Die Twitterüberraschung

Als Peter Altmaier (Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag) am 25. September seinen ersten Tweet als @peteraltmaier abschickte, schlug dies in netzpolitischen Kreisen ein wie eine Bombe. Nach @RegSprecher Steffen Seibert also die zweite politische Twitter-Überraschung in diesem Jahr.

Für die FAZ hat Peter Altmaier jetzt eine Chronologie erstellt, die seinen Weg zum selbsternannten „Dauertwitterer“ beschreibt. Ein wichtiges Ereignis war demnach seine Teilnahme an der inzwischen fast schon legendären Talkshowrunde bei Anne Will, wenige Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin.

„Mittwoch, 21. September: Bei Anne Will in der Talkshow zum Wahlerfolg der Piraten. Christoph Lauer von den Piraten hat ein Heimspiel: Drei Viertel des Publikums sind junge, höfliche und begeisterungsfähige Piraten. Wo sie plötzlich herkommen, ist ein Rätsel. Ich denke an Twitter und Facebook, und ich habe eine Ahnung.“

Wenige Wochen später schreibt er nun:

„Donnerstag, 13. Oktober: Fünfhundert Tweets und 1700 Followers später. Ich habe getweetet zur gescheiterten SPD/Grünen-Koalition in Berlin, zum Euro, zum Staatstrojaner, zu Arbeitsbedingungen in China und zum Tode von Steve Jobs. Fragen beantwortet, so gut ich konnte, argumentiert, gescherzt und gekämpft. Jedes Mal, wenn ich mich im Netz melde, gibt es prompt Reaktionen, Kritik, Hinweise, Wünsche, manchmal auch Komplimente, Ermutigung und Lob. Ich kenne viele User mit ihren Stärken und Schwächen. Ich fühle mich hier zu Hause, die Sache macht mir richtig Spaß.“

Weitere Gedanken hat Altmaier nun in einem ausführlicheren Artikel für die FAZ zusammengefasst: „Mein neues Leben unter Piraten„.

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