State of the Union

Als Barack Obama am Dienstag zur Rede zur Lage der Nation antrat hatten es einige Journalisten bereits als eine seine letzten Chancen gesehen, um die Kritiker – auch in den eigenen Reihen – hinter sich zu bringen und seine von immer mehr Erosionen betroffene Präsidentschaft wieder etwas glatt zu bügeln. Doch nicht nur politisch wurde Obama in den vergangenen Monaten immer mehr in die Ecke gedrängt, sondern auch online musste er seine Chance nutzen, um nicht an Relevanz zu verlieren. Weiterlesen

Zu unrecht verloren?

Eigentlich scheint gerade, nicht mal einen Tag nach den Wahlen in Amerika, schon fast alles gesagt. Obwohl der Ausgang wohl insgesamt so absehbar war, überschlagen sich die deutschen Nachrichtenportale mit ihren Formulierungen. “Abrechnung mit Mr. Perfect” heißt es bei Spiegel Online, “Denkzettel für Obama” überschreibt WELT ONLINE einen Artikel. Hier soll sicher nicht darüber diskutiert werden, was die Wahlen und die Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus für die Präsidentschaft Obamas bedeuten, dafür sind andere sicher besser qualifiziert. Weiterlesen

Soziale Medien: Nützlich nur aus der Opposition?

Barack Obamas Kampagne für Primaries und Präsidentschaft wird weithin als Sternstunde der Nutzung sozialer Medien im Wahlkampf angesehen – auch wenn Obamas Team selbst natürlich so einiges von Howard Deans Primary-Kampagne 2004 abgeschaut hat. Ein gemeinsamer Faktor in beiden Kampagnen ist dabei, daß sich sowohl Dean als auch Obama als Erneuerer und Underdogs (sogar in ihrer eigenen Partei) präsentieren konnten. Soziale Medien erlaubten es Obama, zu einer Zeit Unterstützer zu werben, in der die meisten Kommentatoren für seine Kampagne noch keine großen Chancen sahen, und dann mit Hilfe dieser ersten Fans auf my.barackobama.com eine breite Massenbewegung aufzubauen. Weiterlesen