Der WLAN-Router als Wahlkampfinstrument

Im Wahlkampf sollte man alle sich anbietenden Kanäle nutzen. So hat es sich wahrscheinlich die Piratenpartei Berlin gedacht und im Rahmen des Abgeordnetenhauswahlkampf die Aktion Piratenlan gestartet. Alle Unterstützer werden dazu aufgefordert ihr WLAN für die Zeit bis zur Wahl in „Am 18.9. Piraten waehlen“ umzubennen und so auf bequeme Art und Weise in der Nachbarschaft für die Piratenpartei zu werben. Anschließend können sich die Unterstützer in einer Google Map eintragen und damit zeigen, wo es bereits ein Piraten-WLAN gibt.

Durch den Überraschungseffekt könnte diese Art der Werbung in Hochhäusern oder Studentenwohnheimen durchaus punkten. Über den Gesamterfolg wird sich aber trotzdem streiten lassen, zumal die wenigen umbenannten WLAN-Netze in einer Stadt wie Berlin in der Masse der Netze höchstwahrscheinlich untergehen werden.

In in einer aktuellen Umfrage wird die Piratenpartei übrigens derzeit bei 4,5 Prozent gesehen.

8 Gedanken zu „Der WLAN-Router als Wahlkampfinstrument

  1. Witzige Idee. Könnte das aber nicht zu technischen Schwierigkeiten führen? Müssten nicht Nutzer zwischen WLANs mit der gleichen SSID nahtlos übergeben werden? Natürlich hat man nicht das gleiche Passwort, aber erkennen die Geräte dann wirklich, dass es zwei unterschiedliche Netzwerke sind?

  2. Ich frage mich, was das bringen soll. Die meisten Menschen stellen ihren Laptop an, drin sind sie. Die bekommen die Namen der anderen Netze gar nicht zu Gesicht.

  3. Hallo!

    Die Idee ist super, solange Du nicht selber so ein Netz nutzt…

    Eigentlich ist das was z.B. für ein Haus mit mehreren WLAN-Basistationen. Um nur ein WLAN-Netz zu haben, kann man eben mehrere Basisstationen mit der selben SSID verwenden, die dann als ein Netz agieren. Dein Laptop, iPhone, iPad versucht sich in der Regel in das am stärksten sendende Gerät einzuwählen, wenn Du Deinen Standort wechselst.
    Das funktioniert prima, weil sich die Geräte die WLAN-Schlüssel merken.

    Wenn Du nun selbst ein Piraten-WLAN hast und in der Stadt unterwegs bist, versucht sich Dein Telefon in andere gleichnamige Basisstationen einzuwählen – allerdings aufgrund des falschen Schlüssels nicht erfolgreich. Du bekommst im Idealfall eine Fehlermeldung.

    Im schlimmsten Fall gab es – soweit ich mich erinnern kann – hier mal mit Telekom-Hotspots Probleme. Jemand hat ein WLAN „T-Mobile Hotspot“ aufgemacht und mobile Geräte haben sich dank erkannter SSID eingeloggt. Eine Sicherheit war glaub ich gar nicht eingestellt, so dass auch keine Fehlermeldung kam. Nun konnte die Person den Datenverkehr über den eigenen gefakten Hotspot sniffen.

    So gut die Idee ist: Ich weiß nicht so recht… Moderne WLAN-Router können ja sowohl g- als auch n-Standard parallel anbieten. Vielleicht ist es für einen selbst ja eine gute Lösung, nur z.B. das n-Netz umzubenennen und das g-Netz privat zu lassen…

    Lg
    Bastian

  4. Pingback: WLAN-Wahlkampf mit der Piratenpartei | GedankenMaschine

  5. Nur das N-Netz mit 5Ghz bringt ja noch weniger…

    Wenn es Probleme bei gleicher SSID gibt, dann doch einfach mal im Umkreis scannen, und hinter den Piratenspruch (hier jetzt aktuell „Am 13. Mai Piraten waehlen!“ als SSID von 2,4Ghz) eine Nummer oder ähnliches, falls es identische in der Nähe gibt.
    Oder eben etwas individuellere Sprüche bzw. Formulierungen.
    Z.B. statt „Am 13. Mai Piraten waehlen!“ „Waehlt am 13. Mai Piraten“ usw..

  6. Dann müsste es ja auch Probleme mit den ganzen WLANs namens „FritzBox Fon 7270“ oder den Default-Namen von anderen Routern geben… Ich sehe da kein Problem!

  7. Pingback: Wahlkampf selbst machen: Eigene Namen für WLAN, Hotspots und Bluetooth Netze einrichten | JENA WÄHLT PIRATEN! Offener • Ehrlicher • Vernünftiger

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