen mit den Studenten Tim Bonnemann und Florian Koller die Initiative schroeder98.de gegr&#252;ndet. Das Ergebnis der Arbeit der drei K&#246;lner kann im Internet unter www.schroeder98.de abgerufen werden. &#8220;Das Bild, das wir von Schr&#246;der aus den Kategorien Person, Crew, Politik und Unterst&#252;tzer zusammensetzen&#8221;, so Zeisberger, &#8220;ist jetzt schon vielf&#228;ltiger als alles, was im Internet derzeit gesammelt verf&#252;gbar ist.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>F&#252;r die politische Wissenschaft war die Trennung von offiziellen Parteistrukturen schon damals von Interesse. Dr. Christoph Bieber schreibt dazu in seinem 1999 erschienen Buch  “Politische Projekte im Internet”:</p>
<blockquote><p><em>“Eine kommerzielle ‘digitale Agentur’ aus K&#246;ln  sicherte sich die Namensrechte und entwickelte das Angebot ohne direkten  Kontakt zur SPD-Wahlkampfzentrale. Dieses Modell folgt dem Muster der  amerikanischen ‘Political Action Comittees’, die als externe  Unterst&#252;tzergruppen in nahezu allen personenbezogenen Wahlkampagnen  fungieren. Da&#223; [sic!] dies in Deutschland erstmals in prominenter Stelle  via Internet geschieht, liegt in den vergleichsweise geringen Kosten  f&#252;r die Entwicklung und Unterhaltung einer solchen Web-Site und dem  damit verbundenen Werbeeffekt. Aus einer analytischen Perspektive ist  hier aber vor allem das Aufbrechen der klassischen Akteursverteilung  innerhalb einer Wahlkampagne von Bedeutung” (Bieber 1999: 143).</em></p></blockquote>
<p>F&#252;r die Parteien waren die Unterst&#252;tzerkampagnen also ein zweischneidiges Schwert. W&#228;hrend sie sicherlich begeistert waren, dass Begeisterung f&#252;r ihre Kandidaten in eigenes Engagement umschlug, verloren sie doch die Kontrolle &#252;ber einzelne Elemente ihres Wahlkampfes. Springen wir einige Jahre vorw&#228;rts und werfen einen Blick auf das Webcamp09, das sich f&#252;r die Wiederwahl des hessischen Ministerpr&#228;sidenten Roland Koch (CDU) stark machte.</p>
<h2>Webcamp09</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/webcamp09.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5621" title="webcamp09" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/webcamp09-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Als nach der gescheiterten Regierungsbildung von Andrea Ypsilanti im Herbst 2008 klar wurde, dass es sehr bald zu Neuwahlen kommen w&#252;rde, kam auch im Umfeld der hessischen CDU die Idee einer Unterst&#252;tzerkampagne auf. Im Gegensatz zu bisherigen Prototypen von Unterst&#252;tzerkampagnen aber kam der Impuls nicht unmittelbar von Au&#223;erhalb, sondern ging von Mitgliedern der Jungen Union aus. Innerhalb weniger Wochen wurde das <a href="http://www.webcamp09.de/">Webcamp09</a> auf die Beine gestellt &#8211; mit tatkr&#228;ftiger Unterst&#252;tzung der Landes-CDU. In unserem <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/reports/die-cdu-hessen-setzt-beim-direkten-dialog-auf-das-internet/">Bericht der Kampagnenpraxis zum Webcamp</a> zeigten wir, wie nahe das Webcamp auch im Kampagnenalltag an die CDU angebunden war:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Das Webcamp steigerte seine Bekanntheit durch gezielte und  medienwirksame Provokationen wie einem <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.youtube.com');" href="http://www.youtube.com/watch?v=9kQX30gFL9U">Webvideo</a>.  Vor allem aber war die Internetkampagne Teil der Gesamtstrategie und  erhielt darin einen klar definierten Platz. Die CDU bewarb das Webcamp  auf allen eigenen Kan&#228;len und baute es in ihre Kommunikation ein.  Andererseits berichtete die Webcamp-Website &#252;ber die Aktivit&#228;ten der  CDU, insbesondere diejenigen im Internet, und machte sie zu einem Teil  des Austauschs und der Auseinandersetzung auf der Plattform.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das erfolgreiche Konzept des Webcamps findet sich auch im Landtagswahlkampf 2010 in Nordrhein-Westfalen wieder. Ein Blick auf <a href="http://www.nrw-fuer-ruettgers.de/">NRW f&#252;r R&#252;ttgers</a> zeigt die &#196;hnlichkeiten auf. Wieder bloggen, twittern und schreiben Mitglieder der Jungen Union &#252;ber  den Wahlkampf und statt Roland Koch nun &#252;ber J&#252;rgen R&#252;ttgers.</p>
<h2>Kraftvoll &#8211; Das Webrestaurant</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/kraftvoll.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5624" title="kraftvoll" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/04/kraftvoll-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a>Mit dem <a href="http://www.kraftvoll-online.de/">Kraftvoll</a> zeigt sich in NRW nun eine dritte Ausbaustufe der Unterst&#252;tzerkampagnen. Nach der v&#246;llig eigenst&#228;ndig agierenden Kampagnenseite schroeder98.de und dem stark an die Partei gebundenen webcamp09 bildet das Kraftvoll wieder eine gr&#246;&#223;ere Eigenst&#228;ndigkeit &#8211; wird aber von der NRW-SPD mit Freude aufgegriffen. Die Videos von Stephan Braun und seinem Team finden sich im offiziellen Youtube-Kanal der SPD Nordrhein-Westfalen und werden im <a href="http://blog.nrwspd.de/category/unterstutzer/">parteieigenen Blog</a> und &#252;ber <a href="http://twitter.com/nrwspd/status/11096279610">Twitter</a> prominent weiterempfohlen. In regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden werden im Kraftvoll in meist sechs bis sieben Minuten  langen Videos die SPD-Direktkandidaten vorgestellt. Man hat sich f&#252;r die Interviews das fiktive Setting eines  Restaurants ausgedacht, in dem die Kandidaten von einem Kellner  interviewt werden.</p>
<p>Stephan Braun, der den Kellner spielt und dessen Agentur die Videos produziert, hat schon im Kommunalwahlkampf mit diesem Konzept eine Unterst&#252;tzerkampagne f&#252;r den Wuppertaler Oberb&#252;rgermeisterkandidaten von der SPD umgesetzt. &#8220;<a href="http://wirsindbell.de/">Wir sind Bell</a>&#8221; hie&#223; die Kampagne 2009 und suchte mit kreativen Ideen nach Unterst&#252;tzern f&#252;r Dietmar Bell. Im Vorfeld der Landtagswahl 2010 wurde Braun nun von der NRWSPD gefragt, ob er sich eine &#228;nhliche Arbeit auch f&#252;r die Landtagswahl vorstellen k&#246;nne. Drei konkrete Ideen wurden verfolgt: vom Supermarktverk&#228;ufer, &#252;ber einen  rasenden Reporter bis hin zum letztlich ausgew&#228;hlten Restaurantbesitzer.  Die Ideen seien zwar gemeinsam mit der SPD er&#246;rtert worden, doch seit  dem genie&#223;e er v&#246;llige Freiheit, was seine Unterst&#252;tzerkampagene angeht.</p>
<blockquote><p><em>„Das ist schon enorm, nur wenige Parteien machen so etwas und sind so  mutig, auf einen Teil ihres Einflusses zu verzichten.“</em></p></blockquote>
<p>Die SPD wolle zwar nat&#252;rlich wissen, was &#8220;mit ihren Namen passiert&#8221;, aber das ist f&#252;r Braun nur verst&#228;ndlich. In allem anderen sei man aber v&#246;llig frei. Die NRWSPD gibt damit den Unterst&#252;tzerkampagnen wieder mehr Freiheit und realisiert, dass so wertvolle Arbeit f&#252;r ihren anvisierten Wahlerfolg auch au&#223;erhalb der eigenen Kapazit&#228;ten geschehen kann. Unterst&#252;tzerkampagnen werden nicht mehr ignoriert oder ins eigene Team eingebunden, sondern als Erg&#228;nzung verstanden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ypsilantis solidarische Moderne</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 08:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Institut Solidarische Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Think-Tank]]></category>

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		<description><![CDATA[Andrea Ypsilanti, Sven Giegold, Katja Kipping, Franz Alt, Michael Brie, Arvid Bell, Franziska Drohsel und Sebastian Krumbiegel – allesamt sind sie Mitglieder des neu gegr&#252;ndeten Instituts Solidarische Moderne. Politiker aus dem linken Spektrum, aus SPD, Linker und Gr&#252;nen gemeinsam mit Publizisten und Wissenschaftlern als Vork&#228;mpfer einer sozialeren Politik? Eine Umschau durch Presse und Blogs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Andrea Ypsilanti, Sven Giegold, Katja Kipping, Franz Alt, Michael Brie, Arvid Bell, Franziska Drohsel und Sebastian Krumbiegel &#8211; allesamt sind sie Mitglieder des neu gegr&#252;ndeten <a href="http://www.solidarische-moderne.de/">Instituts Solidarische Moderne</a>. Politiker aus dem linken Spektrum, aus SPD, Linker und Gr&#252;nen gemeinsam mit Publizisten und Wissenschaftlern als Vork&#228;mpfer einer sozialeren Politik? Eine Umschau durch Presse und Blogs.</strong><br />
<a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/02/solidarischemoderne.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5238" title="solidarischemoderne" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/02/solidarischemoderne-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" /></a></p>
<h2>Das Ypsilanti-Institut oder wie nah ist Rot-Rot-Gr&#252;n?</h2>
<p>&#8220;Viel Presse hier&#8221; <a href="http://twitter.com/sven_giegold/status/8508724299">schreibt Sven Giegold</a> und meint damit das Institut Solidarische Moderne, eine rot-rot-gr&#252;ne Denkfabrik, die am Wochenende aus der Taufe gehoben wurde. Nicht ganz unbekannte Politiker aus SPD, Gr&#252;nen und der Linkspartei wollen gemeinsam mit Wissenschaftlern und Idealisten Konzepte f&#252;r eine &#8220;solidarische&#8221; Politik entwerfen. Die Presse greift die Gr&#252;ndung als gro&#223;e Neuigkeit auf und sieht, wohl nicht ganz zu unrecht, Andrea Ypslianti, die ehemalige hessische SPD-Vorsitzende aus Hessen, als treibende Kraft hinter der Idee. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,675219,00.html">Florian Gathmann zieht auf SpiegelOnline Parallelen zu Ypsilantis Landtagswahlkampf von 2008</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Allerdings klingt manches an dem neuen Think-Tank schon sehr nach  Ypsilanti. &#8220;Soziale Moderne&#8221; lautete das Motto ihres Landtagswahlkampfs  2008. Da ist es zur &#8220;Solidarischen Moderne&#8221; nicht mehr weit. Kein  Wunder, dass auch Hermann Scheer unter den Gr&#252;ndungsmitgliedern ist. Der  SPD-Bundestagsabgeordnete war Ypsilantis designierter Superminister f&#252;r  Wirtschaft und Umwelt und gilt als Kopf hinter ihrem damaligen  politischen Programm.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei WELT ONLINE ist man wie zu erwarten etwas irritiert &#252;ber so wenig Ber&#252;hrungs&#228;ngste mit der Linkspartei und <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6078067/Ypsilantis-Versuchslabor-fuer-Rot-Rot-Gruen.html">sieht eine rot-rot-gr&#252;ne Koalition als Ziel des Instituts</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine Ex-Spitzenkandidatin der SPD, eine Linkenpolitikerin, ein S&#228;nger  und ein Ex-Staatssekret&#228;r geh&#246;ren zur Besetzung der neuen Denkfabrik  &#8220;Institut Solidarische Moderne&#8221;. Das Projekt unter der F&#252;hrung von  Andrea Ypsilanti arbeitet offiziell gegen Schwarz-Gelb, inoffiziell aber  schon an Rot-Rot-Gr&#252;n.&#8221;</p></blockquote>
<h2>Fremdeln im eigenen Lager</h2>
<p>Ungleich offener empf&#228;ngt die taz den Think Tank und <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&amp;dig=2010%2F01%2F30%2Fa0178&amp;cHash=c789334689">besch&#228;ftigt sich eingehender mit der Vision</a> einer Zusammenarbeit &#252;ber Parteigrenzen hinweg. Die sei allemal n&#246;tig und m&#246;glich, aber die Parteien m&#252;ssten in ihrer ganzen Breite einbezogen werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Allerdings:  Rot-Rot-Gr&#252;n muss sich  f&#252;r alle drei auch politisch rechnen &#8211; und das  tut es im Moment nicht. Vor allem die SPD zaudert, weil in ihrer  Anh&#228;ngerschaft nur eine Minderheit mit einer linken Koalition  sympathisiert. Selbst wenn Gabriel und Nahles so eine Regierung 2013  wollen, ist schleierhaft, wie sie dies ihrer konservativen Klientel  beibringen. So lange kein Netzwerker, kein Seeheimer, kein  Traditionsgewerkschafter bei den neuen Zirkeln mit am Tisch sitzt, wird  deren Wirkung &#252;berschaubar bleiben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die FAZ sieht etwas sp&#246;ttelnd auf das Projekt und <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E0EC99B9A663F405AA32DBE797554C59C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">l&#228;sst Kritiker aus den Reihen der Gr&#252;nen auftreten</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Skeptisch hat der Realo-Fl&#252;gel der Gr&#252;nen auf die  Ypsilanti-Initiative reagiert. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde  bezeichnete gegen&#252;ber der Frankfurter Allgemeine Zeitung  (Dienstagausgabe) die Gr&#252;ndung des, wie er es formulierte,  „Ypsilanti-Instituts f&#252;r angewandte Kuba-Wissenschaften“ als Fehler. Bonde  sagte der F.A.Z.: „Die Initiative geht in die schwarz-gelbe Falle und  versucht, ein &#252;berkommenes Lagerdenken zu reaktivieren.“ Die alte  Lagerlehre mit einem „linken Block“ und zu „Projekten“ aufgeladenen  B&#252;ndnissen „stabilisiert nur Merkel/Westerwelle, statt ihre  schnellstm&#246;gliche Abl&#246;sung voranzubringen“.&#8221;</p></blockquote>
<h2>Wenig Resonanz in Blogs</h2>
<p>In Blogs findet man dagegen bisher kaum &#196;u&#223;erungen zum Institut Solidarische Moderne. Die ausf&#252;hrlichsten Beitr&#228;ge haben bezeichnenderweise zwei Gr&#252;ndungsmitglieder des Instituts geschrieben, die sich dann auch mit der internen Diskussion &#252;ber den Namen besch&#228;ftigen. Till Westermayer ist nur wenige Stunden nach Vorstellung des Think-Tanks Mitglied geworden, <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/01/30/das-institut-solidarische-moderne-eine-namenskritik/">hat sich aber vorher einige Gedanken gemacht und diese geblogt</a>. Warum zum Beispiel der Name so stark an die &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; erinnere oder er zu sozialdemokratisch sei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Mir ist der Name zu sozialdemokratisch. Aber gut – wenn zwei der drei Gr&#252;ndungsstr&#246;mungen sozialdemokratisch sind, muss das vielleicht so sein. Nat&#252;rlich ist »solidarisch« auch ein gr&#252;ner Begriff, und ein – inzwischen weitgehend anerkanntes – gr&#252;nes Thema. Trotzdem: gerade wenn dieser Think-tank sich um dieses Aufgabenfeld k&#252;mmern will [...], dann frage ich mich schon, ob »solidarisch« das richtige Adjektiv ist. Ich w&#252;rde ja sagen, dass eigentlich »gr&#252;n« hier viel besser passt, oder zumindest »sozial-&#246;kologisch«. Vielleicht w&#228;re auch eine ganz neue Wortsch&#246;pfung notwendig. Oder eben beides – »Institut f&#252;r eine solidarische und &#246;kologische Moderne«.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie eine Antwort darauf liest sich die Wortmeldung von <a href="http://babenhauserhei.de/archives/560">Maik Babenhauserheide. Mit Verweis auf Westermayer schreibt er</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zur Namenskontroverse kann ich nur sagen, dass Solidarit&#228;t f&#252;r mich  weder ein sozialdemokratischer Begriff ist noch an Progressivit&#228;t  vermissen l&#228;sst. Sicherlich h&#228;tte man dem Institut auch einen Namen  geben k&#246;nnen, der ganz unmissverst&#228;ndlich klarstellt, dass es sich  hierbei nicht um einen altlinken Folkloreverein handelt, der den zum  Teil gescheiterten linken Konzepten des Industriezeitalters nachh&#228;ngt  und auch das Thema &#214;kologie als linkes Projekt anspricht. Allerdings w&#228;re das wohl zu einem Namensunget&#252;m geworden , um das man  lange h&#228;tte ringen m&#252;ssen. Solidarische Moderne beschreibt meiner  Meinung nach sehr gut die gemeinsame Wertebasis der beteiligten  Personen. Auch ich bin in die Politik gegangen, weil ich an einer  solidarischen Gesellschaft mitarbeiten m&#246;chte. Und das als Gr&#252;ner!&#8221;</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Nils Simon berichtet &#252;brigens bei der Klimakrise, dass die namhaften Gr&#252;ndungsmitglieder gar nicht pers&#246;nlich anwesend waren</span> (Korrektur siehe Kommentar. <a href="http://klimakrise.de/2010/02/01/solidarische-moderne/">Sein Beitrag</a> ist trotzdem lesenswert).</p>
<p><em>Bild: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:DE_Ypsilanti_by_Steschke_02.jpg"class="img" rel="lightbox">wikimedia &#8211; Sven Teschke</a> unter <a href="/impressum/gnu-lizenz-fuer-freie-dokumentation/">GFDL</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Warmlaufen f&#252;r die Landtagswahl NRW</title>
		<link>http://www.homopoliticus.de/2010/02/01/warmlaufen-fuer-die-landtagswahl-nrw/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 10:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[NRW]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch sind es ein paar Monate bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Am 9. Mai werden die B&#252;rger zu den Wahlurnen ziehen und den amtierenden Ministerpr&#228;sidenten J&#252;rgen R&#252;ttgers um seine Wiederwahl zittern lassen (so jedenfalls die <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm">letzten Umfrageergebnisse</a>). Wir wollen auch auf diese Landtagswahl wieder ein Auge werfen und uns dabei wie im letzten Jahr auf die Online-Aktivit&#228;ten der Parteien konzentrieren. Dabei wollen wir uns in 3 Etappen die Internetseiten der Landesparteien und ihrer Spitzenkandidaten ansehen. In dieser ersten Stufe zeigen wir den Stand vor dem eigentlichen Wahlkampf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch sind es ein paar Monate bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Am 9. Mai werden die B&#252;rger zu den Wahlurnen ziehen und den amtierenden Ministerpr&#228;sidenten J&#252;rgen R&#252;ttgers um seine Wiederwahl zittern lassen (so jedenfalls die <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm">letzten Umfrageergebnisse</a>). Wir wollen auch auf diese Landtagswahl wieder ein Auge werfen und uns dabei wie im letzten Jahr auf die Online-Aktivit&#228;ten der Parteien konzentrieren. Dabei wollen wir uns in 3 Etappen die Internetseiten der Landesparteien und ihrer Spitzenkandidaten ansehen. In dieser ersten Stufe zeigen wir den Stand vor dem eigentlichen Wahlkampf.</strong></p>
<h2>CDU</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_cdu.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5157" title="landtagswahl_nrw_2010_cdu" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_cdu-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_ruettgers.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5163" title="landtagswahl_nrw_2010_ruettgers" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_ruettgers-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Die Internetseiten der Partei des Ministerpr&#228;sidenten sehen modern aus. Gerade auf der Seite des Landesverbands wird dem B&#252;rger der Weg zu den gew&#252;nschten Informationen sehr leicht gemacht. Eine gro&#223;e B&#252;hne pr&#228;sentiert die aktuellen Informationen, w&#228;hrend &#252;ber eine Hand voll h&#252;bsch gemachter Grafiken der Zugang zu handfesteren Infos aufgezeigt wird. Dazu geh&#246;rt nat&#252;rlich ein Link zur Internetseite des Ministerpr&#228;sidenten J&#252;rgen R&#252;ttgers ebenso wie die M&#246;glichkeit zu Spenden oder Parteimitglied zu werden. Hier zeigt sich jedoch schon, dass wir auf der Suche nach den ersten Wahlkampfspuren zu fr&#252;h sind. Es findet sich kein Verweis auf eine besondere Kampagne, die Kandidaten zur Landtagswahl oder das Wahlprogramm. Der modulare Aufbau der Seite wird es aber leicht machen, das in den n&#228;chsten Wochen zu &#228;ndern.</p>
<p>Der Ministerpr&#228;sident kommt dagegen mit seiner Webpr&#228;senz nicht ganz so gut an. Zwar ist die Gestaltung auch frisch und &#252;bersichtlich, aber man hat dabei etwas die Nutzbarkeit vergessen. Ganz wichtig scheint den Machern der Seite gewesen zu sein, J&#252;rgen R&#252;ttgers als offen und dialogorientiert darzustellen. Man wird fast zur Kontaktaufnahme gen&#246;tigt, so oft &#228;u&#223;ert der Ministerpr&#228;sident den Wunsch, mit dem Leser in Kontakt zu treten. Das geht soweit, dass sogar der Seitentitel im Browser nicht etwa &#8220;J&#252;rgen R&#252;ttgers, Ministerpr&#228;sident von Nordrhein-Westfalen&#8221; lautet &#8211; sondern reichlich banal &#8220;Meine Seite ist Ihre Seite&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.cdu-nrw.de/">CDU Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="http://www.juergen-ruettgers.de/">Ministerpr&#228;sident J&#252;rgen R&#252;ttgers</a></p>
<h2>SPD</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_spd.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5158" title="landtagswahl_nrw_2010_spd" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_spd-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kraft.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5164" title="landtagswahl_nrw_2010_kraft" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kraft-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Die NRWSPD, wie sich der gr&#246;&#223;te sozialdemokratische Landesverband selbstbewusst nennt, hat einen unwahrscheinlich gut gemachten Internetauftritt. Die Gestaltung k&#246;nnte aber schon fast etwas zu progressiv f&#252;r die alte SPD sein. Dennoch, bei der Konzeption der Seite stand ganz offensichtlich die Leserfreundlichkeit im Vordergrund. Auf einer gro&#223;en B&#252;hne werden vier aktuelle Meldungen durch geschaltet, in denen ein Politikfeld, die Landesvorsitzende Hannelore Kraft, der Blog der NRWSPD und das Wahlprogramm pr&#228;sentiert werden. So bietet man dem Leser vier unterschiedliche Einstiegspunkte, um sich zu informieren. Darunter erscheinen die bei jeder Partei obligatorischen Pressemitteilungen, die wohl noch kein zuf&#228;lliger Besucher der Website je gelesen haben d&#252;rfte. Die rechte Seitenleiste pr&#228;sentiert, &#228;hnlich wie bei der CDU, einige Grafiken mit Verweisen auf weitere Infos. Leider doppeln sich die Zug&#228;nge aus der Seitenleiste etwas mit denen aus der oberen B&#252;hne. Damit aber ist in jedem Fall sichergestellt, dass der Besucher auch wei&#223;, wohin er sich wenden will.</p>
<p>Gegen die so innovative Optik der nrwspd.de wirkt es schon wie ein R&#252;ckfall in ein anderes Jahrzehnt, was den Besucher von hannelore-kraft.de erwartet. Auch wenn der Besucher pers&#246;nlich von der SPD-Vorsitzenden angesprochen wird, wird er sich hier kaum gut aufgehoben f&#252;hlen. Die Seite wird dominiert von Pressemitteilungen und lieblos aufbereiteten Steckbriefen. Wenn man es nicht w&#252;sste, k&#228;me man nicht einmal auf die Idee, dass Hannelore Kraft gerne Ministerpr&#228;sidentin von Nordrhein-Westfalen werden m&#246;chte.</p>
<p><a href="http://www.nrwspd.de/">SPD Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="http://www.hannelore-kraft.de/">Spitzenkandidatin Hannelore Kraft</a></p>
<h2>Gr&#252;ne</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_gruene.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5159" title="landtagswahl_nrw_2010_gruene" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_gruene-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_loehrmann.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5165" title="landtagswahl_nrw_2010_loehrmann" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_loehrmann-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Die B&#252;ndnisgr&#252;nen in Nordrhein-Westfalen pr&#228;sentieren sich auf ihrer Internetseite mit einer seltsamen Mischung von modernen Designelementen und einer veraltet wirkenden Grundgestaltung. Es ist wohl keine allzu gewagte Prognose, wenn man einen baldigen Relaunch vorhersagt. Inhaltlich dagegen sind die NRW-Gr&#252;nen recht ansprechend aufgestellt. Die aktuellen Infos auf der Startseite prasseln nicht automatisiert und mehrmals am Tag rein, sondern scheinen von Hand ausgew&#228;hlte Empfehlungen aus dem gesamten Fundus zu sein. Wie bei CDU und SPD wird auch von den Gr&#252;nen die Seitenleiste f&#252;r schnelle Grafiklinks benutzt, die hier haupts&#228;chlich in Richtung Soziale Netzwerke weisen &#8211; aber auch dar&#252;ber aufkl&#228;ren, dass die Internetseite CO2-neutral betrieben wird. Besonders bei den Gr&#252;nen ein netter, augenzwinkernder Hinweis. Auch im Zuge des Relaunchs d&#252;rfte eine st&#228;rkere Themenfokussierung Einzug halten. Bisher bildet die Seite noch eher den termingehetzten Oppositionsalltag wieder und zeigt noch zu wenig auf, was man selbst besser machen m&#246;chte.</p>
<p>Offensichtlich in der To-Do-Liste des Grafikers einen Platz weiter oben war die Internetseite der Spitzenkandidatin Sylvia L&#246;hrmann, die sich schon im neuen Design pr&#228;sentiert. Die Website legt ganz klar das Augenmerk darauf, die Spitzengr&#252;ne als sympathisch und modern vorzustellen. Die &#252;blichen Sozialen Netzwerke werden hier nicht nur mit einfachen Links verkn&#252;pft, sondern f&#252;ttern den Inhalt der Seite teilweise mit indem L&#246;hrmanns Linkempfehlungen aus Facebook eingebunden werden. Auch einen Blog betreibt L&#246;hrmann auf ihrer Internseite. Doch irgendwie vermag man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass alles noch etwas zu blass bleibt. Wie der hellgr&#252;ne Hintergrund der Seite wirkt auch die Spitzenkandidatin in den unz&#228;hligen Links und Blogabs&#228;tzen wenig markant. Bei aller Kritik aber dennoch eine gut gemachte und benutzerfreundliche Internetseite.</p>
<p><a href="http://www.gruene-nrw.de/">B&#252;ndnis &#8217;90/Die Gr&#252;nen NRW</a></p>
<p><a href="http://sylvia-loehrmann.de/">Spitzenkandidatin Sylvia L&#246;hrmann</a></p>
<h2>FDP</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_fdp.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5160" title="landtagswahl_nrw_2010_fdp" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_fdp-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_pinkwart.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5166" title="landtagswahl_nrw_2010_pinkwart" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_pinkwart-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Den besten Eindruck von den Internetseiten der Landes-FDP und ihrem Spitzenkandidaten bieten die beiden oben stehenden Screenshots, die nahezu identisch aussehen. Bei der FDP aus Nordrhein-Westfalen wirken die Websites etwas liebloser als bei der politischen Konkurrenz, scheinen aus einem gro&#223;en Baukasten innerhalb von kurzer Zeit zusammen geklickt zu sein. Da wundert es auch nicht weiter, dass der gr&#246;&#223;te Teil der Startseite des Landesverbands aus Pressemitteilungen besteht, die mal mehr und mal weniger mit der bevorstehenden Landtagswahl zu tun haben. In der Seitenleiste wird es dagegen richtig modern, wenn die FDP den Entwurf ihres Wahlprogramms zur Diskussion freigibt. Eine Grafik weiter unten gelangt man zu den <a href="http://www.fdp-nrw.de/webcom/show_article.php/_c-600/_nr-13334/i.html">Sonderseiten f&#252;r die Landtagswahl</a>, bei denen man v&#246;llig &#252;berrascht sein muss. Sehr gut aufgegliedert stellt die FDP hier ihr Wahlprogramm, die Kandidaten und ihre wichtigsten Themenfelder vor. Es fehlt also scheinbar nur noch der Mut, diese so einfach angebotenen Informationen auf die Startseite zu &#252;bernehmen.</p>
<p>Nicht ganz so kurz ist der Weg f&#252;r die Internseite des Spitzenkandidaten Andreas Pinkwart. Der Eindruck der beliebig zusammengestellten Module will hier nicht wirklich weichen. Interessiert mag man den Link &#8220;B&#252;rgerdialog&#8221; anklicken und wird sich dann aber &#252;ber ein hingeworfenes Formular zum Hochladen eigener Videos mit Fragen an den FDP-Chef &#228;rgern. Keine pers&#246;nliche Aufforderung zum Dialog ist nur bedingt h&#246;flich und signalisiert wenig Interesse. Ein ern&#252;chternde Eindruck, den der &#8220;Innovationsminister&#8221; von Nordrhein-Westfalen im Internet hinterl&#228;sst.</p>
<p><a href="http://www.fdp-nrw.de/">FDP Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="http://www.andreas-pinkwart.de/">Innovationsminister Andreas Pinkwart</a></p>
<h2>Linke</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_linke.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5161" title="landtagswahl_nrw_2010_linke" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_linke-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_beuermann.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5167" title="landtagswahl_nrw_2010_beuermann" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_beuermann-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Landauf landab sieht fast jede Internetseite der Linken gleich aus. Ob Landesverband oder Ortsverband, alle setzen auf das bew&#228;hrte Content-Management-System der Bundespartei samt mitgeliefertem Design. Aber nun muss das nicht zwangsl&#228;ufig negativ sein. Im Gegenteil, die Gestaltung wirkt aufger&#228;umt und einladend; bietet den Gliederungen noch genug M&#246;glichkeiten zur Anpassung an die eigenen Bed&#252;rfnisse. W&#252;rde man sich beider NRW-Linken noch etwas von der Vorliebe f&#252;r Newsmeldungen als dominierenden Inhalt entfernen, k&#246;nnte man sogar von ersten Wahlkampfspuren sprechen. Scrollt man ein bischen nach unten findet man leicht den Weg zur Kandidatenliste und dem Wahlprogramm, das f&#252;r <a href="http://www.derwesten.de/waz/meinung/kommentar/Streit-in-der-Linkspartei-kommt-zur-Unzeit-id2350889.html">so viel Diskussion</a> sorgte.</p>
<p>Von einer klar benannten Spitzenkandidatur halten die Linken in NRW offenbar nicht viel. B&#228;rbel Beuermann f&#252;hrt die Landesliste an, doch findet man weder eine eigene Internetseite noch wird sie auf der Website des Landesverbands besonders hervor gehoben. Naja, vielleicht m&#246;chte man sich auch einfach <a href="http://www.facebook.com/people/Barbel-Beuermann/1469198539">auf Facebook</a> mit ihr anfreunden.</p>
<p><a href="http://www.dielinke-nrw.de/">Die Linke NRW</a></p>
<h2>Piratenpartei</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_piraten.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5162" title="landtagswahl_nrw_2010_piraten" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_piraten-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kern.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5168" title="landtagswahl_nrw_2010_kern" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/landtagswahl_nrw_2010_kern-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a></p>
<p>Als klarer Au&#223;enseiter geht die Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen ins Rennen. Doch die hohe Medienaufmerksamkeit zur Bundestagswahl und die schon fast klischeehafte Internetaffinit&#228;t erlauben uns dennoch einen kurzen Blick. Stilecht wird die Parteiseite von einem Wiki betrieben, also von einer Wissensverwaltungs-Software, an der jeder Pirat mitarbeiten kann. Ob nun wirklich jeder Mitstreiter auch die Rechte hat, die Seite des Landesverbands zu bearbeiten?</p>
<p>Die neuen, unverkrampften Strukturen der Piratenpartei f&#246;rdern mitunter auch die ein oder andere Stilbl&#252;te hervor. Der Spitzenkandidat der Piraten (Kapit&#228;n?) hei&#223;t Nico Kern und pr&#228;sentiert sich im Netz nur mit seinem Wiki-Profil. Dabei tr&#228;gt er sowohl hier als auch dr&#252;ben bei <a href="https://twitter.com/TeilerDoehrden">twitter</a> den Spitznamen &#8220;Teiler Doehrden&#8221; und spielt damit auf den mehr chaotisch als politisch gepr&#228;gten Kultfilm &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club">Fight Club</a>&#8221; an. Das wirft eigentlich nur noch die Frage auf, nach welchem Kinohelden sich die anderen Spitzenkandidaten benennen w&#252;rden. Ihr Einsatz, Herr R&#252;ttgers.</p>
<p><a href="https://wiki.piratenpartei.de/Landesverband_Nordrhein-Westfalen">Piratenpartei Landesverband NRW</a></p>
<p><a href="https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Teiler_D%C3%B6hrden">Spitzenkandidat Nico Kern</a></p>
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		<title>Mit Kurznachrichten in die Medien</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 12:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnenpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Schäfer-Gümbel]]></category>
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		<description><![CDATA[Innerhalb von nur 71 Tagen musste Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel Ende 2008 vom einfachen Abgeordneten zum landesweit bekannten Spitzenkandidaten der hessischen SPD werden. Er kn&#252;pfte an den damals viel beachteten Online-Wahlkampf des amerikanischen Pr&#228;sidenten Barack Obama an und erzeugte damit gro&#223;e Medienresonanz. Mit Werkzeugen wie dem Kurznachrichtendienst Twitter machte er ohne millionenschwere Imagekampagne Schlagzeilen als Politiker des Internetzeitalters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Innerhalb von nur 71 Tagen musste Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel Ende 2008 vom einfachen Abgeordneten zum landesweit bekannten Spitzenkandidaten der hessischen SPD werden. Er kn&#252;pfte an den damals viel beachteten Online-Wahlkampf des amerikanischen Pr&#228;sidenten Barack Obama an und erzeugte damit gro&#223;e Medienresonanz. Mit Werkzeugen wie dem Kurznachrichtendienst Twitter machte er ohne millionenschwere Imagekampagne Schlagzeilen als Politiker des Internetzeitalters.</strong></p>
<p>Nach der gescheiterten Regierungsbildung der hessischen SPD im Jahr 2008 musste sich Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel unerwartet als der neue Spitzenkandidat bekannt machen. Zudem hatte die SPD – wie die anderen hessischen Parteien – durch den zweiten Wahlkampf innerhalb eines Jahres kaum Zeit, einen Wahlkampf auf herk&#246;mmliche Art zu planen und umzusetzen. Auch die finanziellen Mittel waren knapp und mussten entsprechend gezielt eingesetzt werden. Daher setzte Sch&#228;fer-G&#252;mbel zur Landtagswahl 2009 stark auf Online-Wahlkampf. Gemeinsam mit der K&#246;lner <a href="http://www.barracuda.de/">barracuda digitale agentur</a> wollte er die die Medienaufmerksamkeit nutzen, die US-Pr&#228;sident Barack Obama wenige Monate zuvor auf innovative Kampagnen im Internet gelenkt hatte.</p>
<h2>Schnell &#252;ber das Internet bekannt werden</h2>
<p><a href="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/kampagnenpraxis_tsg.jpg"class="img" rel="lightbox"><img class="alignnone size-medium wp-image-5213" title="kampagnenpraxis_tsg" src="http://www.homopoliticus.de/wp-content/uploads/2010/01/kampagnenpraxis_tsg-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Neben seinen Aktivit&#228;ten auf <a href="http://www.youtube.com/user/spdhessen">YouTube</a> und den bekannten Sozialen Netzwerken (<a href="http://www.facebook.com/schaeferguembel">Facebook</a> oder <a href="http://www.wer-kennt-wen.de/person/yfq951i5">Wer-kennt-wen</a>) setzte Sch&#228;fer-G&#252;mbel auf den Kurznachrichtendienst <a href="http://twitter.com/tsghessen">Twitter</a>. Dort k&#246;nnen kurze Textnachrichten mit bis zu 140 Zeichen ver&#246;ffentlicht werden. Durch die Begrenzung der Zeichenzahl lassen sich die Nachrichten schnell lesen und erreichen interessierte Leser fast in Echtzeit, die ebenso spontan antworten und so eine &#246;ffentliche Diskussion entstehen lassen. An diesem schnellen, kurzlebigen Nachrichtenfluss nehmen die Nutzer entsprechend insbesondere &#252;ber internetf&#228;hige Mobiltelefone teil. Auf diesem Weg erhielt der Politiker Sch&#228;fer-G&#252;mbel direkte R&#252;ckmeldungen und baute wechselseitige Kommunikationsbeziehungen zu seinen Twitterkontakten auf – zu einem Zeitpunkt, zu dem Twitter in Deutschland noch wenig verbreitet war und haupts&#228;chlich von Medienexperten und Journalisten beachtet wurde.</p>
<h2>Neugier auf Online-Kommunikation bringt Medienaufmerksamkeit</h2>
<p>Durch diesen gezielten Einsatz des Internets konnte Sch&#228;fer-G&#252;mbel gro&#223;e Aufmerksamkeit durch die »klassischen« Massenmedien erlangen. Nach der US-Pr&#228;sidentschaftswahl waren die Journalisten an berichtenswerten Internetaktivit&#228;ten von Politikern besonders interessiert. Zahlreiche Medien wie die <a href="http://www.bild.de/BILD/news/politik/2009/01/16/hessen-wahl/schaefer-guembel-obama-hessen-spd-internet-sieg.html">BILD-Zeitung</a> und das <a href="http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,7504947,00.html?dr=1">ZDF</a> verglichen Sch&#228;fer-G&#252;mbel deshalb mit dem eben gew&#228;hlten Obama. Auch wenn die Berichterstattung sich <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/623/454306/text/">ironische Anmerkungen</a> &#252;ber die ungleichen Verh&#228;ltnisse nicht nehmen lie&#223;, hatte sich Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel gro&#223;e Medienaufmerksamkeit verschafft und auf diese Weise seinen Bekanntheitsgrad innerhalb kurzer Zeit gesteigert. Dadurch, dass er Twitter auch nach der Wahl konsequent nutzt, hat er sich dar&#252;ber hinaus Glaubw&#252;rdigkeit als Internetpolitiker erarbeitet.</p>
<p>Die <a href="http://www.barracuda.de/">barracuda digitale agentur</a> und der hessische SPD-Vorsitzende <a href="http://www.schaefer-guembel.de/">Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel</a> tauschen sich gern &#252;ber Online-Wahlkampf aus. Beide sind auch bei Twitter als <a href="http://twitter.com/oliverbarracuda">@oliverbarracuda</a> und <a href="http://twitter.com/tsghessen">@tsghessen</a> ansprechbar.</p>
<p>&#8212;-<em><br />
Diesen Report haben wir als Mitglieder der <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/">KampagnenPraxis</a> geschrieben. Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft junger Fachleute an der Schnittstelle zwischen politischer Kommunikation und den Internetmedien. Wir zeigen Kampagnen- und Kommunikationsverantwortlichen lokaler und regionaler politischer Akteure in zweiw&#246;chentlichen Reports Beispiele, wie sie das Internet erfolgreich nutzen k&#246;nnen. <a href="http://www.kampagnenpraxis.de/">Abonnieren Sie unsere Reports einfach auf unserer Internetseit</a>e.</em></p>
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		<title>Fast Forward</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 19:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
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		<description><![CDATA[Einiges hat sich in der deutschen Parteienschaft ge&#228;ndert, nicht zuletzt mit der letzten Bundestagswahl. Die SPD verliert sich in einer Abw&#228;rtsspirale aus personellen Desastern und F&#252;hrungskrise und zeichnet damit den Prototyp der sterbenden Volkspartei. In einer v&#246;llig unwissenschaftlichen Prognose beschreibe ich mein Bild der Parteien zur Bundestagswahl 2017.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einiges hat sich in der deutschen Parteienlandschaft ge&#228;ndert, nicht zuletzt mit der letzten Bundestagswahl. Die SPD verliert sich in einer Abw&#228;rtsspirale aus personellen Desastern und F&#252;hrungskrise und zeichnet damit den Prototyp der sterbenden Volkspartei. In einer v&#246;llig unwissenschaftlichen Prognose beschreibe ich mein Bild der Parteien zur Bundestagswahl 2017.</strong></p>
<p>Die <strong>CDU </strong>fuhr bei der Bundestagswahl 2013 massive Verluste ein und Bundeskanzlerin Merkel musste den Parteivorsitz genauso abgeben wie die Schl&#252;ssel zum Kanzleramt. In einem Machtkampf zwischen Vertretern einer sozialen Moderne und Apologeten des Konservativen taumelte die Partei durch 4 Jahre Opposition. Die immer &#228;lter werdenden Mitgliederschaft ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Umfragewerte f&#252;r die bevorstehende Wahl 2017 sehen die Christdemokraten bei etwa 20%.</p>
<p>F&#252;r die <strong>SPD </strong>konnte die Regierungsbeteiligung in 2013 wenig bewirken. Immer noch fehlt der Partei die &#252;berzeugende soziale Botschaft, die W&#228;hlerinteressen vereinen k&#246;nnte. Zu konsequent ist die Konkurrenz von Gr&#252;nen und Linken, auch die an die soziale Merkel-CDU verlorenen Stimmen konnten die Sozialdemokraten nicht wieder gewinnen. Ein Stamm von Traditionsw&#228;hlern sichert der SPD mit 15% in den Umfragen des Vorwahlkampfs 2017 gerade noch zweistellige Werte. Der 15. Vorsitzende seit der Wende macht keine gute Figur in der Vorbereitung des Wahlkampfs.</p>
<p>Die <strong>Linke </strong>ging einen schwierigen Weg, als sich 2013 Oskar Lafontaine und Gregor Gysi aus der Parteif&#252;hrung zur&#252;ck zogen. Laut brach die Debatte &#252;ber Demokratie und Sozialismus, &#252;ber Kapitalismus und Staatswirtschaft los. Auch die Vergangenheit der PDS-H&#228;lfte der Partei wurde vielleicht zum ersten mal richtig thematisiert. Tausende Mitglieder traten in diesen Jahren der Aufarbeitung aus der Partei die Linke aus. Doch so an der Realit&#228;t gel&#228;utert erschlie&#223;t sich die Partei ganz neue W&#228;hlergruppen. F&#252;r die kommende Bundestagswahl 2017 sehen Demoskopen die Linke bei 20%.</p>
<p>Die <strong>Gr&#252;nen </strong>sind mit einer umfassenden personellen Erneuerung aus den Oppositionsjahren 2009 bis 2013 gekommen und haben als einzige Partei eine wirklich &#252;berzeugende Idee der Zukunft vorbringen k&#246;nnen. Die gr&#252;ne Zukunft als Wirtschaftsmotor und Sozialstaatsprinzip hat gro&#223;e Teile der Bev&#246;lkerung &#252;berzeugt. 2017 werden voraussichtlich die Gr&#252;nen das erste mal den Bundeskanzler stellen, da sie in den Befragungen mit 25% sogar vor der CDU liegen und auf die flexibleren Koalitionsm&#246;glichkeiten zur&#252;ck greifen k&#246;nnen.</p>
<p>Die <strong>FDP </strong>hat sich mit ihrer Regierungsbeteiligung von 2009 offensichtlich keinen gro&#223;en Gefallen getan. Als die Steuergeschenke noch f&#252;r kurze Freude unter den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern gesorgt hatten, war schon l&#228;ngst abgezeichnet, dass die Finanzierungsl&#252;cke einfach zu gro&#223; ist. Das Ansehen der FDP als Partei der steuerlichen Vernunft wurde davon so nachhaltig besch&#228;digt, dass sie heute in 2017 mit den fantastischen Forderungen der Linkspartei des fr&#252;hen 21. Jahrhunderts verglichen wird. Den liberalen Themenkomplex von B&#252;rgerrechten in Offline- und Onlinewelt hat die FDP durch ihre Zugest&#228;ndnisse an die CDU nahezu unbesetzt gelassen und damit den Gr&#252;nen ein Monopol darauf erm&#246;glicht. Abgestraft von den W&#228;hlerinnen und W&#228;hlern steht die FDP in aktuellen Umfragen bei 10%.</p>
<p>Die 10% Stimmanteile f&#252;r die immer zahlreicher werdenden <strong>kleinen Parteien</strong> sind ein deutliches Signal, dass die Parteienlandschaft bald um weitere Mitglieder erg&#228;nzt werden wird. 2009 sah es beinahe so aus, als ob die Piratenpartei als erste Kleinpartei den Sprung in den Bundestag schaffen k&#246;nnte. Doch die arivierten Parteien begriffen rechtzeitig, dass es an ihnen war, die Themen B&#252;rgerrechte und Medienpolitik &#252;berzeugend zu vertreten.</p>
<p><em>Bild: flickr <strong><a href="http://www.flickr.com/photos/80755490@N00/"><strong>lukelukeluke</strong></a></strong></em></p>
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		<title>Die Parteien und das Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 12:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch nie zuvor spielte das Thema Internet in einem deutschen Wahlkampf eine derart &#252;bergeordnete Rolle wie zur diesj&#228;hrigen Bundestagswahl. An allen Stellen versuchten sich die Parteien gegenseitig mit ihren Kampagnen zu &#252;berbieten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch nie zuvor spielte das Thema Internet in einem deutschen Wahlkampf eine derart &#252;bergeordnete Rolle wie zur diesj&#228;hrigen Bundestagswahl. An allen Stellen versuchten sich die Parteien gegenseitig mit ihren Kampagnen zu &#252;berbieten. Doch erweckte es den Eindruck, als ob das vielfach pr&#228;sentierte „digitale Glanzpapier“ der Parteien lediglich aus Altpapier hergestellt wurde. Alle Parteien stellten dar, wie aktiv sie im Internet waren und was sie alles gemacht h&#228;tten, doch fragte man nach den Organisationsstrukturen hinter den Kampagnen, schaute man h&#228;ufig in lange Gesichter. Noch immer wird das Internet an vielen Stellen als reine Pr&#228;sentationsplattform von Wahlkampfmaterialien in digitaler Form angesehen.  Wir haben deshalb den Test gemacht. Noch w&#228;hrend des Wahlkampfes haben wir alle im Bundestags vertretenen Parteien angeschrieben und gefragt, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie im Rahmen des Bundestagswahlkampfes f&#252;r ihre Onlineangebote besch&#228;ftigen.  Das Ergebnis war ern&#252;chternd, von den f&#252;nf angeschriebenen Parteien antworteten gerade einmal zwei promt und zwei antworteten erst gar nicht.  Insgesamt meldeten sich auf die Frage nur CDU, Linkspartei und B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen.  So schrieb die Linkspartei:</p>
<blockquote><p>„Eine eindeutige Festlegung der Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die sich mit sogenannten Neuen Medien befassen, ist leider schwierig zu ermitteln, weil unsere Redaktionen f&#252;r Print- und Online-Medien zusammengelegt sind. In dem Arbeitsbereich „Redaktion“ des WahlQuartiers sind 20 Personen besch&#228;ftigt. Agenturseitig sind zwei – bei speziellen Projekten auch mehr – Mitarbeiter mit der Betreuung des Online-Wahlkampfes befasst.“</p></blockquote>
<p>CDU:</p>
<blockquote><p>„Ihre Frage nach den Mitarbeitern der neuen [Medien, M.K.] l&#228;sst sich nicht genau beantworten, da das Internet eine wichtige Querschnittsaufgabe in vielen Arbeitsbereichen der CDU-Bundesgesch&#228;ftsstelle darstellt. Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dauerhaft als Onlineredakteure bei der CDU. Zus&#228;tzlich besch&#228;ftigen sich im teAM Deutschland etwa 8-10 Personen schwerpunktm&#228;&#223;ig mit Online-Aufgaben und 15 Personen sind im Schichtdienst f&#252;r die Beantwortung der via Internet eingehenden B&#252;rgeranfragen zust&#228;ndig. Hinzu kommen dann noch zahlreiche Fachreferenten , die sich im Rahmen ihrer Aufgaben auch um Online-Angebote k&#252;mmern. [...] Extern besch&#228;ftigen wir derzeit noch weitere Personen. Zwei bis drei Mitarbeiter von CDU TV und externe Programmierer und Grafiker in unserem Rechenzentrum. Das sind aktuell 5 Personen.“</p></blockquote>
<p>B&#252;ndnis90/Die Gr&#252;nen:</p>
<blockquote><p>„In der Bundesgesch&#228;ftsstelle von B&#220;NDNIS90/DIE GR&#220;NEN arbeiten momentan 3 MitarberInnen im Bereich neue Medien, zus&#228;tzlich arbeiten c.a. 5 feste MitarbeiterInnen in den Agenturen im Rahmen unserer Accounts. Dazu kommen dann noch, je nach Bedarf, Teilzeitkr&#228;fte, Grafiker, Programmierer, etc.“</p></blockquote>
<p>Was bleibt also als Fazit? Die deutschen Parteien sind auf dem richtigen Weg und erste neue und positve Ans&#228;tze sind zu erkennen. Doch solange das Internet an vielen Stellen weiterhin als reines Pr&#228;sentationsmedium ohne R&#252;ckkanal gesehen wird, besteht noch viel Lernbedarf.  Spannend bleibt deshalb auch die Frage, ob und in welcher Form das Internet in den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen eine Rolle spielt. Politiker der verschiedensten Parteistr&#246;mungen hatten beispielsweise im Wahlkampf angek&#252;ndigt, dass &#220;berlegungen lohnenswert seien, einen Netzbeauftragten in der Regierung einzuf&#252;hren. Ethusiastische Stimmen sprechen gar schon davon, dass zuk&#252;nftig ein Ministerium das Thema Internet thematisch mit abdecken k&#246;nnte.  Woanders ist man uns da schon etwas voraus. Erst k&#252;rzlich erz&#228;hlte Vincent Ducrey, seines Zeichens &#8220;French Government New Media Advisor&#8221; der Sarkozy-Regierung (eine solche Bezeichnung erscheint in Deutschland nach wie vor wie ein Witz), dass er mit einem festen Team von 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die neuen Medien bespielen w&#252;rden. Die Regierung Obama und ihren CIO Vivek Kundra (+ Team) muss man dabei erst gar nicht mehr erw&#228;hnen.  <em>Bildnachweis: <a href="http://www.flickr.com/photos/kirklau/1638526962/sizes/l/">flickr.com (kirklau)</a></em></p>
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